Archiv der Kategorie: Manch anderes

AHA – die neue Glücksformel

Was ist es doch schön, ein kollektives AHA-Erlebnis zu haben. AHA, das rundum sorglos Paket, der Survialguide für die virengepeitschte Zeit. A für Abstand, H für Hygiene und A für Alltagsmasken. Wichtig sind wir jetzt. Aber Hallo! Jeder von uns mit Mundschutz. Aber Hallo! Den trugen vorher nur Ärzte, Chirurgen und viele Menschen in Filmen wie „Contamination“. Und jetzt wir! Es geht doch um unsere Gesundheit. Stress wirkt sich auch nicht förderlich auf den Organismus aus. Nur gut, dass wir, durch die hysterische Berichterstattung verstörten und gestörten Menschen, im Lockdown tief durchatmen durften. Wir haben uns entschleunigt, bis zum seeligen Dahinschlummern. Kein Druck, kein Stress, nichts verpassen, weil ja alle nichts verpassen. Globaler Wellnessurlaub…
…auch für den Kinobetreiber. Der hat jetzt den ganzen Saal für sich mit freier Platzwahl. Kein Tütengeraschel, Gequatsche. Seelige Stille. Gönnen wir ihm diese Auszeit und streamen uns die Filme bequem auf der Couch. Amazon, Netflix wollen doch auch überleben.
…auch für das kleine Reisebüro um die Ecke. Unbehelligt von Kunden stundenlang, tagelang in Hochglanzbroschüren schmöckern. Wohin geht die letzte – äh – nächste Reise. Da baumelt die Seele locker am Ast. Einfach durchhängen. Gönnen wir ihnen diese Auszeit und buchen unseren Urlaub auf booking… Diese Plattformen wollen doch auch überleben.
…auch für das kleine kuschelige Café in der Strasse. Ist doch chillig, wenn sich der Besitzer mal in aller Ruhe selbst ein Tässchen Kaffee aufbrühen kann. Keine Eile, keine Hetze. Mit den neuen Mindestabständen zu den Tischen entschleunigt sich der Cafébetrieb auch noch nachhaltig. Super. Zwei Tische sind auch viel übersichtlicher. Hach, da fühlt man sich als Kunde wie zuhause, allein im Wohnzimmer. Geruhsame Stille.
…auch für den kleinen Getränkehändler. Der ist jetzt reich an Flaschen. Wasser, Bier, Limonade ohne Ende. Ich beneide ihn. Keine lästigen Lieferungen für Veranstaltungen und Feste. Er hat es schön! Er kann entspannt die Flaschen allein leeren. Sich geruhsam die Welt schön trinken. Prost! Auf dein Wohl.
…für meinen Mann und mich. Schön dass wir jetzt soviel Zeit für uns haben. So kurz zu arbeiten und schon sitzen wir wieder friedlich vereint am Küchentisch. Als wären wir gar nicht weg gewesen. Weniger Geld? Macht nix. Wir müssen ja nicht hungern, haben fliessend Wasser und Strom. Uns geht es gut. Scheiß auf das Materielle. Haus abbezahlt oder nicht – egal. Mal den Arbeitsstress rausnehmen. Und sollten wir beide auf der Straße stehen –  macht nix. Wir verbringen unsere Zeit nett im Garten, denn da gibt es immer was zu tun. Sollten wir dann doch mal verzweifeln dann greifen wir zu unserer neuen Glücksformel: Halten mehr Abstand zueinander, waschen uns die Hände und setzen unser Alltagsgesicht – äh – Alltagsmaske auf. AHA hilft! Sicher. So sicher wie das Amen in der Kirche. Ups, das ist aber bei uns nicht mehr zu hören, weil die acht Kirchgänger vom Dorf nicht mehr rein dürfen, zwecks Ansteckung. Huch, jetzt muss ich schnell Abstand halten von diesen dummen, dummen Gedanken und mich reinwaschen und meinen Mund verhüllen.

