Alle Beiträge von Jutta

Puh!

Kissen in trockenen Tüchern. Fertig. Hm, soll ich  schreiben dass jede der drei Töchter nun eines von mir auf dem Sofa, der Couch… liegen hat. Nö. Das muss nicht noch vertieft werden. Meine Privatsphäre soll schon noch ein bisschen privat sein.
Hm. Also schreibe ich auch nicht über den 24jährigen VW Bus mit 250000 Kilometern auf dem Buckel, der unsere Garage bereichert. Innen zum drin wohnen ausgebaut und derzeit ohne TÜV. Mann liegt mehr unterm Auto, als im Bett. Rostlöcher zuschweissen. Also, mein Fahrzeugbestand bleibt privat.
Soll ich über meine Wechseljahre berichten. Dem Auf und Ab der Emouschens. Das Ab ist nicht mehr so tief ab und… Uhh, das lass ich lieber. Gibt evtl. komische Blicke. Sollte mich, eine mir relativ unbekannte, ich ihr aber sehr gut bekannte, Leserin mich z. B. beim Einkaufen sehen. Taxierender Blick: Na, wie ist denn gerade ihr Hormonstatus. Kurz vorm Durchdrehen oder…
Ganz bestimmt schreibe ich nicht über meinen Fehltritt, ein Insektenvernichtungsmittel bestellt zu haben. Nö, das muss keiner wissen, dass ich den Buchsbaumzünsler im Garten mit der Chemiekeule abmurksen wollte, weil er mir meine großen Kugeln… anfrisst und wahrscheinlich langfristig dem totalen Ende zuführt. Werd doch nicht in aller Öffentlichkeit rumlabern, dass ich einmal Gift auf den Buchs gesprüht habe. Oh nein! Mein verwerfliches Verhalten darf nicht die Runde machen. In den Augen vieler bin ich ja so eine Ökotussi. Bio und Gift – no go. Sicherlich berichte ich nicht darüber, dass ich jetzt einfach gar nichts mehr Bekämpfendes in die Wege leite um den zünselnden Zünsler zu vertreiben. Wenn die wirklich schönen und prächtigen Pflanzen sterben sollten – mein Gott, dann ist es halt so. Es verändert sich. Vielleicht bau ich mir in die freie Ecke dann eine nette Sitzgelegenheit. Die 5millionste. Hu, bei vielen stünde ich als leidenschaftslose, nicht durchgreifende, schnell das Handtuch werfende, nicht konsequente Gärtnerin da. Eine, die sich für langjähriges nicht einsetzt, keinen Aufwand betreibt, keinen Finger krumm… Menno! Diese Fakten trage ich in mir und nicht in die Weltöffentlichkeit. Menschen die viel von sich preisgeben sind ja meschugge. In der heutigen Zeit, da kann weiß der Geier was mit den Informationen passieren. Nur die doof Defizitären posaunen ihr privates in die Welt. Ich nicht 😉 . Definitiv.
Was bleibt mir dann noch? Hm. Fällt mir im Augenblick nichts ein. Oke. Dann schreib ich in diesem Beitrag einfach mal fast nichts.









Eine wiederkehrende Frage nach:

Schotter, Geld, Diridari, Penunse, Cash…
„Du verdienst mit deinem Blog Geld!? Hast doch viele Klicks, Besucher…“ Äh nein. Ich bin nicht Youtube. Bei mir klingelt nicht bei jedem Aufruf die Ladenkasse. Nö. Mein Blog ist ein Draufzahlergeschäft. 120 Euronen berappe ich jährlich für mein Hosting. Weil ich mir das Wert bin und so. Habe keine Werbung am Laufen. So fest verankerte Einblendungen in der Sidebar sind nicht mein Ding. Will ich nicht. Kooperationsanfragen (wir geben dir Wolle und du berichtest darüber) von Wolldealern, Handarbeitsshops… sind ins Nirwana gelaufen. Bin halt nicht für nur nen Appel ohne Ei zu haben.
Ein Handarbeitsblog ist vergleichbar mit der Altenpflege in der realen Welt. Viel Engagement und Einsatz für fast nichts. Das ist jetzt nicht jammern. Das sind Fakten.
Es ist mein Hobby. Kann liefern wann und was ich will. Freiheit. Meine Wollpäckchen finanziere ich aus der eigenen Hosentasche. Muss mich nicht zum Dödel für einen Shop machen. Didel dadel dum. 
So. Und jetzt noch Fotos von meim Haus innen drin. Da wird die Bude voll, mit den vielen Besuchern. Eintritt frei 😉















