Bin gerade beim Marmeladekochen. Es wird eine leckere Rhabarber-Bananen-Mischung.
Yammi, yammi!
Rezept in Kurzform, da ich es gleich in Gläser abfüllen muss:
750 gr Rhabarber
250 gr Bananen
Saft einer Zitrone
350-400 gr Zucker
Geliermittel 3:1
Alles im rohen Zustand durchpürieren und anschließend kochen.
Falls ihr keinen kräftigen Pürierstab oder Mixer besitzt, dann schneidet alle Zutaten gut klein und rührt beim Aufkochen immer kräftig um, damit nichts anbrennt.
Schmeckt sehr schön fruchtig. Foto gibt es nicht dazu, weil die Küche sich in einem chaotischen Zustand befindet, welchen ich gern beim Kochen produziere 😉
Und ich habe ein leeres Marmeladenglas umhäkelt. Umfunktioniert in ein Windlicht.
Davon gibt es schon Fotos.
Spontane Aktivitäten sind oftmals entspannter als von langer Hand geplant. Durch einen zu langen Vorlauf wächst das zu Bewerkstellende gefühlt zu einem Berg an. So empfinde ich. Andere brauchen diese gedankliche und zeiliche Spanne um entspannt ans Werk gehen zu können. Beim Aufstehen wußte ich von meiner Streichaktion noch nichts. Beim Frühstücken kam die Idee. Passende Farbe war noch ausreichend von der Töchterbadezimmerstreichaktion vorhanden.
Ich bin nicht der „alles muss ausgeräumt und mit Folie verklebt werden-Typ“.
Stück für Stück arbeite ich mich vor.
In einem früheren Leben war ich sicher Maler oder Anstreicher.
Ganz am Anfang:
Fast fertig. Drei Prozent Deko fehlen noch.
Weil ich keine schöne und für meinen Geldbeutel finanzierbare Stehlampe fand, habe ich selbst eine improvisiert. Ein alter Garderobenständer vom Gebrauchtwarenkaufhaus ist eine Beziehung mit einer Klemmleuchte eingegangen. Sie sind sehr glücklich miteinander und ich auch:
Heute habe ich…
… diese nette Girlande fabriziert. Die Anleitung findet ihr hier. Umrandet mit Bubblegarn macht sie sich ganz nett an der Tür. Bisher habe ich sie mit Tesa drangebippt. Das hält auf Dauer nicht. Wenn sie wieder runterfällt, dann hole ich Hammer und Nägel.
… einen Maikäfer gesehen. Hurra!! In den letzten Jahren immer vergeblich danach Ausschau gehalten und heute durch Zufall fündig geworden. So ganz taufrisch wirkte er leider nicht.
Besser als wieder keiner.
… keine Lust auf Wäsche waschen, welche aber unbedingt gewaschen werden müsste. Sie wird auch dringend benötigt, aber trotzdem verspüre ich eine innere Abwehr, wenn ich an die Waschmaschine und die Wäscheberge denke. Ach, so über die ganz banale Wäsche, welche dringend gewaschen werden müsste zu jammern, macht direkt Spaß. Jetzt schreibe ich noch ein paar mal „Wäsche“, Wäsche, Wäsche… und Wäschewaschmaschinenwaschblockade. Upps, kurz dachte ich, jetzt geh ich doch in den Keller zum Waschen, oder doch nicht. Verflüchtigt hat sich die kurze Wäschewaschanwandlung. Für den Wochenbeginn werden etliche Familienmitglieder tief in ihren Schränken nach tragbarer Wäsche fahnden, oder selber Waschen müssen, auf was ich spekuliere 🙂 Sie tun es sonst auch, aber heute nach einer langen Woche verspüren auch sie eine akute Waschunlust. Da wird dann hoffnungsfroh auf Mutti zurückgegriffen, welche aber leider auch an… 😉
PS: Das Internet möge mir meine schwachsinnigen Waschmaschinenwäschewaschunlustausführungen verzeihen. Oder doch nicht! Da tummelt sich noch viel mehr Schrott. Da fällt meiner gar nicht mehr auf 😉
