Archiv der Kategorie: Nähen

Seelenwärmer häkeln

Schnell dunkel, nass, trübe. Ganz normaler Zustand für die Jahreszeit. Lebkuchen, Plätzchen, allerlei Süßkram, süße Heißgetränke mit rums. Ganz normale Überlebensm – äh – Lebensmittel für die Jahreszeit.
Damit mir der leckere Kram nicht bombastisch auf die Hüften schlägt, bin ich gerade bei der Anfertigung eines sogenannten Seelenwärmers oder Shrug abostrof s 😉 
Wolliges darf in hoffentlich sehr, sehr absehbarer Zeit meine Schultern und Hüften umspielen.
Jo. Soviel zum aktuellen Prodschekt. Die Däsch ist auch erst entstanden. Aus alten ausgedienten Stoffwaren genäht. Trag ich gern mit mir herum, um ein bisschen Farbe in den ihr wisst schon Alltag zu bringen.
Präventiv stoppe ich mein Geschreibsel um noch größeren Rechtschreibplödsin zu vermeiden. Habt einen schönen Abend, oder tag, wi auhch imeer…














Das war schweißtreibend

Heute habe ich viel gelernt, weil ich viele Fehler gemacht habe. Der erste, gravierende Fehler war, dass ich mir ein Satinschrägband zum Einfassen eines Tüchleins gekauft habe. Für eine Nähamateurin wie mich war es schlichtweg ein Höllentripp, dieses flutschig glatte Stoffteil anzubringen. Never, never and never ever werde ich nochmal derartiges erstehen. Zwischendrin wollte ich es schon in den Müll entsorgen.
Die Ecken reine Katastrophen, die Naht ein Desaster. Wie ein Aal hat sich das Band gewunden. Von Natur aus nicht fisselig veranlagt, sondern eher dem flotten Machen zugetan, erlebte ich in der Verarbeitung neue Seinszustände. Dank meiner leichten, altersbedingten Nahsehschwäche ist das Desasterteil dem Abfallkorb entronnen. Habe festgestellt, dass wenn ich die Lesebrille abnehme, es gar nicht mal so übel aussieht 🙂
Wichtig: Nicht zu genau betrachten!!!










Wunsch und Realität

Wenn ich einen Beitrag neu erstelle, erscheint neuestens im Programm die Aufforderung „Schreib deine Geschichte“. Huch. Da fühle ich mich gleich unter Druck gesetzt. Ich soll eine Geschichte schreiben. Boah. Das hört sich nach ellenlangem Text an. Für so ein langes Teil fühle ich mich heute nicht bereit. Sorry Guttenberg, my new editor. Kurzgeschichte wäre mit viel Selbstdisziplin und gutem Zureden mittels Selbstgespräch gerade noch so drin. Ähm, soll es eine wahre oder erfundene, eine fantastische oder faktologisch detailgetreue und allen wissenschaftlichen Erkenntnissen standhaltende Story sein? Darf ich auch einfach nur Satzbrocken einfügen oder werden die sofort gelöscht? Dass mich SEO ermahnt, wenn zu wenig Buchstaben im Text erscheinen, damit habe ich mich schon abgefunden. Ploppt vielleicht ein erhobener Zeigefinger auf dem Display auf, sich sachte nach links und rechts bewegend.
Mir reicht diese virtuelle Intelligenz vollkommen. Bitte nicht mehr davon. Oh Gott, wenn ich mir stundenlange Diskussionen mit meinem WordPressprogramm vorstelle über die Qualität und Sinnhaftigkeit eines von mir erstellten Textes. Am Ende würde es eigenmächtig alles löschen, weil kein Sex, kein Crime, kein Klatsch, keine Sensation sich buchstabentechnisch den Weg bahnt. Wird das Häkelthema für nicht veröffentlichungswürdig befunden…
Puh, da bin ich wohl etwas in die Ferne geschweift, in die ganz, ganz ferne Ferne. Zurück zur Realität. Mein Wunsch war es, eine im Schrank vor sich hin modernde, vor Wochen gekaufte und total unbenutzte Tischdecke häkeltechnisch zu beborteln. In Anbetracht der vor mir liegenden Stoffmeter habe ich das Handtuch geworfen und einen realistischen und umsetzbaren Weg gewählt. Habe sie mit einem Schrägband eingefasst. Bin sehr zufrieden damit. Jetzt gefällt sie mir und ziert den Küchentisch.
266 Wörter wurden von mir in die Tasten gekloppt, laut Information meines Programmes. Das ist leider weniger als das empfohlene Minimum. Ich solle laut Programm etwas mehr Text hinzufügen.
Oke, mach ich: Hallo ungefragtes Analyseprogramm, ich würde dir gern ein Schrägband quer über deinen Text verpassen! Also lieber mal kleine Brötchen backen, sonst hörst du die Nähmaschine rattern – Autsch 🙂












