Archiv der Kategorie: Die Natur

Vom Weg abkommen…

…lohnt sich! Um mit diesem schönen Anblick belohnt zu werden, musste ich mich nicht in die Büsche schlagen, sondern nur den Blick vom Feldweg ab- und dem Wegrand zuwenden.
Wenn ihr schon immer wissen wolltet, welche Pflanze Leinsamen abwirft – hier seht ihr es:
Tadah – Der Lein!





Gartengrün

Nach meinem vorherigen, very emouschonalen, Dampfablassbeitrag nun der Ausgleich. Grün soll ja beruhigend auf das Gemüt wirken. Oder auch nicht. Egal. Hab den Garten geknipst und lade euch auf einen Fotostreifzug ein. Punkt. Mehr schreibe ich nicht, sonst ginge mir vielleicht der Gaul mit meinem Geschreibsel wieder durch… 😉 Das soll jetzt keine Rechtfert – äh – Stop – menno – kein Text mehr, dass artet sonst… Ende Gelände! 🙂



















Euch eine gute Zeit!

Ade, du schönes Bayernland







Hm, wie schaffe ich den Sprung von der ultra dramatischen Überschrift, zu den Gartenbildern? Indem ich keinen Sprung mache.
Also. Meinen Garten verlässt nichts, außer das was sich von selbst fortbewegen kann. Heckenrückschnittgut, gejätetes Unkraut, Rasenschnitt… alles bleibt da. Deswegen gibt es Ecken, welche so mancher für unansehnlich halten mag. Totholzhecken. Sie bilden einen guten Windschutz. Sie lasse ich mit einer Schlingpflanze bewuchern. Möge sie mir in bälde über den Kopf wachsen. Aus Umweltgründen, für ein gutes Miteinander mit diversen Viechern, darf er versiffen mein Garten. Muss nicht meinen Gartenabfall in Tüten packen und zum nächsten Wertstoffhof karren. Im Auto. Ne. Mir reicht der Verkehrswahnsinn auch schon so. Mein kleines Quäntchen will ich da nicht noch unnötig dazu tun.
Der Frühling treibt graue Betonblüten in Bayern – Hurra, jetzt bin ich bei der Überschrift gelandet!!! Nochmal „Hurra“ – es lebe die Flächenversiegelung! Mitten in der Landschaft entstehen Industriegebiete, dass es einen graust. Jedes popelige Dorf weist Bauplätze ohne Ende aus. Kalte Siedlungen in eintönigem Grau/Weiß mit Kunststoffzäunen und Gärten aus Stein und Stein und ganz viel Stein schießen aus den Böden. Bayern hat sich für die Erhaltung der Artenvielfalt entschieden und Rasenroboter machen dem kleinsten Millimeter Grün den Garaus. Wer hat da unterschrieben? Bei so viel Vielfalt vernichtender Akkuratesse bleibt doch fast keine Sau mehr übrig, welche was für die Natur übrig hat.
Ja und es werden immer weniger Bauern, aber die Zahl der Monsterkarren, welche sich „Ranger“ schimpfen, nehmen zu wie die Masern. Manche umweltbewusste Menschen entscheiden sich gegen Kinder, wollen einer Überbevölkerung Einhalt gebieten und die Absatzzahlen der Drecksschleudern, auch SUV genannt, steigen zum Fürchten an. Mein Vorschlag: Beim Kauf einer solchen Kiste, muss ein ärztliches Attest vorgelegt werden welches bescheinigt, dass der Käufer sterilisiert ist. Also, Kinder in die Welt setzen und große Scheißkiste fahren ist nicht mehr.
Bei dem schönen Wetter sind wieder sehr viele, vorzugsweise männliche Verkehrsteilnehmer, mit zu kleinen Genitalien in der Hose, unterwegs. Woher ich das weiß? Um so lauter das Gefährt, desto… ihr wisst schon.
Die gesetzliche Regelung bezüglich der Lärmgrenzen, in unserer fortschrittlichen Welt, hinkt der auf den Markt geworfenen Technik hinterher. Ja mit einem Hinkefuß ist man nicht schnell unterwegs. Ob jemals die Laubbläser eingeholt werden?
Damals, als wir hier auf dem Dorf unser Haus gebaut haben, fuhr morgens der Schulbus und das Milchauto vorbei. Damals war es noch ruhig hier. Die Zeiten sind vorbei. Auf dem Dorf kannst du kein Brot und keine Butter kaufen, dafür aber Baustoffe. Reithöfe schießen aus dem Boden, für die Schrazen, welche von Muttis in fetten Schlitten angekarrt werden. Quads brettern mit einer unerträglichen Lautstärke vorbei. Ich glaube, es herrschen mafiöse Strukturen beim TÜV, der diesen Krawalldingern die Lizenz zum Fahren gibt.
Fahrgemeinschaften in die Arbeit? Denkt sich vielleicht der Nachbar, dass der Führerschein wech ist, weil nicht allein… Individualität und Flexibilität – nix zusammen gäht. Toll, mit 500 PS unterm Arsch, acht Kilometer zur Arbeit zu fahren. Das sind doch mal echte Kerle. Oder nicht, wenn ich an den Zusammenhang mit dem Hoseninhalt…
Bayerische Gemütlichkeit? Mit einer Maß Bier im Biergarten kann ich sie mir vielleicht noch her trinken. Vielleicht stirbt sie aus diese Kultur, weil alle gestresst im Stau stehen und nicht mehr weiterkommen. Es brummen die Autos und damit die Wirtschaft – das ist das neue Vogelzwitschern, in den Ohren vieler.

