Archiv für den Monat: Juli 2015

Damit ich nicht ganz doof…

…vom Urlaub zurückkomme – ihr wisst ja, beim Nichtstun und Abhängen sterben Gehirnzellen ab 🙂 – habe ich mir heute etwas kulturelles reingepfiffen 😉
Bekannte Malerinnen gibt es ja leider nicht allzuviele. Welch Glück: In Murnau, 30 Gehminuten von der Ferienwohnung entfernt, gibt es das Haus von Gabriele Münter zu besichtigen. Sie bewohnte unter anderem 5 Jahre mit dem Wassily Kandinsky…

Münter
Münter 5
…dieses Haus, mit einem tollen Ausblick. Würde ich darin wohnen, könnte ich auch so tolle Bilder malen wie die Münter. Sicher, sicher 🙂
Da fotografiert werden durfte (ohne Blitz), kann ich euch jetzt meine drei Favoriten von ihr zeigen:

Münter Russenhaus
Münter 3
Münter 2
Tolle Bilder, wunderschön anzuschauen.

Münter 4
Der Garten war auch eine Pracht!

So. Kultureller Aspekt auf meinem Blog abgehakt 😉

Beim Wegfahren nimmst du…

…dich immer selbst mit. So ganz halt. Mit allem und so.
Bei mir im Reisegepäck ist heute der „schwere Schädel“ – Kopfschmerz.
Hallo!! Urlaub heißt Entspannung, 24 Stunden Dauererholung, Friede, Freude, Eierkuchen. Das Dingens mit dem Kopf passt nicht rein in’s Konzept. Ist aber so. Nicht krass aber lästig. Macht fast nix.

häkeln
Das runde Häkelornament wächst. Langsam aber beständig. Die blau-weißen Lappen hab‘ ich mir schon abgeschminkt 🙂 Wandern gehen und dabei häkeln ist selbst mir, multitaskingfähiger Frau, leider nicht möglich.

Häkeln 2
häkeln 3
Apropo. Im Hintergrund seht ihr den Stroh-/Lehmputz und ich muss sagen, er macht ein super Raumklima. Kurz, nur sehr kurz, habe ich darüber nachgedacht, ob es eine Option für zuhause wäre. Der Berg an Aufwand dafür wäre aber so groß wie der Himalaya – unbezwingbar.
Urlaub ist für mich: Nichts muss – alles kann.
So kann es schon vorkommen, dass viele Sehenswürdigkeiten nicht von meinen Augen gesehen werden. Sich aber ein Bänkchen am See des Öfteren an meinen Hintern schmiegt und ich mit den Enten per du bin.

holzbrett
Was ich euch nicht vorenthalten möchte, ist dieses schöne Teil. Es hängt in der Ferienwohnung, ist ein altes Holzbrett, welches mit Acrylfarbe (nehme ich an) bemalt wurde. Die Oberfläche wurde noch kreuz und quer eingeritzt. Aufgehängt an zwei Stahlseilen – ich kann nur sagen: Großes Kino!

So denn. Another day in paradise – ist fast vorbei 😉

Wo macht ein „richtiger Bayer“ Urlaub?

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Natürlich, dort wo’s am schönsten ist, in Bayern! Halber Scherz. In Bayern ist es wirklich sehr schön. Aber ab und an geht’s auch mal woanders hin. Nur im Augenblick nicht. Es ist Kurzurlaub in Bayern angesagt. Noch näher an den Bergen und Seen als sonst.

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Das ist unsere derzeitig Küche. Kommode mit integriertem Waschbecken. Klein aber fein. Mehr ist nicht nötig. Wandheizung und lehmverputzte Wände inklusive. Ohne den Lehmputz und die Wandheizung wären wir auch in die Ferienwohnung reingegangen 🙂

Mandala häkeln
Vom nahegelegen See farblich inspiriert.
Natürlich macht das halbe Gepäck die Wolle aus. Gern tausche ich ein Blüschen gegen ein paar Wollknäuel ein 🙂

Mandal häkeln
So mittendrin in „Bavaria“ überkam mich heute der Drang einen weißblauen Topflappen zu häkeln, mit eingestickter Weißwurst und einem Brezenaufhänger – halber Scherz. So ein weißblauer Lappen würde mir schon gefallen. Mal sehen, ob ich ihn auf die paar Tage hinbekomme. Wenn nicht dann halt nicht.

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Zum Schluß noch ein Bild vom Urlaubsort Seehausen am Staffelsee.
Diese Scheune, „Stodl“, ist nicht überflutet. Sie steht in den Fluten. Sie beherbergt nicht einen Traktor sondern Boote. Ja, genau. In Bayern lieben wir halt Scheunen. Ob für Trakoren oder Boote – egal!

So. Pfiadeich midanannd! 😉

PS: Wenn ich in Bayern Urlaub mache, werd‘ ich noch viel bayerischer als ich sowieso schon bin. Das machen sicher die vielen „Breissn“ aus, von denen ich hier umgeben bin 🙂

Was Wolliges und was Haariges

Natürlich gibt es in meinem heutigen Beitrag Bilder von unserem neuen, haarigen Mitbewohner auf vier Pfoten.

