Archiv der Kategorie: Flohmarktschätze

Ausbeute des Tages: Was für euch und was für mich

War heute unterwegs. Viele schöne Orte habe ich angesteuert. Ein Wollladen, ein Gebrauchtwarenkaufhaus und ein schönes Interieurcafe waren unter anderem das Ziel.
So. Was ich für euch mitgebracht habe:



Dieses schöne Häkelmuster, gefunden im Wollgeschäft, eignet sich wunderbar für Lappen. Spül-, Topf-, Handtuchtücher, Taschen, Kissen…
Es ist ein gut griffiges, stabiles, festes Muster.
Hier mal meine Anleitungsskizze. X bedeutet feste Masche, das andere Zeichen soll drei gemeinsam abgemaschte Stäbchen symbolisieren. Die Punkte sind einfach Punkte.
Die Häkelschrift dürfte 99,9 Prozent von euch geläufig sein.


Für mich ist diese wunderbar leuchtende Vase. Orange ist ja nicht jedermanns Geschmack. Meiner eigentlich auch nicht. Nur bei diesen Retrovasen finde ich diese Farbe schön.
Und noch eine Ausnahme gibt es: Menschen mit richtig orangen Haaren, ungefärbt, sehen auch klasse aus! Wenn ich so recht darüber nachdenke, sind Möhren auch farblich tipitopi.
So. Jetzt lass ich es gut sein.



Euch allen ein gutes Wochenende. Versucht euch eine schöne Zeit zu machen 🙂

Farbenfreischein oder spontane Streichaktion

Spontane Aktivitäten sind oftmals entspannter als von langer Hand geplant. Durch einen zu langen Vorlauf wächst das zu Bewerkstellende gefühlt zu einem Berg an. So empfinde ich. Andere brauchen diese gedankliche und zeiliche Spanne um entspannt ans Werk gehen zu können. Beim Aufstehen wußte ich von meiner Streichaktion noch nichts. Beim Frühstücken kam die Idee. Passende Farbe war noch ausreichend von der Töchterbadezimmerstreichaktion vorhanden.
Ich bin nicht der „alles muss ausgeräumt und mit Folie verklebt werden-Typ“.
Stück für Stück arbeite ich mich vor.
In einem früheren Leben war ich sicher Maler oder Anstreicher.


Ganz am Anfang:

Fast fertig. Drei Prozent Deko fehlen noch.

Weil ich keine schöne und für meinen Geldbeutel finanzierbare Stehlampe fand, habe ich selbst eine improvisiert. Ein alter Garderobenständer vom Gebrauchtwarenkaufhaus ist eine Beziehung mit einer Klemmleuchte eingegangen. Sie sind sehr glücklich miteinander und ich auch:

Worum geht es eigentlich?

Über Kakteen, Leben mit Grün innerhalb, Vintage, dem geigen – upps, wollte beigen schreiben aber geigen ist doch auch ein schönes Wort. Nochmal: ..dem beigen Inkaskulpturenverschnitt, dem Leben schlechthin, wobei die Fotos nur zierendes Beiwerk darstellen. Je mehr Worte ich darüber mache, umso mehr nimmt meine Motivation ab, den Sachverhalt um den es eigentlich geht, klar zu benennen. Wie nennt man das gleich nochmal fremdwörtisch ausgedrückt? Es liegt mir auf der Zunge und ich komm nicht drauf.
Macht nix. Vielleicht ja ihr 🙂




Ich löse es jetzt nicht auf. Man muss ja nicht alles wissen. Oder horcht in euch. Vielleicht wisst ihr es von ganz allein, tief drin. Upps, jetzt entgleitet dieser Beitrag auf eine Schiene, welche gar zu abstrus zu werden scheint.
Der geige Inkaspulpturenverschnitt ist es nicht – oder doch 😉

