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Bunte Häkeleien gegen miese Stimmung

Leider, leider lässt mich der ganze Hype um die neue Datenschutzgesetzverordnung auch nicht ganz kalt. So ein Scheiß aber auch. Finde ich. Datenschutz ist schon wichtig aber…
Vieles ist schwammig was ab dem 25. Mai, dem Inkrafttreten der bürokratischen Kreativität, auf uns zukommt. Puh.
Ich finde etwas nicht gut. Stellt meine Meinung eine Bedrohung für die Allgemeinheit dar. Nach dem Inkrafttreten des neuen bayrischen Polizeiaufgabengesetzes darf schon bei dem Wahrnehmen einer Bedrohung und nicht mehr nur bei einer Gefährdung polizeilich eingeschritten werden. Na hoffentlich klingelt nicht der Schutzmann an meiner Haustür weil ich „Scheiß“ geschrieben habe. Diese Wortwahl bedroht so manchen Seelenfrieden zartbesaiteter Menschen. Sie fühlen die gepflegte Ausdrucksweise wäre bedroht von solcherart verbalem Output.
Ich fühle mich von der neuen Datenschutzgesetzverordnung bedroht. Sie versetzt viele in Angst und Schrecken, führt zur Schließung privater Internetseiten… Sie ist keine Bedrohung, sondern eine akute Gefährdung der Vielfältigkeit privater Blogs.
So. Morgen gehe ich zur Polizei und lege die anstehende Bedrohungs- und Gefährdungslage mal dar. Die müssten doch jetzt umgehend handeln. Quasi doppelte Gefahrensituation 😉

Nun noch ein paar nette Bildchen zur Besänftigung der aufgeladenen Stimmung:

 

 

 

 

 

 

„Einfach mal…“ mit Holz und Farbe

Wie sagte gestern mein Mann, als ich mitten in der „Farbe auf das Holz klecksen Aktion“ aktiv war: „Ein guter Handwerker überprüft vor dem Arbeitsbeginn, ob alle nötigen Materialienvorhanden sind und nicht erst wenn er bereits am Werkeln ist“.
Tss, so ein Vorgehen ist ja langweilig. Gähn. Also. Ich fang einfach mal an und denke mittendrin: „Mist, ich brauche ja einen dünnen Pinsel, oder dies, oder jenes“. Ja ein geplantes Vorgehen würde manches erleichtern, aber bei mir auch manche Idee im Keim ersticken. Jetzt oder nie – später is nicht. Ich leg also ein bisschen ohne Sinn und Verstand los und komisch, komisch, oft entsteht etwas Brauchbares. Was fehlt, wird improvisiert. Genau das ist der Punkt für mich. Dieses „Fehlen“ bringt Spannung in ein Projekt. Ein strukturiert nach festem Plan Agierender würde eine mittlere Krise schieben, falls Essentielles nicht zur Hand wäre. Ich und sicher einige mehr von euch beginnen eher mit dem kreativen Suchen nach einem adäquaten Ersatz für das Fehlende. Dieser Prozess ist überwiegend spannend und lässt Raum für Überraschungen. Selten veranlasst er zum fluchen. Das Unvollständige, Ungeplante ist der Motor für kreatives Schaffen, ganz nah bei einem Selbst.
Einen fertigen Bausatz arbeite ich ab. Hat auch seine Qualität. Beim Improvisieren wecke ich mein kreatives Inneres.
Ach, was für eine Lobhuddelei auf chaotisches Tun 🙂 Geplantes und durchdachtes Arbeiten ist natürlich manchmal unabdingbar. Einen kreativ operierenden Arzt nach dem Motto „Hm, kein Skalpell vorhanden“ oder „Spontan hab ich Lust auf eine zusätzliche Nierentransplantation“ wünscht sich auch keiner.
Also. Beides ist wichtig. Mal Streber, mal coole Sau.
Immer geradlinig auf der Lebensautobahn dahindüsen, ohne einen Umweg, ein Abfahren auf eine gemütliche, sehenswerte Nebenstrecke wäre ja auch fad. Zumindestens für mich 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Damit kein Lieferzwang bei mir aufkommt…

…poste ich einfach mal einen Wollknäuel. Einfach so.

