Näh-Häkel-Projekt

Das gehäkelte Dingens unten soll mal auf eine Tasche drauf. Diese fabriziere ich mir aus dem grünen Vorhangstoff, nähe mir einen Shopper – äh – eine Einkaufstasche. Shoppen ist nicht mehr, ich geh jetzt wieder „Einkaufen“. Aktuell, bedingt durch die Carolamaßmahmen, haben wir monatlich 500 Euro weniger auf dem Konto. Das wird sich in den nächsten Monaten auch nicht ändern. Aber es könnte schlimmer sein und uns wird geholfen! Wir freuen uns über die drei Prozentige Steuersenkung. Yeah!
Eine Bekannte musste für ihr kleines Familienunternehmen Soforthilfe beantragen, denn es sind null komma null Aufträge vorhanden. Da diese Hilfe aber nicht ausreicht, hofft sie auf einen Kredit. Bei einer anderen geht im Familienkreis ein angestammtes Unternehmen derzeit vor die Hunde.
Ja, das alles bewerten wir nicht über, denn unseren Volksvertretern geht es gut. Sie freuen sich aktuell über eine Diätenerhöhung. Freuen wir uns mit ihnen. Gönnen können.
Und jetzt habe ich mich schon selbst zensiert. Anstatt Volksvertreter wollte ich Volksverblöder schreiben. Habe es rausgenommen und hiermit wieder eingefügt.





7 Gedanken zu „Näh-Häkel-Projekt

  1. Man muss es verstehen. Diese Herrschaften setzen sich unermüdlich Tag und Nacht für unser Wohlergehen ein, das will belohnt werden. Da darf der Sklave nicht so kleinlich sein und die meisten scheinen ja noch ganz zufrieden mit den Bröselchen, die von des Herren Tische fallen. Übrigens, in früheren Zeiten mussten Sklaven mancherorts Masken tragen als Erkennungszeichen. Ein Schelm, wer…… Aber sscht, das ist doch heutzutage nicht mehr üblich. Nö, also echt ned.
    Ich sag nur: Häkelauge sei wachsam!

    1. Kritisches Hinterfragen war doch schon mal angesagt. Lang, lang ist es her. Schöne neue Normalität äh Welt. Claudia – wir zwei Verrückten 🙂

  2. Hihi, ihr seid ja ganz schön bissig. Aber wer Recht, hat Recht. Ist nicht zu verwechseln mit Rechte. Von wegen zum Wohle des Volkes. Obwohl…. die Politiker sind ja auch das Volk und ganz schön viele, wenn man sich diesen Wasserkopp mal anschaut.
    Die großen grapschen und die kleinen müssen schauen……
    Aber zu den Masken: bei den Römern haben die Volksvertreter mal darüber diskutiert, die Sklaven zu kennzeichnen (so dass man sie überfahren kann, wenn sie mal im Weg stehen und es nicht aus Versehen ein Freier ist). Das wurde abgelehnt, weil man befürchtete, dass sie dann erkennen würden, wie viele sie sind und sich evtl. gegen die Herren auflehnen.
    Sind wir schon solche Schafe, dass man vor uns keine Angst mehr muss?
    In diesem Sinne, lasst uns weiter bissig sein. Ich bin lieber Wolf als Schaf 🙂
    Liebste Grüße aus dem Norden.
    Gabriele

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