Gestern fühlte ich mich wie Robinson Crusoe. Während des Tages brach Stück für Stück mein soziales Leben weg. Eine Absage nach der anderen tröpfelte herein. Alle Gruppenaktivitäten pausieren. Eine sinnvolle Aktion. Von gefühlt „null auf hundert“ in die „soziale Isolation“. 28 Jahre währte Robinsons Eingeschlossenheit auf der Insel. Wir werden uns nur etliche Wochen, oder wenige Monate auf eine ruhigere Lebensweise einstellen müssen. Globale Entschleunigung. Eine Dafosche Insel benötigt jetzt auch kein Wasser mehr drumrum. Für manche wird sie durch eine Wohnungstür begrenzt, einen Gartenzaun oder eine Landesgrenze. Wie Abenteurer werden wir uns fühlen, beim Besuch des Supermarktes, der Arbeitsstätte. Alle Sinne offen für etwaige Gefahr. „Hat da nicht jemand gehustet?!!!“ Like Crusoe haben wir (Ich, mein Mann und eine Tochter) es uns auf unserem Eiland gemütlich gemacht. Der Holzschuppen wurde aufgeräumt, das Bad so sauber wie nie geputzt, der Garten in manchen Ecken auf Vordermann gebracht. Weitere Aktionen folgen, bei uns und vielen da „draußen“. Lese ich doch auf diversen Plattformen über Aktionen die Wohnung streichen, den Keller ausmisten oder einfach lang schon aufgeschobene Tätigkeiten des häuslichen Umfeldes in Angiff nehmen.
Unterrichtete der gestrandete Seemann nicht auch einen jungen Eingeborenen namens Freitag quasi per „homeschooling“. So. Jetzt mache ich einfach einen break. Bei diesem schönen Wetter da draußen schwinge ich mich auf das Fahrrad. Tanke Sonne und die positiven Vibrationen der erwachenden Natur. Genieße die Natur wie Robinson 🙂












