Archiv der Kategorie: Die Natur

Zeichen von oben

Es hat sich geläppert. „Voll das Leben“ positiv ausgedrückt. Irgendwie muss ich zu laut: „Hier“ gerufen haben. In mir steckt Wachstumspotential, denn man wächst bekanntlich an den Widrigkeiten. Manchmal auch in die Breite, wenn das Leben versüßt werden muss. Ich, sinnierend am Tisch.
Soll dies die Quittung sein für mein Verlassen der großen Glaubensgemeinschaft. Scherz. So erzkatholisch (…durch meine Schuld, durch meine…) war ich noch nie. Habe aber dem männerdominierten „Verein“ den Rücken gekehrt. Erst neulich. Da bin ich raus.
Draußen ist es windig. Der Garten im Grau des Tages. Kein Vogel in Sicht. Was ich mir seit vielen Jahren, aus tiefstem Herzen, wünsche, ist ein Eichhörnchen im Garten zu haben. Ich liebe diese Viecher. Vor kurzem mit dem Mann darüber sinniert wie es anzustellen wäre…
Und dann passiert es. Ich sehe rot. Von oben kommt es, aus den luftigen Höhen des Sauerkirschbaumes: Ein Eichhörnchen!! Oh!! Bin ich balla?! Nein! Greife zum Handy. Dieses Wunder muss festgehalten werden, als Beweis für mein Sehen. Krass! Wahnsinn! Im Augenblick, in dem die Lebensscheiße dampfte, ist mir von luftiger Höh ein Herzensgeschenk am Baum heruntergekraxelt und wieder hinauf und wieder hinunter…
Das ist ein Zeichen von oben. Auch für Nichtmitglieder 🙂




Für den Herbst gerüstet

Die Tomaten sind alle abgeerntet und raus aus dem Gewächshaus.
Hab es kurzerhand zu einem „Wintergarten“ umfunktioniert. Teile des Gartenmobiliars zu einem neuen Dingens zusammengesetzt. Könnte schöner sein, passt mir aber so. Unaufgehübscht, halt ganz normal. Das eine oder andere Kerzlein wird noch Einzug halten, wie auch ein gutes Tröpfchen. Sehne jetzt Regen herbei, um den Kuschelfaktor in die Höhe zu treiben.
Damit ihr nicht frustriert seid, dass ihr vielleicht kein solches Teil habt: Diverse Katzen nutzten es als Toilette, da die Tür immer offen steht (zwecks Abkühlung). Musste also quasi erstmal Klofrau spielen. Jetzt seid ihr sicher ein wenig weniger frustriert. Die Scheiben sind auch ein bisschen siffig.
So. Jetzt könnt ihr meinen Beitrag noch besser ertragen und gut ist.
Ab heute ist nur noch geschlossene Gesellschaft im Glashaus. Katzen müssen draußen bleiben!









Vom Weg abkommen…

…lohnt sich! Um mit diesem schönen Anblick belohnt zu werden, musste ich mich nicht in die Büsche schlagen, sondern nur den Blick vom Feldweg ab- und dem Wegrand zuwenden.
Wenn ihr schon immer wissen wolltet, welche Pflanze Leinsamen abwirft – hier seht ihr es:
Tadah – Der Lein!





Gartengrün

Nach meinem vorherigen, very emouschonalen, Dampfablassbeitrag nun der Ausgleich. Grün soll ja beruhigend auf das Gemüt wirken. Oder auch nicht. Egal. Hab den Garten geknipst und lade euch auf einen Fotostreifzug ein. Punkt. Mehr schreibe ich nicht, sonst ginge mir vielleicht der Gaul mit meinem Geschreibsel wieder durch… 😉 Das soll jetzt keine Rechtfert – äh – Stop – menno – kein Text mehr, dass artet sonst… Ende Gelände! 🙂



















Euch eine gute Zeit!

