Archiv für den Monat: Februar 2018

Herziges Amigurumi

So ein Herz ist ja was total lebensnotwendiges. Deswegen hab ich mir gleich mal zwei davon fabriziert. Quasi Doppelherz. Man könnte sogar ein weibliches und ein männliches hineininterpretieren, wenn auf verstaubte Geschlechterfarbzuweisungen zurückgegriffen wird.

 

Die Anleitung für den Grundkörper habe ich unter den Montagsgoodies von Sandra entdeckt. So ein buntes Sammelsurium an Gehäkeltem ist sehr von Vorteil, wenn die Lust auf was zu häkeln da ist, aber die zündende Idee für das „Was“ nicht funzt.

 

 

 

 

Über mein „being social“ auf Instagram

Gäbe es sechs Level, mit welchem man das Geschick im Bedienen „moderner Technik“ (Handy, Computer, Fahrkartenautomaten, Navigationsgeräten, diverse Aufnahmegeräte…) messen könnte, hätte ich davon mühsam die zweite  Ebene erklommen. Level eins „medientechnischer Vollhorst“,  ist mit ach und krach überwunden. Jetzt bin ich ein „medientechnischer Teilhorst“. Gerade so kann ich Bilder auf Instagram hochladen, sie grob bearbeiten und ein paar Wörtchen dazu stopseln. Das war mein Stand, nach vierwöchiger Teilhaberschaft in dem großen Verein. Gestern, als ich wie so oft, etwas wirr mittels Handy, auf meinem Account herumdrückte, entdeckte ich Nachrichten für mich. Ich: „Hä?“ Eine sinnvolle Anfrage einer Followerin bezüglich einer verwendeten Farbe beim Kommodenumstyling. Ich: „Okeee, da kann man auch Nachrichten schreiben! Hilfe, wie kann ich die beantworten?“ Einfach unten in die freie Zeile zu schreiben schien mir zu profan. Wieder wildes Geklicke. Ich:“Mist!! Wo finde ich denn die Nachrichten an mich wieder?“. Irgenwann ploppte das Gesuchte auf. Ich außerstande meinen Weg dorthin mangels strukturierten Vorgehens nachzuvollziehen. Also. Inzwischen weiß ich, wie es funktioniert. Puhh! Zwei weitere Nachrichten entdeckt. „Wie ist das Wetter bei dir?“ Ich: „Hä? Warum wollen die zwei wissen, was wettertechnisch bei mir los ist?“ Dann ging mir, dem medientechnischen Teilhorst, ein Lichtlein auf. Jaaaaa, die Absender waren zwei Männer. Der Äntoni und ein anderer guy. Das müssen wirklich sehr, sehr häkelbegeisterte  Männer sein. Die wollten sich nur einleitend nach den meteorologischen Gegebenheiten bei mir erkundigen, um mir dann komplizierte Häkelmuster aus den Rippen zu leiern. Sicher, sicher! Da ist ja viel mehr möglich, als ich gedacht hätte. Wahnsinn. Deswegen auch die Umschreibung „soziales Netzwerk“ 😉 Tadah, wieder was dazu gelernt.
Und sonst? Tja, ich bin etwas hin- und hergerissen. Ich weiß nicht, ob ich so kompatibel mit einem so großen sozialen Gefüge, mit den Followern, dem Liken, dem Äntoni und anderen guys bin. Ich gucke öfter auf mein Handy als vorher. So total uneigennützig wie Mutter Teresa bin ich doch nicht. Leider. Persönliche Eitelkeiten werden schon angesprochen und irgendwie stört mich das. Der Umgang will noch erlernt werden. Gäbe es sechs Level auf der Kompetenzskala im persönlichen Umgang mit sozialen Medien, so würde ich mich auf Level eins einordnen, dem „sozialmedientechnischen Vollhorst“. Erklimme ich nicht in absehbarer Zeit höhere Gefilde, ja dann mach ich Winke, Winke und sag…

Die ist für mich und für euch

Erstmal ein fettes „Danke“ an meine lieben Kommentatorinnen vom letzten Beitrag. Eure Beiträge sind eine Bereicherung und geben einen kleinen Einblick in die Wollwelt draußen.
Mein heute fertiggestelltes Blumenkissen dürft ihr alle, meine Blogleser und Blogleserinnen, im Geiste mitbenutzen. Euch gedanklich an die kuschelige Blume schmiegen, dran schnuppern und euch vielleicht von meinem Stoffhäkeloutput inspirieren lassen 🙂 Begrünen wir doch unsere Sofas!

