Archiv der Kategorie: Manch anderes

Ich hör auf



Es geht einfach nicht. Mein Versuch durchzuhalten ist kläglich gescheitert. Sorry. Trotz vielen guten Zuspruches hat mich mein innerer Schweinehund mit der Strickaversion besiegt. Diese faule Sau hat mich mitgerissen. Meine Gegenwehr war zugegeben auch nicht sonderlich groß.
Also. Es wäre fast eine Socke geworden. Immerhin. Das Strickzeug lagert jetzt in einer Kiste außer Sichtweite. Nur durch Zufall werde ich über dieses halbgare Projekt stolpern. Eher nicht. Fast muss ich weinen, wenn ich an die begeisterten Reaktionen in der Familie denke: Wow Socken! Toll! Ich will auch…! Scherz. An nicht erfüllten Sockenwünschen wird der Familienfrieden nicht scheitern. Begeisterte Sockenstrickerbesucher werden es auch verschmerzen. Puh, zum Glück kann ich euch beim Lesen dieses Beitrages nicht hören. Mein innerer Schweinehund grunzt: „Das Leben ist kein Ponyhof. Also stell dich nicht…“ Danke Schweinehund, dass es dich gibt. Du rettest mich vor mir selber!
Ja, da haben sich doch in letzter Zeit noch so ein paar wollige Freizeitbeschäftigungsnietenprojekte angesammelt. Ich: „Was meinst du Schweinehund, wie soll ich verfahren?“ Schweinehund: „Hau wech, den Scheiß“ Ich: „Danke“
Niederlagen können auch befreiend sein 🙂

 



Entstaubtes und Gefilztes

Hab schon mal in den Weihnachtskisten vom Vorjahr gekruscht und Häkeliges daraus „entstaubt“. Die superdollen Kugeln findet ihr anleitungstechnisch in der Sidebar unter „Anleitungen“ unter „Kugel gefächert“. So. Und dem Mann hab ich auch noch Puschen gehäkelfilzt. Habe auch eine Anleitung dazu. Habe ich heute keine Muße für, zum Erstellen. Habe mir das aber für in bälde, ergo demnächst, vorgenommen. Habe schreibtechnisch für heute Schluß. Habe eine Feierabendrechtschreibschwähe 😉





















Häkelfieberlogbuch Sternzeit „Steinzeit“

Seit vielen Jahren kreist das Häkelblograumschiff durch die unendlichen Weiten. Man schreibt das Jahr 2018. Berichte von den Abenteuern der 1-Frau-Besatzung, die in wolligen Galaxien unterwegs ist. Also von myself persönlich.
Neue, wollige Zivilisationen kreuzten meinen Weg. Diesmal bin ich auf einem Planeten gelandet, um eine neue Wolle-und-Handarbeitszubehör-verhöckernde Spezies zu erforschen. Diese, mir bisher fremdartige, Shopform hatte sich mir über Subraumkanäle genähert, Kontakt zu mir aufgenommen. Sehr freundlich wurde ich mittels Emailing einer neuartigen und sehr gebräuchlichen Kommunikationsform begrüßt. Sie hätten mich in den Weiten des allmächtigen, intergalaktischen Netzes geortet und würden gern auf meinem Raumschiff ein kleines Plätzchen nutzen. Erfreut über diese intelligent erscheinende Spezies tauschten wir uns über eine mögliche, wollige Kooperation aus. Aber diese, augenscheinlich junge Spezies der Wolle-im-Netz-Verhöckerer wollte sich nur einen billigst mit Naturalien erkauften Sitzplatz auf meinem schönen Häkelbloggefährt erschlei… äh erobern.
Klartext, mit beiden Beinen auf der Erde stehend: Für ein Häkelprojekt meiner Wahl hätte mir der Shop die Wolle kostenlos zur Verfügung gestellt. Dafür sollte ich in einem Blogbeitrag die Wolle und den Shop erwähnen, den Beitrag ausdrücklich als Werbung kennzeichnen und einen Link auf den Anbieter schalten. Oke? Fragte ich mich. So macht das nicht Spaß. Überlegte, wie es für mich auch schön wäre und übersandte eine Liste mit zusätzlicher Wolle. Für das Projekt (Teppich) hätten sich die Materialkosten auf 90 Euro belaufen. Zusätzlich packte ich noch Artikel im Wert von 45 Euro darauf.  Mailte also, dass eine Zusammenarbeit für mich denkbar wäre, wenn ich das Komplettpaket (inklusive meiner Sonderwünsche) erhalten würde. War das schlimm? Darf eine Frau etwas fordern für ihre Werbedienste im Jahr 2018 in der Handarbeitssparte? Nein! Wurde abgelehnt. Doofe Häkelmutti oder naives Handarbeitsfrauchen sollte am besten „Danke“ sagen für ein unterirdisch schlechtes Entgegenkommen.
 45 Euro zusätzlich, da schütteln sicher einige den Kopf, weil nicht der Rede wert. Für mich wäre es noch oke gewesen. Die ausgesuchten Artikel hätten ausreichend mein Herz erfreut, als Gegenwert für eine ehrliche Werbeeinbindung.
Im Durchschnitt seid ihr da draußen mit ca. 39.999 anderen pro Monat bei mir zu Besuch. Bald wird die 2 Millionenmarke geknackt und Werbung auf meiner Seite ist nicht mehr als 90 Euro wert? Da ist doch jemand in der Steinzeit gelandet.
Im Netz bewegen sich Handarbeitsbloggerinnen überwiegend auf dem Level von Tedi-Verkäuferinnen im realen Leben. Sie werden von der Handarbeitsindustrie ausgebeutet. Handarbeitswerbesklavinnen.
Ich kauf mir morgen gleich ein Schaf, stell es in den Garten, schere es und werde autark.
In all den Jahren ist mir noch kein faires Angebot unterbreitet worden. Alles, was über einen Warenwert von 60 Euro lag, war ein Problem.
Wenn ihr von Shops bei der ersten Kontaktaufnahme mit eurem Vornamen angesprochen werdet, sollte euch dies schon stutzig machen. Dann noch ein Lob, wie toll euer Blog ist… alles Honig-ums-Maul-Geschmiere, um gefügig zu machen.
So von Frau zu Frau, hach süß, hach nett, liebe So-und-so-Gelabere…
Manchmal kotzt es mich einfach nur an. Wie jetzt mal wieder. Reiher, reiher im Strahl. Fertig   

