Archiv der Kategorie: Manch anderes

Expedition nach Neuland

Für eine Expedition nach „personal Neuland“ bedarf es einer gewissen Sportlichkeit. Im Hürdensprung sollte man geübt sein. Innere Barrieren, welche in Kleinstarbeit über die Jahre aufgebaut und instand gehalten wurden, gilt es zu überwinden. So aus dem Stand heraus eine gefühlte 10 Meter Barriere zu bewältigen bedarf es  geistiger Beweglichkeit und und „powerful“ Gedanken, um die unteren Gliedmaßen, quasi die Beine, nach Neuland zu bewegen.
Lange Rede kurzer Sinn: Ich und Mann waren an den Gestaden eines Sees unterwegs. Zufällig stießen wir auf eine Ansammlung meist älterer Zeigenossen (Senioren), welche in mehr oder minder froher Erwartung der Ankunft einer schwimmenden Touriklitsche entgegenharrten. Innehalten unsererseits. Sollen wir es wagen totales Neuland zu betreten. Etwas tun, auf was wir jahrelang mit einem mitleidigem Grinsen herabgesehen haben. Uns einer touristischen Massenveranstaltung anschließen. Haben wir das Alter der Kaffeefahrten, inklusive Heizdeckenverkauf, erreicht? Phase: Essen ist der Sex des Alters. Die Landschaft im Sitzen erkunden und dabei ein Tässchen Kaffee und Torte in sich reinmümmeln?
Wir haben den Absprung geschafft, die Hürde überwunden. Sind rauf auf den Seedampfer, welcher uns in gefühlter Schrittgeschwindigkeit eineinhalb Stunden über einen absolut übersichtlichen See getuckert hat. Nach anfäglichem Belächeln der gegebenen Umstände und einer geistigen Distanzierung, passierte etwas. Die Vorbehaltsbarriere zerbröselte. Mit jedem zurückgelegten Meter Wassermasse lösten sich jahrelang gepflegte Vorurteile auf. Behaglichkeit machte sich breit. Der Anblick des Sees, das sehr leichte Schaukeln, verhaltenes Stimmengemurmel der Mitreisenden.. das alles führte zu einem Gefühl der totalen Entspannung.
Und wenn wir mal wieder einen im See kreisenden Ausflugsdampfer besteigen, dann holen wir uns auch ein Käffchen und Kuchen mit dazu 🙂

 

Neueste Neuigkeiten

Habe soeben Post bekommen von Loveknitting. Eine Entschuldigung für die verspätete Rückmeldung 😉 Meine Wunschwolle ist unterwegs…

Das Essen über dem Feuer draußen brutzelt im Topf.

…demnächst gibt es dann mal mehr über die Wolle, was daraus wurde und so.

Muss wieder an die Feuerstelle. Happa, happa, huga huga 😉

Ausbeutung – sorry – Kooperation mit großen Firmen

Ich bin mutig und drücke jetzt auf die Taste zum Veröffentlichen dieses Beitrages!

So. Erstmal der Faktencheck: Bekam eine nette Mail von einem großen Wolldealer (Loveknitting) mit der Anfrage, ob ich Lust auf eine Kooperation hätte. Fragte nach Details.
Verschiedene Möglichkeiten wurden aufgezeigt. Alles ganz locker und unverbindlich.
Könnte einen Rabattcode auf meiner Seite installieren. Es könnten Preise für ein Gewinnspiel zur Verfügung gestellt werden und man könnte mir ein „schönes Wollpaket“ eines bestimmten Garns zusenden und ich könnte eigens dazu ein Häkelstück anfertigen und es auf meinem Blog präsentieren, mit der Nennung des Garnes…
Warum nicht, dachte ich mir und freute mich auf ein „schönes Garnpaket“. Ein kleines Teil mit neuer Wolle häkeln. Meine Erfahrungen (auch evtl. negative) beschreiben. Quasi einen gekennzeichneten Beitrag über gesponserte Wolle. Keine Lobhudelei sondern ehrliche Berichterstattung.
Dann kam das Paket – äh – Päkchen. Fünf Knäuel Wolle. Schluck. Nicht meine Farben. Schluck. Wert des Päckchens: ca. 9 Euro (Verkaufspreis wohlgemerkt!). Schluck. Ernst oder verarsche. Ernst.
Ich bin Loveknitting 10 Euro wert. Für 10 Euro ein Häkelstück anfertigen und darüber schreiben?! Sollte ich etwas Tolles fabrizieren aus den fünf Acrylteilen um einer sehr großen Wollvertriebsfirma zu beweisen, dass ich es wert bin? Muss ich mich beweisen? Nein!! Leute ich bin doch nicht Doofie aus Deppenhausen!
Jetzt mal wieder sachlich: Ganz sachlich habe ich eine Mail zurückgeschrieben, in welcher ich mitteilte, dass ich keinen Mehrwert für mich sähe. Ein umfangreicheres Wollsortiment würde von Nöten sein, um was Schönes auf die Beine zu stellen und das würde auch mich erfreuen. Habe also eine Liste von 14 unterschiedlichen Wollfarben zusammengestellt und diese in der Mail vermerkt. Wolle für einen Gesamtwert von ca 28 Euro. Ja ich weiß, dass das immer noch voll doof ist, aber irgendwie wollte ich wissen, ob eine Reaktion darauf käme. Kam nicht.
Leute! Ich bin zu teuer!
Diese  Firma will für Werbung auf Blogs nur ein Almosen ausgeben, zumindestens für mich. Brauche ich das? Nein! Aber es macht wütend. Moderne Ausbeutung.
Und über dem Schreiben dieses Beitrages machte ich mir noch Gedanken, ob ich den Namen der Firma nennen sollte, oder lieber doch nicht. Warum nicht?! Habe ich Bedenken, dass potentielle Kooperationspartner doch lieber die Finger von einer „Krawallhäklerin“ lassen würden. Bullshitgedanken. Ich will fair behandelt werden und ich bin auch dem Anderen gegenüber fair. Wer meint, er kann für lau, seine Umsätze noch ein bisschen durch kostenlose Werbung steigern ist bei mir an der falschen Adresse.
Kostenlos ist bei gemeinnützigen,  sinnstiftenden, sich gegenseitig unterstützenden, im Aufbau befindlichen Projekten angesagt.
So.

