Archiv für den Monat: Juni 2018

Teilchenbeschleunigung

Interessante Überschrift. Bewusst kein englisches Wort in der ersten Zeile. Ich packe mich selber am Schlafittchen. Lächle ich doch des Öfteren recht süffisant über englische Begrifflichkeiten, welche ganz banale Alltagsdinge in höhere Sphären hiefen sollen wie z. B. Store – Laden, Facility Management – Hausverwaltung, Service Point – die gute alte Auskunft. Und wie titulierte ich mein letzten Beiträge? Magic monday, slow crochet, brain, outsourcing. Ups! „Teilchenbeschleunigung“ eröffnet eine neue, bewusstere Ära in meiner headline – ups – Überschrift. Och menno. Headline hört sich so nach „Times“, global bussines an. „Überschrift“ nach einem Aufsatz in der vierten Klasse. Ich bleibe hart: Überschrift ist Überschrift.
Was verbindet nun also das Obendrübergeschreibsel mit meinem Inhalt, einer fast fertigen Häkeltischdecke? Nichts. Ich mache einfach etwas ganz, ganz Alltägliches. Ich kündige etwas an und liefere etwas ganz anderes ab. Quasi usual business – sorry – Alltagsgeschäft in manchen Sparten. Und was interessiert mich denn mein Geschwätz – äh – Geschreibsel von gerade eben!  Mögliche Varianten für folgende Übeerschrifffften (sorry – äh – Entschuldigung,  diese ständige Wiederholung geht mir schwer von der Hand, deswegen eine kreative Rechtschreibreform auf die Schnelle): Atomkraftwerk, Dieselskandal, Weißwurst, Reihenhaus, Bierzelt…. Ein weites Feld eröffnet sich mir mit der good old germany Überschrift 😉

 

 

 

 

 

 

 

magic monday

Die Überschrift passt irgendwie nicht zum Thema, aber was anderes fiel mir einfach nicht ein. Tja, vielleicht ergibt sich im Lauf des Schreibens noch eine Möglichkeit etwas Magisches einfließen zu lassen.
Und noch vorab: Für Ästheten ist dieser Beitrag nicht geeignet, auch nicht für Feingeistige. Ich widme mich dem „tödlichsten Tier Deutschlands“, laut eines Internetartikels (hyper, hyper), der Zecke. Diese Viecher sind heuer besonders scharf auf mich. Sechs Stück hingen bereits an mir. Und eine war besonders dreist. Sie machte an meinem Dekolleté herum. Hilfe, ein übergriffiges Ding! So ein Schwein!
Alle eingesammelt, in meinem Garten. Es gedeiht sehr üppig, grünes und krabbelndes. Ich lasse mir mein Lieblingsreich doch nicht von solcherart kleinen Blutsaugern vermiesen! Hab mich schlau gemacht, wieder im Internet. Sollte mir das zu Denken geben? Nein. Laut eines Tierarztes ist Kokosöl bei Hunden und Katzen sehr hilfreich. Angeblich würden sich 88% der Krabbler entsetzt abwenden. Also, was sonst in der Bratpfanne landet, wird jetzt auf meinem Body verteilt. Die Ohren und das Fell sollten eingerieben werden. Wuff. Meine Beinbehaarung ist, der sommerlichen Zeit geschuldet, sehr kurz. Macht nix. Ich salbe mich mit Kokos. Ein Tüpfelchen in die Haare und ich rieche wie eine asiatische Imbißbude. Kleidertechnisch versuche ich auch alle Schotten dicht zu machen. Presse mich in eine Legging, Socken an die Füße und gut hochziehen.  Fühle mich wie eine Fashionista. Langärmeliges Oberteil und einen Bauch- und Hintern- und Oberschenkelschmeichler darübergestretcht. I proudly present: Bavarian Presswurst. Ach, was soll’s. Ich bin gerüstet und marschiere in den Garten. Rein zwischen die Stauden, gucken ob was an mir hängt, rein zwischen die Stauden, gucken ob was an mir hängt, rein… Fast meditativ, dieser Rhythmus. Werde fündig! Ohh jaaa – äh – ohh neiiiin. Zähne zusammenbeißen und weiter arbeiten. Nur nicht kleinkriegen lassen. Nicht dass sich die Größenverhältnisse umkehren: Die Zecke, gefühlt so groß wie ich und ich so klein wie das Mistvieh.
Nach dem Gärtnern ab in die Dusche und anschließend noch einen Bodycheck. Mit dem Vergrößerungsspiegel diverse, schwer einsichtige Hautpartien kontrollieren. Nicht schön das Prozedere. Jedes Fältchen wird zum Grand Canyon. Manche Körperregionen müssen angehoben werden, um das unten drunter zu sehen. „Du gehörst zu mir, wie der Name an der…“ summe ich beim Hüftspeck lupfen.
Werde jetzt einen Laden aufsuchen um meine Kokostrategie stringent fortzuführen. Kaufe mir Kokosschnaps für die innerliche Anwendung und eine Kokosschnitte mit Schoko für meinen Bauchspeck und mich.  It´s Magic 🙂

slow crochet garland

 