Ade, du schönes Bayernland







Hm, wie schaffe ich den Sprung von der ultra dramatischen Überschrift, zu den Gartenbildern? Indem ich keinen Sprung mache.
Also. Meinen Garten verlässt nichts, außer das was sich von selbst fortbewegen kann. Heckenrückschnittgut, gejätetes Unkraut, Rasenschnitt… alles bleibt da. Deswegen gibt es Ecken, welche so mancher für unansehnlich halten mag. Totholzhecken. Sie bilden einen guten Windschutz. Sie lasse ich mit einer Schlingpflanze bewuchern. Möge sie mir in bälde über den Kopf wachsen. Aus Umweltgründen, für ein gutes Miteinander mit diversen Viechern, darf er versiffen mein Garten. Muss nicht meinen Gartenabfall in Tüten packen und zum nächsten Wertstoffhof karren. Im Auto. Ne. Mir reicht der Verkehrswahnsinn auch schon so. Mein kleines Quäntchen will ich da nicht noch unnötig dazu tun.
Der Frühling treibt graue Betonblüten in Bayern – Hurra, jetzt bin ich bei der Überschrift gelandet!!! Nochmal „Hurra“ – es lebe die Flächenversiegelung! Mitten in der Landschaft entstehen Industriegebiete, dass es einen graust. Jedes popelige Dorf weist Bauplätze ohne Ende aus. Kalte Siedlungen in eintönigem Grau/Weiß mit Kunststoffzäunen und Gärten aus Stein und Stein und ganz viel Stein schießen aus den Böden. Bayern hat sich für die Erhaltung der Artenvielfalt entschieden und Rasenroboter machen dem kleinsten Millimeter Grün den Garaus. Wer hat da unterschrieben? Bei so viel Vielfalt vernichtender Akkuratesse bleibt doch fast keine Sau mehr übrig, welche was für die Natur übrig hat.
Ja und es werden immer weniger Bauern, aber die Zahl der Monsterkarren, welche sich „Ranger“ schimpfen, nehmen zu wie die Masern. Manche umweltbewusste Menschen entscheiden sich gegen Kinder, wollen einer Überbevölkerung Einhalt gebieten und die Absatzzahlen der Drecksschleudern, auch SUV genannt, steigen zum Fürchten an. Mein Vorschlag: Beim Kauf einer solchen Kiste, muss ein ärztliches Attest vorgelegt werden welches bescheinigt, dass der Käufer sterilisiert ist. Also, Kinder in die Welt setzen und große Scheißkiste fahren ist nicht mehr.
Bei dem schönen Wetter sind wieder sehr viele, vorzugsweise männliche Verkehrsteilnehmer, mit zu kleinen Genitalien in der Hose, unterwegs. Woher ich das weiß? Um so lauter das Gefährt, desto… ihr wisst schon.
Die gesetzliche Regelung bezüglich der Lärmgrenzen, in unserer fortschrittlichen Welt, hinkt der auf den Markt geworfenen Technik hinterher. Ja mit einem Hinkefuß ist man nicht schnell unterwegs. Ob jemals die Laubbläser eingeholt werden?
Damals, als wir hier auf dem Dorf unser Haus gebaut haben, fuhr morgens der Schulbus und das Milchauto vorbei. Damals war es noch ruhig hier. Die Zeiten sind vorbei. Auf dem Dorf kannst du kein Brot und keine Butter kaufen, dafür aber Baustoffe. Reithöfe schießen aus dem Boden, für die Schrazen, welche von Muttis in fetten Schlitten angekarrt werden. Quads brettern mit einer unerträglichen Lautstärke vorbei. Ich glaube, es herrschen mafiöse Strukturen beim TÜV, der diesen Krawalldingern die Lizenz zum Fahren gibt.
Fahrgemeinschaften in die Arbeit? Denkt sich vielleicht der Nachbar, dass der Führerschein wech ist, weil nicht allein… Individualität und Flexibilität – nix zusammen gäht. Toll, mit 500 PS unterm Arsch, acht Kilometer zur Arbeit zu fahren. Das sind doch mal echte Kerle. Oder nicht, wenn ich an den Zusammenhang mit dem Hoseninhalt…
Bayerische Gemütlichkeit? Mit einer Maß Bier im Biergarten kann ich sie mir vielleicht noch her trinken. Vielleicht stirbt sie aus diese Kultur, weil alle gestresst im Stau stehen und nicht mehr weiterkommen. Es brummen die Autos und damit die Wirtschaft – das ist das neue Vogelzwitschern, in den Ohren vieler.

PS: Wird wohl sein, dass ich manchem Leser auf den Schlips getreten bin. Macht nix. Das haltet ihr aus. Weiß ich aus eigener Erfahrung. Immer nur in seiner Ansicht bebauchpinselt werden, ist auf die Dauer wenig inspirierend und entwicklungsfördernd 😉