Archiv der Kategorie: Manch anderes

Gehäkelter Pannelappen und sonstiges

So. Bevor es zum eigentlichen Thema des Beitrages geht: Meinen vorherigen Post habe ich auf privat geschaltet, weil ich hier der „Seuche“ 😉 nicht zuviel Raum geben will. Ja, ich halte die ganze Mundschutzaktion (zum jetzigen Zeitpunkt), die Distanzhaltung im öffentlichen Raum für überzogen. Hilfe wir mutieren zu Zombies. „Corona-Zombie-Apokalypse“. Ja, ich höre mir die Meinung von Medizinern (Schiffmann, Bhakdi…) auf Youtube an.  Es „spahnt“ und „södert“… mir zu einseitig. Ich will wieder eine Vielfältigkeit der Diskussion im öffentlichen Raum und – stop – jetzt beende ich meine Ausführungen, sonst muss ich diesen Beitrag wieder auf privat…  😉
Also. Vor Wochen hat mich eine Kommentatorin zum Topflappen fabrizieren inspiriert. Mit dem Häkeln begonnen. Angefangen und liegen gelassen das angefangene Teil. Vor Tagen wieder angefangen das angefangene Teil aus dem Zustand des Anfanges zu befreien und schlussendlich eine Schlusspunkt gesetzt.
Die Politiker könnten sich ein Beispiel an mir nehmen und auch „anfangen“. Sich einfach wieder von ihrer Entscheidungsdominanz  lösen und die Verantwortung immer weiter zurück in die Hände des Volkes zu legen. Nicht dass wir in der angefangenen Situation verharren und in unseren vier Wänden vor uns hin modern, wie viele unfertigen Objekte in der hintersten Schublade. Ich will wieder aus der Kiste ins Leben geholt werden. Amen.
Muss ich doch wieder lösc…. 😉 Ach Scheiß drauf! Wenn jetzt nicht wechselhafte Stimmungen erlaubt sind, wann dann?







