Archiv der Kategorie: Manch anderes

Sonntags-Tagwerk

Hab mir heute einen Dekoast fabriziert:

 

Zurechtgestutzt und eingeweißt harrt er der Dinge, die da auf ihn zukommen.
Probedeko angebracht. Alles ist noch offen.

 

 

Bin heute im Dunkeln um und durch das Dorf gestreift. Idylle und Tristesse liegen da ganz nah beieinander. 18 Uhr und du bist quasi allein unterwegs. Die Schotten dicht und nur selten lächelt dich ein erleuchtetes Fenster an. Mangelware. Nach dem ganzen Landlust, Landidylle, Liebes Land, Landidee… wäre die Zeit reif für einen gedruckten Gegenentwurf:
Landfrust, Schönes enges Landleben, Industriezaunidylle…
Also – ich lebe gern naturnah. Meistens ist es sehr schön und manchmal einfach nicht so.
Da mangelt es mir an der Vielfalt.
So. Genug der Rumlamentiererei! Da kann ich nichts für. Das ist der November. Da tun sich die großen Lebensfragen auf, laut Radiobericht. Da bin ich einfach naturgesteuert.
Bei soviel Grün um einen herum, unvermeidbar.
So grüße ich heute alle Landeier, besonders jene, denen die „Idylle“ auch manchmal auf den Sack geht 🙂

PS: Heute lässt auch die Katze grüßen

Drei Stunden Handarbeitstreff…

… und ich habe in dieser Zeit dies produziert:

 

Arbeitszeit am Stück ca. 20 Minuten. Grob geschätzt. Könnte auch weniger sein. Die restliche Zeit verstrich in Windeseile mit lachen, Kaffee trinken, Kuchen essen, Frauengesprächen, l achen, zum Handarbeitsstück greifen, es kurz in die Hand nehmen, Kaffee nachschenken, lachen, zuhören, kurz zum Handarbeitsstück greifen…
Handarbeitende Frauen – eine Wucht!!

Eine neue Erkenntnis mit nach Hause genommen: Plattgedrückt sehen die gehäkelten Halbkugeln auch sehr apart aus:

Ein Hoch auf das „männliche Anders“

Des Öfteren höre ich die Frage: „Hast du dein ganzes Wohnumfeld schon eingehäkelt?“
Das konnte ich bis vor wenigen Wochen noch dementieren. Jetzt hat sich die Lage geändert. Das Haus ist dicht bevölkert mit  wolligen Teilen. Nicht raum- sondern hausgreifend. Hängend stehend, liegend… bunt Gehäkeltes, soweit das Auge reicht. Als ich neulich meinen Blick so schweifen lies, ich die bunten Deckchen, gold Behäkeltes, Fransiges an den Fenstern, das ganze Bunt Bunt, den ausgelebten weiblichen Handarbeitstraum, wahrnahm, stellte sich mir plötzlich eine Frage: Könnte ich so gelassen in einem Haus leben, in welchem mein Mann seine Hobbies auch so exzessiv ausleben würde? An den Wänden Kabelstränge, Adapter… Das Sideboard verziert mit Lüftern, Hard- und Software. Bits liebevoll aufgreiht auf dem Küchentisch. Nett drapiert auf einem Computerfachmagazin. Über der Couch eine Japansäge.
Könnte ich nicht!!! Ich würde durchdrehen!! Er nicht. Respekt! Ein Hoch auf die männliche selektive Wahrnehmung!
Werde nie mehr gekränkt sein, wenn er auf meine Frage „Fällt dir was auf (am Raum, an mir)?“, fast panisch rastlos seinen Blick schweifen lässt und meistens erst nach dem „kalt-warm-wärmer-heiß-Verfahren auf die zu beklatschende Neuerung stößt.
Das ist nicht Ignoranz, sondern der partnerschaftliche Freischein für jegliche Veränderung. Ein „Hoch“ auf das männliche Anders! Mein Mann muss so bleiben wie er ist! Seine „weibliche“ Seite darf sein, aber nicht zu stark ausgeprägt. Die Unterschiedlichkeit ist der Beziehungskit.
Werde mal ein bisschen Möbel rücken! Für das männliche Auge nicht sichtbar – Perfekt!

Thematisch andere Baustelle. Macht nix:

 

 

 

Und schon wieder ein Beitrag!

Im Augenblick läuft es. Fast täglich stehe ich auf der Matte. Manchmal denke ich: „Hast ja erst gestern und heute schon wieder?! Vielleicht auf morgen verschieben“. Aber dann denke ich: „Für wen kasteien?! Warum nicht. Wenn’s Spaß macht.“ Solcherart bestärke ich mich. Wenn es mal nichts zu schreiben gibt, dann nichts. Da mach ich mir keinen Kopf. Oke, nach vier Tagen…
Warum schreibe ich jetzt darüber? Das frage ich mich ernsthaft. Hm. Weil ich mich gern mal hinterfrage. Zum anderen will ich mir in Zeiten des medialen Wahnsinns auch meine persönliche Freiheit bewahren. Unabhängig sein. Egal wieviel Besucher auf meinem Blog sind, wieviele mich auf Pinterest oder Bloglovin verfolgen. Aber – das tut dem Selbstbewußtsein schon auch gut. Aber es kann auch schnell vorüber sein.
Der Gedankendschungel ist dicht. Keine Lichtung in Sicht, auf welcher Erleuchtung von oben zu sehen wäre. Also bleibe ich weiter im Unklaren ob des weshalb, warum, wieso.
Nein!! Jetzt habe ich die Erkenntnis: Mir ist es nicht egal, möchte aber dass es mir noch egaler wäre.
Sollte mich jemand nicht verstehen – das muss so sein. Verstehe mich ja selber nicht ganz 🙂
Was ich eigentlich zeigen will: ein zweiter schluffiger Schlaufenbaum ist von der Häkelnadel und den quietschenden Fingern (wegen der ungewohnten Handhaltung) geglitten.