Archiv für das Jahr: 2017

Sonntags-Vormittags-Sammelsurium

Ein bibsi hiervon, ein bibsi davon:

 

Gestriger bildtechnischer Flohmarktfund. Wenn jemand von euch irgendwas zu diesem Bild weiß, gern über die Kommentarfunktion mitteilen. Würde mich freuen 🙂

Es grünt so grün beidseitig

Ein zweites Motiv aus dem kleinen Heftchen ist entstanden. Ganz in Pastello. Fast ein bisschen zu… Ich bin unschlüssig.  Hm, vielleicht verschlimmbessere ich es 😉

Euch einen schönen Sonntag!

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Expedition nach Neuland

Für eine Expedition nach „personal Neuland“ bedarf es einer gewissen Sportlichkeit. Im Hürdensprung sollte man geübt sein. Innere Barrieren, welche in Kleinstarbeit über die Jahre aufgebaut und instand gehalten wurden, gilt es zu überwinden. So aus dem Stand heraus eine gefühlte 10 Meter Barriere zu bewältigen bedarf es  geistiger Beweglichkeit und und „powerful“ Gedanken, um die unteren Gliedmaßen, quasi die Beine, nach Neuland zu bewegen.
Lange Rede kurzer Sinn: Ich und Mann waren an den Gestaden eines Sees unterwegs. Zufällig stießen wir auf eine Ansammlung meist älterer Zeigenossen (Senioren), welche in mehr oder minder froher Erwartung der Ankunft einer schwimmenden Touriklitsche entgegenharrten. Innehalten unsererseits. Sollen wir es wagen totales Neuland zu betreten. Etwas tun, auf was wir jahrelang mit einem mitleidigem Grinsen herabgesehen haben. Uns einer touristischen Massenveranstaltung anschließen. Haben wir das Alter der Kaffeefahrten, inklusive Heizdeckenverkauf, erreicht? Phase: Essen ist der Sex des Alters. Die Landschaft im Sitzen erkunden und dabei ein Tässchen Kaffee und Torte in sich reinmümmeln?
Wir haben den Absprung geschafft, die Hürde überwunden. Sind rauf auf den Seedampfer, welcher uns in gefühlter Schrittgeschwindigkeit eineinhalb Stunden über einen absolut übersichtlichen See getuckert hat. Nach anfäglichem Belächeln der gegebenen Umstände und einer geistigen Distanzierung, passierte etwas. Die Vorbehaltsbarriere zerbröselte. Mit jedem zurückgelegten Meter Wassermasse lösten sich jahrelang gepflegte Vorurteile auf. Behaglichkeit machte sich breit. Der Anblick des Sees, das sehr leichte Schaukeln, verhaltenes Stimmengemurmel der Mitreisenden.. das alles führte zu einem Gefühl der totalen Entspannung.
Und wenn wir mal wieder einen im See kreisenden Ausflugsdampfer besteigen, dann holen wir uns auch ein Käffchen und Kuchen mit dazu 🙂

 

Mein „russian spleen“

Nach einem höheren Wissen oder so, schwimmen wir alle auf diesem schwebenden Erdklumpen, auf einer Wellenlänge. Sollen alle irgendwie miteinander verbunden sein. Oder so ähnlich. Für manche Thesen bin ich vielleicht zu sehr Realist oder mein geistiger Horizont zu gering. Aber irgendwas muss schon dran sein. Ich war noch nie in Russland, der russischen Föderation.
Nach obiger These müsste aus diesem Erdteil auch was in mir vorhanden sein. Ganz klar belegt dies doch meine Leidenschaft für Matroschkas und dieses Kästchen (made in USSR). Entworfen wurden die netten Püppis 1890. Als Inspiration soll eine aus Japan importierte Fukurokuju-Puppe gedient haben (Danke Wikipedia!)
Ha! Somit ist auch ein „μ“ (mü) Japan in mir. Der schwarze Humor aus England, die Lautstärke einer wütenden Italienerin, die Liebe zu französischem Käse, Feta aus Griechenland, schottischer Dickschädel, kubanische Rhythmen… Wau, ich trage die ganze Welt ein bisschen in mir.
Heute habe ich sozusagen meine russischen „vibrations“ im Secondhandladen gepflegt. Sind mir einfach so zugeschwommen 😉

 

 

Neueste Neuigkeiten

Habe soeben Post bekommen von Loveknitting. Eine Entschuldigung für die verspätete Rückmeldung 😉 Meine Wunschwolle ist unterwegs…

Das Essen über dem Feuer draußen brutzelt im Topf.

…demnächst gibt es dann mal mehr über die Wolle, was daraus wurde und so.

