Archiv der Kategorie: Allerlei Nützliches

Damit kein Lieferzwang bei mir aufkommt…

…poste ich einfach mal einen Wollknäuel. Einfach so.

Mission erfüllt. Der ganz normale Bloggeralltag kann weitergehen. Alles im grünen Bereich. Bei euch sicher auch. Grün und entspannt. Viel Entspannung um mich herum. Die vielen grünen Wiesen und die Bäume wechseln auch langsam in den Entspannungsmodus.
Alles easy und so.
Manchmal kann es auch sehr entspannend sein, nicht immer entspannte Bildchen zu gucken und Wohlfühltexte zu lesen. Toller Blog – tolles Leben – nöp. Was habe ich nicht die Beiträge der Niederländerin Saskia Laan auf Youtube (Wolplein) genossen und auf einmal Funkstille. Da ist was im Busch, dachte ich mir bald. Jep. Sie hat sich größtenteils aus dem öffentlichen Leben abgemeldet. Schade und erleichternd. Da ist ein Mensch, der häkeltechnisch den Olymp erklommen hat und dem geht es nicht gut. Leute, es gibt mehr Menschen da draußen, die auch Probleme haben. Ich bin nicht allein und ihr seid es auch nicht. Aber manchmal habe ich im realen Leben das Gefühl. Da braucht es dann das anonyme Internet um zu lesen, dass man mit diversen unangenehmen Dingen nicht solo ist.
Ich mache für euch meinen Koffer, den ich gerade mehr oder weniger schwer hinter mir herschleife, auf. Vollgepackt mit diversen, unangenehmen Begleiterscheinungen der Wechseljahre. Frage ich im realen Leben im Freundes- und Bekanntenkreis nach den Erfahrungen dieser Zeit, erhalte ich in acht von zehn Fällen die Aussage, keine Beschwerden damit gehabt zu haben oder zu haben. Ähhh, so ein Scheiß. Hilfe ich bin nicht normal. Alles Einbildung oder was. Ich bin auch ganz entspannt in diese Zeit marschiert, bis mir die Hormonlage meine Marschrichtung aus der Hand genommen hat. „Meld dich einfach wieder, wenn es dir besser geht“. Mit so einem Satz wird ihnen geholfen. Ja, Wahnsinn!!
Nur rumjammern ist nicht gut, aber einfach mal etwas aussprechen was belastet, vielleicht noch darüber lachen wenn es geht,  wäre doch schön.
Ohhh menno. Soll ich wirklich so einen extrem weiblichen Rumjammerbeitrag posten. Jetzt, unterm Schreiben, habe ich noch die Wahl alles zu löschen. Ist nicht gerade eine Stimmungsschwankung in Sicht, welche mir den Finger an die Löschtaste führen könnte?! Mist, wenn man sie brauchen könnte tote Hose 😉
Ihr da draußen vor dem Bildschirm seid immer im grünen Bereich. Ganz, ganz sicher. Tut mir echt leid, dass ich euer Wohlfülleben mit so banalem Zeug kontaminiere 😉

Kreativer Querschnitt durchs Wochenende

Es läuft grad gut bei mir. Die Nase. Bunte Plastikteile rumstöpseln ist bewegungstechnisch oke. Jeder im Haushalt siecht so vor sich hin. Mehr oder minder schwer. Jeder von uns hat was am Laufen. Treffen uns regelmäßig zum Beschwerdeaustausch am Wasserkocher. Während der eine seine Wärmflasche frisch befüllt, kocht sich der andere das milliönste Tässchen Tee. Befüllte Taschentücher bringen den Abfallbehälter an seine Grenzen. Ein bisschen hierhin schleppen, ein bisschen dahin schleppen. Abwechslung ist etwas anderes. Das Leben draußen läuft ohne uns. Bei uns läuft nur die Nase.

 

 

 

Mit solchen Strümpfen…

…an den Füssen, kann nur Christbaumschmuck in dieser Form entstehen:

Rote dicke Bommels mit gelbem Aufhänger. Was macht sie zu Weihnachtsschmuck? Nichts! Ich gebe ihnen die Funktion. Dieses Jahr wandert alles in hängender Form an den Christbaum, was Spaß macht. Nur ein Kriterium gilt es zu erfüllen: Es muss schön bunt sein und wenn möglich gehäkelt. Nichts mit traditionell und so, für mich und zwangsläufig auch für den Rest der Familie, der zu Weihnachten eintrudelt.
Ja, wenn aller Nachwuchs auf eigenen Beinen steht und das Haus verlassen hat, dann ist die Bude erst mal leer. Zurück bleiben Mutti und Vatti, die sich wieder zurück in Mann und Frau transformieren müssen. Außer Mutti bleibt Mutti und bemuttert Vatti anstelle der Kinder. Kann man, muss man aber nicht. Oder die Töchter/Söhne sind ein Stockwerk höher, eine Strasse weiter gezogen, gleich mit angetrautem Partner und Nachwuchs ist am Start. In diesem Fall eröffnet sich eine weitere Form der weiblichen Transformation: zur Oma. Kaum sind die Eigenen weg, kann die Hand schon an den nächsten zu schiebenden Kinderwagen wandern. Kann auch schön sein – muss aber nicht. In diesem Fall entsteht keine Lebenslücke, in welcher nach den eigenen Wünschen und Wollen gefragt werden kann. Kann auch einfach sein. Lücken sind nicht immer angenehm. Sie werfen Fragen auf: Wie komme ich auf die andere Seite, mit was krieg ich den Leerraum wieder zu…?
Eine unglaubliche Zeit beginnt. Als klar war, dass alle drei Töchter, mehr oder minder, in die Weite ziehen und nicht in den heimatlichen Gefilden sesshaft werden wollen, da fühlte ich mich wie kurz vorm Pflegestand. Was mache ich, wenn ich und mein Mann auf dem platten Land sitzend zu alt zum Autofahren sind, wenn Hilfe im Garten… Wow, dass man so schnell „geistig“ altern kann – eine unglaubliche Erfahrung.
Jubelnde Elternpaare, die freudestrahlend durch die stille Wohnung wandern, eine Flasche Sekt zur Feier des Tages köpfen und glücklich in die Federn sinken…, das ist meist dem Reich der Fantasy zuzuordnen. Außer es wurde vorher die Bude verwüstet, die Eltern an den Rand des Nervenzusammenbruchs getrieben und die Polizei wäre regelmäßig auf der Matte gestanden, zwecks dem garstigen Nachwuchs. Dann würde ich auch so handeln.
Wenn es aber, zusammen zwischen den Alten und den Jungen, gut funktioniert, gibt sich die Trauer mit den Ausfliegenden die Klinke in die Hand. Noch jemand zieht ein. Wehmut schleicht leise durch die stillen Räume. Beide sind nur zur Zwischenmiete. Länger wäre dieser Zustand auch nicht zu ertragen. Auch diese beiden werden flügge und verlassen das Haus. Nun wird eine Flasche Sekt geköpft, bunte Socken angezogen und Pläne für einen total individuellen Weihnachtsbaum geschmiedet.

