Wanddeko bohomäßig

Also. Ich arbeite mich immer noch an dem Kissen für eine meiner Töchter ab. Es wächst nicht übermäßig, aber immerhin. Für den Erhalt der Häkellust bin ich auf Youtube stöbern gegangen. Das Spiralgranny wollte ich ja irgendwie schon immer mal crocheten. Zunächst sollte es ein Untersetzer werden. So ohne Schnickschnack war er geschmackstechnisch noch nicht so ganz auf meiner Wellenlänge. Habe im nächsten Schritt des Aufpimpens mal begonnen Fransen anzuknüpfen. So ein fransiges Bohodeckchen wäre schon schön dachte ich. Halb bestückt, kam dann die zündende Idee, es so „halbfertig“ mal lässig an die Wand zu pinnen. Yeah. Jetzt surfen der befranste Spiralgrannywallhänger und ich auf einer Welle. Die Beachboys singen und Baywatch Hasselhof klatscht Beifall dazu.

Sollte jemand von euch gern mit mir auf den Wellen herumcruisen, dann auf Youtube folgendes Codewort eingeben: How to Crochet a Spiral Granny Square“ 😉

PS: Ich weiß, die Reisnägel sehen bescheuert aus. War zu faul um nach besserem Befestigungsmaterial zu suchen. Kann noch werden oder auch…
















Moduswechsel

Nicht mehr ratzifatzi sondern halt das Gegenteil davon. Schön slowly, sozusagen. I do it langsam. Mehr Gedanken dazu mache ich mir nicht. Weniger denken kann auch ganz entspannend sein. Schöner Nebeneffekt in den mittleren Jahren. Wenn die weiblichen Hormone in den Keller sinken, der Damenbart zu sprießen beginnt und eine entspannte (nicht immer, aber manchmal schon öfter) männlich angehauchte Sicht sich in einem breit macht. Jetzt im Augenblick zumindestens. Was Morgen ist – keine Ahnung. Klingt doch recht maskulin.
So. Ganz Cowboylike schabe ich mir ein paar üppig sprießende Härchen von der Oberlippe. Ich habe sie bisher glatt übersehen. Bin doch nicht doof und setze mir immer die Lesebrille auf die Nase, bevor ich in den Spiegel gucke. Das Älterwerden macht es einen auch leicht und legt einfach einen Weichzeichner über die Augen. Einer scharfsichtigen Tochter ist meine Veränderung der Gesichtsbehaarung aufgefallen. Ihr zuliebe schabe ich jetzt ein paarmal zwischen Nase und Oberlippe herum. Lasse den Bart auch schon mal ein paar Tage länger stehen. Sieben-Tage-Bärte finde ich total sexy. Jetzt auch an mir. Irgendwann hat sie sich daran gewöhnt und kennt mich nur noch mit Bart. Cool nicht wahr?! Und voll männlich entspannt 😉

Die Farben meines jetzigen Häkelprojektes sind nicht ganz gewöhnlich für mich. Klar! Eine Tochter hat die Wahl getroffen. Wird in hoffentlich naher Zukunft ein Kissen für ihre Wohnung. Bei mir überschlägt sich die Buntheit. Und kein Ende in Sicht. Never and never and neverever 🙂
















Habe ich schon so lange nicht mehr gemacht: Wünsche euch einen schönen Sonntagabend 🙂

Beam me up…


… oder beam mi woanders hin. Jetzt nicht, aber der Moment kommt sicher wieder. Augenblicklich versuche ich mich im Selbstsezieren äh Selbstreflektieren. Warum überkommt mich der Drang, hier mal mehr oder weniger ausführlich, meine Woll- und Lebensangelegenheiten auszubreiten? Also, im realen Leben übersehen viele, dass ich neben sehr guten Zuhörohren auch noch einen Sprechmund habe. Dieser kann Sätze mit mehr oder weniger verständlichen Inhalten bilden. Das checken manche nicht. Gattung Labertasche.
Taschen find ich ja schön. Wenn sie locker an einem dranhängen. Befüllt mit allerhand Nützlichem, begleiten sie angenehm so manchen Ausflug, Reise… Die Labertasche allerdings hängt an mir dran wie ein Zentnersack Mehl. Prall gefüllt mit Worten über das eigene Taschensein. Wiegt schwer und ist dauernd am Kreisen um sich selbst. Nur manchmal hält sie inne und startet einen Kommunkationsversuch mit mir. Stellt mir eine Frage. Ich antworte freudig. Yeah, denke ich, die ist doch nicht so ein Spruchbeutel. In der steckt doch noch was anderes drin. Und dann habe ich zum Beispiel gesagt, dass ich mir ein neues Buch gekauft habe. Ich mich darüber freue, dass es so schön ist und dann sagt die, ihr wisst schon wer, dass sie ein Buch habe das der absolute Renner ist, welches ich unbedingt lesen muss. Das so toll ist. Sie hat somit mein schönes Buch kleingequatscht, bis es nicht mehr vorhanden war. Sie hat mich und mein Büchlein einfach weggesteckt, eingesackt. Puff.
Labertaschen hängen auch an der Strippe, am Telefon. Pst, nicht weitererzählen: Ich halte manchmal den Hörer ganz weit weg von mir, zähle bis drei, aber ganz langsam, brumme dann ein „hm, aha“, strecke den Hörer weit weg, zähle bis drei…
Die sicherste Methode, um von diesem Gelabbere loszukommen ist, ganz brutal ins Wort zu fallen und von sich zu erzählen. Hilft immer. Ist wie ein gutes Mückenspray. In null komma Nix muss das Gegenüber nämlich Schluß mit Quatschen machen weil, weiß der Geier was. Jetzt wisst ihr warum ich hier schreibe: Ich will ja auch nur mal zu Wort kommen!!! 🙂

Jo

Jo, der Hockerbezug is feddisch. Aus Acrylgarnresten fabriziert. Einfach mal Wolle aus dem Vorrat geholt, losgelegt, geguckt wie weit die Wolle reicht und improvisiert. Gute Vorgehensweise. Immer ein bisschen „surprise, surprise“. Ein Projektanfang mit unabsehbarem Resultat. Die Ergebnisse sind oft die bleibend Schönen. Wie ein guter Film. Spannend von der ersten Masche äh Sekunde an.












german crochet blog

Mit dieser Überschrift liege ich immer richtig. Quasi die Notfalllösung für fehlende Einfälle.
Und sonst? Ups – ich stelle mir schon selber Fragen! Crazy! Ja, Jutta, ich habe mal das Wollpaket abgelichtet. Spontan dachte ich mir: Hä? Wer hat das bestellt? Ich? Ja, wird sonst kein anderer gewesen sein. Die aktuelle Mond- und Hormonlage nicht berücksichtigt und schon kommt sowas heraus. Jetzt möchte ich lieber buntbunt mit frischen Farben. Tja, da muss ich durch und gut kombinieren 😉