Archiv der Kategorie: Manch anderes

Habt ihr was Schönes…

…für mich zu berichten? Bin auf der Suche nach Aufbauendem, Mut machenden…
Ab in die Kommentarspalte damit. Würde mich freuen und etliche Leser bestimmt auch 😉 🙂
Ich versuche keine Erwartungen zu haben und nicht traurig zu sein falls nichts kommt 😉
Bin ja nur Getipptes auf eurem Handy, Computer… Mich kann man schnell wegklappen oder wegdrücken. Ich schreib das einfach so, ohne sentimental zu sein . Hm – oder bin ich es doch…
„Ich bin keine Maschine“ 😉
Für euch gibt es Fotos vom gefleckten Lungenkraut. Es wächst in einer Ecke des Gewächshauses. Lezteres müsste dringend gereinigt werden. Die derzeitige Kälte steht mir im Weg, denn ich will nicht daran fest frieren.




Wollte nur mal sagen…

…dass ich regelmäßig an Protestmärschen und Spaziergängen für eine freie Impfentscheidung, für ein Miteinander der Menschen…. teilnehme.
Ich mache weiter. Die paar „Lockerungen“ lassen mich kalt. Ich ziehe die Straße einem Cafe am Sonntag vor. Punkt.
So. Bleiben wir miteinander stark und stehen füreinander ein. Gemeinsam statt distanziert und einsam.
Euch einen schönen Tag, belebendes Vogelgezwitscher und warme Sonnenstrahlen im Gesicht 🙂



Servus Olaf, du Bundeskanzler

Olaf, wir beide leben in schweren Zeiten. Da muss ich dir ganz unverblümt einen beträchtlichen Teil Schuld an meinem Unwohlbefinden zuschreiben. Mit Gewalt willst du mich zur Spritze treiben. Sag mal, haben dir deine Eltern keine Manieren beigebracht? So geht man doch nicht mit seinen Mitmenschen um. Du Olaf, sei da mal ein bisschen achtsamer.
Aufgrund meines erhöhten Entspannungsbedürfnisses stricke ich mir schon fast die Finger wund. Ich hänge an der Nadel. Apropos hängen – es hängt ja auch manchmal Dreck am Stecken. Du verstehst doch, oder? Naja, ich meine du hast es ja auch nicht leicht, zur Zeit. War da nicht was mit einem Skandal? Cum-Ex oder so. Und irgendwas mit Steuerhinterziehung liegt bei dir doch auch in der Luft. Kann schon verstehen, dass sich da etwas aufstaut, bei dir. Reagierst du deinen Überdruck am Ende bei mir als „Ungeimpfte“ ab? Olaf, mit dem Stress ist nicht zu spaßen. Such dir doch bitte adäquate Hilfe. Und – mit dem Karlchen an der Seite würd‘ ich persönlich auch durchdrehen. Der sollte vielleicht an der Dosierung, von was auch immer, schrauben. Merke: Weniger ist manchmal mehr. Einen Tipp hab ich noch, Olaf. Den gab ich auch meinen Kindern in der Pubertät: Nimm einen Sandsack und drisch auf den ein. Ein Kopfkissen tuts zur Not auch. Da würde uns beiden sehr geholfen sein.




Erinnerung an damals…

…als man noch ohne Maske, Test… einfach in einen Laden eintreten durfte.
Damals, als man einfach eine Türklinke niederdrückte und einen Raum betrat, nett von jemandem angelächelt wurde, entspannt bummelte, sich zwischen anderen Kunden durchdrückte…
Damals, als ich noch ein Café betreten durfte…. Nach einem Spaziergang durch die Stadt einkehren, den Geruch von Kaffee in der Nase, das Stimmengewirr und die kuschelige Enge…
Damals kaufte ich mir diese Häschendose. Sie steht das ganze Jahr an ihrem Platz und erinnert an Damals…




