Archiv des Jahres: 2017

Alltagskram zum Schmunzeln

Beim nach hause kommen fand ich diesen netten Zettel am Briefkastenschlitz klebend.

Schmunzelnd und spontan erholt von der außerhäusigen Arbeit holte ich die zwei abgelegten Pakete aus dem Schuppen 🙂

 

Langsam nimmt das Strickwerk Größe an. Das Muster ist ganz bewußt so gestrickt 😉
Und es wird zu 99 Prozent ein Kissen mit Häkelschnickeldi dran. Und ich freu mich wenn es fertig ist und mein Griff wieder der Häkelnadel gilt.
Stricken ist für mich wie Autobahnfahren, immer gerade aus. Häkeln gleicht einer Crossstrecke. Spannender!
Ist geschmackssache. Hauptsache mit Freude am Lenkrad – äh – der Wollverarbeitungsnadel/n.

 

PS: Hilfe! Unter welcher Kategorie lege ich diesen Blogbeitrag ab? Stricken gibt es bisher bei mir noch nicht 🙂

Ich gehe mal fremd – macht nix

Diese Überschrift konnte ich mir leider nicht verkneifen 😉
Kann nur gespannt sein, welche Besucher mir die Suchmaschinen auf diese Seite spülen.
An all jene, welchen jetzt klar wird, dass sie stichwortmäßig aber so was von falsch gelandet sind: Meine Herren und Damen! Auf dieser Seite erhalten sie nur die wolltechnische Absolution für einen Seitensprung. Quasi die fleischlose, vegetarische Ausführung davon. Klicken Sie einfach weiter, als ob es unsere Begegnung nie gegeben hätte. Und Tschüss 😉

Also. Ich habe mal zur Stricknadel, äh, den Stricknadeln gegriffen. Die Macht der Gewohnheit. Es wird wahrscheinlich nur eine kurze Affäre sein. Aber ein bisschen Abwechslung kann ja nie schaden, so wollverarbeitungstechnisch gesehen.
Vielleicht muss ich mir auch was beweisen. Dass ich noch was anderes drauf habe 😉
Ahhh, jetzt könnte sich doch ein männlicher Zweibeiner angesprochen fühlen. Altersklassenmäßig in meiner Liga angesiedelt, hält die Lebensmitte  für Männer auch diverse Erkenntnisse und Veränderungen bereit 😉

Die Zweideutigkeit zieht sich durch wie ein roter Faden. Sehr passend zum Blog, dem Handarbeiten und allem Möglichen.

Apropo Rot:

 

Was Gelbes hab‘ ich auch noch:

 

 

