Archiv des Jahres: 2015

Wachse, wachse….

Garten (6)

… denke ich jedesmal wenn ich ins Gewächshaus gehe. Mal zum Schauen, mal zum Aufwärmen zwischen der Gartenarbeit und mal zum Gießen der Pflänzchen. Mich beschleichen leise Zweifel, ob denn der darin gepflanzte Blumenkohl und Brokkoli bis Ende April erntereif ist. Ab dieser Zeit stehen Tomaten und Schlangengurke zum Pflanzen an. Wohlgemerkt die vorgezogenen Pflänzchen. Bis jetzt steht es noch 50 zu 50. Sollte es der Kohl nicht schaffen, würde er als Hühnerfutter enden. Die würden sich freuen 🙂 . Aber ich hoffe noch. Hab ja auch: sollte, wäre, würde geschrieben 🙂 .

Garten (7)

Die am Samstag gekauften Mangoldpflänzchen hab ich zwischenzeitlich eingetopft. Wenn sie etwas an Größe zugelegt haben enden sie nicht im Gemüsegarten – nein! Ich pflanze sie zwischen die Blumenstauden. Soll ja ganz toll aussehen, wurde mir in der Gärtnerei versichert. Mal sehen. Wenn es nicht gefällt werden sie aufgefuttert. Diesmal nicht von den Hühnern 🙂 .

Garten (5)

Endlich blühen mal Osterglocken im Garten. Mit den Frühjahrszwiebelblumen hat es bisher nicht so gut geklappt.
Letztes Frühjahr zierten sie noch den Küchentisch. Nach dem Verblühen habe ich sie ausgewildert und vergessen. Welch eine unverhoffte Freude!!

Garten (4)

Na, kennt ihr das Grünzeugs? Es war die letzten Jahre sehr in Mode. Praktisch in aller Munde! 🙂 . Bärlauch!
Vor wenigen Jahren hab ich mir im Wald ein paar Pflanzen ausgestochen und bei mir im Garten an einem schattigen feuchten Eck eingepflanzt. Von Jahr zu Jahr werden es mehr! Einen kleinen Nachteil hat der Platz. Die Vögel kacken ab und an auf den Bärlauch. Denn wo Schatten ist, da auch Bäume und da auch Spatzen. Eine lärmende Horde treibt sich bei mir rum 🙂 . Diese Vandalen hinterlassen „Spatzengraffiti“ 🙂
Alles ist eßbar von dieser Pflanze, der auch eine blutreinigende Wirkung nachgesagt wird. Angefangen wird mit den zarten Blättern, dann die Blüte, dann die Fruchtstände. Getrocknet können sie wie Pfeffer gemahlen werden. Zum Schluß kann man sich noch die Wurzeln ausgraben. Letzteres  habe ich bisher noch nicht gemacht. Vieleicht dieses Jahr.

Garten (3)

Im Augenblick macht sich diese hübsche Pflanze zwischen den Himbeerruten vom letzten Jahr breit. Sie hat sich noch nicht persönlich bei mir vorgestellt, deswegen kenne ich ihren Namen nicht. Frau kann ja nicht alles wissen. So Klugscheißer, welche immer alles wissen oder meinen alles zu wissen – nein Danke 🙂 .

Garten (1)

Die kenne ich schon! Krokusse in vollster Blüte. Bei denen ist es jetzt 5 vor 12. Sie sind kurz vorm verblühen 🙂 .

Garten (2)

Sieht ein bischen shabby aus 🙂 . Nein, es ist kein Müll! Auf einem Baumstumpf hat diese ausgemusterte Schale eine neue Bestimmung gefunden. Sie ist jetzt die Anlaufstelle für durstige Vögel. Praktisch eine Vogeltränke mit Zusatzfunktion, nämlich Vogelbad. Wenn die Spatzen durstig vom Bärlauch beka… sind, erfrischen sie sich dort 🙂 . Die Schale hat durch die Steine einen guten Stand und so kann eine feucht fröhliche Sause bei dem Federvieh abgehen 🙂 .

 

Eine Konservendose, Wolle und eine Häkelnadel

DIY Dose (2)
Mehr braucht es nicht, um zu so einem Resultat zu kommen.