Ich bin verwirrt

„Glaube nicht, was du denkst“ stand auf dem Plakat eines Mannes. Er stand am Straßenrand als wir, eine Gruppe Montagsspaziergänger, an ihm vorbei liefen.
Seither bin ich verwirrt. Wenn ich jetzt denke: Die Küche ist voll mit benutztem Geschirr, Zeit zu putzen – huch – dann soll ich es sein lassen oder?
Nach vier Tagen denke ich: Es stinkt inzwischen gewaltig im Haus und ein Kochen zwecks fehlendem sauberen Geschirr unmöglich, Zeit zu putzen – huch – ich soll ja nicht glauben was ich…
Seit über 15 Jahren gehöre ich einer Freizeitgruppe (gemeinsames Schreiben) an. Sechs Frauen, die sich einmal im Monat treffen. Seit Januar diesen Jahres darf ich daran nicht mehr teilnehmen, da ich „impf“-frei bin. Es sind ältere Damen, teilweise mit Vorerkrankungen.
Ich habe eine Mail geschrieben, da ich weiterhin über die nächsten stattfindenden Termine informiert werde:
„Liebe XY, nimm mich bitte aus dem Mailverteiler raus. Als Ungeimpfte macht es keine Freude, den immer wiederkehrenden Ausschluss mitzubekommen bzw. die Diskriminierung.“
Ich habe eine Antwortmail bekommen:
„Deine Diskriminierung ist Konsequenz in dieser Zeit. Die dt. Sprache ist vielfältig einsetzbar, das wissen alle Schreiberlinge.“
Ich bin verwirrt. Ich verstehe die Kommunikation nicht mehr.
Eine weitere Teilnehmerin schrieb mir:
„…ich denke XY Verhalten hat nichts mit Diskriminierung zu tun, sondern mit Angst. Sie gehört der vulnerablen Gruppe mit Vorerkrankungen…“
Ich bin verwirrt. Ich kann verstehen, dass Menschen Angst haben.
Zu welchen Handlungen berechtigt die persönliche Angst Menschen…
Wann werden ängstliche Menschen wieder normal mit mir leben können…


Der deutsche Michel und…

…die deutsche Michela.
Der Ausdruck „deutscher Michel“ entstand wahrscheinlich in der Renaissance, als nationale Personifikation der Deutschen. Attribute wie z.B. träge Verkatertheit, Verschlafenheit, Völlerei-bedingte Schwerleibigkeit… sind ihm zuzuordnen. In meinen Augen eine etwas tumbe Gestalt mit einem geistigen Horizont, der bei den Zehen sein Ende findet.
Ich habe nun dem besagten Michel eine Michela an die Seite gestellt. Stelle sie mir beide vor, wie sie lustlos im Fernsehsessel lümmeln und mümelnd in die Glotze starren. Bilder um Bilder flimmern an ihnen vorbei. Jeden Mist nicken sie ab und weiter. Scheiße quillt aus der Glotze und sickert auf dürres, braches Geistesland, um sich dort dankbar niederzulassen.
Die Michels haben auch Kinder. Der kleine Michel marschiert an die Universität, um Wissen in seinen Schädel zu quetschen, nebenbei dem Karli L. zu huldigen, der ja eine so süße Fliege trägt und ein toller Kerl sein muss. Karli sieht aus wie ein durchgeknallter Professor, der einer Anstalt entronnen ist und spricht entprechend wirr. Der kleine Michel aber findet sehr viel wahres in den Wortfetzen apokalyptischen Inhaltes. Klein Michela steht am Wegesrand um Demonstranten zu beschimpfen. Sie sieht überall Nazis auf der Straße umher laufen.
Viele Michels tummeln sich zurzeit in deutschen Landen. Als „Untertanen“ bezeichnete sie einstmals ein großer Schriftsteller. Mir gefällt der „Michel“ besser. 
Mit Vorsicht ist er zu genießen, denn übersteigt etwas sein begrenzetes Aufnahmevolumen, so reagiert er mit Gewalt. Haben doch nicht letztes Wochenende auf einem Spaziergang in Regensburg, Antifa-michels einen friedlichen Spaziergänger krankenhausreif geprügelt. Macht nix, haben sich die Pressemichels gedacht und einen Mantel des Verschweigens darüber gebreitet. Hätte aber jemand,  nur aus Versehen, die kleine Michela geschubst – Mordio hätte es gegeben…
„Verrecken sollen sie, die Ungeimpften“, wettert hier ein Dorfmichel bei mir. „Vor dem Krankenhaus krepieren…“ ein anderer. In Regensburg veröffentlichen einige die Adressen der Veranstalter von Demonstrationen für eine freie Impfentscheidung. Säen Haß und rufen auf zu Schlimmem…
Heute in Regensburg, bei einem Umzug, bin ich vor den kleinen Michels und Michelas stehen geblieben und habe ihnen in die Augen geschaut. Ich habe keine Angst und lasse mich nicht von den großen und kleinen „Untertanen“ von etwas abbringen, von dem ich aus tiefstem Herzen überzeugt bin, dass es der einzige Weg jetzt ist:  friedlich auf die Straße zu gehen, für ein freies gemeinschaftliches Leben.

Über die Dummheit: Bonhoeffers Theorie der Dummheit

Zitat:
Moralische Grundsätze hängen
nicht von einer Mehrheit ab.
Falsch ist falsch, auch wenn jeder
falsch liegt. Richtig ist richtig,
auch wenn niemand recht hat.