Bewährtes

Ohhh, ich guck grad aus dem Fenster, unseren aufgeschichteten Brennholzstapel im Blick. Was seh ich da, neben vielen Spatzen – eine Maus spaziert darin herum. Sieht süß aus, obwohl ich vor den kleinen Tierchen schreiend weglaufe. Und sagt man nicht wo eine Maus zu sehen ist, sind hundert davon im Hintergrund – oder so.
Egal, ein kurzweiliger netter Moment.
Manchmal brauche ich etwas mehr Sauberkeit im Haus. Das hält ein paar Tage an, in denen ich vermehrt putze. Dann ist es wieder gut für ein paar Wochen. Ohne Lesebrille, ohne den genauen Blick, lebt es sich ganz entspannt. So hab ich den kleinen Schemel-Bezug nach dessen Reinigung wieder aufgezogen.
Das muss eines meiner Anfangsprojekte gewesen sein. Jahrelang steht er unter dem Küchentisch und bietet eine gute Ablage für die Füße, wenn man sich in den Stuhl reinlümmeln mag, halb liegend, nach einem guten Mahl oder mit einer Kaffeetasse.
Grad jetzt nutze ich ihn auch.
Mit Staubsaugergetöse und dem Plattenspieler auf Lautstärkenanschlag drehte ich meine Runden im Haus. Radio hör ich seit 5 Jahren nicht mehr. Heute schätze ich den Plattenspieler wieder. Und dank meiner ältesten Freundin, deren musikalischer Fundus zu mir gewechselt ist, drehte sich heute die Stefanie Werger  (zügellos und frei) auf dem Teller.
Zum Vormittagskaffee leg ich mir den Tom Waits auf. „Martha“ – ein Lied welches mich nach vielen Jahren immer noch berührt.
Also – ich brüh mir jetzt ein Haferl auf…




Ein Kommentar zu „Bewährtes

  1. Huch, ein Mäuschen! Davonlaufen muss ich da nicht, ich finde die Viecherle ganz niedlich. Nur wenn die mir – wie vorletzten Winter geschehen – ins Auto kriechen und sämtliche Filter zerlegen, da hat der Spaß dann ein Loch. Ich musste leider zu Fallen greifen. Keine appetitliche Angelegenheit. Aber der Fuchs hat sich jedes mal über die bereits erlegten Gesellen gefreut, wenn ich die ihm kredenzt hab. 🙂
    Die Putzerei wird doch meist überbewertet, solange keine Seuchengefahr besteht ist alles gut. 😉 Um es gemütlich zu haben muss ja nicht alles blitzeblank sein, gell. Ich bin keine „schwäbische Hausfrau“.

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