Archiv des Jahres: 2023

Neues von der Hausfrauenfront

So.
„Falsche Oliven“ angesetzt.
Auf einen Liter Wasser kommen 300g  Salz (Jodfrei!). Die grünen Kornelkirschen in ein heiß ausgespültes Glas geben und mit dem Salzwasser gut bedecken. Den Behälter verschließen. Jeden Tag feste durchschütteln. Nach ca. zwei Wochen dürften die Früchte alle auf den Boden abgesunken sein, ein Zeichen dafür dass sie fertig sind. Die „Oliven“ wandern in ein neues Salzwassergemisch mit nur noch einem 10% Salzgehalt. Werden so für längere Zeit lagerfähig. Immer wieder mal welche entnehmen, sehr gut abtrocknen und in Öl einlegen. Nach gusto Knoblauch und andere Kräuter untermischen. Lecker.

Apfelessig angesetzt.
Unbehandelte, ungeschälte Äpfel inklusive Kernhaus in Stücke schneiden. Den Stiel und die Blüte aber vorher entfernen. Das Geschnippselte kommt in ein sauberes Glas und wird mit kaltem Wasser aufgegossen, dass alles gut bedeckt ist. Die Äpfel schwimmen oben und spitzen aus dem Wasser raus – macht nichts. Jeden Tag mindestens einmal das ganze durchrühren. Der Behälter wird mit einem Küchenkrepp abgedeckt. Gummi rum und fertig. Ich hab mir aus einer Stoffwindel ein Stück abgeschnitten. Die gibt es im Drogeriemarkt zu kaufen.
Drei Wochen lang jeden Tag umrühren. Zur Beschleunigung des Gärprozesses kann ein Teelöffel Zucker zugesetzt werden. Beim Umrühren schäumt es und das ist gut so.
Nach drei Wochen das ganze durch ein feines Sieb gießen und wiederum für sechs Wochen so abgedeckt wie zuvor stehen lassen. Nun reift der Essig.
Ein guter Platz ist die Küche. Da hat man es gut im Blick.

Beerenessig angesetzt.
Brombeeren, Himbeeren und Johannisbeeren in ein Glas geben und anschließend mit Essig aufgießen. Deckel schließen und nun für die kommenden zwei Wochen täglich mal durchschütteln. Ist die Zeit rum, dann alles durch ein Sieb schütten. Den rötlich verfärbten Fruchtessig für ca eine Minute aufkochen und abfüllen – fertig.

Gußpfanne gekauft.
Bin es leid mit den beschichteten Pfannen. Sie halten sehr begrenzt und die Beschichtung – na ja. Wir haben uns eine Gußpfanne samt Lederhülle für den Pfannenstiel gekauft. Das Teil war nicht billig – der Preis ist aber gerechtfertigt. Der Pfannenboden ist abgedreht, also ziemlich glatt. Das Kochgut löst sich gut ab. Hilfreich ist auch ein Pfannenwender aus Metall, mit dem ich gut über den Boden schubbern kann. Mein Bizeps ist am wachsen, denn es ist eine gewichtige Sache – gut so. Unbezahlt werbe ich für die Pfanne von STUR. Sie soll mein treuer Begleiter für die nächsten Jahrzehnte am Herd sein. Ganz „nachhaltig“ schreibe ich mal, obwohl mir diese Begrifflichkeit fast schon zu den Ohren quillt 😉







Ich pflege die Handarbeit

Mit den kleinen Gerätschaften zur Wollbearbeitung sieht es mau aus bei mir. Viel lieber greife ich zu großem Gerät. Vormittags stand ein Heckenrückschnitt an. Die ausufernde Kornelkirsche musste gebändigt werden. In diesem zuge beerntete ich die abgeschnittenen Äste. Aus den grünen Früchten entstehen „falsche Oliven“. Letztes Jahr zum ersten mal probiert und für sehr gut befunden. 
Auf der Hunderunde einen Abstecher zu einem „Jakobala-Bam“ – Frühapfel gemacht und Fallobst eingesammelt für einen Kuchen. 
Jetzt geht es den Zucchinis und Gurken an den Kragen. Mit Senfkörnern, Zwiebelringen, Pfefferkörnern und Lorbeerblättern werden sie süß-sauer eingekocht.
Zwischendurch wurden die Hagelschäden vom gestrigen Abend teilweise beseitigt. Unsere Hecke hat es zum Feld hin etwas nach außen gedrückt, Zweige der Heckenrose hängen zuweit in den Feldweg hinein. Also Abends nochmals zur Heckenschere greifen.
Im Gemüsegarten plage ich mich mit Erdflöhen herum. Einen Teil der Pflanzen haben sie gekillt. Naja, ich bin am nachsäen und nachsäen und Geduld üben -mrgh 😉
Oh, die Bohnen müssen auch noch beerntet werden.
Es ist schön viel zu tun und ich genieße es, Zeit für diese mir wichtigen Aufgaben zu haben.
Vielleicht lauert die Altersarmut irgendwo auf mich, weil ich nicht erwerbstechnisch in die „große Maschine“ eingebunden bin. Tja, ich lebe nur einmal und da versuche ich so nah an mir und meinen Lieben dran zu leben. Ich muss mir nicht viel kaufen. Wichtig ist mir und meinem Mann ein Leben mit Werten, die wir für wichtig und sinnvoll erachten.
Also mein Lieben, ich bin dann mal am Herd…. 🙂

Was ist los?!!

Bayern um die Mittagszeit. Ich radle mit dem Hund eine Runde. Wenig Verkehr auf der Dorfstrasse. Bei vielen Häusern sind alle Rollos herunten. Es hat angenehme 25 Grad und es ist bedeckt. Was ist da los?
Habe ich was verpaßt? Warum verbunkern sich die Menschen im Dunklen? Hä – ich verstehe es nicht.
Muss ich jetzt auch die Rollos herunterfahren? Ähm – wir haben aber keine solchen Dinger im Haus. Bei mir sind sogar einzelne Fenster gekippt – uff.
Kann mir das Verhalten mal jemand erklären? Ist ein neuer Virus unterwegs, bei dem alle zu Vampiren mutieren? Soll ich jetzt Angst haben oder ist mein Gehirn auf der Hunderunde geschrumpft, weshalb ich das alles nicht mehr verstehe…
Ach, was soll’s – ich genieße das schöne Wetter draußen 🙂
Sommer – Sonne – Sonnenschein – yeah! 🙂

Den muss ich mir merken

Gerade las ich einen sehr guten Kommentar auf Tichys Einblick – einem liberal-konservativen Meinungsmagazins.
Ich schreib in hier nieder, dass er mir nicht verloren geht:

„Jahrzehnte des alles erduldenden, oder von mir aus auch dessinteressierten Bürgers, haben diese arroganten Despoten erst ermöglicht, geradezu „gezüchtet“.
Der Bürger darf sich nicht alles gefallen lassen wie eine duldsame Herde an Schafen, sonst kommt unweigerlich Unterdrückung und Willkür im „politischen Prozess“ heraus.
Corona, maßlose Negativ Migration, hineinregieren in die privatesten Bereiche, Verprassen unseres Wohlstandes, Abschaffung der Industrie, um nur einige zu nennen.“

Sehe ich genauso.