Waaas! Schon wieder…

…fast eine Woche verstrichen! Die Zeit flutscht mir manchmal nur so durch die Finger. Rinnt hindurch und wech ist sie. Werde mal ganz langsam in mein Frühstücksbrötchen beissen und mindestens 5 Minuten darauf herumkauen bis zum finalen Schlucken.
Der Mann mir gegenüber am Tisch: “ Die Bauverwaltung der Stadt XY ist nicht in der Lage die Projekte abzuarbeiten. Sie schaffen nur 50%. Steht in der Zeitung“. Hm, sind sie zu langsam oder verrinnt ihre Zeit zu schnell? Fast schon philosophische Gedanken zu morgendlicher Stunde. Kleckse mir noch Marmelade auf die butterbestrichene Semmel. Lese, dass die Spanier am gesündesten leben und sehr alt werden. Sie trinken quasi literweise Olivenöl (es hält anscheinend geschmeidig, konserviert recht gut) und tun es den Pflanzenfressern gleich.
Ich schlucke hart an meinem Bissen. Tierisches Fett und nährstofffreies, überzuckertes Obst- äh Marmeladengekleckse im Mund. Dieser Bissen raubt mir garantiert 1 Stunde Lebenszeit. Oh weh. Schon wieder weniger Guthaben auf dem Jahreskonto.
Erfahre dass die SUV Sparte am Boomen ist. Hey Leute! Es gibt Stadtgeländewagen. Steht in der Zeitung. Na, um bequem auf dem Gehweg zu parken, muss der Bordstein überwunden werden. Eine Geländegängige Kiste auf vier Rädern ist da ein „must have“. Oder so elendig langsame Fussgänger, alte Omis beim Strassenüberqueren… Alles persönliche Lebenszeiträuber. Mit einem höhergelegten Schlitten sind die in null komma nix aus dem Weg geräumt. Quasi gleich eine Etage tiefergelegt. In einem Aufwasch. Bäm, das ist effizent und spart Zeit. Aber die Abgase – hm – klauen die mir wieder Lebenszeit. Eine Dosis aus dem Auspuff einer Mörderkarre und zack evtl. 2 Minuten abgebucht. Zum Glück wohne ich nicht in der Stadt. Müsste sofort umziehen. Am besten ins spanische Hinterland.

Dear Martina:

Deine Nummer hab ich verschusselt. Haben sie doch ausgetauscht oder auch nicht. Egal. Der Vogel ist gelandet – das Paket ist angekommen – Hurra. Hatte schon ganz vergessen… und dann – Bäm! Die Postbotin lies uns deinen Wunsch, nach einem Foto beim Auspacken, wissen. Sach mal, du kennst ja auch Gott und die Welt – sogar Papierausträger in der Pampa.
Also: Dankeschön – Herzchen – Herzchen – Schmeili – Blümchen – Wundertüte!! Freu, freu!! Wir sehen uns sicher irgendwann dieses Jahr, beim Kruschen im Secondhandladen, wieder. Sure.
Und jetzt „Ich“ für dich geschnappschußt beim Auspacken des Wollüberraschungspaketes:




Barbielike

Im Gebrauchtwarenkaufhaus fielen mir zwei Kistchen in die Hände. Voll rosa und irgendwie total kitschig, aber nicht zu krass für mich. Musste sie einfach mitnehmen, obwohl meine Shoppingbegleitung ein bisschen entsetzt war. Meinen Mann erinnern sie an die Barbiezeiten der Töchter.
Jaaaa, sie sind speziell. Anscheinend will eine infantile Seite in mir gepflegt werden. Oder lebe ich einen mir bisher verborgenen Wesensaspekt aus? Werde ich mit zunehmenden Alter kindischer?
Tja, vielleicht trifft alles zu, oder nichts. Scheißegal! Manchmal muss man verrückte Dinge tun 😉







Wanddeko bohomäßig

Also. Ich arbeite mich immer noch an dem Kissen für eine meiner Töchter ab. Es wächst nicht übermäßig, aber immerhin. Für den Erhalt der Häkellust bin ich auf Youtube stöbern gegangen. Das Spiralgranny wollte ich ja irgendwie schon immer mal crocheten. Zunächst sollte es ein Untersetzer werden. So ohne Schnickschnack war er geschmackstechnisch noch nicht so ganz auf meiner Wellenlänge. Habe im nächsten Schritt des Aufpimpens mal begonnen Fransen anzuknüpfen. So ein fransiges Bohodeckchen wäre schon schön dachte ich. Halb bestückt, kam dann die zündende Idee, es so „halbfertig“ mal lässig an die Wand zu pinnen. Yeah. Jetzt surfen der befranste Spiralgrannywallhänger und ich auf einer Welle. Die Beachboys singen und Baywatch Hasselhof klatscht Beifall dazu.

Sollte jemand von euch gern mit mir auf den Wellen herumcruisen, dann auf Youtube folgendes Codewort eingeben: How to Crochet a Spiral Granny Square“ 😉

PS: Ich weiß, die Reisnägel sehen bescheuert aus. War zu faul um nach besserem Befestigungsmaterial zu suchen. Kann noch werden oder auch…
















Moduswechsel

Nicht mehr ratzifatzi sondern halt das Gegenteil davon. Schön slowly, sozusagen. I do it langsam. Mehr Gedanken dazu mache ich mir nicht. Weniger denken kann auch ganz entspannend sein. Schöner Nebeneffekt in den mittleren Jahren. Wenn die weiblichen Hormone in den Keller sinken, der Damenbart zu sprießen beginnt und eine entspannte (nicht immer, aber manchmal schon öfter) männlich angehauchte Sicht sich in einem breit macht. Jetzt im Augenblick zumindestens. Was Morgen ist – keine Ahnung. Klingt doch recht maskulin.
So. Ganz Cowboylike schabe ich mir ein paar üppig sprießende Härchen von der Oberlippe. Ich habe sie bisher glatt übersehen. Bin doch nicht doof und setze mir immer die Lesebrille auf die Nase, bevor ich in den Spiegel gucke. Das Älterwerden macht es einen auch leicht und legt einfach einen Weichzeichner über die Augen. Einer scharfsichtigen Tochter ist meine Veränderung der Gesichtsbehaarung aufgefallen. Ihr zuliebe schabe ich jetzt ein paarmal zwischen Nase und Oberlippe herum. Lasse den Bart auch schon mal ein paar Tage länger stehen. Sieben-Tage-Bärte finde ich total sexy. Jetzt auch an mir. Irgendwann hat sie sich daran gewöhnt und kennt mich nur noch mit Bart. Cool nicht wahr?! Und voll männlich entspannt 😉

Die Farben meines jetzigen Häkelprojektes sind nicht ganz gewöhnlich für mich. Klar! Eine Tochter hat die Wahl getroffen. Wird in hoffentlich naher Zukunft ein Kissen für ihre Wohnung. Bei mir überschlägt sich die Buntheit. Und kein Ende in Sicht. Never and never and neverever 🙂
















Habe ich schon so lange nicht mehr gemacht: Wünsche euch einen schönen Sonntagabend 🙂