Hilfe, meine Beine verwelken

Ich bin im Besitz einer Landkartenzunge. Wusste ich lange nicht, bis ein HNOler dem Ding in meinem Mund diese Bezeichnung gab. Sie ist nicht glatt, sondern irgendwie differenzierter. Kleine Canyons und Schluchten sind auf ihr verortet. Ich mag sie. Sie ist magisch, denn irgendwie steht sie mit meinen Beinen in Verbindung.
Sie muss mit ihnen folgendermaßen kommuniziert haben:
Zunge: He ihr zwei Stängel da unten. Findet ihr nicht, dass es bei euch viel zu glatt läuft. Gähn. Muss ja langweilig sein so. Legt euch doch etwas Profil zu!
Beine: Oke, machen wir.
Zunge: He, ihr zwei Stängel da unten. Hat ja ein paar Jährchen gedauert bis ihr in die Puschen gekommen seid. Gut Ding braucht Weile. Aber gut gemacht! Schöne Landschaften sind entstanden, ganz abwechslungsreich. Ein Auf- und ab. Da geht doch noch mehr!
Beine: Oke, machen noch was.
Zunge: He ihr zwei ähm – Stangen da unten. Total motiviert! Respekt. Habt eure Landschaften mit dunklen Flüssen und Nebenflüssen und Bachläufen durchzogen. Die Schluchten noch etwas nachgearbeitet. Eins mit Stern! Fleißarbeit gefällig?
Beine: Oke, machen wir gern.
Zunge: Ho,ho,ho ihr seid stark!! In die Kniekehlen Mondlandschaften gezaubert und Trockenzonen angelegt! Wir sind ein super Team! Ihr dürft jetzt auch meinen zweiten Namen tragen: Landkartenbeine!
Beine: Okeeee!!! Sollen wir noch..
Ich: Nein, es reicht!! Genug der blühenden Landschaften! Ausreichend Klimazonen vorhanden.

PS: Ich mag sie – meistens 🙂

5 Gedanken zu „Hilfe, meine Beine verwelken

  1. So ein Mist, da hat die Zunge ganze Arbeit geleistet 😉 bin ja froh, dass ich meine Rückansicht nicht so oft sehe, die hat auch mehr als genug Landschaft für meinen Geschmack 😉 viele liebe Grüße, Bianca

  2. Wiedermal super geschrieben von dir, oder sollte ich sagen „be“schrieben?
    So ist das halt, mit dem Älterwerden, geht uns alle gleich… Fröhliche Grüße Brigitte

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