Mission erfüllt. Der ganz normale Bloggeralltag kann weitergehen. Alles im grünen Bereich. Bei euch sicher auch. Grün und entspannt. Viel Entspannung um mich herum. Die vielen grünen Wiesen und die Bäume wechseln auch langsam in den Entspannungsmodus.
Alles easy und so.
Manchmal kann es auch sehr entspannend sein, nicht immer entspannte Bildchen zu gucken und Wohlfühltexte zu lesen. Toller Blog – tolles Leben – nöp. Was habe ich nicht die Beiträge der Niederländerin Saskia Laan auf Youtube (Wolplein) genossen und auf einmal Funkstille. Da ist was im Busch, dachte ich mir bald. Jep. Sie hat sich größtenteils aus dem öffentlichen Leben abgemeldet. Schade und erleichternd. Da ist ein Mensch, der häkeltechnisch den Olymp erklommen hat und dem geht es nicht gut. Leute, es gibt mehr Menschen da draußen, die auch Probleme haben. Ich bin nicht allein und ihr seid es auch nicht. Aber manchmal habe ich im realen Leben das Gefühl. Da braucht es dann das anonyme Internet um zu lesen, dass man mit diversen unangenehmen Dingen nicht solo ist.
Ich mache für euch meinen Koffer, den ich gerade mehr oder weniger schwer hinter mir herschleife, auf. Vollgepackt mit diversen, unangenehmen Begleiterscheinungen der Wechseljahre. Frage ich im realen Leben im Freundes- und Bekanntenkreis nach den Erfahrungen dieser Zeit, erhalte ich in acht von zehn Fällen die Aussage, keine Beschwerden damit gehabt zu haben oder zu haben. Ähhh, so ein Scheiß. Hilfe ich bin nicht normal. Alles Einbildung oder was. Ich bin auch ganz entspannt in diese Zeit marschiert, bis mir die Hormonlage meine Marschrichtung aus der Hand genommen hat. „Meld dich einfach wieder, wenn es dir besser geht“. Mit so einem Satz wird ihnen geholfen. Ja, Wahnsinn!!
Nur rumjammern ist nicht gut, aber einfach mal etwas aussprechen was belastet, vielleicht noch darüber lachen wenn es geht,  wäre doch schön.
Ohhh menno. Soll ich wirklich so einen extrem weiblichen Rumjammerbeitrag posten. Jetzt, unterm Schreiben, habe ich noch die Wahl alles zu löschen. Ist nicht gerade eine Stimmungsschwankung in Sicht, welche mir den Finger an die Löschtaste führen könnte?! Mist, wenn man sie brauchen könnte tote Hose 😉
Ihr da draußen vor dem Bildschirm seid immer im grünen Bereich. Ganz, ganz sicher. Tut mir echt leid, dass ich euer Wohlfülleben mit so banalem Zeug kontaminiere 😉

Umfunktionieren, einen neuen Sinn geben

Die Töchter sind groß und gehen in die weite Welt hinaus. Im Keller lagern viele Einmachgläser. Zu viele für mich und meinen Mann. Ich gebe ihnen einen neuen Sinn. Funktioniere sie einfach um. Nicht mehr zum Bevorraten sondern sie werden Windlichter, Blumenvasen oder einfach nur bunte Hinstellerlies.
Ach, wenn das mit dem Umfunktionieren  von der Mutterrolle zur – ähm – wieder mehr Frau auch so einfach zu bewerkstelligen wäre. Mit etlichen Knäuel Wolle mich einfach in die neue Rolle fabrizieren. Ohne viele Fragezeichen im Kopf, ohne das nicht einfache Loslassen. „Ich häkle mir eine neue Identität“ oder „Raus aus der Sinnkrise – Die Häkelnadel zeigt dir den Weg“. Ein buntes Anleitungsbuch für Frauen in der Lebensmitte, in den Wechseljahren, welche eine sich wandelnde Familiensituation zu bewerkstelligen haben, wäre schon schön. Einfache Schritt für Schritt Anleitungen, reichhaltig bebildert, dass keine Fragen offen bleiben…
Träumen kann man ja mal 🙂