Archiv der Kategorie: Manch anderes

Schönen Tag

Mann spielt am Handy Schafkopf (Kartenspiel very bavarian), die Töchter waschen ihr Auto, die Nachbarn streiten lautstark und ich hab soeben ein Häkelkissen fertig gemacht 😉 Ganz normal und entspannt – schön.
Möge der Tag weiter so verlaufen. Apropo – für sensible Gemüter: ein Streit ist ein ganz normaler Bestandteil des Lebens. Mach ich auch mit meinen Lieben. Manchmal auch an Weihnachten. Heute noch nicht, aber was noch nicht ist… 😉 🙂











Kurz vor Buffalo…

…und noch kein Plätzchen gebacken. Voll der guten Backvorsätze und dennoch – niente. Die Töchter nehmen die weihnachtliche Backaktion in die Hand. Schön! Vielleicht klappt es mit mir und dem leckeren Backwerk ja nächstes Weihnachten. Vielleicht 😉


Mein Seelenwärmer ist fertig. Foto irgendwann mal demnächst in diesem Theater. Jaaaa und aus einer Billigheimerwolle vom Discounter fabrizier ich halt mal wieder ein Kissen. Die Wollqualität ist gut und die Farbkombi macht mir auch Freude. So soll es sein.


Meine aktuellen fertigen und in Arbeit befindlichen Häkelsachen lagere ich zusammen mit meinen Socken außerhalb von Hundereichweite. Fritzi, unser vor wenigen Wochen eingezogener Hundenothilfewuffi, liebt mich,  meine Socken und meinen Häkelkram sehr. Ich geb ihm mal einen Crashkurs in Häkeln. Er und ich, friedlich handarbeitend auf der Bank…


Und – heute hat mich ein tolles Paket von Nina aus Berlin erreicht. Prall gefüllt mit buntem Schnikschnak und Wolle, welche sie nicht mehr braucht. Sie hat sich farbtechnisch verändert. Gut für mich 😉
„Danke Nina!!“

Bäh – Vorweihnachtszeit im Netz

Gerade eben habe ich mit hellsichtiger Klarsichtsichkeit am Frühstückstisch, bei drei brennenden Kerzen, bei mir eine vorweihnachtliche Blogschreibblockade diagnostiziert. Endlich habe ich einen Befund! Das ganze Rumeiern um die mediale Welt, including meinem Blog, ergibt einen Sinn! Die Symptome äußern sich im realen Leben wie folgt: Würgereiz beim Betrachten von hunderttausendfach, aufs liebevollste perfekt verpackten, Geschenken. Mit soviel Hingabe und Herzblut gemacht, dass eine Anämie dabei entstanden sein muss. Dann, bei Weihnachtsliedergedudel, greift meine Hand reflexartig zum Abschaltknopf. Da bin ich machtlos. Völlegühl. Kein Appetit auf Weihnachtsfeiern, Klingeling, Plätzchenrezepte, Feiertagsvorbereitungen… Der Versuch, mir Erleichterung mittels Glühwein zu verschaffen, ist kläglich gescheitert. Aller Alkohol hatte sich nach wahrscheinlich tagelangem Köcheln in Luft aufgelöst. Tief durchzuatmen, beim Besuch eines Marktes, kann also kostentechnisch von Vorteil sein, zwecks Restalkoholpartikeln in der Luft…
Oh Gott! Dieses Jahr hat mich ein „Weihnachten-geht-mir-am-Hintern-vorbei-Virus“ erwischt. Menno. Das ist nicht leicht. Die Welt um mich herum gibt sich hemmungslos, bis zur Selbstaufgabe dem Treiben hin und ich mach auf Spaßbremse zwecks obigem Befund. Sorry, da fehlen mir die passenden Themen zum Bloggen. Ich komme mir defizitär vor. Nach dem Hervorkruschen der Weihnachtshäkelmodelle vom Vorjahr war Schluß. Da hat der Virus sich breit gemacht, mit einer Dekoschlappheit. Werde ich wieder gesunden? Will ich wieder gesunden? 😉 Ich weiß es nicht. Häkeltechnisch arbeite ich mich themenneutral weiter an meinem Seelenwärmer ab. Das geht zügig voran. Warm eingekuschelt kann ich mich meiner Infektion ganz genüßlich hingeben.
Um euch mein tristes Krankheitsvorgejammer erträglicher zu gestalten – ein paar bunte Bilder von meinem Drumherum:


