Flamingoprojektpause beendet

Irgenwann, vor etlichen Wochen, habe ich ja schon mal die Füße und den Body von Flamingo Flamingo präsentiert. Groß angekündigt, dass er noch nicht fertig gestellt ist und ich noch viel mit ihm vorhabe. Und dann? War erst mal Flamingo Flamingopause. Der Elan ist davongeflattert. Heute ist er wieder eingetrudelt. Zurück aus der Winterpause. Flamingo Flamingo kann jetzt sehen und hat nettes Blüten- und Blättergedöns auf seinem Kopf. Wagemutig schreibe ich jetzt: Er ist immer noch nicht ganz fertig. Einige nette Details werden ihn noch mehr verschönern. Sollte aber der Flamingoelan wieder die Flatter machen…
„Warum schreibt sie immer Flamingo doppelt?“, werden sich etliche von euch denken.
Tja, ganz einfach:  Wie sich Paulchen Müller, Paulchen Müller nennt, ist Flamingo Flamingo einfach Flamingo Flamingo  🙂

 

 

 

 

Piano, piano oder…

…so ein Vogel will auch gut ausgebrütet sein, damit er in voller Pracht das Licht erblickt.
Ich brüte also noch mit ihm vor mich hin. Seine Treterchen sind immerhin schon mal gehäkelt. Müssen ihren Weg nur noch an, habe ich überhaupt schon erwähnt, was es werden soll? Ein flamingiger Flamingo. Ein kuscheliges Federvieh. Neuer Start: Müssen ihren Weg noch an den Flamingo finden. Puh, Satz gerade nochmal auf die richtige Bahn gebracht.
Tolle Beine hat er schon! Vor allem seine Kniescheiben haben es mir angetan. Wenn er denn mal zusammengestopselt und mit noch ausstehendem Häkelschnickeldi versehen ist, holt er mir die Tropen in das Zimmerchen. So ein kuscheliges Kissen ist Goldes wert. Sehr gern hänge ich auch an meiner Sofablüte ab. Mit ihr im Arm lässt sich die Kälte besser aushalten. Aber, ab morgen wird hier alles besser. Hartmut macht sich vom Acker. Yeah, den will ich so schnell nicht mehr sehen. Diese miese, eiskalte Type 🙂

 

 

Auch am Start: ein Filetdeckchen.

„Für meinen Pantoffelhelden“ oder „Filzhausschuhe reparieren“

Da mein lieber Mann viel unterm Pantoffel steht – äh – in seinen Schluffen unterwegs ist, weist die Sohle durchgelatschte Stellen auf:

Habe beschlossen diese quasi aufzudoppeln. Also noch eine Sohle darauf zu nähen.
Habe auch schon davon gehört, dass manche sich alte Lederhosen auf dem Flohmarkt besorgen und daraus Sohlen schnippseln um sie auf gefiltze Tretter zu nähen.
Ich habe keine Lederreste, dafür aber noch Filzwollreste herumliegen. Deshalb fiel meine Wahl ganz naheliegend auf das Erstellen einer zweiten Filzsohle.
Farblich passend sind die Reste nicht. Ist auch egal. Die Sohle soll nicht hübsch, sondern zweckdienlich sein.
Aus dem Bauchgefühl heraus wurden von mir zwei dieser Dinger gehäkelt:

Anschließend in der Waschmaschine bei 40 Grad gefilzt. Das Ergebnis war nicht passend, ergo noch etwas zu groß. Wieder in die Maschine, diesmal mit einer Ladung 50 Grad Schmutzwäsche. Jede Sohle kam separat in einen Wäschebeutel. Das Ergebnis nahezu perfekt.

Die Sohle etwas in Form geschnitten. Die eckigen Ecken etwas abgerundet.

Mit angezogenen Pantoffeln hat sich Mann auf die aufzunähenden Sohlen gestellt und ist ganz vorsichtig herausgeschlüpft, damit nichts verrutscht. Ich hab mittels einer Stecknadel die ganze Sache fixiert, damit beim Aufnähen die Sohle ihren optimalen Platz beibehält.
Hat super geklappt. Die Sohlen stehen seitlich etwas über. Das ist gut so, denn beim Laufen nutzt sich der Baumwollfaden, welchen ich zum Nähen benutzt habe, nicht ab.
Vielleicht wäre ein dünnes festes Kunststoffgarn eine gute Wahl gewesen. War leider nicht vorhanden. Macht nix.




Im „selben Aufwasch“ wurde gleich noch die sich etwas auflösende hintere Naht gestopft. Hat mich an meine Oma erinnert. Sie hat immer unsere durchgelaufenen Socken gestopft. Mit einem „Stopfei“.


Kommentar einer Tochter zum Ergebnis: Die sehen voll Öko aus!
Macht nix 🙂