Archiv der Kategorie: Manch anderes

Es ist etwas geworden

Fotodokumentation über die…
Stolz präsentiere ich euch…
Och, neee…
Ähmmm….
Klartext: Nachmittägliches Häkeln und nebenbei Hörspiel in sich sickern lassen….
Äh…..
Muss mal eben an die Wortfindungsladestation, d.h. in die Weite der Natur.
Seht selbst, was…
Is noch nich ganz ferti…
Bin mal kurz…
🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Partielles Häkeldeckchen unplugged

Ich erkläre mal kurz die Überschrift:
Als „partielles Häkeldeckchen“ wird, im herkömmlichen Sinn, ein Deckchen bezeichnet, welches zu 95% aus einem maschinell gewebtem Baumwollstoff und zu  5% aus einem in Handarbeit gefertigtem Baumwollstreifen, welcher in der Regel um das gewebte Textil angebracht ist, gefertigt. Alternativ Bezeichnungen: Bebortelte Serviette, ausgelebter Handarbeitswahn einer Frau in den Wechseljahren, Alternativtätigkeit zum „Jodeldiplom“ mit dem Anspruch auf etwas „Eigenes“.
„Unplugged“ in Kombination mit einem textilen Gegenstand, beschreibt die unbehandelte Struktur des Stoffes nach dem Waschen. Charakteristisch dafür sind Längs- und Querfaltungen im Stoff, sowie feine, sich in alle Richtungen ausbreitende Knitterfältchen. Ganz „ursprünglich“, ohne den Einsatz eines elektrischen Gerätes, ergo sehr klimaneutral, kommt dieser Look daher und er erfreut sich wachsender Beliebtheit in Kennerkreisen.

 

 

 

 

 

Einfach mal einfach

Den heutigen Beitrag „reiße“ ich einfach mal so runter. Der Einstiegssatz lässt auf meine Motivation schließen. Wieso lasse ich es nicht einfach sein? Den heutigen Beitrag und nicht die Bloggerei.  Hm, weil es ohne auch nicht geht. Manchmal entsteht gutes Geschreibsel nicht aus einer Top-Motivation und unglaublichem Tatendrang.
Nein, manchmal sind es die             äh          hm      . Der letzte Satz lässt auf eine akute Wortfindungsstörung schließen. Beim Schreiben stellt sich diese sehr selten ein. Beim Reden stellt sich diese häufig ein. Obwohl es sich bei mir eher um eine unkoordinierte Absonderung von Wortfetzen handelt. „Sprich doch bitte in ganzen verständlichen Sätzen“ vernehme ich des öfteren. Wohlüberlegt und ausgefeit ist nicht. Was so durch meine Gehirnwindungen geistert wird eins zu eins ausgesprochen. Ich finde mich mutig. „Das kenne ich von meinem Mann auch. Der wirft mir ein paar Wortbrocken hin und gut ist es“ vernahm ich kürzlich, als ich mein Kauderwelsch erklärte. Yeahhhh, ich bin nicht allein. Yeahh, ich bin mutig. Verständnislose Blicke, ob ich meine sieben Sinne noch beieinander habe, lassen mich fast ganz kalt. Wenn Unausgegorenes und nicht ganz Greifbares sich durch mein Sprechorgan den Weg bahnen und im Schlepptau noch Ideenfragmente mitschleifen…         äh    hm          .  Achja, ich wollte ja den heutigen Beitrag einfach mal so „runterreißen“! Haken drunter. Hiermit erledigt 🙂
Für die verstörten Leser unter euch zur Beruhigung ein paar nette Bilder, welche sich auf meiner Dropbox in den letzten Tagen angesammelt haben und welche ich, ihr wisst schon, einfach zu mehreren, eigenständigen aber wie es halt im Leben so ist, deswegen so 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus die Maus