Über die letzten Monate hinweg habe ich Dosen gesammelt. Der ursprüngliche Plan war sie zu bemalen und anschließend zu bepflanzen. Den Plan habe ich verworfen. Manche Projekte werden nie umgesetzt. Die gedankliche Auseinandersetzung war anscheinend ausreichend. Mehr war nicht drin 🙂 . In einer leeren Dose ist ja auch nicht viel drin 🙂

DIY Dose (3)
Also habe ich kurzerhand wieder eine umhäkelt. Zwei umhäkelte Dosen habe ich ja bereits. Beide sind mit Granulat bzw. Quarzsand befüllt und jeweils eine Kerze steckt darin. Sie sind regelmäßig in Benutzung – schön 🙂

DIY Dose (1)
Damals habe ich leider nicht genau dokumentiert woher ich die Anleitung für den Crocodilestitch hatte, wieviele Maschen anzuschlagen waren…
Also erneutes suchen, grübeln, verhäkeln…
Man sieht es meinem Ergebnis nicht an, aber es haben sich Fehler eingeschlichen. Also gibt’s demnächst, für meine Archivierung und auch für euren Nutzen, eine grobe Anleitung ohne Fehler 🙂

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Weil es so schön anzuschauen ist: Hier die restlichen Eierchen vom Wochenendkauf im Secondhandladen.

A Gaggala

Schon sehr lange habe ich diesen Ausdruck für ein Ei nicht mehr verwendet. So ein schönes Wort. Auf Gaggala reimt sich Waggala. Das sagte meine Oma zu mir, als sie noch lebte und ich ein kleines Mädchen war. „Du bist mei Waggala“ oder „Du bist mei Datzala“. Fragt mich nicht nach dem Ursprung dieser Koseworte. Ich weiß ihn nicht, aber es gibt einen.
So. Genug gegaggalat, gedatzalat und gewaggalat.

Ostereier (2)
Meine gestern erstandene Eierpracht hat ihr Plätzchen im Küchenfenster gefunden. Zumindest der Großteil in pastell.

Ostereier (1)
Bei Tage nach draussen fotografieren geht schlecht. Deswegen habe ich einfach die Position gewechselt und von draussen nach drinnen geknipst. Das Spiegelbild des Gartenhintergrundes gibt eine interessante Fotokombination.

DIY Ostereier (1)
Nicht vorenthalten will ich euch meine selbstfabrizierten Eier, diesmal anders arrangiert. Naja, gelegt habe ich sie nicht, obwohl ich mich manchmal wie ein verrücktes Huhn fühle 🙂

DIY Ostereier (9)
Sie hängen an meinem Geweih. Nicht falsch verstehen 🙂
Eins kann ich euch verraten. Sie haben inzwischen wieder ihren Weg an die Zweige gefunden und bleiben dort hängen, bis sie dort nicht mehr hängen 🙂

Wünsche euch noch ein schönes Restwochenende

Eure Jutta

Heute zugelaufen ist…

Huhn häkeln (5)
…mir dieses gehäkelte Huhn. Und weil es so süß ist, habe ich es mit nach Hause genommen. Ich werde es gut versorgen 🙂 . Versprochen.
Für jene, welche jetzt denken: „Was schreibt die gute Frau?“.
Antwort: „Gehäkeltes Huhn im Secondhandladen erstanden“.

Huhn häkeln (2)
Es war Liebe auf den ersten Blick, definitiv. So liebevoll gehäkelt, da musste ich einfach schwach werden.

 Huhn häkeln (4)   Huhn häkeln (3)

​Ich glaube, es ist als Eierwärmer gedacht. Hauptsächlich mit Büschelmaschen gehäkelt. Habe ein paar Details näher fotografiert, für diejenigen von euch, welche es vielleicht nacharbeiten wollen.

Osterdekoration (4)
Was ist ein Huhn ohne Eier? Eine halbe Sache. Deswegen habe ich auch noch diese süßen Eier mitgenommen.

Osterdekoration (3) Osterdekoration (2)

Gut sortiert nach Eiergröße 🙂 .

Huhn häkeln (1)
So sieht ein zufriedenes Huhn aus!

Osterdekoration (1)
Und jetzt die ganze Pracht nochmal in Nahaufnahme.