Ich wünsch‘ euch was 🙂

Verreisezeit oder „Mein beschränktes Leben“

Bitte fragt mich nicht, wo ich meinen Sommerurlaub verbringen werde. Ich weiß es nicht. Den „Frühbucher“ in mir konnte ich bislang nicht entdecken. Den „Heimscheißer“ schon. Es bedarf eines gewissen Nachdruckes von zweiter Seite, um mich in die Puschen zu hieven, um neues Land zu entdecken. Ist auch meistens schön in neuen Gefilden.
Oberstes Ziel: die Normalität, das Alltägliche am Urlaubsort zu finden. Einkaufen im örtlichen Supermarkt, am Marktplatz rumlungern und Leute beobachten. Den kunst- und kulturbeflissenen Touri habe ich in mir ebenfalls nicht ausfindig gemacht. Stundenlange Fahrten zu diversen antiken oder prähistorischen Steinhaufen – äh – nein. Stundenlange Wanderungen auf reisetouristisch erschlossenen Wanderautobahnen – äh – nein.
Ich brauche kein weites Umfeld. Sorry.
Ich will auch nicht die ausführlichen Schilderungen meiner Mitmenschen über ihre ausschweifenden Urlaubsaktivitäten hören. Macht mir keinen Spaß, denn ich lebe mit einem beschränkten Horizont.
Es ist nicht die Ökobilanz, welche mich am Rumdüsen quer über den Erdball hindert.
Mein Wohlbefinden wird nicht auf drei Wochen Jahresauslandsurlaub komprimiert. Nein!!
344 Tage malochen, 344 Tage Alltagstrott, 344 pflichterfüllte, aber wohlfühlferne Tage, um 21 Urlaubstage auf der vermeintlichen Trauminsel, dem vermeintlichen Traumland mit vermeintlicher Schönwettergarantie zu verbringen. 21 Tage müssen 344 bescheidene wett machen. Das geht doch nicht. Da gerät der Urlaub unter Stress, Leute!
Ein Erwartungszwang, eine „Gute-Laune-Diktatur“ macht sich breit. Am Ende geht noch die Beziehung flöten. Neee, das ist nichts für mich.
Lieber mal nichts tropisches zur Unterhaltung beitragen, sondern die Mitmenschen mit einem kurzen Bericht über einen Donnerstagsabendspaziergang durch den nahen Wald langweilen und selbst eine weit höhere Wohlfühltrefferwahrscheinlichkeit als 21 Tage im Jahr bilanzieren können.
Ein beschränktes Leben hat auch seine Vorteile.

Ein paar Heimscheißerbilder:

 

 

 

 

Häkelbortentechnischer Entstehungsprozess

Da fange ich zu häkeln an und aus einer Gehirnwindung entschlüpft ein kreativer Gedanke. Flutsch,  ist er da. So geschehen beim Geschirrtuch beborteln.
Oke. A new idea is born. In letzter Zeit verwende ich gern englische Ausdrücke in Blogbeiträgen. Ist nur ein kurzzeitiger Spleen. Macht nix.
Eine Blumenborte will ans Geschirrtuch und ich, die Bortenhebamme, versuche mein Bestes, um der Häkelidee auf die Welt zu verhelfen.
Ein erster Versuch wird gestartet. Meinem Gegenüber am Küchentisch präsentiere ich den Output mit der Frage, um was es sich bei diesem Wollgebilde handelt. Ratlosigkeit auf dessen Gesicht. Zugegeben, ich arbeite unter erschwerten Umständen, den der Befragte ist ein Mann. Ein Nichthandarbeitender im wolltechnischen Bereich. Nur durch massivste verbale Hilfestellung wird die Blume als Blume erkannt.

Zweiter Versuch. Langsam wird es besser. Hier ein Pikot drauf, da in die gleiche Masche arbeiten und voilà, eine auch für Männer als Blume zu identifizierende Blume! 🙂

Mein fotografischer Hintergrund auf dem Küchentisch. Die weiße Tischdecke taugt zwecks Faltenwurf durch hopplaphopp-bügeln nicht für die Nahaufnahmen, deswegen muss ein Schachteldeckel herhalten. Macht nix 😉

„Süßes“ am Sonntag

Leckeres Holunderblüten-Orangensaft-Gelee.
Short instruction: Holunderblüten für 20 Stunden oder so, in Orangensaft einlegen. Den Saft anschließend durch ein Sieb gießen und mit Gelierzucker, Zitronensaft und etwas Biozitronenschale aufkochen. Ich nehme gern den 3:1 Zucker (drei Teile Frucht, ein Teil Zucker). Habe sogar noch etwas mehr Saft verwendet und es schmeckt immer noch ausreichend süß.



Süße Häkelborte an eine Stoffserviette fabriziert




Sieht auch süß aus. Mein aufgepimptes Leitungswasser. Was gerade griffbereit und aromatisch war, hat seinen Weg in die große „Waterbottle“ gefunden: frischer in Scheiben geschnittener Ingwer und eine Zitrone, Zitronenmelisse, Holunderblüten und Heckenrosenblüten aus dem Garten.



Euch allen ein schönes, entspanntes, langes Wochenende 🙂