Wie Robinson Crusoe der auf schöner Wohnen macht

Gestern fühlte ich mich wie Robinson Crusoe. Während des Tages brach Stück für Stück mein soziales Leben weg. Eine Absage nach der anderen tröpfelte herein. Alle Gruppenaktivitäten pausieren. Eine sinnvolle Aktion. Von gefühlt „null auf hundert“ in die „soziale Isolation“.  28 Jahre währte Robinsons Eingeschlossenheit auf der Insel. Wir werden uns nur etliche Wochen, oder wenige Monate auf eine ruhigere Lebensweise einstellen müssen. Globale Entschleunigung. Eine Dafosche Insel benötigt jetzt auch kein Wasser mehr drumrum. Für manche wird sie durch eine Wohnungstür begrenzt, einen Gartenzaun oder eine Landesgrenze. Wie Abenteurer werden wir uns fühlen, beim Besuch des Supermarktes, der Arbeitsstätte. Alle Sinne offen für etwaige Gefahr. „Hat da nicht jemand gehustet?!!!“ Like Crusoe haben wir (Ich, mein Mann und eine Tochter) es uns auf unserem Eiland gemütlich gemacht. Der Holzschuppen wurde aufgeräumt, das Bad so sauber wie nie geputzt, der Garten in manchen Ecken auf Vordermann gebracht. Weitere Aktionen folgen, bei uns und vielen da „draußen“. Lese ich doch auf diversen Plattformen über Aktionen die Wohnung streichen, den Keller ausmisten oder einfach lang schon aufgeschobene Tätigkeiten des häuslichen Umfeldes in Angiff nehmen.
Unterrichtete der gestrandete Seemann nicht auch einen jungen Eingeborenen namens Freitag quasi per „homeschooling“. So. Jetzt mache ich einfach einen break. Bei diesem schönen Wetter da draußen schwinge ich mich auf das Fahrrad. Tanke Sonne und die positiven Vibrationen der erwachenden Natur. Genieße die Natur wie Robinson 🙂

 

3 Gedanken zu „Wie Robinson Crusoe der auf schöner Wohnen macht

  1. Wie wahr… daheim gibt’s soviel zu tun… und nur wenige Kilometer weiter eine ganze Gemeinde unter Quarantäne… es fühlt sich schräg an, trotzdem kann ich der Situation viel Gutes abgewinnen, zB. fünf frischgehäkelte Topflappen 😉

    Bleibt gesund und macht das Beste draus

    Vlg Andrea

    1. Wenn die erste Angstschockstarre überwunden ist, findet sich auch in der Ausnahmesituation eine gewisse Normalität ein. Ich lern auch mit der Zeit mit der „anderen Situation“ umzugehen. Gratulation zu deinen Topflappen Andrea! 🙂 Lass noch viele schöne Projekte folgen!

  2. Ich hab den Wald vor der Haustür, da hab ich mich heute ausgiebig rumgetrieben. Fichtennadelduft ist ja auch gut für die Atemwege und für´s Immunsystem, Bewegung sowieso. Und abends wird dann gehäkelt. Noch ein kleiner Tip: eine halbierte Zwiebel über Nacht neben das Bett legen, Zwiebeln ziehen Viren an. Das gute Stück nach 2 Tagen entsorgen. Wenn man´s geruchtechnisch verträgt…..
    Ich wünsche Allen Gesundheit und genießt die Ruhe, die wir uns oft zu selten genehmigen.

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