Für all jene, welche sich heute…



…einsam fühlen, Geburtstag haben und sich verlassen vorkommen – ich sende euch über den Äther einen leuchtend bunten Blumenstrauß.
Ich habe heute Geburtstag und hatte einen schönen Tag mit mir ans Herz gewachsenen Menschen. Ich weiß, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist. Das Leben ist kein Ponyhof. Jeder muss seine Hürden meistern, die ihm das Leben stellt. Und – jeder hat seine Hindernisse, Herausforderungen.
Ich hebe meine Tasse heisse Schokolade und proste jedem zu, der gern mit mir anstößt.




Montagmittagsgedanken über fehlendes Mitleid…

…meinerseits oder so ungefähr. Wir, ich (der Esel nennt sich zuerst) und mein Mann haben uns ja nen Wuffi ins Haus geholt. Keinen schönen Hund, wie mir zwischenzeitlich von so manchem mitgeteilt wurde. Er ist ein Mix aus Langhaardackel und Terrier. Für mich ist er lässig. Ihn könnte man auf jeder Straße Europas antreffen. Stylemäßig: Globetrotter im Straßenenköterlook. Weil ich ihn ausnehmend schön finde, kann ich nur amüsiert lächeln, wenn anderen bei seinem Anblick das Gesicht etwas aus den Fugen gerät. Nur mit dem Herzen sieht man die Schönheit. Innerlich trägt Fritzi einen großen Klumpen Gold in Herzform in seiner Brust.
Und – es gibt nicht nur Problembären, sondern auch Problemhunde. Alles was vom Ausland auf vier Pfoten hier einwandert, wird oftmals mit dem Prädikat „Problem“ (ab)gestempelt. Mag ja sein, nein ist auch sicher, dass so mancher Hund leidvolles erlebt hat und einen Rucksack mit schlechten menschlichen Erfahrungen mit sich schleppt. Made in Germany gibt es solche Hunde aber auch häufig.
Jetzt kommt mein fehlendes Mitgefühl ins Spiel. Ich bedauere meinen Hund nicht. Mag er schlechte Erfahrungen gemacht haben und bei diversen Geräuschen angstvoll reagieren, das alles lässt mich kalt. Mitleid ist nicht angebracht für ihn. Ich geb nicht nach bei ihm. Er will die Treppe nicht rauf, mit sanftem Nachdruck geht es dann doch. Ich höre: Och Gottchen der arme Hund, kann keine Treppe steigen. Sei doch nicht so streng und hart… Aus dem scheinbaren Problemhund made in Kroatien würde durch falsches Mitgefühl ein waschechter Problemhund made in Germany. Er wird von mir in bestimmten Situationen ignoriert, Regeln müssen befolgt werden und – es tut ihm gut, macht ihn ruhig, lässt seine Ängste schwinden. Er kann auch allein bleiben. Zu Anfang überbrückte er die Zeit mit dem Sammeln von Socken und Schuhen, welche er um sein Lager scharrte. Nach zwei Wochen ist dies fast nicht mehr der Fall. Ich traue ihm etwas zu.
Ich lasse ihn nicht erst 1 Minute allein im Zimmer, dann zwei, dann drei… Oh Gott!! Mein Berufsleben wäre aufgrund des Hundes im Eimer. Solange der Arbeit fern bleiben, bis der Hund im minütlich gesteigertem Rhythmus… Hund ist Hund, Beruf ist Beruf. Ich kenne meine und seine Grenzen. Samthandschuhe und dieses elendige Mitleid würden aus uns ein Duo Infernale fabrizieren: Problemjutta and Problemfritzi. Für mich ist er ein ganz normaler Hund. Prognosen wie „mindestens ein halbes Jahr wird er brauchen um…“ kann es geben. Ich rauche sie in der Pfeife 😉