Archiv des Jahres: 2017

Macht Laune: Wandteller basteln


Wollte ich schon lange und bin nie fündig geworden: Bunte Wandteller.
Da blieb mir nichts anderes übrig als sie selberzumachen. Beim Schlendern durch einen „Billigschuppen“, Ramschladen fielen mir die bunten Plastikteller sofort ins Auge. Genau meine Farben. Kostentechnisch gesehen sehr billig. Eine Packung mit 6 oder 7 Tellern kosten 1 bis 2 Euro. Früher habe ich diese Läden gemieden. Heute bummle ich gern mal durch. Staune über Kurioses, Hässliches. Zu 98% finde ich „Schrott“. Aber aus den verbleibenden 2% lässt sich schon was Nettes zaubern. Wie nun diese Wandteller.






Die jüngste Tochter hat auch mitgemischt auf dem heillos überladenen Tisch. Aus allen möglichen Ecken haben wir Diverses zusammengetragen um in die „Vollen“ greifen zu können. Heißkleber, Sprühkleber, Klebestift, Kraftkleber, normaler Kleber, Tortenspitze aus der Speisekammer, Wolle, gehäkelte „Rumlieger“, Perlengedöns was nie Verwendung fand bis auf Heute, Servietten aus der hintersten Schubladenecke…




Nach dem Motto: Ganz viel und schräg kombinieren, dann wird aus hässlich irgendwann wieder schön. Aber die Schönheit liegt ja immer im Auge des Betrachters 😉


Ich bin mit krawumm an die Sache. Hirn ausschalten und loslegen ist meine Devise. Einfach machen und nicht viel überlegen. Es gibt nichts zu verlieren.

Sehr freue ich mich über den „Vogelteller“ mit den goldenen Punkten. So einen kann nur meine Tochter fabrizieren. Geduldig hat sie das Federtier ausgeschnitten und sorgfältig aufgeklebt. Schön! Ich hätte es nicht so gekonnt. Temperamentstechnisch und Geduldsfadenreißend 🙂

So eine Aktion kann ich euch wärmstens empfehlen. Ob Jung oder Alt, jeder hat seinen Spaß. Stellt euch vor, wenn jeder so Diverses mitbringt was für eine tolle Auswahl ihr an Dekomaterial habt!! Tut mal schön gemeinsam basteln. Oder auch nicht 🙂

Applaus – crochet blanket oder Häkeldecke im Rautenmuster

Habe den Häkelgroßprojekthimmel erklommen. Eine wirklich große Decke ist entstanden.
Wurde größer als anfänglich gedacht. Macht nix.
Ins Deckenhäkelfieber werde ich nicht verfallen. Aber dieses langwierige Häkelgroßprojekt hat sich für mich gelohnt und auch die meiste Zeit Spaß gemacht. Zwischendurch gab es natürlich Zeiten, in welchen ich sie nicht mehr sehen konnte. Die Berge an gehäkelten Rauten, mit dem Wissen, dass noch viele zu arbeiten waren. Eine Flaute beim Zusammenhäkeln kam ebenfalls auf. Sie ebbte in Anbetracht des baldigen Erreichen des Deckenhafens schnell wieder ab. Ähm – Flaute und abebben – doppelt gemoppelt 😉
Befinde mich bereits wieder beim Abstieg ins Tal der zeitlich überschaubaren Nettigkeiten.
Hier präsentiere ich, sehr proudly, my new Zudeckteilchen 🙂



Informatives: Gearbeitet aus 72 Rauten aus Acrylgarn. Aus Baumwolle wäre sie vermutlich sehr schwer zu schleppen. Wenn man dreimal „aus“ schreibt so bringt das Glück, habe ich spontan beschlossen.
Diverse halbe Rauten und geviertelte halbe Rauten. Mit schwarzer Wolle zusammengehäkelt, erhält sie einen schönen Kontrast und die verschiedenen Farben treten intensiver hervor. Ah ja, die Rauten sind aus Stäbchen gearbeitet und ich habe in jeder Reihe am rechten und linken Rand eine Masche zu- beziehungsweise abgenommen.
Die Rautenmitte zählt 26 Maschen.


Mein kitschig-kindisches Dienstags-Tagwerk

Las ich neulich in der Wochenzeitung einen amüsanten Artikel über das Älterwerden.
Die Autorin schreibt, sie hätte sich Kärtchen mit der Aufschrift „Mal aufs Alter achten“ drucken lassen. Diese steckt sie ihren sich nicht altersgemäß peinlich benehmenden Freunden über 30 Jahren, dezent zu.
Genau so ein Kärtchen würde sie in meinen Briefkasten werfen, wenn sie mein heute selbst zusammengezimmertes Postkastenbeschriftungsbrettchen sehen würde. Sicher.
Aus dem Holzschuppen habe ich mir ein kleines Brett gegriffen und es lackiert. Die Ecken und Kanten sind naturbelassen, nicht abgeschliffen. Das geht auch und tut nicht weh. Außer meinem Mann, wenn er das liest. Da krümmt sich in ihm die Handwerkerseele. Macht nix. I did it my way und das geht auch 🙂


Aus meinem Häkelfundus einen Borte mit Heißkleber drangepibt. Diverse Perlen auch noch angeklebt, weil das Hantieren mit der Heißklebepistole mir richtig Spaß macht. Ruckizucki. Ohne vorheriges langwieriges detailgetreues aufskizzieren das Postwort und diverses Grün draufgemalt – fertig.

