Holzschuppendeko. Viele Jahre hat die gehäkelte Girlande auf dem Buckel. Die meiste Zeit davon verbrachte sie in der Schublade. Sie kann jetzt kurz aufatmen, den Sommer genießen. Im Herbst wird sie weichen, um Brennholz Platz zu machen. Dann geht es wieder in die Versenkung bis… Auch hier im Lande hat etwas Neues das Licht erblickt. Seit Januar diesen Jahres dürfen Männer im Alter von 18-45 Jahren, das Land für länger als drei Monate, nicht mehr ohne Genehmigung verlassen. Diese müssen sie sich beim Karrierecenter der Bundeswehr einholen. „Hallo Bundeswehr, darf ich für drei Monate ins Ausland verreisen? Bitte, bitte!“ Wurde medial nicht an die große Glocke gehängt. Macht nix. Wir Bürger brauchen ein bisschen Erziehung und eine starke Leitplanke. Ich sag artig „Danke“ dafür.
Obwohl ich fast gestrickten Spüllappen den Vorzug geben würde, häkel ich mir welche. Das Karomuster gefällt mir so unglaublich gut. Ich bin begeistert. Gar nicht begeistert mich der Vorschlag der BundesreGIERung – sorry Rechtschreibfehler – Frauen die sich vollumfänglich um ihre Kinder kümmern und keiner, oder nur einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen, aus der Familienversicherung herauszunehmen. Mit 225 Euro monatlich sollen sie sich künftig selbst versichern – sollte das Vorhaben durchgesetzt werden. Tja, das fördert ja immens den Wunsch, Kinder in die Welt zu setzen und ist enorm familienfreundlich. Tja, da werden Zahnbehandlungen, künstliche Befruchtungen und vieles mehr, vollständig von den Krankenkassen übernommen, für viele, viele Menschen, welche noch nie in unser Gesundheitssystem eingezahlt haben. Tja, irgendwie muss das alles ja finanziert werden. Tja, einer Gesellschaft, der Kinder und Alte nichts wert sind, ist verloren. Tja, ich weiß nicht warum, in mir kommt eine Empfindung auf: Grenzenlose Verachtung.
Ich sitz hier nett am Küchentisch. Das Gingham-Muster-Spültuch ist gerade fertig geworden. Mit einer Tasse Kaffee und dem interessanten Podcast von „B&B #153 Burchardt und Böttcher. Deutsche in Mangelhaft: Die Mittelschicht wird Dünger“, war es ein schönes vor mich hinwerkeln. Also. In dem obigen Beitrag ging es unter anderem um die evtl. kommenden Auswirkungen des Irankrieges, bezüglich Energieverknappung und daraus resultierendem Düngemittelmangel. Voraussichtlich steigen nicht nur die Spritpreise weiter an, es kann sich auch in den Lebensmittelpreisen niederschlagen. Nicht nächste Woche, aber in ein paar Monaten könnte die Krise spürbarer sein. Je länger die Auseiandersetzung andauert, umso gravierender… Ist es an der Zeit, sich bewußt zu werden… …dass es sein könnte, daß so manches mal nicht mehr so einfach aus dem Supermarkt geholt werden kann? …dass es sich lohnen würde, sich nicht einen englischen Rasen ins Grundstück zu zimmern, sondern sich Gemüsebeete anzulegen? …dass es an Zeit ist, sich einen Vorrat für „schwere Zeiten“ anzulegen? …dass es auch für uns zu einer Krisensituation kommen kann? Sollten wir uns dessen bewußt werden, oder übertreibe ich da? Was denkt ihr?
…von der bescheidenen Regierendenkompetenz – sag ich mal so. Was tun, wenn der gesunde Menschenverstand abhandengekommen ist? Hm. Se am Oarsch legga lassn und sich einer schönen Häkelei zuzuwenden ist eine Option. Eieieieiei. Hab mir die „Osterdeko – Ei“ Anleitung aus der seitlichen Rubrik geschnappt und des Gaggerl a bissl verändert. In netten Pastellfarben und dem Rüscherlrand is es a gwandte Sach. Dieses Jahr macht es mir Freude runde Dinger zu fabrizieren. Wenn es schon im Lande nicht rund läuft, muss ich eingreifen. Christbaumkugeln in Massen und nun die Eier, die ein Hase legt. Dank mir, läuft es wieder… Aiso. Ich hab in jede Masche (mit denen die zwei Eihälften zusammengehäkelt worn san) eine Kettmasche, zwei Luftmaschen und eine Kettmasche in die erste der beiden Luftmaschen, gehäkelt. Hab den Rand quasi auf die „Rückseite“ des Ei’s fabriziert – da wellt er sich nicht nach vorn und liegt schön glatt. Ich weiß, das liest sich kompliziert. Probiert es einfach aus.
