Ich war unsolidarisch. Habe mich auf einem privaten Fest vergnügt und gefeiert, als ob es kein Morgen geben würde. Ausgelassen getanzt, gesungen, getrunken… Alles ohne den „solidarischen Abstand“, die „solidarische Hygiene“. War das schön!! Normalität in der abnormalen Zeit. Und – ich freue mich auf das nächste Fest!
Der ganze „Alltagszirkus“ nimmt in meinen Augen neurotische Ausmaße an. Täglich grüßt das AHA-Murmeltier. Kein Wahnsinns-ende in Sicht. Das raubt mir manchmal die Freude am Leben. Das raubt meiner Familie manchmal die Freude am Leben. Das raubt meinen Freunden manchmal die Freude… Aber es ist ja soooo gesund, so zu leben – äh – vegetieren. Wir tun es doch für die Gesundheit – Halleluja! Und machen uns krank. Naja, lieber nehmen sich ein paar mehr Menschen das Leben, als dass zufällig einer an oder mit Corona stirbt.
So. Jetzt an was Schönes denken: Vogelgezwitscher im Garten, mit dem Roller über Feldwege brettern, die Stille im Wald, Duft von Äpfeln, schöne Gespräche mit der Familie, mir eine Zigarillo mit meinem Mann teilen, Kaffeeklatsch mit Freundinnen, Kontakt mit lieben Gleichgesinnten, nette und kluge und lustige Kommentare, Garten…
Ups, jetzt habe ich doch tatsächlich das Häkeln vergessen. Hm. Und das Stricken. Hm. Es kommen wieder andere Zeiten, wie zum Beispiel der Herbst. Draußen Regen und im Haus bei Kerzenschein vor sich hin häkeln/stricken… Da kommt Vorfreude auf… 🙂





















