Archiv der Kategorie: Stricken

Was Silke so fabriziert :)

Es ist ja nicht so, dass nur ich handarbeitstechnisch was in die Welt bringe. Nein, hier sind ganz viele kreative Frauen und evtl. auch ein paar Männer unterwegs, die wie ich gern mit einer oder mehreren Nadeln klappern.
Heute zeige ich euch, was die liebe Silke so strickt und freue mich riesig, dass sie mir stante pede Fotos zukommen ließ. Bei ihren Pullovern keimt ein Funken Lust auf Isländisches in mir auf 🙂
So, nun präsentiere ich euch die Silke mit ihren Pullovern, ihrem Demohund Orpheus, ihrer Katze Eurydike – äh nein – ihrer Katze Aponi 😉 und einen Link auf ein Video auf Youtube, für eine Strickanleitung für das kuschelige Teil (nicht die Katze).










Servus Olaf, du Bundeskanzler

Olaf, wir beide leben in schweren Zeiten. Da muss ich dir ganz unverblümt einen beträchtlichen Teil Schuld an meinem Unwohlbefinden zuschreiben. Mit Gewalt willst du mich zur Spritze treiben. Sag mal, haben dir deine Eltern keine Manieren beigebracht? So geht man doch nicht mit seinen Mitmenschen um. Du Olaf, sei da mal ein bisschen achtsamer.
Aufgrund meines erhöhten Entspannungsbedürfnisses stricke ich mir schon fast die Finger wund. Ich hänge an der Nadel. Apropos hängen – es hängt ja auch manchmal Dreck am Stecken. Du verstehst doch, oder? Naja, ich meine du hast es ja auch nicht leicht, zur Zeit. War da nicht was mit einem Skandal? Cum-Ex oder so. Und irgendwas mit Steuerhinterziehung liegt bei dir doch auch in der Luft. Kann schon verstehen, dass sich da etwas aufstaut, bei dir. Reagierst du deinen Überdruck am Ende bei mir als „Ungeimpfte“ ab? Olaf, mit dem Stress ist nicht zu spaßen. Such dir doch bitte adäquate Hilfe. Und – mit dem Karlchen an der Seite würd‘ ich persönlich auch durchdrehen. Der sollte vielleicht an der Dosierung, von was auch immer, schrauben. Merke: Weniger ist manchmal mehr. Einen Tipp hab ich noch, Olaf. Den gab ich auch meinen Kindern in der Pubertät: Nimm einen Sandsack und drisch auf den ein. Ein Kopfkissen tuts zur Not auch. Da würde uns beiden sehr geholfen sein.




Unnötig

Also. Ich habe besagte Anfertigungskröte geschluckt und jetzt liegt er vor mir, in aller Herrlichkeit – mein Strick-Spüllappen-Prinz.
Naja, perfekt ist er nicht, aber wer ist das schon… Unnötigerweise habe ich ihm zwei Fehler verpaßt und sie, wie ich finde, recht clever kaschiert. Unter total unauffälligem grünen Garn sind sie versteckt – quasi die „grünen Elefanten“ im Spültuch 😉

Also. Uns hat kürzlich ein Magendarminfekt ereilt. Einen nach dem anderen hat er sich gekrallt, unbarmherzig zugeschlagen. Eine intensive Tagesschlacht für jeden, danach war der Käse gegessen – quasi eine Eintagsfliege. Der Mann in der Familie konnte sich nicht wie gewohnt ins Hamsterrad der außerhäusigen Beschäftigung einreihen und brauchte ergo eine Krankschreibung. Nach Schilderung der Symptomatik fragte der Arzt nach einem etwaigen Geschmacks/Geruchsverlust und bot einen PCR-Test an. Tja, den Geschmack an leckerem Essen verliert man schon, wenn es gefühlt nur Sekunden im Körper verbleibt…
Unnötig oder…


 





Handarbeits-Burnout

Sie ist verzwefelt und den Tränen nah. Jutta F. bloggt seit Jahren über ihre Leidenschaft, das Häkeln, und diese wurde ihr zum Verhängnis.
„Es hat doch so harmlos angefangen“, erzählt sie mit zitternder Stimme. Vor neun Jahren griff sie zur Häkelnadel und das Unheil nahm seinen Lauf. „Meine Häkelprojekte machten mir Spaß und gern kaufte ich Wolle“, sagt sie.  Bei einem Päckchen blieb es aber nicht. Überall im Haus ist Wolle verteilt, in der Küche, im Wohnzimmer, Schlafzimmer. Planlos tätigt sie Wollkäufe, ohne Sinn und Verstand, kauft was ihr gefällt. Treibt sie ihre Leidenschaft in den finanziellen Ruin? Ein Ende dieser Odysee ist nicht abzusehen, sie verstrickt sich immer mehr in ihre Obsession. Sie ist süchtig, hängt an der Nadel. „Ich hatte immer das Gefühl, es bliebe bei der Häkelnadel, aber dann griff ich auch noch zu den Stricknadeln…“ bricht es aus ihr heraus. „Die Handarbeit und das Bloggen haben mich zu einem schlechten Menschen gemacht!“ stößt sie reuevoll hervor. Einfach geschrieben habe sie, sich über ihre süchtig machenden Projekte und Lebensanschauungen mit blinder Naivität ausgelassen. Es lastet Schuld auf ihr, denn durch ihr Verhalten zog sie andere mit ins Verderben, trieb unbescholtene Bürger an die Nadel.
Ihre Sucht und radikalen Sichtweisen – wird sie davon loskommen? Nein, sie ist ihren Lastern verfallen 😉

Tja Leute, so funktioniert zur Zeit häufig die Presse 😉

So geht, meiner Meinung nach, guter Journalismus:
Langemann Medien: Faktencheck bei Correctiv


Nicht der Weg…

Keine Sorge, in diesem Beitrag schreibe ich nicht „schon wieder“ über den gesundheitlichen Wert des Spazierens in heutigen Zeiten 😉 Nein, ich will sagen, dass nicht der Weg sondern das Ziel das Ziel ist. Da muss man fast um zwei Ecken denken.
Ich bin an einer vermaledeiten Strickarbeit dran, brech mir fast die Finger dabei ab. Etwas frustriert lege ich die Arbeit nach gefühlt stundenlangem Werkeln daran zur Seite, um festzustellen, dass der Stricklappen nur um Millimeter größer geworden ist. Dieses Muster ist die Hölle, sieht aber sehr, sehr niedlich aus. Immer wieder bin ich versucht das Teil in die Tonne zu kloppen, aaaaaber wenn es doch mal fertig ist, verspricht es viel Freude.
Ich schlucke die Kröte, um einen Putzlappenprinzen zu erhalten.
Die Handarbeitssituation lässt sich eins zu eins auf das aktuelle Leben übertragen – ich mach das Beste draus und bleib dran 😉
So, Themenwechsel. Ich kann im Januar schon etwas im Garten ansäen – Hurra! Ich kenne das Gemüse nicht, noch nie gegessen. Vom Aussehen her verspricht die Kerbelrübe nicht viel, aber es zählen die inneren Werte. Es ist durchaus möglich, dass sie scheiß… schmeckt – egal! Ich freu mich an der ersten gärtnerischen Tätigkeit und lass mich in ein paar Monaten vom hoffentlich gut wachsenden Endprodukt überraschen 🙂