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Hab das was

Ich habe eine Häkeltasche fabriziert. Habe mich schön reingelegt ins Machen und so habe ich den Beutel relativ ratzfatz fertiggestellt. Habe jetzt schon zwei neue häkelige Transportbehältnisse. Ich hab da meine Freude dran. Habe quasi eine Häkeltaschenlust in mir. Hab ich mir nicht ausgesucht, hat mich einfach überkommen. Bin kein Taschen-habe-nichts mehr. Kann Hab und Gut jederzeit farblustig befördern. Viele Hab-seligkeiten finden Platz darin. Vielleicht sogar ein Hab-icht.
Wer bis jetzt mitgelesen hat, für den hab ich was: Ein dickes Lob für die Ausdauer, an meinem heutigen, fragwürdigen Schreibstil Interesse zu zeigen. In Anbetracht der hoten Außentemperaturen, habe ich keine kristallklaren Erkenntnisse. Es wabert träge und lauwarm durch die Gehirnwindungen… 





Däschfläsch

Ein Taschenhäkelflutschi – oh das hört sich so infantil an – macht nix – hat mich befallen. Naja, der Befall hält sich in Grenzen, bisher 1,5 Taschen produziert.
Kann hier schon von einer „Crochetbaginfection“ gesprochen werden? Jup. Klingt einfach spannender.  Jetzt kommt aber mein aber: In dieser konsumkritischen Zeit, im Zeitalter des Wohngestaltungsminimalismus, in der ein Tisch mit einem Staubkorn drauf schon voll „hygge“ ist, produziere ich Konsumartikeltransportbehältnisse. Ich frequentiere nicht jeden Tag einen Markt um mich dort mit unverpacktem Obst und Gemüse mittels gehäkeltem Marktnetz einzudecken. Hm. Ach, ich funktioniere es vom Einkaufsnetz zur Hundetragetasche um. Meinen Wuffi stopfe ich hinein. Mit Nachdruck 😉 müsste er reinpassen. Einen Dackelterriermix im Marktnetz spazieren zu tragen stelle ich mir voll hip vor. Mit so einem Vierbeiner kann man gesellschaftlich gut punkten. 
Bei einem Bernhardiner müsste nachdrücklicher gestopf….. 😉





Endlich aufgegeben

Es gibt solche und solche Zeiten. Ich befinde mich seit Monaten in einer Dauerschleife des Beginnens und nicht Vollendens. Beginne mit einem Projekt, meist kopfgesteuert, in der Hoffnung auf ein gutes Ergebnis. Leider sind zuviele Gehirnzellen involviert und das Herz nur halb. Halbherzig. Reihe um Reihe wird gehäkelt. Der Elan schwindet und die Zweifel am Tun wachsen. Peitsche mich (aua) durch eine stetig wachsende Flut an Flauten bis zu – ja was – dem „point of no return“. Scheiß drauf, denke ich mir. Scheiß auf die verarbeitete Wolle, scheiß auf die investierte Zeit, scheiß auf das Projekt im Ganzen.
Selbst das Auftrennen ist zuviel. Ich befördere es in die Mülltonne. Endlich! Warum nicht schon früher? Zwischendurch flutscht es schon wieder, gelingen auch Projekte.. Dann wieder nicht, dann schon wieder… Wahrscheinlich will eine tiefer liegende Erkenntnis zu mir vordringen und ich schnall es nicht. Steh auf der Wolle – äh – Leitung.
Ahhhh!! Vielleicht ist das die Erkenntnis: Das es so ist, wie es ist und es ist gut so. Ohhh!! Ich bin erleuchtet. Mein Mann hat mir gerade die Tischlampe angeknipst. So einfach. Genial. Einfach den Schalter umlegen. 

Das beige Häkeldingens ruht jetzt im Abfalleimer und das Tannengrünprojekt flutscht schön von der Häkelnadel 🙂









Rüsseltier

Total schönwitziger Kommentar zum vorherigen Beitrag von Claudia:

Besucher kommen, Besucher geh`n.
Dein liebes Rüsseltier wird länger besteh`n:
Drum halt es fest in Deinem Arm,
es macht Dich froh und hält Dich warm.


Danke liebe Claudia! Schmeili, Herzchen, Schmeili 🙂

Donnerstagsmomentaufnahmen

Leute, viel los hier zur Zeit. Irgendjemand hat meine aus Geschirrtüchern zusammengeschusterte Tasche entdeckt und geteilt und geteilt und der hat sie wieder geteilt und dann nochmal…
Ergo reger Besucherstrom. Kündigt sich im realen Leben Besuch an, wird der ein oder andere alte Fettfleck schon mal beseitigt. Hier in meinem Bloghaus 😉 befallen mich auch so diffuse Anwandlungen. Sollte ich regelmäßiger posten um den Neulingen etwas zu bieten? Ach nee. Ich lasse es so wie es ist.  Es lebe die Gemütlichkeit: „Ein Prosit, ein Prosit der…“
 









Mein geliebtes Rüsseltier 😉