S wie Sonntag oder Schlagworte wie…

…Boho, DIY, Vintage, Flohmarkt, Einrichtung oder einfach „schön individuell“.
Manche würden meinen Beitrag vielleicht etwas anders verschlagworten:  Altbacken, igitt-würde-ich-niemals-kaufen, alter-Trödel-an-die-Wand-geht-gar-nicht, Sperrmüll-nicht-Wohnzimmer.
Zum Glück gibt es viele Zeitgenossen, welche derart denken! Kaum vorzustellen, würden alle so ticken wie ich. Der Gebrauchtwarenladen wäre komplett leer, Flohmärkte eine halbe Stunde nach Beginn warenlos, wegen immensem Käuferansturm.
Kauft „Neu“ und trennt euch von den alten stabilen, mit viel Liebe zum Detail gebauten, Vollholzmöbeln oder den unverwüstlichen Kunststoff-Resopal-Ungetümen. Ihr haltet die Volkswirtschaft und den Gebrauchtwarenmarkt am Laufen.
Macht weiter so.
Eine Welt mit geschmackskonformen Menschen wäre so richtig: „geht-gar-nicht“!
Am liebsten würde ich jetzt einen Einkaufsgutschein eines Möbelherstellers im Wert von mindestens 1000 Euro verlosen. Leider habe ich keinen. Sorry. Mein Herz blutet 😉
Ich bin nicht lukrativ als Werbeträger für diverse Konsumgüter-an-den-Mensch-bringer.
Schade. Oder doch nicht. Lieber individuell als groß massentauglich. Glaube ich. Aaaaberrr, wenn mir morgen ein super cooler Lampenschirm im Retrolook eines namenhaften Herstellers angeboten werden würde, für den Preis, dass ich ihn auf meinem Blog nett installiert präsentiere, dann könnte es vielleicht sein, dass ich mich fröhlich wiehernd vor den Werbekarren spannen ließe. Oder auch nicht.
Das wirft bei mir jetzt direkt philosophische Fragen auf. Uff.
Cut, Schnitt! Gehe mal an meinen Wollschrank und häkle mir ein nettes Deckchen oder anderen bunten Nippes, dann ist meine Welt wieder in Ordnung  🙂

Meine frisch umlackierten Flohmarktfundstickbilder:

Unsere Katze ist „In Love“ mit dem Flokati.

Euch allen einen schönen Sonntag 🙂

 

„Volle Kanne Boho“

War heute flohmarkttechnisch in einer Kleinstadt unterwegs. Nicht nur mich hat es zum Stöbern gezogen, es waren viele andere Schätzchenjäger unterwegs.
Hurra, ich bin auch fündig geworden. Für ganz ganz wenig Geld habe ich diese sechs Stickbilder ergattert. Weil sie so billig waren, musste ich mir vom Verkäufer drei Witze anhören. Ich gab ihm zu verstehen, dass geschmackstechnisch in dieser Sparte bei ihm noch sehr sehr viel Luft nach oben sei 😉
Skurrile Typen und Begegnungen der dritten Art sind an diesem Ort des Öfteren möglich 🙂

Werde mir in den nächsten Tagen Lack besorgen um den Rahmen farbtechnisch einen anderen Anstrich zu verpassen. Vielleicht ein Bordeauxrot oder was Dunkelgrünes. Klemme mir ein paar Bilder unter den Arm und werde mal sehen was das Lackregal oder die Farbkarten so hergeben.

 

 

Das tut mir wohl:

Die schöne Aussicht auf meine aktuelle Häkelarbeit äh mein Häkelvergnügen, der Blick auf bereits Gehäkeltes (Deckchen auf dem Tisch und Kissen) sowie die Aussicht in die Weite durchs Küchenfenster:

Der Anblick meiner Ecke. Nettes Gehäkeltes, Gestrichenes, Gelackiertes und im Gebrauchtwarenkaufhaus zugelaufenes:

Meine bunten Flohmarktfunde auf dem Küchenregal:


Ein Nachmittag unter Gleichgesinntinnen. Heute war wieder „Offener Handarbeitstreff“.
Im November habe ich ihn ins Leben gerufen. Es hat sich ein bunter Haufen an handarbeitsbegeisterten humorvollen Frauen zusammengefunden.
Die Älteste ist um die 85 Jahre. Fit wie ein Turnschuh. Sie häkelt, strickt, stickt. Heute hat sie dieses von ihr frisch fabrizierte Deckchen verschenkt. Habe es mir gleich unter den Nagel gerissen 🙂
Sie ist mein Vorbild fürs Alter: Alle sieben Zaunlatten beieinander haben, Handarbeiten am laufenden Band produzieren und mir eine große Portion Offenheit für Neues bewahrt haben.
Hier ihr Deckchen: