Bevor ich mich hier an den Laptop gesetzt habe, bin ich eine große Runde durch den Wald, über Wiesen und Äcker marschiert. Bin gegangen, um ein gutes Maß an Emotionalität hier zu verfassen. Ich weiß nicht, ob er meine Gefühle abgekühlt hat.
Also. Ich sah heute das Video eines Wiener Psychiaters. Er erzählt sein Erleben in der Bahn, dem Verhalten der Mehrheit. Er beschreibt wie fast alle Menschen ohne Maske in der Bahn saßen. Beim Überqueren der Stadtgrenze von Wien zog sich die Mehrheit die Maske auf, denn dort gilt noch die Maskenpflicht.
Es hat mich tief angesprochen und mir ging ein Licht auf. Was mich am stärksten beunruhigt in dieser Zeit ist die schweigende Mehrheit, ist die Vorstellung welche Ungerechtigkeiten und Gräueltaten noch möglich sein können in Anbetracht einer stummen Bevölkerung, die alles hinnimmt.
Zu großen, bösen Taten an der Menschheit braucht es einen Bösewicht und? Menschen die alles mit sich machen lassen, ohne aufzumucken. Diese Mehrheitsgruppe ist Mittäter, denn ohne sie wäre vieles nicht möglich.
Wie oft höre ich den Spruch: Da kann man nichts machen.
Im warmen Sessel einen Spielfilm über mutige Menschen angucken, welche z. B. Juden damals versteckten, die Gutes taten und sich dabei denken: Ich hätte auch so gehandelt. Äh – NEIN!!!
Im warmen Wohnzimmer kann man sich schon sehr mutig fühlen.
In Anbetracht der angespannten Sicherheitslage der Welt, der Aufrüstung, den Waffenlieferungen und Eskalationen gegenüber Russland, ist es doch wichtiger am Sonntag mit der Familie Kaffee zu trinken und nicht an einer Demonstration für den Frieden teilzunehmen. Waaas, es besteht die Gefahr eines nuklearen Supergaus – kann leider nicht kommen, denn wir machen eine Radtour.
Was sagt man zu seinen Enkelkindern wenn sie fragen: „Was hast du damals getan um den Wahnsinn zu verhindern?“. Tja, was antwortet man da? „Ach weißt du Kind, wir konnten damals sowieso nichts machen und Sonntags tranken wir immer so nett Kaffee.“
Vielleicht haben wir einen Atomkrieg, viele schädliche Nebenwirkungen durch diese Geninjektion… einfach verdient. Die Mehrheit in diesem Land lässt doch alles mit sich machen, sagt nur: „Wo soll das alles noch hinführen?!“ und versinkt im warmen Sessel.
2021, eine Nachbarin einer meiner Töchter: „Man wird Ungeimpfte schon noch wegsperren.“
Jeder kann etwas tun. Es zählt schon, wenn er denkt, dass er etwas machen kann.
„Das einzige, was schlimmer ist als blind zu gehorchen, ist sehend zu schweigen“
Archiv des Jahres: 2023
Aus und vorbei mit rumdümpeln
Nachdem ich so handarbeitstechnisch in den vergangenen Wochen im trüben fischte, ist mir endlich ein Projekt ins Netz gegangen – das Mosaik häkeln.
Hab mir ein Video einer Reykiavikanerin angeguckt und bäm war´s um mich geschehen:

Was schnelles frisches

1. Zwei Luftmaschen häkeln. In die erste gehäkelte zehn feste Maschen arbeiten. Mit einer Kettmasche die Runde beenden. Ich beschreibe es nicht so ganz detailliert, da die meisten von euch gute Kenntnisse in der Häkelei besitzen.
2. Eine neue Farbe anschlagen. In das hintere Maschenglied zwei Luftmaschen, ein Doppelstäbchen und eine Luftmasche häkeln. In das nächste hintere Maschenglied ein Doppelstäbchen, zwei Luftmaschen und eine Kettmasche. In die folgende Masche wieder in das hintere Maschenglied eine Kettmasche, zwei Luftmaschen, ein Doppelstäbchen und eine Luftmasche…. Das werden die fünf Blüttenblätter.
3. Neue Farbe. In jedes vordere Maschenglied eine Kettmasche, zwei Luftmaschen und eine Kettmasche fabrizieren. Das wird der mittlere Blütenring.
Machen wir die Welt ein bisschen blumiger 🙂

Fast vorbei…
…ist der Winter. Auch wenn er sich für wenige Wochen noch mal ins zeug legen sollte, am Frühling führt kein Weg vorbei.
…ist doch die „Pandemie“ – lach. Auch wenn alle davon sprechen, an mir führt kein Weg vorbei. Für mich ist da nichts vorbei. Als „Nazi“ beschimpft, weil ich kritisch der ganzen Angstveranstaltung gegenüberstand und jetzt soll es einfach „normal“ weitergehen, ohne eine Entschuldigung, Aufarbeitung?
Menschen beschimpft, sie als Blinddarm der Gesellschaft bezeichnet, den man nicht braucht und jetzt so tun als sei so irgendwie doch nichts schlimmes passiert?
Ich vergesse nicht. Meine gutgläubige Haltung den Poltikern und Medien gegenüber hat sich in Luft aufgelöst.
Mit meinem Vertrauen ist es vorbei.
„Ich habe mitgemacht“ – Das Archiv für Corona-Unrecht
Eine Hommage an: „Möge die gesamte Republik mit dem Finger auf sie zeigen“


Es grünt so grün…
…auf der Fensterbank. Die vor einer Woche gesäten Gemüsezwiebelsamen beginnen zu keimen und wachsen. Erstmalig probiere ich mich in der Zwiebelaussaat. Mal gucken.
Im Gewächshaus sind dicke Bohnen in Anzuchttöpfchen gewandert, Spinat und Kresse genießen den ersten Bodenkontakt des Jahres. Blattstielgemüse kommt die Tage auch noch unter die Erde.
Der Boden im Glashaus bedarf einer Zugabe von, tja was? Da bin ich mir noch nicht ganz so schlüssig. Also. Der Boden ist im zu sauren Bereich. Hab schon mal Holzasche untergemengt, denn sie soll ihn quasi „entsäuern“. Manche tauschen den Boden aus. Durch die intensive, bei mir einseitige Hauptbepflanzung mit Tomaten wird der Boden irgendwas mit müde und sauer. Austauschen mag ich ihn nicht und so bin ich ganz amateurhaft am rumüberlegen wie er wieder in seine Kraft kommt. Ich werd einfach rumstümpern und laut jammern, falls der Versuch scheitert. Egal. Durch diese Zeit bin ich ein bisschen härter im Nehmen geworden.
Ohhh, heute ist es wieder ein Graus mit der Kommasetzung und der Klein- bzw. großschreibung. Auch egal. Ich lasse es so stehen wie es ist, denn so optisch gesehen schaut es ganz gut aus 🙂


Ganz ehrlich
Das Feuer im Ofen brennt. Ich sitze mit meinem Häkelzeug im Sessel davor. Der Mann schmöckert neben mir in einem Buch, den Hund zu Füßen. Idyllisch. Beim Blüten häkeln denke ich so vor mich hin. Über die Zeit, mein Tun und mein Sein auf diesem Blog. Ich denke, tja, jetzt wieder es schwierig das alles in Worte zu fassen. Ich versuche es. Ich bin bewegt vom Außen. Mal mehr mal weniger. Es beeinflußt mein Tun und Schreiben. Manchmal denke ich, es sollte hier so ganz lebensbejahend und positiv sein. Viele bunte Bilder um einen Ausgleich zum Draußen zu bekommen. Jeder hat doch die Nase voll. Ihr und ich. Irgendwie möchte ich euch was Gutes tun, euch hier bei mir eine angenehme Zeit bereiten. Das klappt nicht. Ich kann hier nur ganz sein, muss authentisch bleiben um meinen Blog Lebendigkeit zu geben. Bei mir bleiben, mit meiner Sicht der Dinge, mit den Blick auf das was mich aufregt und beschäftigt. Über die Scheußlichkeiten der Welt, den Schmerz der Ausgrenzung, die Angst vor dem Verlust einer guten Zukunft… über all das muss ich Schreiben. Man kann es nicht jedem recht machen und ich will es nicht jedem recht machen. Mit meinem Schreiben jetzt bestärke ich mich auf meinem Blog-Weg durch diese Zeit. „Schreibe wie dir der Schnabel gewachsen ist, geh aufs Ganze. Was hast du zu verlieren? Nichts, außer dich wenn du dich verbiegst, was du sowieso nicht kannst.“ Welche Balance will ich wahren – meine. Ich werfe hiermit das Gefühl über Bord, irgendwelchen Ansprüchen gerecht zu werden. Wem es zuviel meiner Realität ist, der clickt sich weg und das ist in Ordung.