 

Metamorphose – vom Hühnerei zum Osterei

DIY Ostereier (3)
Vorab ein herzliches Dankeschön an unsere zwei Damen von der eierlegenden Fraktion. Durch euren Verdienst wurde mir dieser Beitrag ermöglicht. Lasst nicht nach in eurem unermüdlichen Eifer, uns mit Eiern zu beliefern. Ihr macht die Welt ein bisschen reicher, leider nicht bunter. Ihr legt ja nur braune Eier. Denkt nicht an den Ruhestand. Sagt nicht schon ein Sprichwort: „Sich regen bringt Segen!“. Etwas tun, wie zum Beispiel Eier legen, das hält fit bis ins hohe Alter. Sicher, sicher! Macht es, bis ihr umfallt. Es kann doch kein schöneres Ableben geben 🙂 .
So. Schluß mit der Lobhudelei!

Nette Bilder und dämliches Gequatsche. Eine gute Mischung 🙂

DIY Ostereier (4)
Wie ihr seht, habe ich einfach an die Eier Quasten mit meinem Metallicglitzergarn gemacht.

DIY Ostereier (2)
Die ursprünglich braunen Eier wurden von mir mit kupferfarbener Acrylfarbe eingerieben. Gibt einen schönen Farbglanz. Sie sind voll im Trend. Kupfer ist doch noch „IN“?
Oder ist am Ende der IN-ICE an mir vorbeigerauscht? Egal. Oder – wie man in Bayern sagt: „Weis a scho wurscht is!“.
Mir gefallen sie, egal ob in oder out.

DIY Ostereier (7)
DIY Ostereier (5)
Zweige von der Kornelkirsche, welche im Augenblick gerade blühen, geben einen schönen Frischeakzent.
In mein gefilztes Körbchen habe ich ein, mit Nasssteckschwamm und Wasser befülltes, Marmeladenglas gestellt. Durch den Steckschwamm kippen die wenigen Zweige nicht zur Seite und bleiben standfest.

DIY Ostereier (6)
Sieht gut aus und riecht gut!

Duo infernale: Oller Hund und verzweifelte Gärtnerin :)

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Zu dieser Überschrift gibt es erst mal ein nettes Gartenbild 🙂

So. Die verzweifelte Gärtnerin bin ich. Nun ja, ich bin nicht am rumheulen und so. Nö. Bin nur etwas angepisst von meinem „ollen“ Hund Susi. Der Name lässt auf jung und frisch schließen. Das Gegenteil ist der Fall. Sie ist eine uralte, nicht mehr frische aber treue Hundedame. Sie ist nun schon 18 Jahre alt. Mit ihren Ohren ist nicht mehr viel los. Das heißt, sie ist etwas taub, etwas blind, etwas verpeilt und hat diverses anderes.
Manchmal bleibt sie stehen und stehen und schaut und schaut. Auf ihrer Hundestirn steht geschrieben: „Wo bin ich und wer bin ich!“ 🙂

Im Garten war ich heute eifrig am gärtnern (ist ja klar – oder?) und Susi eifrig am verpeilt rumstehen und am, quer durch die frisch ausgegrasten und auf Vordermann gebrachten Staudenbeete, durchschlurfen. Voll drauf, mit den Pfoten, auf die zarten Blumensprößlinge, lautete ihr Motto. Oh Gott oh Gott. Außerdem braucht so eine alte Hundedame immer wieder mal ein Päuschen.

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Volle Breitseite, mit dem ganzen Hundekörper rein ins Beet und …

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…entspannt ein Nickerchen halten.

Aber ich bin ja nicht doof. Hab‘ die Säge geholt – nein, es wurde nicht blutig 🙂 – einen Strauch zurückgeschnitten und die anfallenden Zweige und Äste quer über die zu schützenden Pflänzchen drapiert.  Aber jetzt kann Madame nicht mehr drübertapsen, hoffe ich doch! Den Ablick will ich euch ersparen.

Stundenlang hab‘ ich alles auf Vordermann gebracht und jetzt sieht’s aus, na ja, irgendwie verwahrlost mit dem Gestrüp überall. Egal – na ja, fast 🙂 .