Sonnengelber Alltagshelfer

So Leute, jetzt hab ich nach Jahren die Wechseljahres-durcheinander-Zeit gemeistert und nun die aktuelle Misere. Reitschuster schreibt auf seiner Seite (reitschuster.de), dass zur Zeit jeder vierte Österreicher unter depressiven Verstimmungen leidet. Dieser Wert lässt sich sicher auch auf die Deutschen übertragen. Ich bin da vielleicht gerade die Dritte. Ja, es gibt Tage da bröselt mich die derzeitige Lage zu einem Häufchen Elend klein.
Sollte ich mich nach deutscher Marnier ein bisschen besser anstrengen, um mit einem Lächeln unter der Maske durch diese beschissene Zeit zu kommen…
Sollte ich mich nach deutscher Manier nicht so haben, denn anderen geht es viel schlechter…
Sollte ich mich nach deutscher Manier am Riemen reißen, denn richtige Deutsche strengen sich an und meistern alle Situationen mit links, weil sie so arrogant und selbstherrlich – äh – gut und besser als viele anderen sind…
Um die Kurve zu bekommen – ich hab mir ein Spültuch gestrickt und bunt umhäkelt. Das macht Laune 🙂




4 Gedanken zu „Sonnengelber Alltagshelfer

    1. Die Kurve kratz ich dann schon wieder. Ich dreh Musik auf volle Lautstärke und werf dazu den Staubsauger an. Oder ich fahr zum Einkaufen mit meiner Maske mit dem fetten roten X drauf. Da fühle ich mich auch nicht mehr so hilflos der Situation ausgeliefert. Oder wenn die Situation mich nieder drückt, organisiere ich mir sozialen Kontakt. Letzteres ist das beste Mittel um dem Coronablues zu entkommen.

  1. Liebe Jutta, ich habe auch so meine ‚Elendstage‘ und die Schnauze voll von ‚ist doch alles nicht so schlimm, Hauptsache gesund‘, selbst dieses ‚wir schaffen das‘ macht mich sauer. Es beruhigt mich, dass es auch andere gibt und einige der Alleshinnehmer wachen auf. Bis Mitte März 🤨 und dann………
    Allerdings habe ich auch gelesen, dass negative Gedanken krank machen (also nicht nur Kopf). Deshalb hat mich dein gelbes Spültuch so geflasht. So herrlich bunt, farbenfroh, wie wir es von dir kennen.
    Zückt die Nadeln und lasst Frohes, Buntes entstehen.
    Winterwunderland Grüße aus dem frostigen Norden

  2. Hallo liebe Jutta, ich bin während der Suche nach Topflappenanleitungen auf deine Seite gestoßen und habe auch einige deiner Texte gelesen. Es tut gut, völlig unvorbereitet auf Menschen zu treffen, die ähnlich denken und fühlen. Ich stelle mir auch schon seit geraumer Zeit die Fragen, warum ich nicht mehr wie gewöhnlich funktionieren kann und warum ich das eigentlich auch nicht mehr will. Es ist unter anderem mein Gewissen, welches mir sagt, dass alles falsch ist, so wie es läuft. Und mein Gewissen macht es mir gerade nicht möglich, wieder in das Uhrwerk einzusteigen und mitzumachen. Es hat mich völlig ausgeknockt.
    Der positive Aspekt dabei ist, dass ich das Stricken wieder für mich entdeckt habe und jetzt aus Wollmangel meine Baumwolle aufbrauchen möchte. Wenn ich nicht an den Job denke, und mich mit Handarbeiten ablenke, geht es mir super. Ich gehe viel raus – mit Hundi und jetzt, wo das Wetter besser wird, gehe ich in unseren Gerümpel-Garten und puzzle dort ein wenig rum.
    Ich freue mich, dich gefunden zu haben und werde mich sicher noch oft auf deiner Seite tummeln.
    Vielen Dank für deine Offenheit und das Teilen deiner Gedanken und wunderbaren Ideen zum Nacharbeiten
    Ganz herzliche Grüße!
    Gabriele

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