Hier nun der fotografische Werdegang zur Sofapflanze:

 

 

 

 

 

Ich soll euch Grüße von der Assistentin ausrichten 😉

Ich und Wollläden

Meine Beziehung zu Wollgeschäften ist in letzter Zeit spannend. Das ist jetzt positiv formuliert.  In letzter Zeit hab ich also vermehrt Wollläden aufgesucht, um mir neues Arbeitsmaterial zu besorgen. Tut man ja dort. Wolle kaufen. Wollläden sind ja voll mit diesem Produkt.
Jetzt kommt das „aber“ ins Spiel. Mit meinen Produktwünschen stoße ich oft an die Grenzen des Machbaren. Nicht dass ich Wolle des kausakischen Hochebenenschafes kaufen möchte, welches von athletischen, halbnackten Jünglingen liebevoll versponnen und bei Vollmond unter rituellen Wollgesängen mit seltenen Pflanzenfasern, welche jahrzehntelang in handgemachten Eichenfässern ihre volle Farbwirkung entfaltet haben, eingefärbt wird. Nein, nein. Ich will nur Acrylgarn und manchmal ein einfaches Baumwollgarn.
Bei meinem Begehr ernte ich Blicke! „So etwas führen wir nicht!“,  „Gehen Sie mal zu Karstadt. Dort müsste es so etwas geben“ Das Ganze so von oben herab. Hab ich dann doch mal Glück in einem Laden, findet sich das Acrylgarn irgendwo tief unten im Regal oder das Baumwollgarn in einer dunklen Ecke. In einem von sieben Geschäften, erhalte ich das Gewünschte, wenn auch zu einem erheblich höheren Preis, wie im Internet.
Immer wieder gehe ich voll Vorfreude in Wollläden, um frustriert wieder herauszukommen. Es grüßt das Murmeltier.
Sorry! Ich häkle nur überwiegend Dekokram. Dafür brauche ich nicht ein Seiden-Alpaka-Gemisch, das Knäuel für 9 Euro. Ich bin ganz profan unterwegs, in meinem Hobby.
Selbst das Baumwollgarn ist Drama. Die Farbpalette unter aller Kanone. Nochmal Sorry! Anscheinend bin ich keine richtige Handarbeiterin. Verwende ich doch solchen Garnmüll. Garnmüll in den Augen diverser Wollladenbesitzer.
Jaaaaa, ich hab die Schnauze voll. Anders kann ich es nicht mehr formulieren. So eine elitäre Wollklassengesellschaft. Bum! Wieder mal blicke ich neidisch zu den Niederländern. Sie kultivieren das „profane“. Baumwolle in den schönsten Farben und nettes Häkelschnickeldi ohne Ende. Bäm.
So. Gehe jetzt ins Internet und bestell mir das was ich brauche. Ganz entspannt, ohne pikierte Blicke zu ernten. Nebenbei trink ich ein Tässchen Kaffee und genieße die angebotene Vielfalt.

Pimp my leeres Essiggurkenglas

Tadah:

 

Bubbel-, Bobbelanleitung:
Häkelt mal 4 Stäbchen (es können auch 5 sein, dann wird der Bobbel dicker) in eine Masche:

Zieht eure Häkelnadel aus der Lasche:

Stecht oben durch das erste der vier Stäbchen und durch die Lasche:

Zieht euren Laschenarbeitsfaden durch die Stäbchenschlaufe und arbeitet noch zwei Luftmaschen. Eine Masche überspringen und in die nächste „ihr-wisst-schon“ wieder 4 Stäbchen mit dem ganzen Prozedere häkeln:

 

Der letzte Bobbel auf dem Foto ist mit 5 Stäbchen gearbeitet.

In der nächsten Runde in die Bobbelzwischenräume, die neuen „Häkelmaschenansammlungsausbeulungen“ ( schöner Begriff, muss selber schmunzeln 🙂 ) arbeiten.