Archiv der Kategorie: Garten

Ich bin vorbereitet

Mann hat im Gewächshaus Ablagefläche für die Pflanzenanzucht im Frühjahr montiert.
Die Stühle dienen demnächst als Sitzgelegenheit für sonnige Tage. Ein kleines Weilchen wird es noch dauern bis die Sonne das Hausdach überscheint und ihre Strahlen länger ins Gewächshaus scheinen. Die Stühle stehen bereit…

Und weil ich es nicht lassen kann und will:
„Die Macht der einen braucht die Dummheit der anderen.“ Dietrich Bonhoeffer

Und was ich schmerzlich bedauere: In den letzten drei Jahren habe ich etwas von meiner lustigen Sichtweise auf die Welt verloren. Schmunzelige Beiträge über Alltagsbanalitäten wollen nur noch sehr selten geschrieben werden. Eine gewisse Leichtigkeit wurde mir genommen. Das betrauere ich, hier auf meinem Blog…

Kein halten mehr

Gerade komm ich rein vom Garten. Zwei große, gefüllte Pflanzgefäße ins abgesackte Hochbeet geleert. Zwischen den Erdbeerpflanzen sich rasch ausbreitendes „Unkraut“ entfernt. Ich treibe mich im Garten herum, finde mal dies, mal das zu erledigen. Freigang! 
Mein Saatgutdurcheinander vom letzten Jahr ist soweit beseitigt. So einigermaßen geordnet warten die ersten Samenpäckchen auf den Januar – Hurra! In wirklich wenigen Wochen wird im Gewächshaus etwas angesät.
Und – im Garten blühen einige Gänseblümchen. Schön. Ich weiß dass der Winter sich noch melden wird – egal. Wenn es das Wetter zulässt, bin ich unter freiem Himmel unterwegs.
So meine lieben Leser, ich wünsche euch morgen einen schönen Übergang in das neue Jahr. Ich werde es wahrscheinlich wieder verschlafen, wie die Jahre zuvor. Mein Silvesterabend gestaltet sich sehr entspannt 😉 🙂
Hier noch ein Video von Wolf-Dieter Storl. Wenn ihr unter anderem wissen wollt, was es mit den Schweinen und Schornsteinfegern als Glückssymbol zum Jahreswechsel auf sich hat:
Die Bedeutung der Raunächte



Krafttankstelle gegen den Wahnsinn

Wenn sich im Außen so vieles nicht mehr nachvollziehbar anfühlt, braucht es etwas, was mir im Innersten Kraft gibt. Heute, auf der Hunderunde durch den Wald, ausgerüstet mit einer kleinen Zange und Bindedraht, hab ich mir einen kleinen Kranz fabriziert. Ein Grundgerüst aus Weidenzweigen und biegsamen Wildkraut, darauf dann Fichtenzweige gebunden. Mit Efeu umwunden – fertig. Der Kranz ziert unseren Gartenhintereingang. Es macht Freude ihn anzusehen. Die Erinnerung an den Wald, die Freude über das Selbstgemachte…
Sich schöne Ecken schaffen, die den Blick fangen  – Krafttankstellen 🙂

Eine Stimme der Vernunft vermittelnder Äther: Kontrafunk.de









Viel Luftverkehr

Im Garten geht es rund. Blaumeisen, Kohlmeisen, Spatzen, Buchfinken, Elstern, Rotkehlchen… sind am umherflattern. Eifrig werden die Sonnenblumenkerne aus dem Futterhäuschen gepickt, Meisen hängen an den Samenständen der Sommerstauden. Wie ist das schön 🙂 Gestern zählte ich sechs Amseln im Garten. Eifrig scharren sie im Mulch nach Käfern und Würmern.
Die Totholzhecke an der Ostseite des Gartens schaut richtig wild aus. Seit drei Jahren füttere ich sie mit Baum-, Hecken- und Staudenrückschnitt.  Ein guter Ort zum Brüten.
Kein Zentimeter Boden der nicht abgemulcht ist. Für die Vögel muss es ein Paradies sein, wenn ich sie in so großer Anzahl sehe.
Nichts wird aus dem Garten weggebracht, alles verbleibt darin. Gute Biomasse. Kreislaufwirtschaft, Agroforst sind spannende Themen. Gemüse kaufe ich quasi nicht mehr, alles vorhanden um über den Winter damit zu kommen. Dieses Gärtnern erfüllt mich.
Im Sommer funktionierten wir unser seit fast Jahrzehnten brachliegendes Dreikammersystem zu einer Zisterne um. Damals, als wir bauten, war unser Grunstück noch nicht an die Kanalisation angeschlossen. Große Betonringe wurden vergraben um die Fäkalien der Toilettenspülung darin aufzufangen. Als nach wenigen Jahren der Anschluss erfolgte, pumpten wir die Grube leer und beließen es dabei. Jetzt ist sie mit ein paar tausend Litern Regenwasser von einer Hausdachseite befüllt. Der nächste Sommer kann kommen. 
In einer vergrabenen Trocknertrommel lagern Rote Beete, Steckrübe, Sellerie, schwarzer Winterrettich und Karotten. Unsere eigenen Kartoffeln vom Mulchbeet haben ihren kühlen Platz in der Garage gefunden.
Die Sämereien für das nächste Jahr sind bestellt. In den nächsten Wochen werde ich ein System austüffelten um sie übersichtlich zu ordnen.
Es lohnt sich, sich von alten Vorstellungen wie ein Garten auszusehen hat, frei zu machen. Neues ausprobieren, gemeinsam mit der Natur einen Weg beschreiten…










Nicht kirre machen lassen

Der ganze Deppenwahnsinn mit Corona, Krieg, Energie… kann mich mal. Ich hab nur ein Leben. Wenn ich jetzt nicht lebe, sondern mich voll Angst raus nehme, was hab ich dann davon? Nichts! Ein lebloses Leben. Darauf hab ich keinen Bock. Manchmal belastet mich der Irrsinn schon, aber er nimmt mich nicht ein. Ich behalte meinen kühlen Kopf und denke mir nur: Was seid ihr alle Wahnsinnig!“
So. Mein morgentlicher Herbstgarten gibt mir Ruhe und Freude 🙂







Mein „Ewiger Kohl“ – dieses Jahr gepflanzt und er wächst ohne ende, bis in alle Ewigkeit 😉