Raus in die Natur, in den Garten, den Wald. Auf der Gartenbank sitzen und Sonne tanken – ohne Lichtschutzfaktor, ganz unsicher – ja! Der Knoblauch wächst, die ab geschnittenen Plastikflaschen bieten den Salatpflänzchen Schutz vor Kälte. Im Gewächshaus ist bereits die Feldsalatsaison durch und jetzt geht es dem Postelein ans Grün. Viele Jahre stand es über die Wintermonate leer – naja, mit Gartengerätschaften befüllt – quasi unbepflanzt. Diese Zeiten sind vorbei. Feldsalat, Winterkopfsalate und Postelein beleben den Boden über den Winter. Ab Februar landet wieder frisches Grün auf dem Teller. Von fünf frisch gepflanzten Blumenkohlpflanzen segneten zwei bereits das Zeitliche – irgendein Schädling. Egal. Manches gedeiht, anderes nicht. Die Wühlmaus ist auch wieder am Start. Egal. Hab diesbezüglich die Flinte ins Korn geworfen. Versuche mich mit ihr zu arrangieren. Aber – es könnten auch aus einer oder zwei, zehn oder zwanzig werden. Ganz schlimm könnte es werden. Egal. Oder es kommt ganz anders und sie ist einfach mal weg. Das Gartenleben ist nicht sicher. Aber das ist das Leben im allgemeinen nicht. Überzogenes Sicherheitsdenken hat einen hohen Preis – es kostet die Lebendigkeit, quasi das lebendige Leben. Siehe die Coronajahre mit Isolation, Abstands-, Desinfektionszwängen… Meine Wühlmaus heißt ab heute Hubert. Ist doch gleich viel netter und persönlicher. Ein „Hubert“ hat doch auch ein nettes Leben verdient 😉
Hier kommt die Anleitung für das Ei auf dem ersten Foto. Hab es mit Baumwolle gearbeitet. Die auf dem zweiten Bild sind aus Acrylwolle fabriziert, mit derselben Anleitung. Diesmal ohne Perle und mit drei Bobbeln. Fangen wir an. Das Ei wird mit festen Maschen gearbeitet.
1. Reihe 5 Luftmaschen anschlagen und 4 feste Maschen häkeln.
2. Reihe Die erste und letzte Masche verdoppeln = 6 Maschen
3. Reihe Ohne Zunahme = 6 Maschen
4. Reihe Die erste und letzte Masche verdoppeln = 8 Maschen.
5. Reihe Ohne Zunahme = 8 Maschen.
6. Reihe Die erste und letzte Masche verdoppeln = 10 Maschen.
7. Reihe Nur die fünfte Masche verdoppeln = 11 Maschen
8. Reihe Keine Zunahme = 11 Maschen
9. Reihe Keine Zunahme = 11 Maschen
10. Reihe Keine Zunahme = 11 Maschen Am Ende dieser Reihe keine Steigeluftmasche häkeln.
11. Reihe Die ersten beiden, sowie die letzten beiden Maschen der Reihe zusammenhäkeln = 9 Maschen.
12. Reihe Ohne Abnahme = 9 Maschen. Am Ende dieser Reihe keine Steigeluftmasche.
13. Reihe Die ersten beiden, sowie die letzten beiden Maschen der Reihe zusammenhäkeln = 7 Maschen.
14. Reihe Ohne Abnahme = 7 Maschen. Am Ende dieser Reihe keine Steigeluftmasche.
15. Reihe Die ersten beiden, sowie die letzten beiden Maschen der Reihe zusammenhäkeln = 5 Maschen.
16. Reihe Ohne Abnahme = 5 Maschen. Am Ende dieser Reihe keine Steigeluftmasche.
17. Reihe Die ersten beiden, sowie die letzten beiden Maschen zusammenhäkeln = 3 Maschen.
Fertige noch ein zweites Teil an. Bei diesem schneidest du am Ende nicht den Arbeitsfaden ab, denn damit werden jetzt beide Eihälften zusammengehäkelt. Dabei immer in die Knötchen am seitlichen Rand einstechen – siehe Foto unten. Und – die Abstände zwischen besagten Knötchen sind zwar groß, aber wenn die Maschen nicht zu fest gearbeitet werden, ergibt es eine schöne Rundung. Am oberen und unteren Ende des Häkelstücks die jeweils vier festen Maschen vom Anfang und die drei festen Maschen vom Ende zusammenhäkeln. Probiert einfach aus – vielleicht gibt es für euch eine bessere Variation. Mutig sein 😉
Wenn nur noch eine kleine Öffnung vorhanden ist, die Füllwatte oder die Wollreste reinstopfen.
So. Häkel noch drei Luftmaschenketten mit ca 20-23 Luftmaschen, zwei oder drei Bobbel (für diese findet sich im Netz sicher ne Anleitung) und drei Blätter.
Blatt: 7 Luftmaschen anschlagen. In die zweite Luftmasche ab Nadel 1 feste Masche, dann in die folgenden Luftmaschen: 1 halbes Stäbchen, 1 Stäbchen, 1 Stäbchen, 1 halbes Stäbchen, 1 feste Masche und noch eine Luftmasche. Mit dieser kommen wir um die Ecke. Auf der gegenüberliegenden Seite das gleiche Prozedere. Am Ende der Reihe wird statt der Luftmasche eine Kettmasche in das Knötchen an der Spitze gehäkelt.
So. Nun einen Wollfaden als Aufhänger anbringen und mit Heißkleber, oder einer Nähnadel die Luftmaschenketten befestigen. Nur oben an der Spitze leicht fixieren, das reicht.
Nun noch die Blätter und Bobbels dranzimmern – fertig!