Slowfood ist ja immer noch ein bisschen in. In meiner Nähe gibt es auch ein kleines, verschlafenes Städtchen, welches sich zur „Citta- slow“ Stadt umdeklariert hat.
Tote Hose  dort. Da lockst du keinen Hund hinterm Ofen hervor. Niente, nada was los. Bummeln kannst du nicht, weil es außer einem Schreibwarengeschäft nur noch einen Schuhladen im Zentrum gibt. Ab und an karrt ein Bus Rentnertouristen an. Aber toll deklariert, der Lebensverfall.
Mit meinem neuesten Projekt habe ich mich auch der slow-Bewegung angeschlossen. Habe quasi slow gecrocheted. Oder gerade heraus gesagt, lange daran herumgeeiert. Gut Ding braucht Langeweile äh Weile. Das Ergebnis erfreut mich sehr.
Wenn ihr euch auch so eine Girlande nachhandarbeiten möchtet, dann findet ihr auf diesem stylischen Männerhäkelblog die Anleitung. Die Bommel und das Blütenschnickeldi sind „auf meinem Mist gewachsen“.
Hm, da stellt sich mir eine Frage: Anteilsmäßig sind kochende Frauen den Männern zahlentechnisch hoch überlegen. Warum gibt es so viele bekannte Köche und so wenige bekannte Köchinnen?
Hm, da stellt sich mir noch eine Frage: Anteilsmäßig sind handarbeitenede Frauen den Männern zahlentechnisch hoch überlegen. Warum gibt es so viele bekannte handarbeitenden Männer (my boshi…) und so…?
Genug geschrieben. Ich mach jetzt auf „thinking slow“.
Hä, was wollte ich… 😉

 

 

 

 

 

Häkelkram outsourcing

Die Hütte ist fast voll. Erobere neues Terrain zum Behäkeln – den Garten. Ungehemmt lasse ich meiner Farbfreude freien Lauf. Vorher noch etwas gebremst, aber seit die Töchter alle ausgezogen sind, wandelt sich der Garten vom Familien-  zum individuellen Außenraum. Buntes Schnickeldi, mal hier und mal dort. Werde das nette Gedöns für euch meine lieben Leser und Leserinnen mal knipsen.
Aber da gibt es doch noch einen Mann? Jawoll!  Der tummelt sich mit mir im Outdoorbereich. Einer, der meine ganzen Spleens einfach so mitmacht und Gefallen daran findet.
Ihn habe ich im Alter von 20 Jahren kennengelernt und nach einem dreiviertel Jahr waren wir verheiratet. Ganz unkompliziert, ohne zu müssen, freiwillig. 29 Jahre durch dick und dünn und mir sind noch nicht die Füsse mit ihm eingeschlafen 🙂
Er bestärkt mich in meinem Tun, so wie ihr meine lieben Kommentatorinnen. Danke euch!

Der pastello Häkelbortentraum ziert demnächst ein Regalbrett, draußen.

 

 

 

Halloooo, sieht mich jemand?

Oh leck, da hab ich ja mal eine, für meine Verhältnisse, extrem lange Blogbeitragspause aufs Parkett gelegt. Why?? Zum Einen ist ja der Sommer ausgebrochen und zum Anderen hat sich bei meinem Statistikprogramm, welches mir zahlentechnisch anzeigt, was sich so auf meinem Blog tummelt, einiges geändert. DSGVO wird da wohl die Ursache für sein. Also, seit dem Magic Day (25. Mai) beehrt mich pro Tag genau 1 Besucher, laut meiner Statistik. Das muss wohl ein Außerirdischer sein, denn normalsterbliche User werden nicht mehr gezählt.
Ist E.T. bei mir gelandet? Ein historisches Revival und keiner hat es mitbekommen. Oder ein eingesöderter, polizeitechnischer Geheimagent, der im Text nach einer versteckten „Gefährdungslage“ Ausschau hält? Ach, weiß der Geier was. Emotionstechnisch muss ich mich noch auf diese Situation einstellen.
Wenn so gar kein greifbarer Anhalts-Punkt mehr da ist, dann kommt schon ein Gefühl der unendlichen Weite und Stille auf. Ich gleite in meinem Häkelfieberblog durch geräuschlose, unermesslich weite Weiten. Ab und an ein kurzes Klopfen am Häkelnadelraumschifffenster. Jaa, ich stelle mir mein crousendes Häkelblogshuttle in Form einer Häkelnadel vor. Ups – vielleicht hat mich gestern, kurz nach 22 Uhr, jemand  in den Himmel starten gesehen! 😉 Dieser Lichtpunkt – mein Häkelnadelshuttle! Glory, glory hallelu….. 🙂
„Häkelblograumschiff an Erde. Beginne mit der Aklimatisierung an Bord. Versuche regelmäßige und unregelmäßige Signale in die Weite abzusetzen. Ende.“ Knister, knister, rausch rausch…

Und jetzt noch ein paar thementechnisch total unpassende Bilder. Hab mir ein Mobile für den Garten zusammengezimmert.