Archiv für das Jahr: 2020

Ich habe etwas gehäkelt

Eine unverfängliche Überschrift.
Ich habe etwas für mein Flurfenster fabriziert.
Auch unverfänglich. Heutzutage muss man im Lande aufpassen was man von sich gibt.
Ich habe es aus Acrylwolle gehäkelt.
Mit diesem Satz kann mir keiner ans Bein pissen.
Ich habe das Gehäkelte auch gleich aufgehängt.
Hm. „Aufgehängt“ klingt radikal. Vielleicht sogar rechts. Das nehme ich raus.
Ich habe das Gehäkelte an die Wand dekoriert.
Nichtssagendes Geschreibsel – passt.
Schön ist es.
Klingt gut, auch wenn sonst alles …
Wünsche euch einen schönen Tag, ohne Begegnungen, damit ihr gesund bleibt.
Ich schreibe jetzt nicht, dass ich besonders in dieser Zeit gern Menschen umarme, denn das ist ja quasi verboten. Gibt es schon ein Bußgeld wenn…  😉

PS: Ich erziehe meinen Hund liebevoller, als die Regierung uns.
Puh, war das jetzt böse? Sorry, musste raus 😉













Der Gedanke sterblich zu sein…

…hat für mich etwas tröstliches. Irgendwann muss ich sterben. Die Zeit vergeht. 53 Jahre gelebtes Leben. Die Hälfte ist weit überschritten. Wenn mich die derzeitige Situation stark belastet, wie zur Zeit, denke ich ans Sterben. Mein Leben ist mal vorbei, wie viele vor mir von der Erdoberfläche verschwunden sind, bin auch ich einmal Geschichte. Meine Sterblichkeit tröstet mich. Lässt die aktuellen Sorgen kleiner werden. Wozu die Aufregung…. Ich lebe nur einmal… Dann ist es vorbei, egal was sich ereignet hat oder nicht.
Ich liebe die neblige Dämmerung. Stille legt sich über alles. Die Konturen verschwinden, die Realität verblasst.
Ich stehe auch gern auf einem Berg. Der Blick über die Dinge vermittelt mir meine Kleinheit. Er entspannt und relativiert.
Ich gehe auch gern in den Wald. Die Natur, gewachsen vor meiner Zeit und wächst weiter nach mir. Sie überdauert unaufgeregt. Sie lässt sich nicht von meinen Gefühlen beeindrucken. Die Bäume bewegen sich sachte im Wind, egal ob es in mir braust oder nicht.
Es ist eine Zeit, die sich einer Beschreibung mehr und mehr entzieht. Ich will sie nicht mehr beschreiben. Das Erleben ist genug.

In Erwartung der…

…Dinge die da kommen werden. 
Erwartungsvoll starrt mich die Wolle an.
Erwartungsvoll starre ich die Wolle an.
Beide sind wir in froher Erwartung.
Schön. Ein Lebensbereich der froh in die Zukunft blickt.

Und eine Frage beschäftigt mich. Ich habe sehr nette Arbeitskolleginnen. Gern treffen wir uns nach der Arbeit privat auf einen Kaffee. Jetzt dürfen wir das nicht mehr zwecks Kontaktbeschränkung. Sollten wir jetzt unseren Kaffeklatsch in die Arbeitszeit verlegen, denn da dürfen wir ja zusammen sein?





Ich könnte kotzen

Sorry liebe Leser und Leserinnen, aber ich kann nur noch diese deutlichen Worte finden. Wo leben wir denn, verdammt nochmal! Bayerns Ministerpräsident ruft die Bevölkerung auf, ihre Nachbarn zu denunzieren. Das ist doch die allerletzte Scheiße! Wir sollen unsere Nachbarn melden, wenn sie gegen hirnrissige Auflagen verstoßen. Die Kontaktbeschränkungen sollen dadurch kontrolliert  werden, dass die Nachbarn Hinweise und Anzeigen geben. Ich habe drei Töchter. Jede hat einen eigenen Haushalt. Jetzt dürften wir uns nicht mehr gemeinsam treffen. Oder doch! Machen wir doch ein nettes Kaffeekränzchen im Baumarkt. Eines sei mal klargestellt: Diese Rechnung macht ihr ohne mich!
Irgendwann kommen die Deppen auf die Idee, dass wir bitte im Haus auch noch Masken tragen und Abstand einhalten sollen. Vielen dieser Volkszertreter äh Volksvertreter hat doch jemand ins Gehirn geschissen. Was da so alles aus der Birne sprudelt…
Habe die letzten Jahre die Grünen gewählt. Die können mich sowas von am Allerwertesten…
Ich sehe im Augenblick keine wählbare Partei. Wahrscheinlich gebe ich meine Stimme einer absoluten Nischengruppierung. Gäbe es die „Partei für regelmäßiges Gießen der Topfpflanzen“ – meine Stimme hätten sie.
Und wisst ihr was? Ich muss irgendwann sterben. Ups, na sowas. Tja, irgendwann muss jeder von uns mal sterben. Aber das ist ja jetzt verboten. Alte Menschen dürfen mit 90 Jahren nicht mehr aus dem Leben scheiden, denn jeder Tote ist ein Toter zuviel. Schwachsinn, verdammter.
Ich habe eine Lösung parat: Stellen wir doch alle das Atmen ein. Die Aerosolproblematik wäre auf einen Schlag gegessen. Jeder Einzelne wäre das Etikett des „Gefährders“ für die Mitmenschen los.
Qasi die ultimative Endlösung.

Vieles ist gesagt…

…und es nimmt kein Ende. So mache ich mir eine gemütliche Stunde und lasse den Wahnsinn, Wahnsinn sein.
Der Demo-Sommer ist vorbei. Berlin, Berlin, München, Nürnberg… Nie für möglich gehaltene Eindrücke über mediale Berichterstattung, die Polizei und anderes… 
Willkommen Demo-Herbst. In den Startlöchern stehen Leipzig, Regensburg, München…