Mein Zahnarzt macht seine Sache gut. Meistens halten wir einen kleine Plausch, bevor ich tief blicken lasse. Jedes halbe Jahr sehen wir uns. Mit ihm kann man kontrovers diskutieren und lachen. Bei meinem letzten Besuch gabs auch einen Austausch über Aktuelles. Es war diesmal anders, verändert. „Man müsse mit der Masse gehen, tun was alle machen“, oder so ähnlich drückte er sich aus. Dieser Satz hat mich getroffen. Für mich fühlt es sich so an, als hätte er etwas aufgegeben. Aber vielleicht hatte er es noch nie, sein „Ich“.
Ich, bin ich.
Ich bleibe ich, mit meinen individuellen Ecken und Kanten, egal was gerade angesagt ist.
Ich bin ich.
Ich bin nicht Masse, so wie jede von euch „ich“ ist und nicht formlose Masse.
Bleiben wir uns treu, denn wir sind uns am nächsten.
Halten wir zu uns und unseren Macken, Vorlieben, Kanten…
Dierich Bonhoeffer, Theologe: „Wer sich selbst zur Herde stellt, delegiert eigenes Bewußtsein an eine Autorität und verschafft ihr dadurch Macht. Der Machtzuwachs des einen braucht die Dummheit (oder Verblendung) der vielen.“
Ich hab da mal was gemacht – gehäkelt und geknipst. Fotografiert, was meine Seele berührt:



















