Archiv des Jahres: 2015

21.45 Uhr

Es ist dunkel in der Wohnküche. Ich sitze auf dem Küchensofa und neben mir schläft erschöpft eine kleine handvoll Katze. Seit heute Nachmittag bei uns eingezogen. Aus dem Handy tönt sanfte Klaviermusik. Stumpi liegt unterm Küchentisch und der Göttergatte schläft auf dem Küchenstuhl. So schön und einfach kann das Leben manchmal sein.
Bis auf eine Mücke die lautstark durch die Küche schwirrt.  Morgen mache ich sie kalt.
Ups, jetzt muss ich zu schreiben aufhören, sonst geht die Romantk flöten. Ups, was rieche ich da in der stillen ruhigen Küche? Ganz gelassen ist einer Katze ein Fur.. Ihr wißt schon 🙂
Euch allen die ihr noch vorm „Internet“ sitzt: Gute Nacht und träumt was schönes.

Wie ein Fass ohne Boden …

… verhält es sich mit dem Garten und dem Gießen. Er vegetiert am Existenzminimum. Alle zwei Tage durchgießen muss reichen. In Ermangelung eines Brunnens muss das gute Leitungswasser herhalten. Der Rasen darf zur Trockenwiese werden.
Bei uns hat es seit langer, langer Zeit nicht mehr geregnet. Bisher hatten wir kein kühlendes Nass, aber auch keine Unwetter. Ich klopfe jetzt dreimal auf den Holztisch 🙂 .
Aber ab heute Abend soll der Umschwung kommen! Eine Kaltfront oder so ist im Anmarsch. Unwettergefahr – huhu. Ich als Gewitterschisshase und Hausdachwegfliegenseherin bin erstaunlicherweise noch ruhig. Mir geht diese Affenhitze gewaltig auf den Zeiger. Wenn ich nochmal im Radio Wörter wie: Supersommer, Königswetter … höre, mache ich … 🙂
Gemütlich im Garten arbeiten – geht nicht. Offene Fenster – geht nicht. Sich draußen bewegen ohne gefühlte 10 Liter an Schweiß abzusondern – geht nicht.
Aber heute, ja heute, war das Fass dann doch voll. Bei mir. Jawoll! Bei dem ewigen temperaturbedingten Rumgammeln – da mache ich nicht mehr mit. Ich wehre mich. Deswegen bin ich joggen gegangen. Die zwei letzten Wörter passen in dem Zusammenhang ganz gut zusammen 🙂 . Schnell habe ich mich nicht bewegt, dafür aber langsam und viel. Ein Widerspruch denkt ihr. Ich sage nein, denn nicht nur ich war zeitig unterwegs, sondern auch die Stechmücken oder “ blindn Brema“ wie man auf gut bayrisch sagt. Beißmücken wäre ein treffender Name für diese Mistviecher. Noch besser: beißende Mistviecher.
Stellt euch vor: Eine Frau mittleren Alters, sehr langsam joggend und wild auf sich einschlagend. Manch einer habe ich den Garaus gemacht mit einem gezielten Schlag auf mich. Manch eine war leider schneller mit zubeißen und sich vom Acker machen. Werde also rote und blaue Flecken von meiner Laufrunde davontragen 🙂 .
Aber meine vergossenen Schweißtropfen haben dazu beigetragen die Dürre in der Natur ein bisschen abzumildern.

Crochet pattern für eine Taschentüchertasche

crochet pattern tutorial (3)
Das ist meine dritte, gehäkelte Taschentüchertasche. Bei jedem Model habe ich etwas optimiert und diese kommt dem Optimum schon sehr, sehr nah.

Dann wollen wir mal loslegen!

Material:
3er Häkelnadel
dünnes Baumwollgarn in drei Farben

crochet pattern tutorial (1)

Häkelt 28 feste Maschen und 32 Reihen davon. Wenn ihr wollt, dass die Öffnung (wo die Taschentücher rein- und rauskommen) geschlossener sein soll, also nicht so weit aufklafft wie auf dem Foto, dann arbeitet einfach 2 Reihen mehr, also 34 Reihen.

crochet pattern tutorial (9)
Nach der 32-sten (34-sten) Reihe wird mit einer neuen Farbe (bei mir rot) eine Reihe fester Maschen gearbeitet, wobei nur in die hintere Schlaufe eingestochen wird:
Nehmt erneut eine andere Farbe (bei mir grün). Wendet eure Arbeit nicht. Beginnt mit grün, wo ihr auch mit rot angefangen habt 🙂 :
In die erste Masche eine feste oder Kettmasche (ist egal) häkeln. Eine Masche überspringen und in die folgende 3 Stäbchen arbeiten. Eine Masche überspringen, in die folgende eine Kettmasche arbeiten. Eine Masche überspringen und 3 Stäbchen… wiederholen bis zum Reihenende.
Diese Borte häkelt ihr auch an die gegenüberliegende Seite.

crochet pattern tutorial (8)
Legt euch ein Päkchen Papiertaschentücher mittig auf euer Häkelstück. Rechts und links vom Päkchen sollte der Abstand in etwa gleich groß sein. Markiert mit Wolle oder etwas anderem die Päckchenbreite.
In den Zwischenraum (zwischen den Markierungen) arbeitet ihr feste Maschen. Bei mir waren es 14 feste Maschen. Häkelt noch 3 Reihen mit festen Maschen darauf = 4 Reihen.

crochet pattern tutorial (7)
An die gegenüberliegende Seite arbeitet ihr den gleichen Absatz.
Tipp: Wenn ihr den Absatzanfangsfaden länger lasst, könnt ihr ganz bequem damit die jeweilige Taschenseite zusammennähen.

crochet pattern tutorial (6)
crochet pattern tutorial (5)
crochet pattern tutorial (2)
Für’s Zusammennähen schaut euch einfach die Fotos an. Das bekommt ihr schon hin 🙂

crochet pattern tutorial (4)
Hurra! Fertig!!!