Beitragstechnisch ist mir heute nach etwas Persönlichem. Internet und „persönlich“ nicht zwingend ein Widerspruch. Ich vermenschliche meinen Laptop. Ich gebe ihm einen Namen. Hmmmm…  Ah! „Franz-Josef“! Total klischeefrei 😉  Streichle ihm mal sanft über die Bildschirmkante. Habe so eine tiefe Beziehung zu ihm aufgebaut. In nullkommanix! Seine Aufmerksamkeitsspanne ist immens. Total aufnahmefähig für mein Geschreibsel. Das macht ihm so schnell kein Zweibeiner nach. Franz-Josef sülzt mich auch nicht viel mit seinen Belangen zu. Ein kleines Update zwischendurch und gut ist mit ihm.
Ich führe jetzt ein ganz persönliches Gespräch mit ihm:
„Also Franz-Josef, weißt du, die Scheibe von meinem Auto ist fast gar nicht mehr von Fliegenschiss und den dazugehörigen Ausscheidern bedeckt. Kein lästiges Einweichen und Waschen mehr. Bei dir ist ja auch alles tipitopi. Kein Fleckerl auf deinem Face – Bildschirm. Du, das hat sicher was mit dem Insektensterben zu tun. Meinst auch oder?! Schlimm, schlimm. Und apropos Tiere und so. Ich hab von jemandem gehört, dass er – er wohnt an einer Straße mit Ampel – immer nachts die Viecher aus dem Transporter schreien hört. Gell Franz-Josef, das ist ned schön. Die arme Sau. Nicht du Franzerl. Darf doch so zu dir sagen. Sind ja ziemlich persönlich unterwegs mir zwei. Is schon ein Elend. Nicht das mit uns zwei! Ich mein des mit den Viechern und so. Apropos Viecher, hat ned so ein „Saubangert“, so ein Depp so ein Gselchter, meiner Ältesten im Supermarkt ihr Handy geklaut. Also Franzl, sowas hätt es nie und nimmer in einem Tante Emma Laden gegeben. Heutzutage wird ja alles immer größer und anonymer. Das Gute dran ist, dass das Handy wieder aufgetaut – äh – aufgetaucht ist. Da kommst du nie drauf! In der Gefrierkühltruhe vom Supermarkt! Gell, sowas ist schon allerhand.“
Ich streichle dem Franzl wieder sanft über die Bildschirmkante.
„Du Franzl, jetzt erfahrst du was, des bleibt aber unter uns. Hat mich gscheid geärgert. So ein Häkelflitscherl äh,  Häkelmagazin hat bei mir angefragt, ob ich eine Anleitung fürs Hefterl machen will. Dirridari, Geld wär da ned viel drin. Hab mit denen den Höchstsatz ausgehandelt. Du, ich glaub meine 150 Euro Honorar, für eine fertige Anleitung samt Fotos und Wolle aus meinem Wollkruschelschrank, hat denen das Genick gebrochen. Gell, des war nicht zuviel verlangt?! Die hab ich ned auf dem Gewissen?! Quasi aus die Maus mit dem Hefterl. Die ham schon gewusst wie der Hase läuft. Einen Haufen Geld hams für ihr Ausgabe verlangt. 9,99 Euro für so ein Heft. Und zahlt hams einen Hungerleiderlohn an die Weiber, die für sie gehäkelt und geschrieben ham. Und weißt noch was, ich Depp hab mir was schönes für die Dschamsterer überlegt und gehäkelt und fotografiert und hingeschickt und dann hör ich lang nix mehr und dann hab ich nachgfragt und doch was ghört, nämlich dass es mit ihnen den Bach nunter geht und ich auch kein Geld ned seh. Pech ghabt, hätt ich quasi.
Um die ist es ned schad! Gell Franzl, da gibst du mir auch recht?!“
Zärtlich blase ich dem Franzerl ein paar Kuchenkrümel aus der Tastatur. Denn ein Gespräch unter Freunden ist bei Kaffee und Kuchen immer besonders schön 🙂

Teilchenbeschleunigung

Interessante Überschrift. Bewusst kein englisches Wort in der ersten Zeile. Ich packe mich selber am Schlafittchen. Lächle ich doch des Öfteren recht süffisant über englische Begrifflichkeiten, welche ganz banale Alltagsdinge in höhere Sphären hiefen sollen wie z. B. Store – Laden, Facility Management – Hausverwaltung, Service Point – die gute alte Auskunft. Und wie titulierte ich mein letzten Beiträge? Magic monday, slow crochet, brain, outsourcing. Ups! „Teilchenbeschleunigung“ eröffnet eine neue, bewusstere Ära in meiner headline – ups – Überschrift. Och menno. Headline hört sich so nach „Times“, global bussines an. „Überschrift“ nach einem Aufsatz in der vierten Klasse. Ich bleibe hart: Überschrift ist Überschrift.
Was verbindet nun also das Obendrübergeschreibsel mit meinem Inhalt, einer fast fertigen Häkeltischdecke? Nichts. Ich mache einfach etwas ganz, ganz Alltägliches. Ich kündige etwas an und liefere etwas ganz anderes ab. Quasi usual business – sorry – Alltagsgeschäft in manchen Sparten. Und was interessiert mich denn mein Geschwätz – äh – Geschreibsel von gerade eben!  Mögliche Varianten für folgende Übeerschrifffften (sorry – äh – Entschuldigung,  diese ständige Wiederholung geht mir schwer von der Hand, deswegen eine kreative Rechtschreibreform auf die Schnelle): Atomkraftwerk, Dieselskandal, Weißwurst, Reihenhaus, Bierzelt…. Ein weites Feld eröffnet sich mir mit der good old germany Überschrift 😉