Archiv des Jahres: 2022

Projektbeschleuniger

Draußen liegt viel Schnee. Im Garten könnte ich mir einen Schneemann bauen und das ist schon alles, was möglich ist. Umso kälter es draußen ist, desto mehr glühen die Strick- und Häkelnadeln. Ein vor sich hin dümpelndes Strickprojekt wurde reaktiviert. Gestern wuchs meine Strickweste gefühlt um Meter. Die Hälfte ist fast geschafft. Im Handarbeitsrausch hab ich gleich ein weiteres langes Häkelprojekt ins Leben gerufen. Ein Ganzjahresschal soll es werden, das Dingens auf den Fotos. Etwas wärmendes für eine Rollerfahrt, einen Abend am Lagerfeuer, ein Frühstück am kühlen Waldesrand… Ich häkle mir schöne zukünftige Aktivitäten herbei. Also hat das winterliche Spektakel auch sein Gutes 🙂





Mein Leben als C.-Jungfrau

Bin ich ein Geist? Der März ist  vorüber und ich müsste eigentlich mein Dasein nicht mehr auf, sondern unter der Erde fristen. Vor einigen Monaten sagten doch Politdarsteller, dass im März die Menschen entweder geimpft, genesen oder gestorben sein werden.
Hilfe, ich kann mich in keine der angekündigten Kategorien einordnen.
Hilfe, ich bin noch Jungfrau, eine Corona-Jungfrau.
Nicht gespiked und nicht erkrankt. Kein Husten, Halsweh und Schnupfen in den letzten zwei Jahren der „Seuche“. Habe meine sozialen Kontakte gepflegt, Menschen innig umarmt… 
Draußen schneit es. Ein guter Tag um über ein neues Wollprojekt nachzudenken 🙂

Abtauchen…

…in halbwegs grüne Welten 😉
Am schönsten ist es draußen. Pferdescheißeeimer schleppen für die Gemüsebeete, mit Harke und Schaufel jemandem beim Pflanzen einer Hainbuchenhecke helfen, meinen zweiten Gemüsegarten langsam in Form bringen (Fotos demnächst mal)…
Ich mache mir den Kopf frei, begleitet von Vorgelgezwitscher (den Schreibfehler lasse ich unkorrigiert, denn das neue Wort ist irgendwie schön 😉 )
Sollte eine liebe Freundin oder Bekannte hier lesen, dann sei gesagt: Ich melde mich mal wieder. Kann vielleicht noch dauern, da der Drang in die Natur augenblicklich sehr mächtig ist. Aber – ich denke an dich 🙂
So. Nun Bilder von schiefen und geraden Gartenaccessoires, heranwachsendem Grün, Salat, Bärlauch…
PS: Die am Boden liegende Kunststoffflasche liegt als Erinnerung dort. Hab gesehen, dass man daraus Minigewächshäuser für eine Gemüsepflanze machen kann. Einfach den Boden abschneiden und über das Pflänzchen stülpen. Der Deckel muss auch abgeschraubt werden, zwecks der Belüftung.
Und der schwarze, große Topf ist aus einem alten Dämpfer. Dieser stand in einem Schweinestall. Der Innentopf, in welchem vor vielen Jahrzehnten noch die Kartoffeln für die Schweine „gedämpft“ wurden, dient mir als Pflanztopf für Paprikapflanzen. Im Mai pflanze ich sie rein.















Verlieren – gewinnen

Rückblickend habe ich in den letzten zwei Jahren viel verloren bzw. aufgeben müssen:
– mein Ehrenamt in einem Seniorenheim
– mein Mitspielen in einer Improgruppe
– meinen Handarbeitstreff
– meine Schreibgruppe
Meine kompletten Freizeitaktivitäten sind flöten gegangen.
Nicht zu vergessen, etliche Bekanntschaften.
Nun steht mein kleiner Job als Dekoratöse auf dem Spiel.
Rückblickend ist es, wie es ist. In manchen Fällen auch ganz gut so.
Mein Leben verändert sich. Neues, Gutes und Anderes ergibt sich.
Gestern auf dem Montagsspaziergang für eine freie Impfentscheidung, für ein Miteinander… kamen wir an abgelegtem Sperrmüll vorbei. Und was habe ich da entdeckt?! Diesen grandiosen alten Stuhl! Ist er nicht gigantisch?! Nach einer gründlichen Reinigung steht er tipitopi da.
Gestern wurde ich unverhofft sehr reich beschenkt vom Leben. Danke!
Ich freue mich sehr 🙂