Archiv der Kategorie: Die Natur

Raketenzaun…

…würde auch passen, denn er wurde am Wochenende ratzfatz vom Mann um den Gemüsegarten gezimmert. Staketenzaun ist die richtige Bezeichnung. Die Zaunlatten sind aus Walnussholz. Mir gefällt er gut wegen seines urigen Aussehens. Er ist lässig und bindet sich optisch tipitopi in unseren naturnahen Garten ein. 
Ihr wisst ja, dass bei uns seit letztem Jahr Laufenten beheimatet sind. Ernie und Bert. Das war einmal. Im Januar wollte sich ein Fuchs sein Abendessen bei uns abholen. Eat-to-go oder Enten-to-go. Ernie fiel tot um als er den Fuchs sah. Ein kurzer schmerzloser Abgang in den Entenhimmel. Bert wurde leicht verletzt und ist inzwischen wieder wohlauf. Eine Ente allein geht nicht und so haben wir nach tagelangeer Suche einen neuen Partner für ihn gefunden. Rudi ein langer Lulatsch. Und – Bert ist eine Berta. Ganz typisch sein – äh –  ihr dauerhaftes Gequake, welches sich dieses Jahr stark herauskristalliesierte. Rudi ist von der leiseren Sorte. Was sind die doch den Menschen ähnlich 😉 .
Bert(a) 😉  hat bisher noch kein Ei gelegt. Was noch nicht ist, kann noch werden, denn ab Februar beginnt die Eiersaison bei den Watschlern. Wenn es ganz dumm – äh – gut (wie man es betrachtet) läuft, gibt es vielleicht dieses Jahr Zuwachs. Mal gucken.
Also, der Staketenzaun bewahrt unser Gemüse vor den Enten.
Ich hab da schon eine Idee der wolligen Zaungestaltung. Was kleines, feines Buntes schwebt mir vor…





Es ist kalt in Deutschland



„Deutschlands politisch-medialer Komplex gleicht immer mehr einem Irrenhaus“ schreibt Reitschuster. Da gebe ich ihm recht. Die Zeichen stehen auf harten Lockdown bis Ostern.



Ein guter Bekannter sprach mit einem Berufsfeuerwehrmann. Dieser arbeitet in einer großen süddeutschen Stadt. So viele Selbstmörder wie er vergangenes Jahr vom Strick geschnitten, deren Überreste er von den Bahngleisen, Strassen gekratzt… hat er in seiner bisherigen langen Berufszeit noch nie.

Von Tieren und Pflanzen

Unsere Laufenten-boys erobern sich den Garten. Yeah. Das Geschiß auf der Terasse ist stark rückläufig. Yeah. Ernie und Bert schnabeln sich fleissig durch das Grün und minimieren den Schneckenbefall. Der Gemüsegarten interessiert sie bisher nicht, denn außer Mangold, Grünkohl, Lauch, Rote Beete und longlife Frühlingszwiebeln ist dort nicht mehr viel Zartes zu holen.
Es herbstelt. Kühle Nächte, warme Spätsommertage, hie und da schon verfärbendes Laub an Bäumen… Jetzt gilt es die Nüsse von den Sträuchern zu schütteln, die reifen Birnen und Äpfel zu trocknen, Zwetschgen einzufrieren, für leckeren Kuchen über den Winter…
Erntezeit – schön  🙂









Für meinen Hund mach…

…ich den Söder.
Fritzi, unser Wuffel aus einer Tötungsstation, begleitet uns seit fast zwei Jahren. Hat sich sehr gut eingelebt. Dem anfänglichen „Fiepwahnsinn“ sind wir entronnen und diverse andere „Macken“ (Socken klauen und darauf herum mümmeln) haben sich gelegt. Als Dackel-Terrier-Mix ist er kein gemütlicher und langsamer Hund. Ein übersteigertes Selbstbewußtsein gepaart mit einem großen Mitteilungsbedürfnis (wuff, wuff) schlummert in seiner Dackelbrust. Er ist clever, wach und auf seinen kleinen Beinchen legt er problemlos Kilometer um Kilometer zurück.
Knackpunkt war bisher „Besuch“. Fast zeitgleich mit der Haustürklingel erscholl sein Gebell. Unterschiedliche Strategien durchprobiert: Desensibilisieren – immer wieder selber an der Tür klingeln, ablenken mit einem besonderen Spielzeug… Die ganzen Maßnahmen hatte er schnell durchschaut. Seit wenigen Wochen habe ich ein neues Vorbild in der Hundeerziehung mit durchschlagendem Erfolg: Söder. Ich agiere mit meinem Hund wie der bayrische Ministerpräsident. Lasse den Chef raushängen und drohe bei Zuwiderhandlung. Ich sage klar wo es lang geht, ohne wenn und aber. Es klingelt, der Hund macht ein Wuff und ich bin sofort zur Stelle. Innerlich zwei Meter groß, verweise ich ihn klar und scharf,  ins Körbchen. Spurt er nicht umgehend, werd ich lauter und wachse noch einen halben Meter. Funktioniert. Klares Signal: Ich bin der Boss und ansonsten hat niemand was zu melden.
Gestern empfing ich mehrere Gäste und es herrschte Ruhe – Wahnsinn! Danke Söder wuff, wuff! Mit deiner Art halte ich, wuff, die Situation unter Kontrolle. Der Zweibeiner – äh – Vierbeiner fügt sich und begehrt nicht auf.



PS: Waren nicht der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer und der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelo bezüglich der verordneten Maßnahmen auf Abwegen. Sprachen sie nicht von Lockerungen und gar Rückkehr zur Normalität… Diese bösen Buben. Mit strenger Hand (mutmaße ich) wurden sie wieder in die Spur gebracht. Erziehung mit Nachdruck, wie bei meinem Hund 😉