Archiv der Kategorie: Allerlei Nützliches

Das mach ich mit links

Ich sticke mit links.
Ich hämmere mit links.
Ich halte die Kaffeetasse mit links.
Ich bohre in der Nase mit links – Scherz – das mache ich mit rechts.
Ich zeichne mit links.
Ich führe meinen Hund mit links  😉
Ich kämme meine Haare mit links.
Ich deute mit links.
Bin eine linke Bazille, welche an manchen Tagen mit „links“ aufsteht. In manchen Dingen etwas linkisch ist, aufgrund zweier linker Hände diesbezüglich.. Trage mein Herz auf der linken Seite, also nicht am rechten Fleck – Hilfe!
Mit „Rechts“ habe ich gar nichts am Hut 😉 Links ist meine starke, kraftvolle Seite. 
Ich halte den Akkuschrauber links.
Ich greife die Praline mit links aus der Konfektschachtel.
Ich zeige den Vogel mit links.
Aber:
Ich häkle mit rechts.
Ich schreibe mit rechts.
Ich navigiere oft verquer. Rechts abbiegen soll eigentlich nach links abfahren sein…
Bin quasi eine teilumerzogene Linke. Das ändert sich seit ein paar Tagen. Ich versuche nur noch mit meiner schönen Hand, der linken, zu schreiben  und zu häkeln. Weil der Wechsel eine etwas zähe Kiste ist, fahre ich häkeltechnisch zweigleisig. Habe ein rechtes und ein linkes Projekt am Start. Totale Integration.

Das habe ich mit links gemacht 😉 :




Der Mensch ist dem Hund sein Floh.



