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Verdächtig?

Sind bunte Socken „verdächtig“? Tragen Nazis derart farbenfrohes an ihren Füßen?
Heutzutage ist vieles nicht mehr so wie es einmal war. Der Meinungskorridor verengt sich zusehends (cancel culture). Da sind doch meine Fragen berechtigt! Sicher ist sicher. Lieber die Sachlage abklären.
Sollte ich vielleicht eine Anfrage bezüglich meiner entstehenden Socken an den Verfassungsschutz richten? Hm, oder schreib ich an den bayrischen King? Nein lieber nicht. Der gibt mir sicher kein oke. Solch buntes „Gesocks“ mag der gar nicht.
Also an die Kanzlerin Frau Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr…. Merkel. So viele Titel – da hat man einfach immer recht. Geht gar nicht anders. 
Also:
Hallo Frau Dr. Dr. Dr…………Merkel,
ich stricke mir bunte Socken. Ist es in Deutschland erlaubt sie zu tragen? Sind sie evtl. beim Verfassungsschutz gelistet? Werde ich von der Polizei mit ihnen aufgehalten und dann aktenkundlich geführt?
Ich bin mir auch sehr unsicher, ob ich damit den Mindestabstand zu meinen gefährlichen Mitmenschen einhalten kann. Derart Buntes erregt Aufmerksamkeit oder?
Welche Sockenfarbe tragen Sie? Dies zu wissen wäre für mich erleichternd und gäbe mir das Gefühl einer Verhaltensleitplanke. Letztere brauchen wir kleinen Schäfchen alle, um nicht in die große gefährliche Freiheit hinter den Beschränkungen zu fallen.
Vielen Dank im voraus!
Mäh

So sollte das doch funktionieren mit meinen wolligen (hoffentlich auch fertig werdenden 😉 ) Begleitern 🙂


Worte zum Sonntag

 „Glaubensbekenntnis“:

Ich glaube, dass Schweine fliegen können. Ich muss sie nur aus einem Flugzeug werfen…
Ich glaube, dass die Impfung sicher ist. Ich muss nur die Nebenwirkungen ausblenden…
Ich glaube, dass Bäume Samba tanzen. Ich muss nur ausreichend Drogen…
Ich glaube, dass Politiker unser Bestes wollen. Ich muss sie nur als „göttlich“ deklarieren…
Ich glaube, dass Industriezucker schlank macht. Ich muss nur Dauer-Durchfall…
Ich glaube, dass die Maßnahmen nicht schaden. Ich muss nur meine Menschlichkeit abgeben.

Ich hoffe, dass es gut wird. Ich muss nur fest dran glauben.



Mangelware

Der Mai zeigt sich unterkühlt. Für meine zarten Öhrchen hab ich was Wärmendes fabriziert.
Wolle ist zur genüge vorhanden. Mein Schrank ist voll, so voll wie viele Holzlager mancher Firmen. Ich bunkere und die bunkern, alles was sie noch erwerben können.
Eine Bekannte baut einen Schuppen. Letztes Jahr hätte sie 900 Euro für das Holz bezahlt, dieses Jahr löhnt sie dafür 1600 Euro.
In einem Architekturbüro werden Holzfenster bei Herstellern nicht mehr angefragt, da sie nur Absagen erhalten – wegen Materialmangel.
Ein Zimmerer im Freundeskreis muss dieses Jahr das doppelte für einen Dachstuhl berechnen. Ein mir bekannter Mittelständler in der Holzverarbeitung meldet demnächst Kurzarbeit an wegen? Rohstoffmangel. Aufträge zuhauf, aber das Material ist nicht mehr lieferbar.
Der Heizungsbauer vor Ort beklagt Lieferschwierigkeiten
 Wird in den Medien von dieser Knappheit berichtet? Wenn dann nur kurz, obwohl diese Verknappung viele von uns zu spüren bekommen werden. Denke mal, dass der Bauboom bis in den Herbst zum Erliegen kommt.  Etlichen wird das Geld ausgehen, denn mit diesem orbitanten Preisanstieg hat wohl kaum einer gerechnet.
Vielleicht bietet sich uns in den nächsten Jahren ein Urlaubsgefühl wie in Griechenland – viele Bauruinen.
Abeer macht nix, hauptsache die Maske sitzt und der Impftermin ist safe.


Was schönes

Ich lege meinen Fokus auf schönes, vom Gegenteiligen wende ich mich ab. Ich hab nur ein Leben.
Schönes für mich in dieser Zeit:
mein Mann, meine Töchter, meine Freunde, Herzensmenschen, mein Hund, mein Garten, nette Gespräche, Zusammensein, gemütlich Rad fahren, Sonne, Häkeln, Stricken, der Wald, guter Kuchen, neue Menschen kennenlernen, Wärme, Frühling, ein Gewitter,  Überlandfahrt mit unserem T4, eine Umarmung, ein Lächeln, ein guter Witz, Tasse Kaffee im Bett, eine Zigarillo rauchen, Kaffeeklatsch mit netten Menschen, die Berge, Regengeplätscher in der Nacht, ein See, schöne Blumen am Straßenrand, Vogelgezwitscher, das Summen der Bienen, Grillenzirpen…




Unklare Sachlage

So unscharf wie das Foto, gestaltet sich mein nächstes Häkelprojekt. Eine Weste oder ähnliches soll es werden. Die Wolle bezüglich Farbe und Menge aus dem Bauch heraus gekauft, eine konkrete Anleitung – Fehlanzeige. Gerade nach dem Mittagessen bin ich einen Erkenntnisschritt weiter gelangt – es wird etwas Mustriges. Sage da noch einer ein voller Bauch studiert nicht gern 😉 Fraglich ob mir die Wolle reicht. Die Länge wird also abhängig davon sein, wie hoch der Verbrauch ist. Für manchen ist mein Vorgehen nicht nachvollziehbar. Kann ich verstehen, für mich auch nicht immer.
So bin ich nun mal und es hat mir etliche schöne Ergebnisse beschert. Ich bin optimistisch 🙂




Sockenwolle war ebenfalls Bestandteil meiner letzten Bestellung. Der Haken ist nur, dass ich in den letzten Jahren drei Versuche gestartet und immer nur bis zu einem fertigen Socken durchgehalten habe. Realistisch betrachtet, ist noch keine fertiges Paar Socken von meinen Stricknadeln gehüpft.
Auch hier bin ich optimistisch gestimmt. Was noch nicht ist, kann ja noch werden…