Gestern war wieder Handarbeitstreff. Wunderbar! Anette ein member von unserer lustigen Runde hat uns diese sehr schöne Umrandung für ein Häkelstück gezeigt. Danke Anette 😉 Ich finde sie muss in die weite Welt hinaus um auch auf eure Gesichter ein entzücktes Lächeln zu zaubern. Dann fang ich direkt mal an mit der Häkelintroduction für diese Borte:
Mit Rosa in einer Masche anschlingen, 1 feste Masche und drei Luftmaschen arbeiten. Die Häkelnadel aus der Schlinge ziehen und diese etwas größer ziehen:
In die nächste Masche mit Weiß anschlingen, 1 feste Masche und drei Luftmaschen arbeiten. Häkelnadel aus der Schlinge und diese etwas weiten:
Mit der Häkelnadel wieder in die rosa Schlinge einstechen:
Das in weiß Gehäkelte nach vorne klappen und in die folgende Masche einstechen:
Wieder 1 feste Masche und drei Luftmaschen häkeln:
Häkelnadel in die weiße Schlaufe und das rosa Gehäkelte wieder nach vorne klappen. Dadurch wird das Häkeln der folgenden Masche erleichtert. Es ist nichts im Weg:
Wieder in die folgende, unbehäkelte Masche einstechen, 1 feste Masche und drei Luftmaschen arbeiten. Das eben Gehäkelte nach vorne klappen und mit der Häkelnadel in die rosa Schlaufe einstechen:
Es wird immer nach diesem Prinzip durchgewechselt.
Die Borte um die Ecke häkeln. (Das ist ein Nachtrag, deswegen die anderen Farben des Häkelstückes): Arbeitet beide Farben in die gleiche Masche in der Ecke, siehe Foto:
Wie führe ich den Anfang und das Ende der Borte zusammen: Zeige es euch an einem kleinen Musterstück. Häkelt bis vor die erste Masche vom Anfang. Mit Rot eine Kettmasche in die erste feste Masche vom Anfang
Mit Grün zu den drei Luftmaschen noch eine arbeiten. Den Faden abschneiden, ausreichend Länge zum vernähen lassen und durch die Lasche ziehen. Es entsteht ein Knoten
Den letzten Bogen nach hinten führen und in der ersten grünen Masche vom Anfang vernähen.
Häppchenweise legt mein Sommerschal an Länge zu. Einen Tag liegt er auf dem großen Küchentisch. Tags drauf bedeckt er den Wohnzimmertisch, den Hocker…
Was es sonst noch interessantes gibt in meiner Butze auf dem Land:
An der Westgiebelseite des Hauses hat sich ein Amselpärchen ein Nest gebaut. Direkt auf dem Firstbalken. Besonders formschön ist es nicht. Rechts und links hängt allerhand trockenes Naturmaterial herab. Macht nix. Ich liebe Amseln und sie dürfen mir auch vom Dach herunterscheißen, nur nicht auf meinen Kopf 😉
Die östliche Giebelseite bevölkert seit Jahren ein oder mehrere Turmfalken. Jeden Abend lassen sie sich mit lautem Geschrei auf dem Firstbalken nieder. Regelmäßig sammelt sich ein kleiner Berg an Gewölle am Fuß des Hauses an. Unter Gewölle versteht man das unverdauliche Endprodukt der vom Falken zu sich genommenen Speisen. Vorzugsweise Mäuse. Das sind dann so graue Korkengroße leichte Dinger. So meine laienhafte Beschreibung. Sollte jemand „Gewölle“ brauchen, ich kann im großen Stil liefern.
Im Secondhandladen habe ich zwei farblich sehr ansprechende Tücher erstanden. Die Dinger passen einfach immer 😉
Die frauliche, postpubertäre Lebensmitte zeichnet sich durch eine Freude am Lebensmittelkonsum aus und dem Stoffwechselverhalten eines Tieres im Winterschlaf. Allerlei Leckeres trage ich hüftnah mit mir herum. Mein Hosenbund rückt mir auf die Pelle. Macht fast nix 😉 Ich sollte in den vierten Stock eines Mietshauses ziehen, wie gerade eine meiner Töchter. Natürlich ohne Aufzug, da würde sich die angespannte Hosensituation schnell wieder entspannen. Uff 😉