Warnhinweis: Menschen mit einem starken Vermenschlichungstrieb dem Tier gegenüber sollten sich folgenden Text nicht zugute führen. Könnte zu unangenehmen Verhaltensweisen gegenüber Andersdenkenden führen – ergo mir. Machen wir es uns einfach. Ein Vegetarier will ja auch nicht zum Fleischverzehr gezwungen werden.
Es hundelt im Folgenden. Also. Fritzi, unser vierpfotiger Lebensabschnittsbegleiter, welcher seit mehr als einem halben Jahr bei uns logiert, hat sich gut eingelebt. So im Großen und Ganzen. In den Feinheiten lässt manches zu wünschen übrig. Ihr wisst, die kleinen Details können ganz schön pfrimelig sein. Da bedarf es Ausdauer in der Lösung.
Besagter Wuffi mit Migrationshintergrund und anderen eventuell widrigen Erfahrungen kann sehr gut „fiepen“. Nicht immer, aber ab und an legt er diese Platte auf.
Mancher Mensch bezeichnet es als „weinen“. Ich nicht. Hab noch keine Träne über seine Hundebacke laufen sehen. Dieses ans Herz gehende Geräusch drückt beim gesunden Hund (das ist er) eine etwaige Unzufriedenheit oder das Bedürfnis nach verstärkter Aufmerksamkeit aus. Sir (der Hund), ein Langhaardackel-Terrier-Mix, wird rassentypisch ein „übersteigertes Selbstbewußtsein“ zugesprochen. Aus Erfahrung kann ich da nicht widersprechen. Er verleiht seinem aktuellen Unmut über eine Situation lauttechnisch noch zusätzlich Dramatik. Das kommt bei Aussenstehenden sehr gut an, in seinem Sinne und pusht in der Regel durch Mitleidsbekundungen und Streichler seine zarte, knallhart kalkulierende Hundeseele. „Mit dem Arsch nicht ansehen“, komplett ignorieren, so sollte man dieser Hundestrategie begegnen. Ich mache das. Überwiegend. Lasse mich dann doch von der Außenwelt aus dem Konzept bringen und könnte mich im Anschluss selbst in den Arsch beißen. „Der Hund weint“ eine Bemerkung vom Nachbartisch, beim ersten Hund-in-Gastronomie-Ergeignis. Laut fiepte er nicht, aber leise mit einer perfiden Dramatik, welche Steine hätte schmelzen können, wären welche vorhanden gewesen. Mir total unangenehm. Mein Begleiter, Hundeversteher durch das Gucken von Martin Rütters Sendungen, gab mir gleich vielfältige gute Ratschläge. Die Töle zu ignorieren war nicht darunter. Ihm wurden Essenskrümel unter den Tisch gereicht, von ihm. Das ließ er sich gern gefallen. Würde ich mir auch. Entspannennd war dieser Aufenthalt nicht.
Vermittelt wurde mir: Der Hund hat es nicht gut bei mir, weil er ja weinen muss. Und, erziehungstechnisch sollte ich immer eine Hundedecke mit mir führen. Damit Wuffi ganz entspannt darauf relaxen…  Käme mir vor wie in Charlie Braun der Typ, welcher immer seine staubige Kuscheldecke hinter sich herzieht. Meine anfängliche, heroische Aussage vor Betreten des Lokales, unerwünschtes Verhalten von tierischer Seite aus zu ignorieren, lief kompletti aus dem Ruder. Fritzi hat seinen Nutzen daraus gezogen. Eins zu Null für ihn.
Neue Situation: Eingeladen mit Hund. Mit seinem Dackelblick hat er den gesunden Menschenverstand der Gastgeber gekillt. Laue Sommernacht, andere Gäste, leckeres Essen und eine fellige Heulboje zu meinen Füßen. Exhundebesitzer unter den Gästen. „Lass ihn doch den Garten erkunden“. Äh – nein! Mein Hund hat einen ausgeprägten Jagdinstinkt und seine Bindung an uns ist noch nicht so wasserdicht, als dass ich ihn sorglos umherstreunen lassen könnte. Und – Abenteuer im dunklen Garten mit vielen leckeren Katzenspuren als „Belohnung“ für sein Gewinsele, das ging mir doch zu weit. Ah, diese guten Ratschläge – sie sind sowas für den Arsch (sorry) meistens. Hattest du mal einen Hund, kennst du alle und bist Experte. Ist nicht. Neiin.
Oh, noch eins. Gefüttert wird mein Scheisser nur morgens. Quasi Frühstück ohne Mittag- und Abendessen. Intervallfasten. Tut ihm gut. Und ich koche nicht für ihn. Speise ihn mit banalem Trockenfutter ab. Nix mit Frischfleisch und Extrawurst. Hier entsetzte Blicke seitens anderer Hundebesitzer. Leute, mein Hund kackt in der Regel mindestens dreimal am Tag. Wenn ich ihm noch mehr zu Fressen gebe, komme ich mit dem Eintüten der Kackhaufen nicht mehr hinterher.
So, und jetzt der härteste Umstand. Wir haben im Garten eine vier Meter lange Hundekette. Unser Grundstück ist nicht eingezäunt und wird es auch nicht. Bin ich eine Hundequälerin, wenn ich den Hund mal an die Leine lege? Muss sich der Hund zu jeder Minute frei bewegen können? Nein sage ich. Nach kilometerlangen Spazierfahrten mit ihm, bei welchen er seine Beinmuskulatur ausgiebig trainnieren kann, darf er in seinem Bewegungsradius auch mal eingeschränkt sein. Viele Katzen durchqueren unseren Garten und alles, was katzentechnisch draußen unterwegs ist, dürfte nach Hundeansicht zu Frikase verarbeitet werden, sag ich mal drastisch. Den Katzen und mir zuliebe kommt er an die undurchbeißbare Leine. Dem Hund soll es gut gehen, aber mir und meinen Bedürfnissen auch. Ich will in keinem ausbruchsicherem Gehege leben. Lange Spaziergänge und Radtouren erfüllen auch das tierische Bedürfnis nach spannenden Düften… Ich hab auch nicht die totale Narrenfreiheit. Warum sollte mein Hund sie haben. Und dann auf meine Kosten. Nö.
Summasumarum ist der größte Stressor in den ganzen Begebenheiten  nicht Fritzi, sondern das menschliche Beiwerk. Es piesackt meinen Hund und mich mit seinem Verhalten. Die Weisheit habe ich auch nicht mit dem Löffel gefressen. Ich laviere mich von Situation zu Situation und versuche vernünftige Pläne zu schmieden und diese konsequent durchzuhalten. Mal klappt es besser, mal…
Der Mensch ist dem Hund sein Floh 😉 Vielleicht sogar ich bei einem anderen Hundebesitzer. Ich kann für nichts garantieren… 🙂



