Archiv für das Jahr: 2017

Blockade

Wie oft habe ich wohl schon das Wort „häkeln“ hier auf dem Blog verwendet? Gefühlte 100 Millionen mal. Gibt es eine Wort-Schreib-Blockade? Glaube ja. Gibt es Synonyme für diese wunderbare Tätigkeit? Mit „gearbeitet“ oder „gecrocheted“ umschiffe ich die Wiederholung der Wiederholung des Wörtchens „HÄKELN“. Ergeht es anderen Bloggern ähnlich? Fallen Foodblogger oder Essenszubereitungsrezeptberichterstatter in eine „Essen“ oder „Kochen“ Blockade. Hängt ihnen ein Wörtchen zum Hals heraus?
Oder gibt es ein Verfallsdatum für den Kosenamen „Schatz“? Hat es sich mal „ausgeschätzelt“? Oder können Eltern die Namen ihrer Kinder Phasenweise nicht mehr entspannt aussprechen: „Charlotte, nicht den Jungen hauen. Charlotte komm her, wir wollen… Nein Charlotte, das darfst du… Charlotte, wie oft habe… Charlotte mag gern… Meine Charlotte hat in der…
Und beim Schreiben stelle ich fest, dass es eine zusätzliche Wort – Blockade gibt: Das Anhören der ständigen Wort-Wiederholungen macht auch nicht immer Freude. Ein „Stumm-Schalter“ in manchen Situationen – ein Traum.
Oder das Ansehen von manchen Gesichtern vorzugsweise in den Medien. Manche Visagen kann ich beim besten Willen nicht mehr sehen. Zu oft in der Berichterstattung. Ja, ich habe neben der zur Häkel-Wort-Blockade eine… In diesem Bereich bin ich so geblockt, dass ich nicht mal mehr darüber…
Gibt es eine anerkannte, staatlich geprüfte, zertifizierte und wissenschaftlich auf ihre Wirksamkeit geprüfte Therapie für diese Verweigerungshaltung. Vielleicht einen biologisch abbaubaren, veganen Gehirnweichspüler, aus nachhaltiger Produktion? Einfach eine Kappe, morgens nach dem Frühstück, trinken und die Welt mit ihren Absurditäten ist in Ordnung. Trinken wir uns die Welt schön, ohne Alkohol 😉
So. In diesem Sinne zeige ich euch Bilder von meinem geh.. äh, von meinem virkkaus´ten (das beschreibt die Herstellungstechnik auf Finnisch) Tischläufer 🙂

 

 

 

 

Leerer Platz wird rar

Bei mir ist viel geboten 😉 Freie Wandflächen schrumpfen dahin. Mir ist nach viel und mein männlicher Mitbewohner, nicht ein Kater, nein, mein Mann, legt kein Veto ein. Brav.
Also lebe ich mich aus. Habe mir den Freischein für eine überbordende Wandgestaltung gegeben. Nicht lange nachdenken, sondern gleich mal rein mit dem Nagel und Diverses daran aufhängen. Fragen wie: „Wird dir das nicht zu viel?“, ignoriere ich.
Warum mit gezogener Dekohandbremse durchs Leben fahren. Nein, einfach mal in die Vollen gehen und ausprobieren. Abhängen und überstreichen geht immer.
Muss mir morgen gleich eine neue Packung Nägel kaufen 😉
Hier ein paar Bildchen von der frisch bestückten Küchenecke:

 

 

 

 

Im Gebrauchtwarenkaufhaus erstandene kleine Deckchen hab ich kurzerhand in Bilderrahmen verfrachtet. Gefällt mir gut.

 

 

Kulinarisches mit Graupen, rote Beete und Birnen

 

Graupenrisotto:
Eine Zwiebel, Knoblauch und die ungekochten Graupen in der Pfanne  kurz anbraten.
Mit etwas Gemüsebrühe aufgießen und köcheln lassen.
Nach Bedarf Flüssigkeit, auch einen Schuß Weißwein, hinzugeben.
Habe mit gemahlenen getrockneten Pilzen vom letzten Jahr und Kurkuma gewürzt.
Nach ca. einer halben Stunde ist es fertig.

Rote Beete – Birnen – Gemüse:
2 frische Knollen rote Beete schälen, vierteln, in dünne Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben.
2  Birnen in kleine Würfel schneiden und ebenfalls in die Schüssel geben.
Mit Zimt, Ingwerpulver, Kreuzkümmel und Salz würzen.
Mit Rapsöl alles gut durchmischen und in eine Auflaufform geben.
Im Ofen bei ca 200 Grad etwa 20 bis 25 Minuten garen, backen, oder wie immer man dazu sagt 😉
Birne und rote Beete – sehr, sehr lecker!

 

Mein Wahl-outing

 

Ich habe mich entschieden. Neben dem Wahl-o-mat hat natürlich ganz klar meine Vorliebe für gewisse Farben den Ausschlag gegeben. Schwarz ist nicht mein Ding, rot nur begrenzt und braun sehe ich gern in der Natur aber bitte nicht…

 

 

Grün ist zwar auch nicht das totale Optimum, aber zumindest entspannt es die Augen ;
Und das rosa Kuvert hat es mir leicht gemacht, die Briefwahlunterlagen auf den Weg zu bringen 😉

Kulinarischer Neubeginn

Die Kategorie „Rezepte“ fristet ein Dasein wie in „Schmalhans Küche“. Kein Futter findet in die Sparte. Das muss sich ändern. Food ist so „in“.  Alle wollen Essen gucken.
Mein Kochverhalten verläuft zu den Foodblogs, Kochshows konträr. Mich trennen Welten zu den medialen kulinarischen Outputs.
Ich zelebriere nicht. Ich koche einfach was der Kühlschrank oder die Speisekammer hergibt. Ich liebe die Tätigkeit des Essens mehr, als die des Kochens. Die Vorfreude auf ein leckeres Gericht lässt mich den Aufwand der Zubereitung leichter ertragen.
Warum also die Kategorie „Rezepte“ nicht einfach auflösen? Nein. Irgendwie und sowieso habe ich Lust auf einen Gegenentwurf.
Mein Plan: An einem beliebigen Wochentag, knipse ich genau um 16.30 Uhr die Küche. Immer aus der gleichen Position. Immer so wie sie ist. Ohne vorher etwas zurechtgerückt zu haben. Zudem dokumentiere ich, was entstanden ist. Kein liebevolles drapieren – nö – rein in den Teller und draufhalten mit der Fotolinse. Gegessen wird nämlich warm.
So nun meine Idee. Wie es mit der Umsetzung aussieht, wird sich zeigen.

Was mit Grünkohl, den Resten vom gestrigen Abendessen und dem heutigen Mittagessen:

Zwiebel klein schneiden und andünsten
Grünkohl klein rupfen und mit in den Topf
mit etwas Gemüsebrühe aufgießen
das Ofengemüse vom Mittagessen ( bestehend aus Kartoffel, Karotte, Süßkartoffel, Zwiebel gewürzt mit Tabil) hinzugeben
den gekochten, geschälten Dinkel vom Vortag ebenfalls in den Topf
eine Dose Linsen dazu
ein Schuß Essig
2 Lorbeerblätter
alles kurz köcheln lassen – Essen!!!!

War lecker.