Kreuz- und Schulterstola

Sorry Häkelfieberianerinnen, ich bin grad auf dem Stricktrip. Wird sich wieder legen und die Häkelnadel… Vielleicht schon morgen – die Wende. 
Hab im Netz eine Frau mit so einem Teil gesehen. Gefiel mir auf Anhieb sehr gut. Eine Anleitung dazu war nirgends aufzutreiben. Naja, mal wieder das eigene Gehirn eingeschaltet und losgelegt.
Ist ganz einfach. Einen quasi langen, langen Schal stricken. Meiner ist ca. 18 cm breit. Würde ihn ein nächstes mal zwei Zentimeter schmäler machen. Lang ist er ca. 2 m. Hab ihn mir zwischendurch immer mal wieder umgeschlungen, um auf die passende Länge zu kommen. 
Gestrickelt mit einer 5,5 mm Nadel, 200 gr Wolle verarbeitet.
Auf dem Vorderansichtkritzikratzibild sind die Punkte markiert, an denen ich die Teile miteinander punktuell, im angezogenen Zustand, verbunden hab. 
Er wärmt die Schulter- und Nierenpartie ganz angenehm, siehe Rückenansichtskritzikratzibild.
Und sonst so – die Lage hierzulande beschissen wie immer. Der Bundeskanzler beschwert sich über die faule und meckernde Bevölkerung. Läuft also 😉








„Bitter-ironische Anklage…

…gegen staatliche Repression“
Also, durch Zufall stieß ich auf zwei Gedichte von Hoffmann von Fallersleben aus dem Jahr 1850.
Passt auch gut in unsere Zeit. 
Und – ein bisserl Abwechslung schadet hier nicht. 

„Nicht Mord, nicht Bann, noch Kerker“

Nicht Mord, nicht Bann, noch Kerker,
nicht Standrecht obendrein,
es muss noch stärker kommen,
soll es von Wirkung sein.
Ihr müsst zu Bettlern werden,
müsst hungern allesamt.
Zu Mühen und Beschwerden,
verflucht sein und verdammt.
Euch muss das bißchen Leben
so gründlich sein verhaßt,
daß Ihr es fort wollt geben,
wie eine Qual und Last.
Erst dann vielleicht erwacht noch
in Euch ein besserer Geist.
Der Geist, der über Nacht noch,
Euch hin zur Freiheit heißt.


„Nicht ganz verliert doch das Gedächtnis“

Nicht ganz verliert doch das Gedächtnis!
O träumet doch nicht gar zu sehr!
Euch ließ die Zeit noch ein Vermächtnis:
„Nichts hofft von Euren Fürsten (ich: Eliten) mehr!“
Das sollt ihr treu im Herzen tragen
trotz allem Fluch der Sklaverei!
Das sollt ihr weinen, jammern, klagen
als letzten Trost und Racheschrei!
Dann endlich werdet ihr vertrauen
des Volkes Macht und Herrlichkeit
und euer Glück euch selber bauen
und euch erschaffen eure Zeit.