Muss wieder an die Feuerstelle. Happa, happa, huga huga 😉

Ausbeutung – sorry – Kooperation mit großen Firmen

Ich bin mutig und drücke jetzt auf die Taste zum Veröffentlichen dieses Beitrages!

So. Erstmal der Faktencheck: Bekam eine nette Mail von einem großen Wolldealer (Loveknitting) mit der Anfrage, ob ich Lust auf eine Kooperation hätte. Fragte nach Details.
Verschiedene Möglichkeiten wurden aufgezeigt. Alles ganz locker und unverbindlich.
Könnte einen Rabattcode auf meiner Seite installieren. Es könnten Preise für ein Gewinnspiel zur Verfügung gestellt werden und man könnte mir ein „schönes Wollpaket“ eines bestimmten Garns zusenden und ich könnte eigens dazu ein Häkelstück anfertigen und es auf meinem Blog präsentieren, mit der Nennung des Garnes…
Warum nicht, dachte ich mir und freute mich auf ein „schönes Garnpaket“. Ein kleines Teil mit neuer Wolle häkeln. Meine Erfahrungen (auch evtl. negative) beschreiben. Quasi einen gekennzeichneten Beitrag über gesponserte Wolle. Keine Lobhudelei sondern ehrliche Berichterstattung.
Dann kam das Paket – äh – Päkchen. Fünf Knäuel Wolle. Schluck. Nicht meine Farben. Schluck. Wert des Päckchens: ca. 9 Euro (Verkaufspreis wohlgemerkt!). Schluck. Ernst oder verarsche. Ernst.
Ich bin Loveknitting 10 Euro wert. Für 10 Euro ein Häkelstück anfertigen und darüber schreiben?! Sollte ich etwas Tolles fabrizieren aus den fünf Acrylteilen um einer sehr großen Wollvertriebsfirma zu beweisen, dass ich es wert bin? Muss ich mich beweisen? Nein!! Leute ich bin doch nicht Doofie aus Deppenhausen!
Jetzt mal wieder sachlich: Ganz sachlich habe ich eine Mail zurückgeschrieben, in welcher ich mitteilte, dass ich keinen Mehrwert für mich sähe. Ein umfangreicheres Wollsortiment würde von Nöten sein, um was Schönes auf die Beine zu stellen und das würde auch mich erfreuen. Habe also eine Liste von 14 unterschiedlichen Wollfarben zusammengestellt und diese in der Mail vermerkt. Wolle für einen Gesamtwert von ca 28 Euro. Ja ich weiß, dass das immer noch voll doof ist, aber irgendwie wollte ich wissen, ob eine Reaktion darauf käme. Kam nicht.
Leute! Ich bin zu teuer!
Diese  Firma will für Werbung auf Blogs nur ein Almosen ausgeben, zumindestens für mich. Brauche ich das? Nein! Aber es macht wütend. Moderne Ausbeutung.
Und über dem Schreiben dieses Beitrages machte ich mir noch Gedanken, ob ich den Namen der Firma nennen sollte, oder lieber doch nicht. Warum nicht?! Habe ich Bedenken, dass potentielle Kooperationspartner doch lieber die Finger von einer „Krawallhäklerin“ lassen würden. Bullshitgedanken. Ich will fair behandelt werden und ich bin auch dem Anderen gegenüber fair. Wer meint, er kann für lau, seine Umsätze noch ein bisschen durch kostenlose Werbung steigern ist bei mir an der falschen Adresse.
Kostenlos ist bei gemeinnützigen,  sinnstiftenden, sich gegenseitig unterstützenden, im Aufbau befindlichen Projekten angesagt.
So.

PS: Sollte sich die Sachlage ändern – ich halte euch auf dem Laufenden.

Nicht abschrecken lassen…

…habe ich mich vom Aussehen eines kleinen Häkelheftchens. Hier im ländlichen Bereich ist im Zeitschriftenregal in Bezug auf ansprechende Häkellektüre total tote Hose.
Nur so kleine, vom äußeren her gesehen, richtig altbackene Dinger sind in der Handarbeitssparte zu finden. In der Not werden die auch von mir durchgeblättert. Hauptthema ist das Filethäkeln. Bisher sind sie wieder ins Regal zurückgewandert. Bis auf neulich. Da fand ich einige Deckchen mustertechnisch interessant. In der optischen Darstellung gar nicht meine Welt, aber Potential für eine farbenfrohe Umsetzung war gegeben.

 

 

Auch weiterhin gebe ich den kleinen Heftchen eine Chance. Auch wenn ich neun von zehn sofort wieder zurücklegen muss 😉

 

Euch allen da draußen wünsche ich einen schönen Sonntag 🙂