 

Massenware – auf mich abgestimmt

Der runde Metallkranz hat mich spontan angesprochen. Zuhause lag er dann ein paar Tage herum. Einfach kaufen und aufhängen ging nicht. Irgendwie musste ich ihm meinen Stempel aufdrücken.
Das hat dann sehr gut funktioniert, als sich eine Idee aus den Gehirnwindungen frei machte. Innerhalb von 10 Minuten passte er sich meinen Ansprüchen an. Für insgesamt 4 Euro Materialwert tippi-toppi! Den Sternenkranz gibt es beim „Dänischen Bettenlager“ für 2,99 Euro, die Styroporsterne (habe die Hälfte eines Päckchens benötigt) bei „Depot“ für  1,99 Euro. Nur so für ratz-fatz-pippieinfach-Dekointeressierte als Hinweis.
Mir gefällt das Mischen verschiedener Wollreste ganz gut. Dickes meets dünnes, glattes flauschiges, glänzendes unglänzendes…
Auf der Rückseite angebrachte Filzkleber verhindern ein Scheuern an der Tür.  Ansonsten wäre alles Wichtige gesagt.

 

 

 

 

 

A crochet debbich oder carpet

Klebt mir an den Hacken: Der Teppich und die Katze (my personal assistance).
Sie ist meine perfekte Handarbeitsbegleiterin. Fast immer zur Stelle wenn man sie braucht. Würde oft gern mehr als sie soll und kostet mich fast nix. Mit ein paar Leckerlies ist sie zufrieden. Geboren für die Handarbeitssparte. Ich kann sie diversen Fachmagazinen nur empfehlen. Sie lässt sich ganz leicht „abspeisen“. Yeahhhhhh!
Mein Mann versteht den Text nicht. „Hä, was willst du damit sagen“. Vielleicht checkt ihn die eine oder andere von euch da draußen. Vielleicht muss man dazu weiblich sein 🙂
Und was ich schon seit längerer Zeit mal loswerden wollte: Indien oder so, ist auch in Deutschland. Billigstarbeiterinnen liefern Ideen und Material für Anleitungs-Zeitschriften. Deswegen zuckt meine Hand beim Griff zu diversen Heftchen im letzten Moment zurück. Bisher bin ich noch keines besseren belehrt worden. Und – wenn man sich in die Nesseln setzt, dann aber bitte richtig. Hab ich jetzt mal gemacht. Ist schön und prickelt angenehm in meine Bauchnabel!!
So ein bisschen Krawallo peppt doch die besinnliche Adventszeit auf.
Und wenn ihr ein nettes Häkelteil anfertigen wollt, dann schaut auf dem Etsyshop von Marjan vorbei. Sie hat eine tolle Anleitung für ein schönes Häkelquadrat zu verhökern. Mit viel Liebe angefertigt. Da landen dann eure Moneten direkt dort wo sie hingehören. Ganz fair.
Zurück zum Thema: Der Teppich und die Katze

 

 

Unwolliger Adventskranz

Heute für meine Jüngste fabriziert. Was gerade so aufzufinden war, wurde verwendet. Buchs aus dem Garten für den Kranz, neulich im Gebrauchtwarenkaufhaus erstandene goldene Kerzenhalter, Strohblumen aus dem Garten, getrocknete Minihagebutten vom Vorjahr und diverses anderes. Klein aber fein. Passend für eine Mini-Studentenwohnung. Etwas untypisch, doch ungemein apart – die Strohblumen als Farbtupfer. Was noch fehlt und erst käuflich erworben werden muss: kleine, goldene Glöckchen.
Wenn ich ihn so sehe, könnte ich schwach werden und doch auf was Naturmaterialiges umsteigen. Partiell zumindest, auf mein noch immer unfertiges, wolliges Teil.
Hab ja noch Zeit. Nur keinen Weihnachtsstress aufkommen lassen. Ruhig bleiben, ganz ruhig. Geschenke, Trubel… Tief durchatmen… 😉

 

 

 

 

Euch allen eine gute Adventskranzfindungszeit. Aber es ist auch ein gutes Leben ohne Adventskranz möglich.
In diesem Sinne…