Katze (3)
Ratet mal wie er heißt: Terminator oder Stiffler? – Scherz 🙂

Katze (4)
Gestern sah er noch nach „Flecki“ aus. So ruhig und zurückhaltend, wie er war. Seit heute läuft er sich warm, im wahrsten Sinne des Wortes. Ein ungebremster Jungspund. Deswegen haben wir ihn kurzerhand umbenannt – in – oh Gott, wie langweilig und sehr wenig originell – „Felix“. Inspiriert für die Namensgebung hat uns eine eckige Schachtel, gefüllt mit Fressbarem. Man kann ja nicht in allen Lebensbereichen so kreativ sein. Manchmal ist das Banale doch noch am schönsten.

Katze (5)
Felix im Ruhestand – äh – Ruhezustand 😉

crochet doily (2)
Das ist der Rand. Der Übergang ist jetzt ein bisschen überraschend, zum Wolligen. Macht nix. Ups, oh wie peinlich. Ich seh‘ ein Katzenhaar auf dem Deckchen. Das hätten jetzt sicher viele nicht bemerkt, hätte ich es nicht erwähnt 🙂
Nochmal, macht nix.

crochet doily (1)
Das Deckchen ist für meine Schwester. ‚Hat sie sich gewünscht, in weiß, grün und rot. Farbentechnisch konnte ich bei ihr nicht mehr herausschinden 🙂
Sie hat sich gefreut und es ist schon rege im Gebrauch auf ihrem Küchentisch.

So. Das war’s für heute.

Jutta

21.45 Uhr

Es ist dunkel in der Wohnküche. Ich sitze auf dem Küchensofa und neben mir schläft erschöpft eine kleine handvoll Katze. Seit heute Nachmittag bei uns eingezogen. Aus dem Handy tönt sanfte Klaviermusik. Stumpi liegt unterm Küchentisch und der Göttergatte schläft auf dem Küchenstuhl. So schön und einfach kann das Leben manchmal sein.
Bis auf eine Mücke die lautstark durch die Küche schwirrt.  Morgen mache ich sie kalt.
Ups, jetzt muss ich zu schreiben aufhören, sonst geht die Romantk flöten. Ups, was rieche ich da in der stillen ruhigen Küche? Ganz gelassen ist einer Katze ein Fur.. Ihr wißt schon 🙂
Euch allen die ihr noch vorm „Internet“ sitzt: Gute Nacht und träumt was schönes.

Wie ein Fass ohne Boden …

… verhält es sich mit dem Garten und dem Gießen. Er vegetiert am Existenzminimum. Alle zwei Tage durchgießen muss reichen. In Ermangelung eines Brunnens muss das gute Leitungswasser herhalten. Der Rasen darf zur Trockenwiese werden.
Bei uns hat es seit langer, langer Zeit nicht mehr geregnet. Bisher hatten wir kein kühlendes Nass, aber auch keine Unwetter. Ich klopfe jetzt dreimal auf den Holztisch 🙂 .
Aber ab heute Abend soll der Umschwung kommen! Eine Kaltfront oder so ist im Anmarsch. Unwettergefahr – huhu. Ich als Gewitterschisshase und Hausdachwegfliegenseherin bin erstaunlicherweise noch ruhig. Mir geht diese Affenhitze gewaltig auf den Zeiger. Wenn ich nochmal im Radio Wörter wie: Supersommer, Königswetter … höre, mache ich … 🙂
Gemütlich im Garten arbeiten – geht nicht. Offene Fenster – geht nicht. Sich draußen bewegen ohne gefühlte 10 Liter an Schweiß abzusondern – geht nicht.
Aber heute, ja heute, war das Fass dann doch voll. Bei mir. Jawoll! Bei dem ewigen temperaturbedingten Rumgammeln – da mache ich nicht mehr mit. Ich wehre mich. Deswegen bin ich joggen gegangen. Die zwei letzten Wörter passen in dem Zusammenhang ganz gut zusammen 🙂 . Schnell habe ich mich nicht bewegt, dafür aber langsam und viel. Ein Widerspruch denkt ihr. Ich sage nein, denn nicht nur ich war zeitig unterwegs, sondern auch die Stechmücken oder “ blindn Brema“ wie man auf gut bayrisch sagt. Beißmücken wäre ein treffender Name für diese Mistviecher. Noch besser: beißende Mistviecher.
Stellt euch vor: Eine Frau mittleren Alters, sehr langsam joggend und wild auf sich einschlagend. Manch einer habe ich den Garaus gemacht mit einem gezielten Schlag auf mich. Manch eine war leider schneller mit zubeißen und sich vom Acker machen. Werde also rote und blaue Flecken von meiner Laufrunde davontragen 🙂 .
Aber meine vergossenen Schweißtropfen haben dazu beigetragen die Dürre in der Natur ein bisschen abzumildern.