PS: Sollte sich die Sachlage ändern – ich halte euch auf dem Laufenden.

Könnt ihr mich noch sehen…

…oder bin ich schon unsichtbar?! Oh, oh, etwas unscharf bin ich schon 😉
Frauen sollen ja angeblich, so um die Lebensmitte hin, beginnen sich zu transformieren in nicht mehr wahrnehmbare, zweibeinige, weibliche Objekte. Setzt am Ende bei mir der Prozess auch schon ein? Die Haare ergrauen. Werden sie dann weiß und dann unsichtbar? Wow! Ich mutiere zu einer Superwoman. Nur benötige ich keine Tarnkappe zum Verschwinden, sondern eine Enttarnungskappe. Färben sich deswegen so viele Frauen ihre graue Matte ein? Scheuen sie sich davor, optisch unwahrnehmbar zu sein? Oh schade.
Frei von Styling und Klamottenzwängen sich zu bewegen, hat doch was. Langes, pastenmäßiges Aufhübschen am Morgen – passe! Wir können durch die Gegend schlurfen, laufen, spazieren wie es uns gefällt!
Warum ist der Geheimdienst noch nicht auf diese Zielgruppe aufmerksam geworden? Eine unsichtbare Agentin! Besser geht es doch gar nicht.
Nicht mehr in der Fußgängerzone von diversen Verkaufs- oder Weltverbesserungstypen angesprochen werden. Sich vielleicht schamlos in der Warteschlange vordrängeln – uns sieht ja doch keiner. Ältliches Muttchen fällt nicht auf. Oh lieber doch nicht! Zu gewagt und nicht sozialverträglich, oder?
Oder das Angepasste über Board werfen? Ähmm – neinnnn. Bitte vergesst das mit dem aus der Reihe tanzen. Tut das nicht. Was anderes. Was nicht von euch erwartet wird. Bitte nicht! So. Ziel wahrscheinlich erreicht durch das viele Herumgerede. Vielleicht denkt ihr jetzt darüber nach, was ihr mal anders machen könnt. Tu ich auch immer wieder mal. Ganz bewusst parke ich dumm ein. Stehe schräg oder belege zwei Parkplätze. Doof, aber wahr. Manchmal brauche ich das. Kann man nachvollziehen oder nicht. Zur eventuellen Beruhigung von zarten Gemütern: Ich gefährde keine anderen Verkehrsteilnehmer sondern nur die Parkplatzoptik.
Vielleicht mache ich mich heute unsichtbar oder werfe mir ein bunt gehäkeltes Enttarnungsteilchen über. Mal sehen. Sicher parke ich heute mal wieder sowas von daneben. Bin ja fast unsichtbar 😉

Dies und das und jenes

Ein bisschen hier häkeln:

 

Ein bisschen da häkeln:

Ein bisschen Aquaplaning ist schön für Schnecken:

Ein bisschen den Wollfundus bereichert:

Ein bisschen Wildblumen gepflückt:

Ein bisschen den weiten Ausblick genossen:

Ein bisschen über die zwei kleinsten Matroschkas geschmunzelt:

Ein bisschen meine Püppisammlung erweitert:

Ein bisschen Gemüsegarten fotografiert:

Das war mein bisschen dies, das und jenes 🙂