Gute Meldung: Es verlieren nicht alle! Hurra! Die von SAP entwickelte Corona-Warn-App kostet dem Bund äh- uns etwa 20 Millionen Euro. Gönnen wir es SAP. Und – monatlich kassiert die Telekom 3,5 Millionen Euro für die Corona-App-Hotline! Wird doch eh im Augenblick wie verrückt Geld gedruckt, damit die Wirtschaft nicht ganz so schnell abschmiert. Da kommt es auf die paar Kröten… Man muss auch gönnen können. Geiz ist doch nicht geil.


Wenn Männer auf Masken stehen…

…kann es gefährlich werden für uns. Unser bayerischer Übervater scheint ein Maskenfetischist zu sein. Ich zitiere ihn: …zum Glück sind in Bayern nur noch 0,01% infiziert. Darauf zu setzen, das Thema würde sich von selbst erledigen, ist trotzdem zumindest naiv: Solange es kein Medikament und keinen Impfstoff gibt, bleibt als einziges wirksames Instrument: Distanz, Mund-Nasen-Bedeck…“.
0,01% sind infiziert. Sie sind infiziert, aber es wird nicht erwähnt, ob sie überhaupt Symptome haben geschweige denn erkrankt sind. Der Begriff „infiziert“ ist ja nur schwammig und nichtssagend.
Und ups, das Thema erledigt sich doch gerade von selbst. Hallo 0,01%!!! Da wird ein extremes Vorsichtigkeitsprinzip angewandt, aus dem es schier kein Entrinnen in die Normalität mehr gibt. Masken forever, oder täglich grüßt das Murmeltier.
Tja, der Masken-Fetisch, da hängt man dran wie der Junkie an der Nadel.
Das Robert-Koch-Institut sagt, es gibt HINWEISE auf eine Reduktion des Ansteckungsrisikos durch das Tragen einer Maske, für gesunde Personen in Haushalten mit einem Erkrankten. Es gibt aber keine Evidenz (faktische Gegebenheit) für den Schutz durch eine solche.
Die WHO sagt, dass es keine Gewissheit gibt, dass die Masken effektiv in der Reduzierung der Verbreitung der Viren etwas bringen. Selbst der Star-Virologe Drosten schreibt der Maskerade wenig Nutzen zu.
„Papi, geh doch mal zu einem Arzt und lass es dir erklären. Den Sinn und Unsinn…“

Auf Youtube zu finden: Nutzen und Risiko der Maskenpflicht Dr. med. Walter Weber – von „Ärzte für Aufklärung“
und „Hirnforscher: Masken können Verhalten nachhaltig verändern. Prof. Gerald Hüther im Gespräch“

Nachtrag:
Zitiere aus einem Beitrag über Dänemark in der taz: …Zahl der Infizierten sinkt, obwohl Grundschulen und Kindergärten seit sechs Wochen wieder geöffnet haben und seit drei Wochen auch das gesamte Handels- und Gastgewerbe. Außerdem gibt es in Dänemark wie im restlichen Skandinavien auch in Geschäften, Bussen und Bahnen keine Pflicht für Mund- und Nasenschutz. Regierungen und Gesundheitsbehörden aller nordischen Länder halten Masken für überflüssig“



Sprechen wir darüber

Eine Kommentatorin, zu dem Beitrag „Guten Morgen Tagebuch“, regt zur Diskussion über die aktuellen Coronamaßnahmen und der individuellen Sichtweise darauf an. Das finde ich gut. Machen wir das. Tauschen wir Meinungen und Erfahrungen aus unserem derzeitigen Leben, in der Kommentarspalte zu diesem Beitrag aus.
Helmut Schmid: „Eine Demokratie, in der nicht gestritten wird, ist keine“
Habe mir gerade ein E-book downgeloaded bei Weltbild: „Corona Fehlalarm?“ Zahlen, Daten und Hintergründe von Prof. Dr. Karina Reiss und Prof. Dr. Sucharit Bhakdi

Guten Morgen Tagebuch

Morgens brauche ich Zeit um doof im Bett zu sitzen bevor ich in den Tag starte. Mit einer Tasse Kaffee in der Hand sitze ich im Bett, beobachte den Starenkasten im Kirschbaum vor dem Fenster, lasse meine Gedanken kreisen. Ab und an wenn es zu kreiselig wird, greife ich zum Tagebuch. Notiere querbeet alles was mich beschäftigt.

