Archiv der Kategorie: Allerlei Nützliches

Kreativer Querschnitt durchs Wochenende

Es läuft grad gut bei mir. Die Nase. Bunte Plastikteile rumstöpseln ist bewegungstechnisch oke. Jeder im Haushalt siecht so vor sich hin. Mehr oder minder schwer. Jeder von uns hat was am Laufen. Treffen uns regelmäßig zum Beschwerdeaustausch am Wasserkocher. Während der eine seine Wärmflasche frisch befüllt, kocht sich der andere das milliönste Tässchen Tee. Befüllte Taschentücher bringen den Abfallbehälter an seine Grenzen. Ein bisschen hierhin schleppen, ein bisschen dahin schleppen. Abwechslung ist etwas anderes. Das Leben draußen läuft ohne uns. Bei uns läuft nur die Nase.

 

 

 

Mit solchen Strümpfen…

…an den Füssen, kann nur Christbaumschmuck in dieser Form entstehen:

Rote dicke Bommels mit gelbem Aufhänger. Was macht sie zu Weihnachtsschmuck? Nichts! Ich gebe ihnen die Funktion. Dieses Jahr wandert alles in hängender Form an den Christbaum, was Spaß macht. Nur ein Kriterium gilt es zu erfüllen: Es muss schön bunt sein und wenn möglich gehäkelt. Nichts mit traditionell und so, für mich und zwangsläufig auch für den Rest der Familie, der zu Weihnachten eintrudelt.
Ja, wenn aller Nachwuchs auf eigenen Beinen steht und das Haus verlassen hat, dann ist die Bude erst mal leer. Zurück bleiben Mutti und Vatti, die sich wieder zurück in Mann und Frau transformieren müssen. Außer Mutti bleibt Mutti und bemuttert Vatti anstelle der Kinder. Kann man, muss man aber nicht. Oder die Töchter/Söhne sind ein Stockwerk höher, eine Strasse weiter gezogen, gleich mit angetrautem Partner und Nachwuchs ist am Start. In diesem Fall eröffnet sich eine weitere Form der weiblichen Transformation: zur Oma. Kaum sind die Eigenen weg, kann die Hand schon an den nächsten zu schiebenden Kinderwagen wandern. Kann auch schön sein – muss aber nicht. In diesem Fall entsteht keine Lebenslücke, in welcher nach den eigenen Wünschen und Wollen gefragt werden kann. Kann auch einfach sein. Lücken sind nicht immer angenehm. Sie werfen Fragen auf: Wie komme ich auf die andere Seite, mit was krieg ich den Leerraum wieder zu…?
Eine unglaubliche Zeit beginnt. Als klar war, dass alle drei Töchter, mehr oder minder, in die Weite ziehen und nicht in den heimatlichen Gefilden sesshaft werden wollen, da fühlte ich mich wie kurz vorm Pflegestand. Was mache ich, wenn ich und mein Mann auf dem platten Land sitzend zu alt zum Autofahren sind, wenn Hilfe im Garten… Wow, dass man so schnell „geistig“ altern kann – eine unglaubliche Erfahrung.
Jubelnde Elternpaare, die freudestrahlend durch die stille Wohnung wandern, eine Flasche Sekt zur Feier des Tages köpfen und glücklich in die Federn sinken…, das ist meist dem Reich der Fantasy zuzuordnen. Außer es wurde vorher die Bude verwüstet, die Eltern an den Rand des Nervenzusammenbruchs getrieben und die Polizei wäre regelmäßig auf der Matte gestanden, zwecks dem garstigen Nachwuchs. Dann würde ich auch so handeln.
Wenn es aber, zusammen zwischen den Alten und den Jungen, gut funktioniert, gibt sich die Trauer mit den Ausfliegenden die Klinke in die Hand. Noch jemand zieht ein. Wehmut schleicht leise durch die stillen Räume. Beide sind nur zur Zwischenmiete. Länger wäre dieser Zustand auch nicht zu ertragen. Auch diese beiden werden flügge und verlassen das Haus. Nun wird eine Flasche Sekt geköpft, bunte Socken angezogen und Pläne für einen total individuellen Weihnachtsbaum geschmiedet.

 

Massenware – auf mich abgestimmt

Der runde Metallkranz hat mich spontan angesprochen. Zuhause lag er dann ein paar Tage herum. Einfach kaufen und aufhängen ging nicht. Irgendwie musste ich ihm meinen Stempel aufdrücken.
Das hat dann sehr gut funktioniert, als sich eine Idee aus den Gehirnwindungen frei machte. Innerhalb von 10 Minuten passte er sich meinen Ansprüchen an. Für insgesamt 4 Euro Materialwert tippi-toppi! Den Sternenkranz gibt es beim „Dänischen Bettenlager“ für 2,99 Euro, die Styroporsterne (habe die Hälfte eines Päckchens benötigt) bei „Depot“ für  1,99 Euro. Nur so für ratz-fatz-pippieinfach-Dekointeressierte als Hinweis.
Mir gefällt das Mischen verschiedener Wollreste ganz gut. Dickes meets dünnes, glattes flauschiges, glänzendes unglänzendes…
Auf der Rückseite angebrachte Filzkleber verhindern ein Scheuern an der Tür.  Ansonsten wäre alles Wichtige gesagt.