Bei der Aufhängung ein bisschen herumexperimentiert, eine Kordel gedreht – das Leben kann so unkompliziert sein.

Das Schild ziert die Holzschuppenwand über dem Briefkastenschlitz.
Von außen wirft der Postbote die Briefe, Zeitung… in den Schuppen. Eine vom Mann ausgetüfftelte Vorrichtung innen fängt den Papiereinwurf auf. Unser Holzschuppen ist quasi ein riesiger Postkasten. Ihr könntet tonnenweise Fanpost an mich schreiben. Hätte alles Platz  😉

Das Fenster ziert seit heute ebenfalls eine bunte Borte. Im Sonnenschein auf der Bank vor dem Schuppen sitzend, fabriziert. Erneutes krümmen der Handwerkerseele meines Mannes. In Ermangelung von kleinen Nägelchen habe ich zu etwas größeren Nägeln bei der Befestigung am Fenster, gegriffen. Macht nix. Sie dürfen ruhig etwas abstehen. In diese Ecke kommt sowieso kaum jemand. Ups – außer ich zum Fensterputzen. Werde schon nicht dran hängen bleiben. Dann putze ich einfach seltener oder nie, dann ist das auch kein Problem.


Splish, splash – Bubble Schwamm häkeln

 

Sorry, ich bin nicht einzigartig, Menno. Und ich dachte ich wäre so ganz, ganz anders als alle anderen. Nein, ich bin „Masse“, schwimme im lenkbaren Schwarm mit. Diesmal auf dem Spülschwarm – äh – Schwamm. Bin auf den In-Zug aufgesprungen und habe bunte Spülis aus Rico Creativ Bubblegarn fabriziert. Und es macht auch noch Spaß. Im Konsumentenstrom mitzukraulen hat was. Wahrscheinlich denkt jeder von sich er sei so unwahrscheinlich anders als alle anderen. Ganz viele Individualisten auf einen Haufen ergeben auch wieder „Masse“. Mal ist es ein Strom, ein Meer oder ein kleiner Bach, in dem wir uns tümmeln, aber so ganz speziell allein sind wir nie. Auch schön.
Nicht allein zu sein auf der Welt, das ist doch schön tröstlich 🙂


Tipps der Wolldealerin, von wo ich sie gekauft habe:
Nicht in Topflappengröße häkeln, sonder kleiner.
Zwei identische Teile arbeiten und diese dann zusammenhäkeln oder nähen.
Sie werden nicht gefüllt. Das Volumen ergibt sich aus der verarbeiteten Wolle.
Meine Erfahrung dazu:
Stimmt alles was sie gesagt hat und nehmt es mit den Maschen nicht so genau. Durch das flauschige Garn ist es manchmal nicht einfach zu erkennen wo sich die Masche genau befindet. Einfach nach Gefühl arbeiten. Fehler sind nicht zu sehen.


Habe für euch mal aufskizziert wie ich meinen Spüli gearbeitet habe. In der letzten Runde habe ich einfach die Maschen nach Gefühl und wie ich sie so untergebracht habe in die Vorrunde gehäkelt. Nochmal: Gaaaanz locker bleiben 🙂 Es ist ja nur ein Spülschwamm 😉


Also. Geschirrspüler aus der Küche verbannen und ausschließlich von Hand mit Häkelspüli den Abwasch bearbeiten! Oder so, oder auch nicht.

Nachtrag: Inzwischen ist er in Gebrauch und er erfüllt seine Aufgabe sehr gut 🙂

Raus aus der muffigen Klamottenkiste

Habe das Filethäkeln für mich entdeckt. Alte  Muster mit frischen Farben und nicht unbedingt mit einem mikroskopisch dünnem Garn verarbeitet, hat was!
Mein Rosenmuster findet ihr hier auf meiner Pinterpinwand unter der Bezeichnung: Deckchen eckig Rosen. Fotografiert in den Siebzigern. Das  vermute ich aufgrund des braun-rustkalen Stylings. Aber lasst euch nicht abschrecken.
Gefüllte und ungefüllte Kästchen häkeln ist sehr sehr meditativ. Bei den ganzen Quadraten bleibt im Kopf kein Platz für andere Gedanken. Quasi: Quadratisch praktisch gut 🙂
Hoffentlich nimmt mein Kopf nicht diese Form an. So „Quadratschädelmäßig“.



Das Filet garniert mit etwas Grün.




Bei den schönen Farben verfalle ich immer in einen „Knipsrausch“. Kann mich von fast keinem Foto trennen. Habt ihr wahrscheinlich schon bemerkt 😉