Archiv der Kategorie: Allerlei Nützliches

Apropo Marmelade

Bin gerade beim Marmeladekochen. Es wird eine leckere Rhabarber-Bananen-Mischung.
Yammi, yammi!

Rezept in Kurzform, da ich es gleich in Gläser abfüllen muss:
750 gr Rhabarber
250 gr Bananen
Saft einer Zitrone
350-400 gr Zucker
Geliermittel 3:1

Alles im rohen Zustand durchpürieren und anschließend kochen.
Falls ihr keinen kräftigen Pürierstab oder Mixer besitzt, dann schneidet alle Zutaten gut klein und rührt beim Aufkochen immer kräftig um, damit nichts anbrennt.
Schmeckt sehr schön fruchtig. Foto gibt es nicht dazu, weil die Küche sich in einem chaotischen Zustand befindet, welchen ich gern beim Kochen produziere 😉

Und ich habe ein leeres Marmeladenglas umhäkelt. Umfunktioniert in ein Windlicht.
Davon gibt es schon Fotos.




Macht Laune: Wandteller basteln


Wollte ich schon lange und bin nie fündig geworden: Bunte Wandteller.
Da blieb mir nichts anderes übrig als sie selberzumachen. Beim Schlendern durch einen „Billigschuppen“, Ramschladen fielen mir die bunten Plastikteller sofort ins Auge. Genau meine Farben. Kostentechnisch gesehen sehr billig. Eine Packung mit 6 oder 7 Tellern kosten 1 bis 2 Euro. Früher habe ich diese Läden gemieden. Heute bummle ich gern mal durch. Staune über Kurioses, Hässliches. Zu 98% finde ich „Schrott“. Aber aus den verbleibenden 2% lässt sich schon was Nettes zaubern. Wie nun diese Wandteller.






Die jüngste Tochter hat auch mitgemischt auf dem heillos überladenen Tisch. Aus allen möglichen Ecken haben wir Diverses zusammengetragen um in die „Vollen“ greifen zu können. Heißkleber, Sprühkleber, Klebestift, Kraftkleber, normaler Kleber, Tortenspitze aus der Speisekammer, Wolle, gehäkelte „Rumlieger“, Perlengedöns was nie Verwendung fand bis auf Heute, Servietten aus der hintersten Schubladenecke…




Nach dem Motto: Ganz viel und schräg kombinieren, dann wird aus hässlich irgendwann wieder schön. Aber die Schönheit liegt ja immer im Auge des Betrachters 😉


Ich bin mit krawumm an die Sache. Hirn ausschalten und loslegen ist meine Devise. Einfach machen und nicht viel überlegen. Es gibt nichts zu verlieren.

Sehr freue ich mich über den „Vogelteller“ mit den goldenen Punkten. So einen kann nur meine Tochter fabrizieren. Geduldig hat sie das Federtier ausgeschnitten und sorgfältig aufgeklebt. Schön! Ich hätte es nicht so gekonnt. Temperamentstechnisch und Geduldsfadenreißend 🙂

So eine Aktion kann ich euch wärmstens empfehlen. Ob Jung oder Alt, jeder hat seinen Spaß. Stellt euch vor, wenn jeder so Diverses mitbringt was für eine tolle Auswahl ihr an Dekomaterial habt!! Tut mal schön gemeinsam basteln. Oder auch nicht 🙂

Mein kitschig-kindisches Dienstags-Tagwerk

Las ich neulich in der Wochenzeitung einen amüsanten Artikel über das Älterwerden.
Die Autorin schreibt, sie hätte sich Kärtchen mit der Aufschrift „Mal aufs Alter achten“ drucken lassen. Diese steckt sie ihren sich nicht altersgemäß peinlich benehmenden Freunden über 30 Jahren, dezent zu.
Genau so ein Kärtchen würde sie in meinen Briefkasten werfen, wenn sie mein heute selbst zusammengezimmertes Postkastenbeschriftungsbrettchen sehen würde. Sicher.
Aus dem Holzschuppen habe ich mir ein kleines Brett gegriffen und es lackiert. Die Ecken und Kanten sind naturbelassen, nicht abgeschliffen. Das geht auch und tut nicht weh. Außer meinem Mann, wenn er das liest. Da krümmt sich in ihm die Handwerkerseele. Macht nix. I did it my way und das geht auch 🙂


Aus meinem Häkelfundus einen Borte mit Heißkleber drangepibt. Diverse Perlen auch noch angeklebt, weil das Hantieren mit der Heißklebepistole mir richtig Spaß macht. Ruckizucki. Ohne vorheriges langwieriges detailgetreues aufskizzieren das Postwort und diverses Grün draufgemalt – fertig.

Bei der Aufhängung ein bisschen herumexperimentiert, eine Kordel gedreht – das Leben kann so unkompliziert sein.

Das Schild ziert die Holzschuppenwand über dem Briefkastenschlitz.
Von außen wirft der Postbote die Briefe, Zeitung… in den Schuppen. Eine vom Mann ausgetüfftelte Vorrichtung innen fängt den Papiereinwurf auf. Unser Holzschuppen ist quasi ein riesiger Postkasten. Ihr könntet tonnenweise Fanpost an mich schreiben. Hätte alles Platz  😉

Das Fenster ziert seit heute ebenfalls eine bunte Borte. Im Sonnenschein auf der Bank vor dem Schuppen sitzend, fabriziert. Erneutes krümmen der Handwerkerseele meines Mannes. In Ermangelung von kleinen Nägelchen habe ich zu etwas größeren Nägeln bei der Befestigung am Fenster, gegriffen. Macht nix. Sie dürfen ruhig etwas abstehen. In diese Ecke kommt sowieso kaum jemand. Ups – außer ich zum Fensterputzen. Werde schon nicht dran hängen bleiben. Dann putze ich einfach seltener oder nie, dann ist das auch kein Problem.


