Archiv der Kategorie: Allerlei Nützliches

Reißverschluss umhäkeln…

Vor ein paar Tagen begonnen und hat ganz gut funktioniert: Reißverschluß umhäkeln und dann weiterhäkeln. Soll so etwas ähnliches wie ein kleines Täschchen für Diverses ergeben, wenn es fertig ist. Eventuell ist es handtaschenformtauglich.
Und – ich bin ein kleines bisschen schlauer geworden. Beim Betrachten von Mochilataschen oder Wayuu-bags, kam ich immer ins Grübeln. Weshalb sind die Farbübergänge noch viel klarer abgegrenzt  als bei meinen Tapestryteilen? Die häkeln doch auch in der Technik?
Da überkam mich die Erleuchtung: Die Häkelarbeit wird nie gewendet. Es geht immer im Kreis herum. Dadurch entsteht ein sauberer Farbübergang, ruhigeres Maschenbild. Zudem wird, zumindest bei den Teilen die ich gesehen habe, immer nur in das hintere Maschenglied eingestochen.
Steche ich beispielsweise bei einem eckigen Deckchen (in Tapestry gearbeitet und nach jeder Runde gewendet) immer nur in das hintere Maschenglied ein, hat das keinen positiven Effekt auf das Muster. Soviel zu meinen neuen geistigen Durchbrüchen 😉

Mit Nadel und Faden habe ich zuerst das „Grundgerüst“ angenäht, auf welches weiter gehäkelt wurde. In diesem Beitrag findet ihr eine PDF, in welcher ich das mit der Nähnadel und so beschrieben habe.

 

 

Euch allen noch einen schönen Sonntag 🙂

„Süßes“ am Sonntag

Leckeres Holunderblüten-Orangensaft-Gelee.
Short instruction: Holunderblüten für 20 Stunden oder so, in Orangensaft einlegen. Den Saft anschließend durch ein Sieb gießen und mit Gelierzucker, Zitronensaft und etwas Biozitronenschale aufkochen. Ich nehme gern den 3:1 Zucker (drei Teile Frucht, ein Teil Zucker). Habe sogar noch etwas mehr Saft verwendet und es schmeckt immer noch ausreichend süß.



Süße Häkelborte an eine Stoffserviette fabriziert




Sieht auch süß aus. Mein aufgepimptes Leitungswasser. Was gerade griffbereit und aromatisch war, hat seinen Weg in die große „Waterbottle“ gefunden: frischer in Scheiben geschnittener Ingwer und eine Zitrone, Zitronenmelisse, Holunderblüten und Heckenrosenblüten aus dem Garten.



Euch allen ein schönes, entspanntes, langes Wochenende 🙂

Apropo Marmelade

Bin gerade beim Marmeladekochen. Es wird eine leckere Rhabarber-Bananen-Mischung.
Yammi, yammi!

Rezept in Kurzform, da ich es gleich in Gläser abfüllen muss:
750 gr Rhabarber
250 gr Bananen
Saft einer Zitrone
350-400 gr Zucker
Geliermittel 3:1

Alles im rohen Zustand durchpürieren und anschließend kochen.
Falls ihr keinen kräftigen Pürierstab oder Mixer besitzt, dann schneidet alle Zutaten gut klein und rührt beim Aufkochen immer kräftig um, damit nichts anbrennt.
Schmeckt sehr schön fruchtig. Foto gibt es nicht dazu, weil die Küche sich in einem chaotischen Zustand befindet, welchen ich gern beim Kochen produziere 😉

Und ich habe ein leeres Marmeladenglas umhäkelt. Umfunktioniert in ein Windlicht.
Davon gibt es schon Fotos.




Macht Laune: Wandteller basteln


Wollte ich schon lange und bin nie fündig geworden: Bunte Wandteller.
Da blieb mir nichts anderes übrig als sie selberzumachen. Beim Schlendern durch einen „Billigschuppen“, Ramschladen fielen mir die bunten Plastikteller sofort ins Auge. Genau meine Farben. Kostentechnisch gesehen sehr billig. Eine Packung mit 6 oder 7 Tellern kosten 1 bis 2 Euro. Früher habe ich diese Läden gemieden. Heute bummle ich gern mal durch. Staune über Kurioses, Hässliches. Zu 98% finde ich „Schrott“. Aber aus den verbleibenden 2% lässt sich schon was Nettes zaubern. Wie nun diese Wandteller.






