Potholder

Damit es nicht brenzlig wird für die Fingerchen. In diesen hoten Zeiten (Außentemperatur aktuell 34 Grad) ist an Kochen nicht zu denken. Yeah!  Für kühlere Tage, wenn der Ofen wieder in Betrieb genommen wird, dann… Doch, da fällt mir ein brandheißer Verwendungszweck für den Topflappen ein: Krasse Menschen, die sich bei diesen Temperaturen in die Sonne knallen, können sich gegenseitig mit diesem Küchenutensil wenden, bevor sie ankokeln 😉







Tischdecke umborteln fühlt sich…

…an wie einen Marathon zu laufen. Endlose lange Runden vor sich. Am  Ziel, freudentaumelnd den letzten Faden vernähen. Stolz auf seine Leistung und auf das eigene Durchhaltevermögen. 
So wird es sein. Sicher. Das Ziel ist noch nicht erreicht, aber immerhin schon in Sichtweite. Werde meinen Zieldurchlauf zelebrieren: mit hocherhobenen Armen, die Tischdecke in Händen, drehe ich eine Runde durchs Dorf. Die Decke flattert hinter mir. Werfe mich auf die Knie vor Erschöpfung. Ganz Olympialike. Sure 😉







Versuch eines unpersönlichen…


…Beitrages. Manche Menschen, die mich nur in der realen Welt kennen, sind erstaunt über mein Geschreibsel hier. Sie hätten mir soviel persönlichen Output nicht zugetraut. Vielleicht vermutet mancher von ihnen ein inneres Defizit, ein anderer Blauäugigkeit im Umgang mit sensiblen Daten, Informationen… Ergo, hab ich ein bisschen nachgedacht über mein Öffentlichkeitsverhalten.
Also. Ich starte einen Selbstversuch. Schreibe hier, jetzt und heute so, dass keinerlei Rückschlüsse auf mich möglich sind.
Los geht es:
Hallo liebe Leserinnen und Leser. Hm. Das „liebe“ entferne ich. Könnte als einschmeichelnd verstanden werden, um die Lesergunst werbend.
Hallo Leserinnen und Leser! Hab mir im Gebrauchtwarenlad – stop – wird gelöscht. Eventulle Rückschlüsse auf meine monitäre Situation, meine Lebenseinstellung und mein Konsumverhalten möglich. Die Tischdecke entferne ich vorsorglich auch noch. Vermittelt ein Bild über meinen Wohnstil.
Umhäkle sie mit einer Borte. Uff – geht gar nicht der Satz. Alle wissen, was ich in meiner Freizeit mache. To much information. Wird ganz deleted.
Mehr Text  – nein! Mit jedem Wort gäbe ich Essentielles preis.
Also mein unpersönlicher Blogbeitrag lautet:
„Hallo Leserinnen und Leser! Habe etwas gekauft“ Hm. Oh Gott! Es sind immer noch Rückschlüsse möglich. Sorry, jetzt muss ich alles löschen aus persönlichen Datenschutzgründen.
Es bleibt nichts. Das ist sehr wenig. Scheiss drauf. Bisheriges Verhalten reflektiert, für gut befunden und weiter in dem Stil 🙂





Nicht R2D2 sondern T4

Vielleicht sind ich und der Mann ein Paradebeispiel für die aktuellen „Lebensmittleren“. Kinder aus dem Haus. Hund ins Haus. Campingbus angeschafft. Andere kaufen sich in diesem Abschnitt Motorräder, trennen sich, legen sich neue Partner zu, ziehen beruflich die Handbremse und machen was in Yoga, Entspannung, Ganzheitlichem… Dem Geldbeutel geht nicht mehr so schnell die Puste aus, da der Nachwuchs ziemlich auf eigenen Füßen steht. Also: Hello Freiheit, was geht?!
Kinder müssen nicht mehr kutschiert werden.  Jetzt wird regelmäßig der Autoersatzteilladen angesteuert, um den Karren am Laufen zu halten. Frisch ist unser T4 nicht mehr. Wollten ein Teil, das unserem Selbst entspricht. Jung war Gestern. Heute sind wir reif. Harte Fakten. Tja, der Lack ist ab. Macht nix – zumindest beim Bus. Mit der Schleifmaschine lässt sich einiges ausrichten. Notfalls wird geschnippselt und neues daran geschweißt. Fast wie im richtigen Leben. Da doktern auch überwiegend Männer an weiblichen Wesen herum, an welchen der Zahn der Zeit nagt. Der ausstehende TÜV für die nächsten zwei Jahre ist in trockenen Tüchern. Pflicht erledigt. Es folgt die Kür, buchstäblich. Der Beifahrersitz wird auf eine Drehkonsole montiert. Ergibt eine zusätzliche Sitzoption nach hinten beim Campen. Aufrecht sitzen auf der Matratze, bisher nicht möglich. Naja, das Alter wird es bringen. Da freut sich Frau ja quasi auf die Osteoporose. Quasi schrumpfen auf…
Miniwaschbecken, kleine Kühlbox, Gaskocher (montiert auf einem autarken, tragbaren Gestell) – fertig ist die Versorgungsstation. Sehr gut angepasst an den nachlassenden Stoffwechsel ab 40.  Da müssen nicht mehr so große Mengen zugeführt werden. Der süße Naschkram verteilt sich gleichmässig über das Auto. Richtiges Beladen ist wichtig 😉 Vorne im Cockpit ein bisschen, hinten neben der Matratze, für den kleinen Hunger zwischendurch… Denke mal, es lässt sich sehr entspannt die Welt erkunden. Fast vergessen: Die Gießkanne zum Duschen muss auch noch verstaut werden 🙂