 

 

 

 

 

A crochet debbich oder carpet

Klebt mir an den Hacken: Der Teppich und die Katze (my personal assistance).
Sie ist meine perfekte Handarbeitsbegleiterin. Fast immer zur Stelle wenn man sie braucht. Würde oft gern mehr als sie soll und kostet mich fast nix. Mit ein paar Leckerlies ist sie zufrieden. Geboren für die Handarbeitssparte. Ich kann sie diversen Fachmagazinen nur empfehlen. Sie lässt sich ganz leicht „abspeisen“. Yeahhhhhh!
Mein Mann versteht den Text nicht. „Hä, was willst du damit sagen“. Vielleicht checkt ihn die eine oder andere von euch da draußen. Vielleicht muss man dazu weiblich sein 🙂
Und was ich schon seit längerer Zeit mal loswerden wollte: Indien oder so, ist auch in Deutschland. Billigstarbeiterinnen liefern Ideen und Material für Anleitungs-Zeitschriften. Deswegen zuckt meine Hand beim Griff zu diversen Heftchen im letzten Moment zurück. Bisher bin ich noch keines besseren belehrt worden. Und – wenn man sich in die Nesseln setzt, dann aber bitte richtig. Hab ich jetzt mal gemacht. Ist schön und prickelt angenehm in meine Bauchnabel!!
So ein bisschen Krawallo peppt doch die besinnliche Adventszeit auf.
Und wenn ihr ein nettes Häkelteil anfertigen wollt, dann schaut auf dem Etsyshop von Marjan vorbei. Sie hat eine tolle Anleitung für ein schönes Häkelquadrat zu verhökern. Mit viel Liebe angefertigt. Da landen dann eure Moneten direkt dort wo sie hingehören. Ganz fair.
Zurück zum Thema: Der Teppich und die Katze

 

 

Unwolliger Adventskranz

Heute für meine Jüngste fabriziert. Was gerade so aufzufinden war, wurde verwendet. Buchs aus dem Garten für den Kranz, neulich im Gebrauchtwarenkaufhaus erstandene goldene Kerzenhalter, Strohblumen aus dem Garten, getrocknete Minihagebutten vom Vorjahr und diverses anderes. Klein aber fein. Passend für eine Mini-Studentenwohnung. Etwas untypisch, doch ungemein apart – die Strohblumen als Farbtupfer. Was noch fehlt und erst käuflich erworben werden muss: kleine, goldene Glöckchen.
Wenn ich ihn so sehe, könnte ich schwach werden und doch auf was Naturmaterialiges umsteigen. Partiell zumindest, auf mein noch immer unfertiges, wolliges Teil.
Hab ja noch Zeit. Nur keinen Weihnachtsstress aufkommen lassen. Ruhig bleiben, ganz ruhig. Geschenke, Trubel… Tief durchatmen… 😉

 

 

 

 

Euch allen eine gute Adventskranzfindungszeit. Aber es ist auch ein gutes Leben ohne Adventskranz möglich.
In diesem Sinne…

Reißverschluss umhäkeln…

Vor ein paar Tagen begonnen und hat ganz gut funktioniert: Reißverschluß umhäkeln und dann weiterhäkeln. Soll so etwas ähnliches wie ein kleines Täschchen für Diverses ergeben, wenn es fertig ist. Eventuell ist es handtaschenformtauglich.
Und – ich bin ein kleines bisschen schlauer geworden. Beim Betrachten von Mochilataschen oder Wayuu-bags, kam ich immer ins Grübeln. Weshalb sind die Farbübergänge noch viel klarer abgegrenzt  als bei meinen Tapestryteilen? Die häkeln doch auch in der Technik?
Da überkam mich die Erleuchtung: Die Häkelarbeit wird nie gewendet. Es geht immer im Kreis herum. Dadurch entsteht ein sauberer Farbübergang, ruhigeres Maschenbild. Zudem wird, zumindest bei den Teilen die ich gesehen habe, immer nur in das hintere Maschenglied eingestochen.
Steche ich beispielsweise bei einem eckigen Deckchen (in Tapestry gearbeitet und nach jeder Runde gewendet) immer nur in das hintere Maschenglied ein, hat das keinen positiven Effekt auf das Muster. Soviel zu meinen neuen geistigen Durchbrüchen 😉

Mit Nadel und Faden habe ich zuerst das „Grundgerüst“ angenäht, auf welches weiter gehäkelt wurde. In diesem Beitrag findet ihr eine PDF, in welcher ich das mit der Nähnadel und so beschrieben habe.

 

 

Euch allen noch einen schönen Sonntag 🙂