Bin am rumsticheln…

… so sticktechnisch und so 😉
Habe einen Pseudofilzuntersetzer in die Mangel genommen.
Es ist kein richtiger Wollfilz sondern ein Kunststoffprodukt.
Macht nix. Und – das Dingens ist noch unvollendet. Werde es noch weiter bearbeiten.
Stickhandwerklich sind meine Fähigkeiten knapp über der „Nichtskönnergrenze“.
So dilettantisch herumzustochern hat aber auch seinen eigenen Reiz. Das Endresultat wirkt dadurch so persönlich 😉




„Für meinen Pantoffelhelden“ oder „Filzhausschuhe reparieren“

Da mein lieber Mann viel unterm Pantoffel steht – äh – in seinen Schluffen unterwegs ist, weist die Sohle durchgelatschte Stellen auf:

Habe beschlossen diese quasi aufzudoppeln. Also noch eine Sohle darauf zu nähen.
Habe auch schon davon gehört, dass manche sich alte Lederhosen auf dem Flohmarkt besorgen und daraus Sohlen schnippseln um sie auf gefiltze Tretter zu nähen.
Ich habe keine Lederreste, dafür aber noch Filzwollreste herumliegen. Deshalb fiel meine Wahl ganz naheliegend auf das Erstellen einer zweiten Filzsohle.
Farblich passend sind die Reste nicht. Ist auch egal. Die Sohle soll nicht hübsch, sondern zweckdienlich sein.
Aus dem Bauchgefühl heraus wurden von mir zwei dieser Dinger gehäkelt:

Anschließend in der Waschmaschine bei 40 Grad gefilzt. Das Ergebnis war nicht passend, ergo noch etwas zu groß. Wieder in die Maschine, diesmal mit einer Ladung 50 Grad Schmutzwäsche. Jede Sohle kam separat in einen Wäschebeutel. Das Ergebnis nahezu perfekt.

Die Sohle etwas in Form geschnitten. Die eckigen Ecken etwas abgerundet.

Mit angezogenen Pantoffeln hat sich Mann auf die aufzunähenden Sohlen gestellt und ist ganz vorsichtig herausgeschlüpft, damit nichts verrutscht. Ich hab mittels einer Stecknadel die ganze Sache fixiert, damit beim Aufnähen die Sohle ihren optimalen Platz beibehält.
Hat super geklappt. Die Sohlen stehen seitlich etwas über. Das ist gut so, denn beim Laufen nutzt sich der Baumwollfaden, welchen ich zum Nähen benutzt habe, nicht ab.
Vielleicht wäre ein dünnes festes Kunststoffgarn eine gute Wahl gewesen. War leider nicht vorhanden. Macht nix.




Im „selben Aufwasch“ wurde gleich noch die sich etwas auflösende hintere Naht gestopft. Hat mich an meine Oma erinnert. Sie hat immer unsere durchgelaufenen Socken gestopft. Mit einem „Stopfei“.


Kommentar einer Tochter zum Ergebnis: Die sehen voll Öko aus!
Macht nix 🙂

Noch Weihnachtsgeschenkidee gefällig?


Ich habe eine für euch! Eine eingehäkelte Seife. Hä – warum soll man eine Seife einhäkeln?
Ich sag es euch: Dieses Teil ist genial für Menschen, die sich gern die Hände schmutzig machen. Egal ob beim Buddeln im Garten, beim Hantieren mit diversen Farben oder Lacken, beim Rumschrauben und Reparieren von allerei technischem Gerät. Durch das Umhäkeln mit einer Plastikschnur, bei mir war es Paketschnur aus Kunststoff, erhält die Seife einen rauhen Mantel, mit einem idealen Peelingeffekt. Beim Händewaschen schäumt dezent die Seife durch und das Umhäkelte sorgt zusätzlich für eine rauhe Oberfläche, die dem Schmutz zu Leibe rückt. Ich habe es ausprobiert. Klappt einwandfrei.


Ich habe nämlich erst neulich so ein Teil geschenkt bekommen. Eingestrickt und nicht eingehäkelt. Weil ich es so genial fand, war der Griff zur Häkelnadel unumgänglich.
Hier mein geschenktes Seifenstück:

Da ich es ja gern ein wenig bunt um mich herum habe, wurde das nette Teil mit türkisem Baumwollgarn aufgepeppt. Stäbchen mit der Paketschnur und feste Maschen mit dem Baumwollgarn. Es ist besser so wenig Baumwolle wie möglich zu verwenden, da diese viel länger zum Trocknen braucht.


Stöbert doch mal ein bisschen im Baumarkt nach verhäkelbarem Material. Ihr werdet bestimmt fündig. Zudem habt ihr sicher eueren Spaß, wenn ihr dort nach einem verhäkelbaren Kunststoffgewebe fragt! Am besten einen männlichen Angestellten! Sicher!!

Viel Spaß beim Seife verzieren 🙂