Viel Spaß beim Tatütan 🙂

Cool am Pool

Seit gestern besitzen wir einen Pool! 5x10m, umrandet von einer schicken Holzterasse mit stylischen Sitzmöbeln und Sonnenschirm. Ab und zu springen wir in’s kühle Nass. Ein Butler reicht uns kalte Getränke…
Schön wär’s!!! Hier die Realität – wein, heul 🙂

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Das grüne Ding ist unser Pool. Gestern gekauft. Und es leben keine Kinder mehr unter 19 Jahren im Haus. Der Pool ist klein und wir sind groß. So sitzen wir abwechselnd darin und kühlen uns ab. Wir kühlen unser Temperament – äh – unsere Temperatur runter. Ab und an gibt’s eine Wasserschlacht und jemand wird dabei mit einem Eimer kaltem Wasser schadenfroh übergossen 🙂
Mehr ist bei diesen Temperaturen nicht möglich. Augenblicklich haben wir 34 Grad Celsius im Schatten.

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Die Abkühlstation von oben gesehen.

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Am benachbarten Getreidefeld wird gedroschen.

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Das wird die Anleitung für die Taschentüchertasche. Ihr seht, weit bin ich noch nicht gekommen. Macht nix 🙂

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Habe diesen Eimer voll Blumen geschenkt bekommen. Blumen eimerweise, hört sich das nicht toll an?! 🙂
Es sind die Überzähligen einer Hochzeitsdeko, welche mir die nette Naturfloristin überlassen hat. Ein fettes Dankeschön nochmals dafür, falls Du es lesen solltest, liebe W. 🙂

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Stumpi hat jetzt auch das Internet für sich entdeckt 🙂

PS: Danke für die lieben Kommentare. Zu Anfang meiner Blogzeit habe ich noch jeden einzelnen beantwortet. Im Augenblick lese ich sie, freue mich sehr darüber und lasse sie unkommentiert. Außer, es werden Fragen gestellt. Ich hoffe, das es keinen davon abhält, mir weiterhin so schöne Kommentare zu schreiben.

Lange nicht mehr gemacht: Kissen gehäkelt

Crochet pillow cusion (2)
Damit ich nicht immer Tadah schreibe, schreibe ich heute Ratatada 🙂
Hier mein neuestes Häkelprodukt: Ein Kissen, gearbeitet aus einem großen Granny Square.
Die Idee dazu habe ich auf Pinterest gefunden.

Crochet pillow cusion (1)
So sieht’s von der anderen Seite aus. Es gibt keine Rück- und Vorderseite. Beidseitig, für mich, ein Hingucker.
Einen kleinen Haken hat das Kissen allerdings. Es gibt keine Öffnung, die man problemlos, tja ich sag mal, öffnen kann, um an das Inlet ranzukommen. Ich hab’s eingenäht.
Ich werde für den nächsten Waschvorgang eine Naht, siehe erstes Bild, auftrennen müssen. Zwecks der genialen Optik wollte ich nicht mit Knöpfen oder so herumexperimentieren. Das kommt nach dem ersten Waschvorgang. So lange genieße ich noch den Anblick.

Crochet pillow cusion (4)
Auf einen Haufen. Nicht alle meine Entchen sondern alle meine Häkelkissen.

Crochet pillow cusion (3)
Nach der Kissenschlacht 🙂

Crochet pillow cusion (5)
Ich hab‘ schon noch Bock auf mehr Kissen dieser Art. So bunt und lebensfroh – Oder?!

Alles für die Katz‘ :)

Dieser Beitrag widmet sich Stumpi. Euch erwarten viele Katzenbilder. Wer relativ uninteressiert an dieser Tierspezies ist, wem sie quasi am Allerwertesten vorbeigeht, kann auch beim nächsten Beitrag erst wieder vorbeischauen. Der ist nämlich garantiert katzenfrei 🙂
Ich strebe ein Gleichgewicht an. ‚Meine jetzt nicht das Körper-Gleichgewicht, das kippt so mit den Jahren mehr auf die eine Seite. Wenn ihr versteht. Macht fast nix.
Mir geht’s um das Blog-Gleichgewicht, Geschriebenes und Ungeschriebenes. Mit ersterem habe ich mich im letzten Beitrag verausgabt.
Kurz mal reingeschoben: Mein Dank gilt euch, liebe Leser, die ihr so kommentarlos meine Meinungsergüsse hinnehmt. Ich liebe tolerante Leser! 🙂
Deswegen gibt’s heute mal weniger Text. Meine Töchter jammern ab und an wenn ich nachfrage, ob sie sich mein Geschriebenes nicht mal durchlesen wollen. „Oh Gott. So viel Text!“, vernehme ich dann. Nicht alle lesen gern. Macht nix.

Also, heute für’s Gleichgewicht, für Katzenbegeisterte, für meine Töchter, für allgemein Lesefaule… Hier nur Bilder:

Katzenbilder (7)
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Katzenbilder (2)

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Katzenbilder (1)
Dieser Katerliii zieht demnächst bei uns ein 🙂