Denk so vor mich hin…

…während ich im Garten sitze und häkle. Was bin ich doch privilegiert. Kann in den Garten wann ich will.
Meine Seniorengruppe, die ich regelmäßig besuchte um gemeinsam Schönes zu tun, darf ich nicht mehr sehen. Vorsichtsmaßnahme zu ihrem Schutz. Familie darf auch nicht mehr rein. Hätte ich vorher den alten Menschen beim Essen geholfen, dann wäre das jetzt kein Thema für mich, dann dürfte ich… Wieviel Wert hat das psychische Wohlbefinden? Hm.
Sie leben in einem Seniorenheim. Vor- und Nachmittags ist jeweils eine Stunde Aufenthalt im Garten erlaubt. Es sind fast alle draußen. Ruhe genießen? Kaum möglich. Hofgang. Erinnert an Knast. Ich halte telefonischen Kontakt zu einer lieben Bewohnerin, versorge sie mit Büchern. Sie ist 90 Jahre alt und sagte gestern zu mir: „Es ist schlimm. Wir leben noch Wochen oder Monate aufgrund unseres Alters und dürfen in der letzten uns verbleibenden Zeit unsere Lieben nicht mehr sehen.“
Ein Massensterben in Altenheimen will niemand, durch einen zu lockeren Umgang.
Was macht eine Altenpflegerin, die versehentlich Bewohner ansteckt, in einem Stadium, in welchem sie selbst nicht merkt, dass sie krank ist? Fühlt sie sich als Massenmörderin? Wie würde ich mich fühlen, falls ich meinen Mann, Kinder, Kollegen… anstecken würde. Wird mit dem Finger auf Menschen gezeigt die erkranken, weil sie sich „nicht ausreichend gewissenhaft“ an Beschränkungen gehalten haben, obwohl sie es doch taten? Wird eine Unterstellungslawine in Gang gesetzt? Hm.
Ich kenne „Höchstrisikopatienten“, Menschen die sich in einer Krebsbehandlung befinden. Einige von ihnen gehen ihrem normalen Arbeitsalltag nach. Haben Kontakt zu Mitmenschen. Sie würden an einer Isolation zugrunde gehen. Wissen sie doch um die Endlichkeit ihres Lebens. Wochen oder Monate, die ihnen noch bleiben. Für sie zählt jeder Tag gelebten Lebens. Andere Kranke gehen nicht mehr außer Haus. Verwehren sich den Kontakt zu Enkelkindern… Inzwischen kann ich beide Verhaltensweisen verstehen. Jeder von ihnen handelt richtig für sich.
Habe neulich einen Karton mit Dingen zum Verschenken auf die Straße gestellt. Eine erste Reaktion von einem vorbeiradelnden Paar war: „Oh, Corona, weiterradeln!“ Da fühlte ich mich schlecht. Ich wollte doch nur meinen Mitmenschen eine Freude bereiten.  Im Supermarkt, im Baumarkt, überall Waren die angefasst werden… Das Risiko sich beim Einkaufen anzustecken geht gegen null, so ein anerkannter Virologe. Werden wir nicht paranoid! Diese Zeilen lesen Blogbesucher und denken: „Aber aus meinem Bekanntenkreis hat sich ein Paar infiziert. Der Mann inzwischen verstorben und die Frau noch auf Intensiv…“ Ja. Seit es Menschen gibt passieren täglich Katastrophen. Mitmenschen scheiden unter tragischen Umständen aus dem Leben. So ist es. Und jetzt – ein abschließender Satz: Tja, da fällt mir leider keiner ein.
Ja, habe einen: Es werden mehr Menschen an den wirtschaftlichen Beschränkungen durch die Pandemie sterben, als an dem Virus selbst – so die Einschätzung eines Wissenschaftlers.
Sie verhungern still und leise – ohne eine große Schlagzeile zu hinterlassen.









Schöne Tage

Habt es schön über Ostern, dem großen Fest in dessen Mittelpunkt, fern der religiösen Interpretation, ein eierlegender Hase steht. Ausgestattet mit einer künstlerischen Ader, fühlt er sich bemüßigt, Eier bunt zu bemalen. Die Zeichen von Fruchtbarkeit. Wer kennt nicht den Spruch von „…dicken Eiern in der Hose“ oder es „bunt treiben“. So ein den Pinsel schwingender Rammler… 🙂









Meine Strategie

Also. Bis gestern konnte ich nicht häkeln. Musste einfach meine Hände in unseren Planeten versenken und mir Ruhe ins Gehirn buddeln. Heute regnet es und die Wolle liegt bereit. Dann, wenn  dieser Beitrag verfasst ist, lege ich wahrscheinlich los.
„Jetzt bekomme ich Angst“ sagte gestern Abend mein Mann zu mir. Hm. Ja, es ist angsteinflößend, unbeschreiblich. Aber, so meine Theorie: „Ich bin nicht das Lamm vor der Schlachtbank. Hilflos, ausgeliefert. Nein“.
Ich kann etwas tun. Mich stärken. Im folgenden zähle ich euch mal so auf, was ich für mich unternehme, was mir ein gutes Gefühl vermittelt und mich in eine aktive Position bringt. Händewaschen, Sozialkontakte minimieren… das ist Usus. Ich beschreib euch, was ich zusätzlich für mich tue, was mich nicht in einem negativen Gefühl erstarren lässt:

– Bewege mich viel an der frischen Luft, lüfte meine Lungen, tanke Sonne, arbeite im Garten, gehe Spazieren. Hier auf dem Land begegnet man selten Leuten in der Natur. Wenn ich dennoch jemanden treffe, halte ich großen Abstand. Über Distanz ist auch ein kurzer Plausch möglich. Tut gut.