Die jüngste Tochter hat auch mitgemischt auf dem heillos überladenen Tisch. Aus allen möglichen Ecken haben wir Diverses zusammengetragen um in die „Vollen“ greifen zu können. Heißkleber, Sprühkleber, Klebestift, Kraftkleber, normaler Kleber, Tortenspitze aus der Speisekammer, Wolle, gehäkelte „Rumlieger“, Perlengedöns was nie Verwendung fand bis auf Heute, Servietten aus der hintersten Schubladenecke…




Nach dem Motto: Ganz viel und schräg kombinieren, dann wird aus hässlich irgendwann wieder schön. Aber die Schönheit liegt ja immer im Auge des Betrachters 😉


Ich bin mit krawumm an die Sache. Hirn ausschalten und loslegen ist meine Devise. Einfach machen und nicht viel überlegen. Es gibt nichts zu verlieren.

Sehr freue ich mich über den „Vogelteller“ mit den goldenen Punkten. So einen kann nur meine Tochter fabrizieren. Geduldig hat sie das Federtier ausgeschnitten und sorgfältig aufgeklebt. Schön! Ich hätte es nicht so gekonnt. Temperamentstechnisch und Geduldsfadenreißend 🙂

So eine Aktion kann ich euch wärmstens empfehlen. Ob Jung oder Alt, jeder hat seinen Spaß. Stellt euch vor, wenn jeder so Diverses mitbringt was für eine tolle Auswahl ihr an Dekomaterial habt!! Tut mal schön gemeinsam basteln. Oder auch nicht 🙂

Mein kitschig-kindisches Dienstags-Tagwerk

Las ich neulich in der Wochenzeitung einen amüsanten Artikel über das Älterwerden.
Die Autorin schreibt, sie hätte sich Kärtchen mit der Aufschrift „Mal aufs Alter achten“ drucken lassen. Diese steckt sie ihren sich nicht altersgemäß peinlich benehmenden Freunden über 30 Jahren, dezent zu.
Genau so ein Kärtchen würde sie in meinen Briefkasten werfen, wenn sie mein heute selbst zusammengezimmertes Postkastenbeschriftungsbrettchen sehen würde. Sicher.
Aus dem Holzschuppen habe ich mir ein kleines Brett gegriffen und es lackiert. Die Ecken und Kanten sind naturbelassen, nicht abgeschliffen. Das geht auch und tut nicht weh. Außer meinem Mann, wenn er das liest. Da krümmt sich in ihm die Handwerkerseele. Macht nix. I did it my way und das geht auch 🙂


Aus meinem Häkelfundus einen Borte mit Heißkleber drangepibt. Diverse Perlen auch noch angeklebt, weil das Hantieren mit der Heißklebepistole mir richtig Spaß macht. Ruckizucki. Ohne vorheriges langwieriges detailgetreues aufskizzieren das Postwort und diverses Grün draufgemalt – fertig.

Bei der Aufhängung ein bisschen herumexperimentiert, eine Kordel gedreht – das Leben kann so unkompliziert sein.

Das Schild ziert die Holzschuppenwand über dem Briefkastenschlitz.
Von außen wirft der Postbote die Briefe, Zeitung… in den Schuppen. Eine vom Mann ausgetüfftelte Vorrichtung innen fängt den Papiereinwurf auf. Unser Holzschuppen ist quasi ein riesiger Postkasten. Ihr könntet tonnenweise Fanpost an mich schreiben. Hätte alles Platz  😉

Das Fenster ziert seit heute ebenfalls eine bunte Borte. Im Sonnenschein auf der Bank vor dem Schuppen sitzend, fabriziert. Erneutes krümmen der Handwerkerseele meines Mannes. In Ermangelung von kleinen Nägelchen habe ich zu etwas größeren Nägeln bei der Befestigung am Fenster, gegriffen. Macht nix. Sie dürfen ruhig etwas abstehen. In diese Ecke kommt sowieso kaum jemand. Ups – außer ich zum Fensterputzen. Werde schon nicht dran hängen bleiben. Dann putze ich einfach seltener oder nie, dann ist das auch kein Problem.