Gartenökostreber

Viel Grün ist im Garten vorzufinden. Mit meiner Toleranz dem Wildwuchs gegenüber, liege ich voll im Trend. Vor zwei Jahren hätte er noch als verlottert und ungepflegt gegolten. Heute ist er „in“. Ergo, bin ich kein Gartenökostreber. Der grüne Mainstream spielt mir in die Hände. Puh Glück gehabt.
Die Kampagne „Rettet die Bienen“ finde ich nur grenzwertig gut. Gerettet werden muss alles Kleinstkrabbelgetier. Die Asseln, Wanzen, Schaben, Mücken, Mistkäfer, Spinnen… und noch viel mehr „ekliges“ Käferzeugs. Inspiriert durch die mediale Artenvielfaltthematik dürfen jetzt mehr Gartenecken sich dem Wildwuchs hingeben. In jeder Ecke quasi ungebändigte Entfaltung. Schon sehr spannend, was sich so alles entwickelt. Frequenztechnisch bin ich dort auch recht häufig unterwegs. Vom eigenhändig bepflanzten Gartenrest weiß ich was ich zu erwarten habe – dort: surprise surprise!
Zu unserer Freude treibt sich dieses Jahr wieder ein Igel im Haus umgebenden Grün herum. Unter der Buchsbaumhecke hervor hat er mich angehustet, oder wie auch immer man die Igelgeräusche bezeichnet. Welcome kleine Flohkiste! Auch die Flöhe wollen überleben – „Rettet die Flöhe“ 😉



















Im flow

Bin gerade im Aufwind, federtechnisch gesehen. Die Dinger verleihen mir förmlich Flügel. Zwei sind fertig. Quasi slow flow 😉
Wer die luftigen Wollfedern auch fabrizieren möchte, gibt auf Youtube folgendes ein: plumas de colores en macrame. Gutes Tutorial auf Spanisch. Macht nix, da alles Schritt für Schritt gezeigt wird.
Was ich mal loswerden will: Ihr seid wirklich sehr angenehme Blogwegbegleiter! Ohne Scheiß jetzt. Wenn mich mal ein Mittteilungsbedürfnis überkommt und ich, frei von der Leber weg, meinen Senf zu diversen Diversitäten in die Tasten kloppe, lest ihr es und gut ist. Denkt euch euren Teil und lasst mich einfach. Höre nur angenehmes oder berechtigt anderes. Das finde ich gut und schön und sag: Weiter so. Auf die nächsten… 🙂





Eine Sichtweise – meine

Ab und an habe ich Kontakt mit jüngeren Schulkindern. Meine sind ja Gott sei Dank schon lange dieser Phase entwachsen. Und häufiger Kontakt zu richtig alten Menschen ab 40. Scherz. Nein, die Youngster sind die 70jährigen und die Älteste maschiert flott auf die 100 Jährchen zu.

Zurück zu den Kindern. Heute erzählte mir ein achtjähriges Mädchen, dass gerade mal 1% der Schokolade fair gehandelt werden würde. Hat sie in der Schule erfahren. In den restlichen 99% stecke auch viel Kinderarbeit.
Ups , dachte ich mir. Ich kaufe mir schon mal eine unfair gehandelte, aber auch faires Hüftgold. Muss mich gleich rechtfertigen. Mit 8 Jahren war ich nicht über die sozialen Krisenherde der Welt informiert. Mich interessierte damals nur, was das wöchentlich die Ortschaft abklappernde Bäckerauto so in der Süßigkeitenkiste geladen hatte. Das verdrückte ich ultra schnell und schnorrte anschließend meine jüngere Schwester an. Irgendwie unbeschwert war das. Für das Mädchen nun ist der Schokokonsum nicht mehr unbeschwert. Wenn nicht der böse, böse Zuckerzeigefinger um sein Haupt kreist, dann sieht es hinter seinem Schokohasen vielleicht ein armes Kind stehen. Bürden wir unseren Kindern zuviel Wissen auf? Muten wir ihnen etwas zu, was zu einer Zumutung wird? Schwere Last auf zarten Schultern. Da tun sie mir leid. Ein anderes mal denke ich: So jung und spricht schon wie ein erwachsener Klugscheisser. Den Kinderhörfunk kann ich mir nicht geben. Die Themen sind schon oke. Wenn Kinder anrufen um auf gestellte Fragen des Sprechers zu antworten, könnte ich regelmäßig kot… Wie wohlartikuliert sich siebenjährige äußern – der Wahnsinn. Könnte glatt ein Vierzigjähriger oder eine Vierzigjährige sein. Wo ist das Kindliche geblieben? Manchmal komme ich mir neben Schulkindern regelrecht doof vor. Ich, mit meinem Muhaha und einem eigenen bayrischen Satzbau… „Die Welt in Kinderhände, dem Wahnsinn ein Ende..“ oder so ähnlich lautet ein Liedtext. Bitte nein! Vor den daraus resultierenden Erwachsenen gruselt mich ein bisschen.  Kinder dürfen in jungen Jahren unbedarft und doof und laut und unkontrolliert sein. Wenn sie größer werden dann soll der Verstand mehr die Oberhand gewinnen. Vorher müssen sie losschreien dürfen, wenn etwas nicht so läuft wie gewollt. Ich will keine großen Grundsatzdiskussionen mit den kleinen Scheissern führen. Will ihnen nicht korrekt die Welt erklären und ihnen die Lust auf einen Schokoriegel aus dem Supermarkt nehmen, ihnen die ach so böse, böse Welt vor Augen führen. Wie der Hase läuft, merken sie schon noch früh genug. Sie dürfen rülpsen und laut lachen darüber. Sich einen Furzwettkampf liefern…

Wie herrlich entspannt ist da der Umgang mit betagten Senioren. Da entfleucht schon mal ein Pups und jeder nimmt es gelassen. Oke, manche hören ihn nicht…