– Esse viel Gemüse und Obst. Fleisch nur sehr selten. Bärlauch wächst gerade draußen und daraus wird ein leckeres Süppchen gekocht. Schnittlauch, Brennesseln, Giersch…  Die Natur hat jetzt schon Vitaminreiches im Angebot.

– Tja, jetzt kommt das „Intervallfasten“. Wird ja zur Zeit etwas gehypt, ist aber von Nutzen. Grob gesagt kurbelt es das Immunsystem an und macht den Körper stark in der Abwehr von Zeugs, das uns nicht gut tut, so grob formuliert. Ich esse 16 Stunden nichts und in den folgenden 8 Stunden erst wieder. Das mach ich häufig, aber nicht strikt jeden Tag. Eine gewisse Lockerheit muss für mich sein, um dran zu bleiben.

– Viel sprechen über die Situation. Es sich von der Seele reden.

So. Jetzt ist es genug für jetzt. Wenn ihr noch gute Tipps habt, dann her damit. Einfach in die Kommentarfunktion schreiben. Geben wir uns untereinander praktische Lebenshilfe um durch die Zeit zu kommen.

Wie Robinson Crusoe der auf schöner Wohnen macht

Gestern fühlte ich mich wie Robinson Crusoe. Während des Tages brach Stück für Stück mein soziales Leben weg. Eine Absage nach der anderen tröpfelte herein. Alle Gruppenaktivitäten pausieren. Eine sinnvolle Aktion. Von gefühlt „null auf hundert“ in die „soziale Isolation“.  28 Jahre währte Robinsons Eingeschlossenheit auf der Insel. Wir werden uns nur etliche Wochen, oder wenige Monate auf eine ruhigere Lebensweise einstellen müssen. Globale Entschleunigung. Eine Dafosche Insel benötigt jetzt auch kein Wasser mehr drumrum. Für manche wird sie durch eine Wohnungstür begrenzt, einen Gartenzaun oder eine Landesgrenze. Wie Abenteurer werden wir uns fühlen, beim Besuch des Supermarktes, der Arbeitsstätte. Alle Sinne offen für etwaige Gefahr. „Hat da nicht jemand gehustet?!!!“ Like Crusoe haben wir (Ich, mein Mann und eine Tochter) es uns auf unserem Eiland gemütlich gemacht. Der Holzschuppen wurde aufgeräumt, das Bad so sauber wie nie geputzt, der Garten in manchen Ecken auf Vordermann gebracht. Weitere Aktionen folgen, bei uns und vielen da „draußen“. Lese ich doch auf diversen Plattformen über Aktionen die Wohnung streichen, den Keller ausmisten oder einfach lang schon aufgeschobene Tätigkeiten des häuslichen Umfeldes in Angiff nehmen.
Unterrichtete der gestrandete Seemann nicht auch einen jungen Eingeborenen namens Freitag quasi per „homeschooling“. So. Jetzt mache ich einfach einen break. Bei diesem schönen Wetter da draußen schwinge ich mich auf das Fahrrad. Tanke Sonne und die positiven Vibrationen der erwachenden Natur. Genieße die Natur wie Robinson 🙂

 

Muss unbedingt hamstern

Klopapier horten – gähn – gibt es denn nichts Schöneres mit dem man sich seine Regale füllen will?! In geselliger Runde  war neulich die Scheiß-Papiersituation Gesprächsstoff. Tom: „Leute, ich kauf mir jetzt eine Spachtel mit drei Seiten als Klopapierersatz. Mit zwei Menschen kann ich sie noch teilen. Klingelt einfach bei mir, wenn ein großes dringendes Geschäft abgewickelt werden muss. Soziale Rücksichtnahme ist mir wichtig!“ 😉 .
So. Ich muss jetzt dringend in die Stadt zum Hamstern. Mit einer großen Tasche im Schlepptau für viele wollige Päckchen.
Das Toilettenpapier schenk ich mir. Zur Not muss ich bei Tom klingeln 🙂