PS: Wird wohl sein, dass ich manchem Leser auf den Schlips getreten bin. Macht nix. Das haltet ihr aus. Weiß ich aus eigener Erfahrung. Immer nur in seiner Ansicht bebauchpinselt werden, ist auf die Dauer wenig inspirierend und entwicklungsfördernd 😉

A little bit…

…frühlingshaftes. Den aufgeblasenen Winterberichterstattungen setze ich ein bisschen Indoorfrühling entgegen. Draußen ist es kalt, es liegt Schnee. Mancherorts mehr, andernorts weniger. Passender Zustand für diese Jahreszeit. In einer „Hyperhyperzeit“, entwickeln sich normale Begebenheiten zu Jahrhundertangelegenheiten. Bei mir grünt es wiederkehrend um diese Zeit auf dem Küchentisch. Ganz slowly stimme ich mich auf den täglich näher kommenden Frühling ein. Unaufhaltsam rückt er näher durch den Schnee – Yeah!!!




Winke, winke aus dem…

…Land der Spreewaldgurken 😉
Praktiziere das Outdoorhäkeln auf einem Zeltplatz. Ein kleines Holzhüttchen an einem Kanälchen bietet eine entspannte Kulisse.
Da ich mich derzeit im „Taschenflow“ befinde, ist natürlemo selbiges in den letzten Tagen entstanden. Ein „Gurkenglastransportbeutel“ 😉
Angesagt ist: Einfach in den Tag leben, ohne Programm. Sich treiben lassen, wie die Fischchen und Enten im Kanälchen.
Auf einem Leihfahrrad mit drei Gängen, wobei aber nur zwei funktionieren, die Gegend erkunden. Da kommt schon ein „Ostalgiegefühl“ auf, auf dem uralten, aber gut funktionierenden, quietschenden Zweirad. Kilometerlang, in wunderschöner naturbelassener Natur, auf Betonplattenwegen gut durchgeschüttelt werden – die Entschleunigung in Reinform. Ach herrlich! Griebenschmalzbrot und lecker Dresdner Pils…
„Nu“, auch der Dialekt entfaltet zunehmend seine reizvollen Seiten 😉

 

 

 

 

magic monday

Die Überschrift passt irgendwie nicht zum Thema, aber was anderes fiel mir einfach nicht ein. Tja, vielleicht ergibt sich im Lauf des Schreibens noch eine Möglichkeit etwas Magisches einfließen zu lassen.
Und noch vorab: Für Ästheten ist dieser Beitrag nicht geeignet, auch nicht für Feingeistige. Ich widme mich dem „tödlichsten Tier Deutschlands“, laut eines Internetartikels (hyper, hyper), der Zecke. Diese Viecher sind heuer besonders scharf auf mich. Sechs Stück hingen bereits an mir. Und eine war besonders dreist. Sie machte an meinem Dekolleté herum. Hilfe, ein übergriffiges Ding! So ein Schwein!
Alle eingesammelt, in meinem Garten. Es gedeiht sehr üppig, grünes und krabbelndes. Ich lasse mir mein Lieblingsreich doch nicht von solcherart kleinen Blutsaugern vermiesen! Hab mich schlau gemacht, wieder im Internet. Sollte mir das zu Denken geben? Nein. Laut eines Tierarztes ist Kokosöl bei Hunden und Katzen sehr hilfreich. Angeblich würden sich 88% der Krabbler entsetzt abwenden. Also, was sonst in der Bratpfanne landet, wird jetzt auf meinem Body verteilt. Die Ohren und das Fell sollten eingerieben werden. Wuff. Meine Beinbehaarung ist, der sommerlichen Zeit geschuldet, sehr kurz. Macht nix. Ich salbe mich mit Kokos. Ein Tüpfelchen in die Haare und ich rieche wie eine asiatische Imbißbude. Kleidertechnisch versuche ich auch alle Schotten dicht zu machen. Presse mich in eine Legging, Socken an die Füße und gut hochziehen.  Fühle mich wie eine Fashionista. Langärmeliges Oberteil und einen Bauch- und Hintern- und Oberschenkelschmeichler darübergestretcht. I proudly present: Bavarian Presswurst. Ach, was soll’s. Ich bin gerüstet und marschiere in den Garten. Rein zwischen die Stauden, gucken ob was an mir hängt, rein zwischen die Stauden, gucken ob was an mir hängt, rein… Fast meditativ, dieser Rhythmus. Werde fündig! Ohh jaaa – äh – ohh neiiiin. Zähne zusammenbeißen und weiter arbeiten. Nur nicht kleinkriegen lassen. Nicht dass sich die Größenverhältnisse umkehren: Die Zecke, gefühlt so groß wie ich und ich so klein wie das Mistvieh.
Nach dem Gärtnern ab in die Dusche und anschließend noch einen Bodycheck. Mit dem Vergrößerungsspiegel diverse, schwer einsichtige Hautpartien kontrollieren. Nicht schön das Prozedere. Jedes Fältchen wird zum Grand Canyon. Manche Körperregionen müssen angehoben werden, um das unten drunter zu sehen. „Du gehörst zu mir, wie der Name an der…“ summe ich beim Hüftspeck lupfen.
Werde jetzt einen Laden aufsuchen um meine Kokostrategie stringent fortzuführen. Kaufe mir Kokosschnaps für die innerliche Anwendung und eine Kokosschnitte mit Schoko für meinen Bauchspeck und mich.  It´s Magic 🙂