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Heimwerkender Zweibeiner männlichen Geschlechtes

Ach Gottchen, was ihr nicht schon von mir alles wisst, oder zu wissen glaubt oder auch nicht wisst. Meine politische Dideldödeldadeldingens ist ja seit dem letzten Türililumlalalbimens bekannt. Ihr seht, es ist genug darüber geschrieben worden und ich will „den Gaul auch nicht zu Tode reiten“.
Heute knöpfe ich mir zur Abwechslung mal meinen Göttergatten vor. Ich kehre quasi vor der eigenen Haustür. Soll ja schön und sauber sein. Im Gegensatz zu meiner handwerklichen Vorgehensweise, agiert er sehr wohl überlegt und detailversessen. Er nimmt es genau, wo ich ein Äuglein zudrücke.
PS: Mein Tipp zur Partnerwahl: Sucht euch jemanden, der euch nicht ähnelt, der anders ist. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, an sich, am Partner, an seinen Fähigkeiten, zu wachsen. Das bringt Reibungsfläche und lässt euch nicht in ein Beziehungsdauergähnen nach etlichen Monaten oder Jahren verfallen. Ab und an ein häuslicher Streit mit zeitlich nahem „Wiederaufeinanderzugehen“ hält die Partnerschaft in Schwung und trägt zur Beweglichkeit der Halspartien eurer Nachbarn bei. Die schütteln den Kopf und meinen: Wie geht es denn bei den Bliblablubs wieder zu – gähn – bei uns gibt es – gähn – so etwas nicht – gäääähn.
Genug abgeschweift. Zurück zum handwerklich hantierenden Mann. Ich beschreibe euch mal den zu bewerkstelligenden Tatbestand: Auf unserer Küchenzeile reihen sich ein Wasserkocher, eine Kaffeemaschine und ein Toaster aneinander. Der causas knaxus – es gibt nur eine Steckdose für alle drei Geräte. Inzwischen sehr routiniert im ein- und ausstecken, dachten wir uns, warum nicht auf moderne Errungenschaften zurückgreifen und uns das Leben erleichtern mittels eines Tadah: Dreifachsteckers. Mann erklärte sich sofort zum Dreifachsteckerprojektbewältigungsmacher. Er veranschlagte eine Stunde Arbeitszeit. Ich: „Why eine Stunde?“ Ich würde das Umstecken auf zwei Minuten erledigt haben. Ich ging in den Garten. Ich mähte den Rasen, entsorgte Fallobst und schnitt die Sträucher zurück. Kontaktaufnahme nach Ablauf der Zeit mit meinem Heimwerker. Die Küchenarbeitsplatte hatte inzwischen ihren Platz von der Küche in den Vorgarten gewechselt. Wurde von einer Säge bearbeitet. Ich: „Hä???“ Er: „Ich lasse alle Kabel der Geräte unter der Platte verschwinden und bringe die Steckleiste fast unsichtbar an.“ Ich: „Oke, wie lange brauchst du noch?“ Er: „Eine halbe Stunde etwa.“ Ich ging wieder in den Garten, befreite einige Staudenbeete vom Unkraut, naschte an den Weintrauben und kehrte den Weg.
Kontaktaufnahme nach Ablauf der Zeit mit meinem Heimwerker. Ich: „Und?“ Er: „Ich habe ein Problem mit dem Kabel des Wasserkochers, im genauen mit einer speziellen Schraube.“ Ich: „Der war doch nicht kaputt?!“ Er: „Das Kabel zur inzwischen angebrachten Steckleiste ist zu kurz…“
Ich: „Okeeeeee“ Ich ging in den Garten. Grün ist ja sehr beruhigend und sanftes hin- und herschaukeln auch. Doppelte Beruhigung – war nötig.
Also. Die Küchenplatte ist wieder an Ort und Stelle, und der Kabelsalat ist beseitigt. Es sieht sehr aufgeräumt aus. Das ist schön. Der Wasserkocher ist leider nicht funktionsbereit wegen mangelnder Kabellänge zum Dreifachstecker. Gern hätte ich mir inzwischen eine Wärmflasche für meine Halsmuskeln heiß befüllt. Mein Dauerkopfschütteln über das Ausmaß der Heimwerkerarbeiten hat Spuren hinterlassen.
Eine große Frage stelle ich mir: Soll ich ihm den Hinweis geben, dass er den Toaster platztechnisch einfach mit dem Wasserkocher austauschen soll, denn dann wäre die Kabellänge ausreichend 🙂 Oder nehme ich ihm dadurch sein Bastelglück? Gedanklich ist er wahrscheinlich gerade am Austüfteln eines passenden Werkzeuges für die spezielle Schraube…
Gern würde ich mal  Gähnen 😉

Wissenswertes

Warum können Schnecken einen Knollenblätterpilz futtern, ohne tot umzufallen? Weil sie keine Leber und Niere besitzen, deswegen kann ihnen das Gift nicht schaden.
Warum gibt es die AfD und ihre bescheuerten Plakate („Lieber Bikini als Burka…“)? Weil es Menschen gibt, die kein Hirn besitzen, welches sie vor solchem Unfug schützt.
Sollte sich jemand in seiner politischen Meinung beleidigt fühlen, dann freut es mich. Derjenige darf meinem Blog gern für immer den Rücken zukehren, denn manches sieht man lieber nur von hinten in die Ferne verschwinden.

Wolliges Schweigen in vertrauter…

…Umgebung.  Wir sitzen in einer Häkelbar, nebeneinander am Wolltresen und führen uns nette Häkelbildchen zu Gemüte. Wir verstehen uns auch ohne Worte. Das Schweigen ist Ausdruck eines Gemeinschaftgefühls.
Später gehen wir vielleicht mal vor die Tür, ziehen an einer veganen Wollzigarette und quatschen ein bisschen. Später. Jetzt sitzen wir noch angenehm verbal befreit am Tresen. Wie lange noch? Keine Ahnung.