Im flow

Bin gerade im Aufwind, federtechnisch gesehen. Die Dinger verleihen mir förmlich Flügel. Zwei sind fertig. Quasi slow flow 😉
Wer die luftigen Wollfedern auch fabrizieren möchte, gibt auf Youtube folgendes ein: plumas de colores en macrame. Gutes Tutorial auf Spanisch. Macht nix, da alles Schritt für Schritt gezeigt wird.
Was ich mal loswerden will: Ihr seid wirklich sehr angenehme Blogwegbegleiter! Ohne Scheiß jetzt. Wenn mich mal ein Mittteilungsbedürfnis überkommt und ich, frei von der Leber weg, meinen Senf zu diversen Diversitäten in die Tasten kloppe, lest ihr es und gut ist. Denkt euch euren Teil und lasst mich einfach. Höre nur angenehmes oder berechtigt anderes. Das finde ich gut und schön und sag: Weiter so. Auf die nächsten… 🙂





Beam me up…


… oder beam mi woanders hin. Jetzt nicht, aber der Moment kommt sicher wieder. Augenblicklich versuche ich mich im Selbstsezieren äh Selbstreflektieren. Warum überkommt mich der Drang, hier mal mehr oder weniger ausführlich, meine Woll- und Lebensangelegenheiten auszubreiten? Also, im realen Leben übersehen viele, dass ich neben sehr guten Zuhörohren auch noch einen Sprechmund habe. Dieser kann Sätze mit mehr oder weniger verständlichen Inhalten bilden. Das checken manche nicht. Gattung Labertasche.
Taschen find ich ja schön. Wenn sie locker an einem dranhängen. Befüllt mit allerhand Nützlichem, begleiten sie angenehm so manchen Ausflug, Reise… Die Labertasche allerdings hängt an mir dran wie ein Zentnersack Mehl. Prall gefüllt mit Worten über das eigene Taschensein. Wiegt schwer und ist dauernd am Kreisen um sich selbst. Nur manchmal hält sie inne und startet einen Kommunkationsversuch mit mir. Stellt mir eine Frage. Ich antworte freudig. Yeah, denke ich, die ist doch nicht so ein Spruchbeutel. In der steckt doch noch was anderes drin. Und dann habe ich zum Beispiel gesagt, dass ich mir ein neues Buch gekauft habe. Ich mich darüber freue, dass es so schön ist und dann sagt die, ihr wisst schon wer, dass sie ein Buch habe das der absolute Renner ist, welches ich unbedingt lesen muss. Das so toll ist. Sie hat somit mein schönes Buch kleingequatscht, bis es nicht mehr vorhanden war. Sie hat mich und mein Büchlein einfach weggesteckt, eingesackt. Puff.
Labertaschen hängen auch an der Strippe, am Telefon. Pst, nicht weitererzählen: Ich halte manchmal den Hörer ganz weit weg von mir, zähle bis drei, aber ganz langsam, brumme dann ein „hm, aha“, strecke den Hörer weit weg, zähle bis drei…
Die sicherste Methode, um von diesem Gelabbere loszukommen ist, ganz brutal ins Wort zu fallen und von sich zu erzählen. Hilft immer. Ist wie ein gutes Mückenspray. In null komma Nix muss das Gegenüber nämlich Schluß mit Quatschen machen weil, weiß der Geier was. Jetzt wisst ihr warum ich hier schreibe: Ich will ja auch nur mal zu Wort kommen!!! 🙂

Brandneu: Gehäkelte und gefilzte Hausschuhe

Mist, wieder nicht geschafft. Wollte mal keine reißerische Überschrift produzieren. Um den Faktor „drama baby“ komme ich wohl nicht herum 😉 Also. Meine Häkellatschen sind fertig. Habe sie mit Fransen versehen, welche mir am fertigen Objekt dann doch nen Ticken zuviel waren. Hab sie einfach abgeschnitten. Jetzt sind es süße kleine Bommels. Das ist gut so.










Noch ein Tipp: Ich filze in der Waschmaschine bei 40 Grad mit Vorwäsche, ohne Waschmittel, mit einem Handtuch und einem Tennisball in der Waschtrommel. Hat sich als beste Vorgehensweise herausgestellt. Bis jetzt.

Das mit den Fransen hab ich von Martina abgeguckt. „Hei, Martina, schon hab ich deine Idee verwurstet! Du weißt ja, wo ich wohne 😉 „