LIebes Tagebuch, gestern hörte ich, dass Eltern kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges ihre 12 bis 15 jährigen Söhne in den Krieg schickten als Kanonenfutter. In guter Absicht. Mütter und Väter taten das. Menschen wie wir. Im Mai 2020 mussten Schulkinder mit Gummihandschuhen und Mundschutz bekleidet in den Schulbus steigen. Die Sitze waren mit Mülltüten überzogen. Sie durften nicht nach links und rechts schauen und mit niemanden reden. In guter Absicht. Mir wird schlecht. Wo sind die Eltern, die aufschreien? Was tun wir unseren Kindern an!! Ich verstehe es nicht mehr. Die Mutter, die das berichtete, heulte als sie das mitansehen musste. Ich heulte als sie es erzählte. Ich verstehe es nicht mehr. Ich dachte ich lebe in einer vernünftigen Welt, wo grausames Vergangenes sich sicher nicht wiederholen könnte. Tut es, nur in einer anderen Form. Eine liebe Freundin arbeitet auf einer Coronastation. Diese wird mangels Bedarf aufgelöst. Ein Patientin, eine muntere 80jährige hatten sie die letzten Wochen zu betreuen. Und nun der ganze Wahnsinn mit immer neuen Maßnahmen. Und wieder könnte ich kotzen. Dieser Tage bin ich froh dass ich keine Enkelkinder habe. Froh, dass keine der Töchter schwanger ist. Froh nicht mehr ganz jung zu sein. Ich würde in diese Welt, so wie sie jetzt ist, kein Kind mehr setzen wollen. Einen Baum pflanzen – ja, aber… 
Kann sein dass mir Leser den Rücken kehren werden. Ja. Ich kann nicht hier sein und die Welt außen vor lassen. Der Blog ist mein Wegbegleiter. Aber dauernd um das Thema kreisen will ich auch nicht. Aber nicht kreisen und still sein, nicht den Mund aufmachen kann ich auch nicht. Manchmal denke ich mir: Ich lasse mich einfach am Arsch lecken. Schau nicht mehr in den Fernseher, bestelle die verbliebene Zeitung auch noch ab und mach es mir  – ja was? Isoliert gemütlich? Nein, ich bin doch ein soziales Wesen. Ich spreche gern mit Menschen und stelle schöne Projekte auf die Beine.  Per Whatsup bin ich mit ihnen noch in Kontakt. In diesen Gruppen hab ich auch schon meine Zweifel an manchen Maßnahmen kund getan. Ui, da ist mir schon harter Wind entgegen geblasen, oder ich hörte nichts. Ja, die meisten schweigen dazu. Eine schweigende Masse. Hatte schon  Bedenken aus einer Gruppe hinausbefördert zu werden. Ja, ich ziehe meine Konsequenzen. Ich glaub mit  wenigen Menschen kann ich mich, falls der Irrsinn doch einmal zuende sein sollte,  nicht mehr treffen. Bei allem Verständnis für ihr Verhalten – nee. Da ist er der Graben in unserer Gesellschaft. Bei mir läuft er schon durch. 
Und jetzt liebes Tagebuch? Es blubbert noch einiges in mir. Das lasse ich einfach gut sein. Ich stehe jetzt auf und drehe eine Gassirunde mit dem Wuffel. Dann geh ich in den Garten und erde mich. Bis zum nächsten mal 🙂

Sachlich informativ: mwgfd.de (Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokatie e. V.) Ich habe mich dort als Unterstützer eingetragen.