Ich bin „famous“ denn…

…ich habe einen Assistenten. Der ist total engagiert, fast übermotiviert. Kaum greife ich zu Häkelnadel und Wolle, steht er schon auf der Matte, prüft die Garnqualität durch einen äußerst effektiven Beißtest. Nur das beste, stabilste Material soll verwendet werden. Kaum zu bremsen, manchmal auch gar nicht und dann muss ich ihn entlassen äh vor die Tür setzen. Am kreativsten ist er nachts. Da hat er die tollsten Ideen. Er fabriziert kunstvolle Wollobjekte und baut dabei den Tisch, Stühle… ein. Ganz normale Alltagsgegenstände erhalten einen künstlerischen Charakter. Mit wenig Material (1 Knäuel) umwickelt er den Tisch, den Stuhl bildet einen Ausläufer in den Flur und ab ins obere Stockwerk. Er denkt groß! Ein Verhüllungskünstler auf vier Pfoten. Ich liebe ihn und manchmal hasse ich ihn in Momenten, wenn er mich zu seiner Gehilfin degradiert, die ihm nachräumen muss, auf allen Vieren.

Katze (1)

„Ich denke mal, es ist eine Qualitätskontrolle von Nöten!“


Katze (4)

„Ja. Das Material ist gut verwebt, liegt angenehm im Mund – äh – Maul und Fäden lassen sich nicht leicht ziehen. Äh, ich verschärfe den Test noch und bearbeite den Stoff noch mit allen vier Pfoten!“


Katze (5)

„Ts, ts. Die Kerzen sind nicht optimal ausgerichtet!“


Katze (6)
„Muss der nicht vielleicht mal wieder gegossen werden?“

4 Gedanken zu „Ich bin „famous“ denn…

  1. Habe herzlich gelacht und kann alles genauestens nachempfinden, denn ich verfüge über ganze VIER (4) Assistenten! Die Älteste hat sogar den Sabbertest eingeführt (hat mit 18 leider schon ein paar Beißerchen verloren)… Weiterhin viel Spaß mit deinem Assistenten, Marjan

  2. Dein Post war Balsam für meine Seele und hat mir doch glatt ein Lächeln entlockt – bin nämlich noch traumatisiert vom Elternsprechtag diese Woche, wegen dem daheim jetzt auch dicke Luft herrscht 😉

    LG Sandra

  3. Wie meine 3 Vorposterinnen kann auch ich herzlich lachend alles nachvollziehen.
    In meinem Nähzimmer liegen auch immer Stoffstücke auf dem Boden, damit die Herrschaften was zu tun haben. Wenn Fremde kommen, heben sie die Stücke immer auf, bis ich sie aufkläre.
    Immerhin darf ich inzwischen ohne Kontrolle zuschneiden.
    LG Brit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.