Plätschert so dahin

Relativ konstant bin ich hier am dokumentieren, manchmal lamentieren,  meines „Hobbyierens“.  Es plätschert lienear dahin mein virtuelles Hiersein. Seit nunmehr sechs Jahren lasse ich mehr oder minder tief blicken. Durch die Wolle gesprochen. Bin nicht reicher, aber älter geworden. Auch schon was. Das „Mandalieren“ ist irgendwie im Blogurlaub. Wer weiß wie lange. Weggefährtinnen haben sich herauskristallisiert. Seid herzlich virtuell umarmt meine treuen Kommentatorinnen. Ohne euch wär es hier nur halb so schön!
Auf diesem Level ist es angenehm vor sich hin zu wursteln. Ohne Werbung, ohne Shop. Ganz Basic. Auf Augenhöhe mit euch.
So wie es ist, ist es gut. Ich mag Beständigkeit. „Das weiß man was man hat. Guten Abend“ 😉





Mini vintage dress potholder

In Prien, am schönen Chiemsee, gibt es ein kuscheliges Cafe. In diesem hängen so gehäkelte Kleidchen wild verstreut an einer Wand. Hat mir auf Anhieb totally gefallen. Jetzt nach vielen Wochen hat mich der Kleidertopflappendrive erwischt. Besagte Dresses sind nämlich Topflappen aus Omas Zeiten. In Körbchenform gibt es sie auch. Bilder davon sind rar. Leider. Also wenn ihr so Retrolappen Zuhause habt, fotografiert sie doch und schickt mir Fotos davon. Meine Mailadresse findet ihr in „Über mich“. Das fände ich sehr, sehr schön!!
Meine Kleidchen sind aus dünnem Baumwollgarn fabriziert. Nach dem Waschen sind sie noch ein bibsi kleiner und perfekt. Pinne sie auch an die Wand.
Solltet ihr mein Faible für aus der Zeit gefallenes Häkelzeugs teilen – auf Youtube folgende Stichworte eingeben und ihr könnt auch Topflappen-fashionistas werden: crochet vintage dress potholder tutorial.

Fast fertig

Das linke Dress ist mit Links gehäkelt und das rechte mit Rechts 🙂

Mein Leftieprojekt

Nur mit links häkel ich mein Deckenprojekt. Es flutscht aktuell ganz gut mit den Stäbchen.
Zwischendurch schob ich eine Krise: „Für was tu ich mir den Umlernschmarrn an?“ Arbeitete eine Reihe mit der rechten Hand. Ähm, funktionierte nicht besser als mit der anderen.
Meine Rechte gibt den Dienst auf. Hilfe! Hänge zwischen den Welten. Tapfer werkle ich mit Links weiter. Da muss ich durch. Ein zurück zu alten Arbeitsstrukturen ist nicht mehr möglich. Zu sehr bin ich mit „Links“ verstrickt.







Meine liebste Küchenecke

In meiner „kitchen-love-corner“ sind nicht ausgesuchte Gerätschaften für das Kochen vorzufinden. Nee. Nur ausgesuchte Flohmarktfundstücke. In voller Farbigkeit hab ich sie dort arrangiert. In dieser Ecke schmause ich mit den Augen. Meine Tankstelle für Kochenergie, wenn der Hunger groß und der Zubereitungsantrieb minimal ist.
Die Küche muss ein bisschen funktional, aber überwiegend schön anzusehen sein. Ich kann mit Defiziten im Kühlschrank, im Küchenschrank und anderen Schubladen sehr gut leben. Wird halt mal improvisiert. Tja was heißt hier „mal“, eigentlich immer.  Und – ich und meine Familie haben bisher gut überlebt 🙂









Zeichen von oben

Es hat sich geläppert. „Voll das Leben“ positiv ausgedrückt. Irgendwie muss ich zu laut: „Hier“ gerufen haben. In mir steckt Wachstumspotential, denn man wächst bekanntlich an den Widrigkeiten. Manchmal auch in die Breite, wenn das Leben versüßt werden muss. Ich, sinnierend am Tisch.
Soll dies die Quittung sein für mein Verlassen der großen Glaubensgemeinschaft. Scherz. So erzkatholisch (…durch meine Schuld, durch meine…) war ich noch nie. Habe aber dem männerdominierten „Verein“ den Rücken gekehrt. Erst neulich. Da bin ich raus.
Draußen ist es windig. Der Garten im Grau des Tages. Kein Vogel in Sicht. Was ich mir seit vielen Jahren, aus tiefstem Herzen, wünsche, ist ein Eichhörnchen im Garten zu haben. Ich liebe diese Viecher. Vor kurzem mit dem Mann darüber sinniert wie es anzustellen wäre…
Und dann passiert es. Ich sehe rot. Von oben kommt es, aus den luftigen Höhen des Sauerkirschbaumes: Ein Eichhörnchen!! Oh!! Bin ich balla?! Nein! Greife zum Handy. Dieses Wunder muss festgehalten werden, als Beweis für mein Sehen. Krass! Wahnsinn! Im Augenblick, in dem die Lebensscheiße dampfte, ist mir von luftiger Höh ein Herzensgeschenk am Baum heruntergekraxelt und wieder hinauf und wieder hinunter…
Das ist ein Zeichen von oben. Auch für Nichtmitglieder 🙂