Hab ein Steckholz einer Brombeere in den Boden gebracht, in der Hoffnung dass es doch noch anwachsen möge. Der Zeitpunkt ist zwar nicht mehr so optimal – egal. So. Damit ich das kleine Teil nicht vergesse zu wässern, es grundsätzlich nicht total aus den Augen verliere, hab ich mir was zusammengeschustert. Acrylwollreste, Heißkleber, ein Schneckenhaus und den Rest eines alten Stieles – mehr brauchte es nicht. Macht sich ganz nett 🙂
Holzschuppendeko. Viele Jahre hat die gehäkelte Girlande auf dem Buckel. Die meiste Zeit davon verbrachte sie in der Schublade. Sie kann jetzt kurz aufatmen, den Sommer genießen. Im Herbst wird sie weichen, um Brennholz Platz zu machen. Dann geht es wieder in die Versenkung bis… Auch hier im Lande hat etwas Neues das Licht erblickt. Seit Januar diesen Jahres dürfen Männer im Alter von 18-45 Jahren, das Land für länger als drei Monate, nicht mehr ohne Genehmigung verlassen. Diese müssen sie sich beim Karrierecenter der Bundeswehr einholen. „Hallo Bundeswehr, darf ich für drei Monate ins Ausland verreisen? Bitte, bitte!“ Wurde medial nicht an die große Glocke gehängt. Macht nix. Wir Bürger brauchen ein bisschen Erziehung und eine starke Leitplanke. Ich sag artig „Danke“ dafür.
Obwohl ich fast gestrickten Spüllappen den Vorzug geben würde, häkel ich mir welche. Das Karomuster gefällt mir so unglaublich gut. Ich bin begeistert. Gar nicht begeistert mich der Vorschlag der BundesreGIERung – sorry Rechtschreibfehler – Frauen die sich vollumfänglich um ihre Kinder kümmern und keiner, oder nur einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen, aus der Familienversicherung herauszunehmen. Mit 225 Euro monatlich sollen sie sich künftig selbst versichern – sollte das Vorhaben durchgesetzt werden. Tja, das fördert ja immens den Wunsch, Kinder in die Welt zu setzen und ist enorm familienfreundlich. Tja, da werden Zahnbehandlungen, künstliche Befruchtungen und vieles mehr, vollständig von den Krankenkassen übernommen, für viele, viele Menschen, welche noch nie in unser Gesundheitssystem eingezahlt haben. Tja, irgendwie muss das alles ja finanziert werden. Tja, einer Gesellschaft, der Kinder und Alte nichts wert sind, ist verloren. Tja, ich weiß nicht warum, in mir kommt eine Empfindung auf: Grenzenlose Verachtung.
Ich sitz hier nett am Küchentisch. Das Gingham-Muster-Spültuch ist gerade fertig geworden. Mit einer Tasse Kaffee und dem interessanten Podcast von „B&B #153 Burchardt und Böttcher. Deutsche in Mangelhaft: Die Mittelschicht wird Dünger“, war es ein schönes vor mich hinwerkeln. Also. In dem obigen Beitrag ging es unter anderem um die evtl. kommenden Auswirkungen des Irankrieges, bezüglich Energieverknappung und daraus resultierendem Düngemittelmangel. Voraussichtlich steigen nicht nur die Spritpreise weiter an, es kann sich auch in den Lebensmittelpreisen niederschlagen. Nicht nächste Woche, aber in ein paar Monaten könnte die Krise spürbarer sein. Je länger die Auseiandersetzung andauert, umso gravierender… Ist es an der Zeit, sich bewußt zu werden… …dass es sein könnte, daß so manches mal nicht mehr so einfach aus dem Supermarkt geholt werden kann? …dass es sich lohnen würde, sich nicht einen englischen Rasen ins Grundstück zu zimmern, sondern sich Gemüsebeete anzulegen? …dass es an Zeit ist, sich einen Vorrat für „schwere Zeiten“ anzulegen? …dass es auch für uns zu einer Krisensituation kommen kann? Sollten wir uns dessen bewußt werden, oder übertreibe ich da? Was denkt ihr?
…von der bescheidenen Regierendenkompetenz – sag ich mal so. Was tun, wenn der gesunde Menschenverstand abhandengekommen ist? Hm. Se am Oarsch legga lassn und sich einer schönen Häkelei zuzuwenden ist eine Option. Eieieieiei. Hab mir die „Osterdeko – Ei“ Anleitung aus der seitlichen Rubrik geschnappt und des Gaggerl a bissl verändert. In netten Pastellfarben und dem Rüscherlrand is es a gwandte Sach. Dieses Jahr macht es mir Freude runde Dinger zu fabrizieren. Wenn es schon im Lande nicht rund läuft, muss ich eingreifen. Christbaumkugeln in Massen und nun die Eier, die ein Hase legt. Dank mir, läuft es wieder… Aiso. Ich hab in jede Masche (mit denen die zwei Eihälften zusammengehäkelt worn san) eine Kettmasche, zwei Luftmaschen und eine Kettmasche in die erste der beiden Luftmaschen, gehäkelt. Hab den Rand quasi auf die „Rückseite“ des Ei’s fabriziert – da wellt er sich nicht nach vorn und liegt schön glatt. Ich weiß, das liest sich kompliziert. Probiert es einfach aus.