Wollige Abwege



Ich gehe fremd. So ein Seitensprung kann ja eine belebende Wirkung haben. Kann. Ich habe so meine Zweifel daran. Jetzt bereits, nachdem ich am Beginn einer neuen Leiden-schaft stehe. Die Häkelnadel in Sichtweite, halte ich Stricknadeln in den Händen. Socken sollten entstehen. Ach Gottchen ich schreibe schon in der Vergangenheitsform! Socken WERDEN ENTSTEHEN. Warum tu ich mir das an? Selbstgestrickte Socken sind doch tolle Teile. Es gibt so schöne Modelle in bunt und geringelt und bezopft und gemustert. Ich möchte die Dinger an meinen Füßen sehen, jetzt wo es kälter und grauer draußen wird. Meine Füße lechzen nach Farbe. Bunter Nagellack erfreute über den Sommer und jetzt?
Den Strickeinstieg erleichternd, pfriemle ich mit sechsfädriger Wolle und einem Einsteigerfarbverlauf, der ja keiner ist, nur diverse Blauschattierungen, herum. Das Bündchen wird sehr kurz gehalten. Es ist an der Grenze zum „Kein-Bündchen“. Alles auf’s Nötigste reduziert, damit die Fußwärmer ganz pronto fertig werden. Nach der Pflicht, dem kann-ich-das-überhaupt-Test, sollen dann die Traummodelle folgen. Aller Anfang ist schwer.
Hätte ich mir doch neulich die superschönen Wollsocken im Handarbeitsladen mitgenommen. Tolles buntes Muster. Da hätte ich mir sogar noch was gespart. So bereichern Stricknadeln in braun… Warum sind die Dinger nicht quietschebunt. Würde einiges optisch vereinfachen.
Hm. Hm. Tja. Hm. Tief durchatmen. Hm. Stricken. Hm……….



Damit auch etwas Schönes diesen inhaltsschweren, voller Zweifel belegten Beitrag aus den wolligen Sockenuntiefen herauszieht, gibt es noch viel Buntes und GEHÄKELTES für`s Auge. Yeahhhhh!!!!



















Euch einen schönen kuscheligen und entspannten Sonntag 🙂

Richtig frei bist du wenn…

…die Kinder aus dem Haus sind und der Hund das Zeitliche gesegnet hat. Besagt ein Spruch von „hab ich vergessen“. Hey, jeden Abend Happy Hour. Ausgehen wann man will. Quasi ein unlimiteted Leben. Die Welt steht dir offen, sofern du deine Geldumzulebenbeschaffungstätigkeit des Tages erledigt hast. Jetset. Wochenende NewYork, Paris, Tokyo, Schwabach, Freystadt, Hinterdupfing… You can. Naja nicht alles, aber immerhin ein bisschen. Vielleicht sind mir die vielen Happyhour`s auf meinen geistigen Zustand geschlagen und die grenzenlose Freiheit hat meine Sinne umnebelt.
Die Lohnsteuerklärung ist abgegeben und es könnte nicht entspannter sein… da komme ich auf die Idee unseren paarreduzierten Haushalt zu bereichern. Hole mir und dem Mann ein leicht traumatisiertes „beiing“ mit Migrationshintergrund und körperlichem Handycap, ins Häuschen der hemmungslos ausgelebten Freiheit. Ich sehe Zeiten schwinden und neue inklusionstechnische Herausforderungen nahen. Noch ist es nicht soweit. Unser neuer Mitbewohner wird demnächst von uns auf einer Autobahnraststätte aufgegabelt. Wahrscheinlich hinter den Toiletten, zwischen den Büschen werden wir zueinander finden. Scherz. Nicht ganz. Das mit der Autobahnraststätte stimmt. Ade, hemmungsloser Freizeitkonsum – hello ja was? Äh, Zeit zu dritt. Ab demnächst bewegen wir uns auf acht Beinen durch das Leben. Fesseln uns an einen süßen, vierbeinigen Wuffi aus Polen, mit einem Auge. Quasi an einen Zyklopenhund. Vielleicht häkle ich ihm eine Augenklappe. Naja, die Einäugigkeit ist besser als wenn er stark schielen würde. Da hätte ich das Problem beim tief in die Augen blicken, wüßte nie… Null Problem mit einem…

Schön euch…

…mit gutem Garn versorgt zu wissen 🙂
Den Acrylgarnvergleichsbeitrag hab ich mir geschenkt 😉
Gut so. Annehmen was kommt und so weiter und so fort.
Sorry Sandra und Marjan. Ab drei Interessenten hätte ich die Ärmel hochgekrempelt.
Jetzt ist der Käse gegessen. Klappe zu Affe…, wer zu spät kommt, den…
😉