Archiv der Kategorie: Manch anderes

Wollige Abwege



Ich gehe fremd. So ein Seitensprung kann ja eine belebende Wirkung haben. Kann. Ich habe so meine Zweifel daran. Jetzt bereits, nachdem ich am Beginn einer neuen Leiden-schaft stehe. Die Häkelnadel in Sichtweite, halte ich Stricknadeln in den Händen. Socken sollten entstehen. Ach Gottchen ich schreibe schon in der Vergangenheitsform! Socken WERDEN ENTSTEHEN. Warum tu ich mir das an? Selbstgestrickte Socken sind doch tolle Teile. Es gibt so schöne Modelle in bunt und geringelt und bezopft und gemustert. Ich möchte die Dinger an meinen Füßen sehen, jetzt wo es kälter und grauer draußen wird. Meine Füße lechzen nach Farbe. Bunter Nagellack erfreute über den Sommer und jetzt?
Den Strickeinstieg erleichternd, pfriemle ich mit sechsfädriger Wolle und einem Einsteigerfarbverlauf, der ja keiner ist, nur diverse Blauschattierungen, herum. Das Bündchen wird sehr kurz gehalten. Es ist an der Grenze zum „Kein-Bündchen“. Alles auf’s Nötigste reduziert, damit die Fußwärmer ganz pronto fertig werden. Nach der Pflicht, dem kann-ich-das-überhaupt-Test, sollen dann die Traummodelle folgen. Aller Anfang ist schwer.
Hätte ich mir doch neulich die superschönen Wollsocken im Handarbeitsladen mitgenommen. Tolles buntes Muster. Da hätte ich mir sogar noch was gespart. So bereichern Stricknadeln in braun… Warum sind die Dinger nicht quietschebunt. Würde einiges optisch vereinfachen.
Hm. Hm. Tja. Hm. Tief durchatmen. Hm. Stricken. Hm……….



Damit auch etwas Schönes diesen inhaltsschweren, voller Zweifel belegten Beitrag aus den wolligen Sockenuntiefen herauszieht, gibt es noch viel Buntes und GEHÄKELTES für`s Auge. Yeahhhhh!!!!



















Euch einen schönen kuscheligen und entspannten Sonntag 🙂

Richtig frei bist du wenn…

…die Kinder aus dem Haus sind und der Hund das Zeitliche gesegnet hat. Besagt ein Spruch von „hab ich vergessen“. Hey, jeden Abend Happy Hour. Ausgehen wann man will. Quasi ein unlimiteted Leben. Die Welt steht dir offen, sofern du deine Geldumzulebenbeschaffungstätigkeit des Tages erledigt hast. Jetset. Wochenende NewYork, Paris, Tokyo, Schwabach, Freystadt, Hinterdupfing… You can. Naja nicht alles, aber immerhin ein bisschen. Vielleicht sind mir die vielen Happyhour`s auf meinen geistigen Zustand geschlagen und die grenzenlose Freiheit hat meine Sinne umnebelt.
Die Lohnsteuerklärung ist abgegeben und es könnte nicht entspannter sein… da komme ich auf die Idee unseren paarreduzierten Haushalt zu bereichern. Hole mir und dem Mann ein leicht traumatisiertes „beiing“ mit Migrationshintergrund und körperlichem Handycap, ins Häuschen der hemmungslos ausgelebten Freiheit. Ich sehe Zeiten schwinden und neue inklusionstechnische Herausforderungen nahen. Noch ist es nicht soweit. Unser neuer Mitbewohner wird demnächst von uns auf einer Autobahnraststätte aufgegabelt. Wahrscheinlich hinter den Toiletten, zwischen den Büschen werden wir zueinander finden. Scherz. Nicht ganz. Das mit der Autobahnraststätte stimmt. Ade, hemmungsloser Freizeitkonsum – hello ja was? Äh, Zeit zu dritt. Ab demnächst bewegen wir uns auf acht Beinen durch das Leben. Fesseln uns an einen süßen, vierbeinigen Wuffi aus Polen, mit einem Auge. Quasi an einen Zyklopenhund. Vielleicht häkle ich ihm eine Augenklappe. Naja, die Einäugigkeit ist besser als wenn er stark schielen würde. Da hätte ich das Problem beim tief in die Augen blicken, wüßte nie… Null Problem mit einem…

Schön euch…

…mit gutem Garn versorgt zu wissen 🙂
Den Acrylgarnvergleichsbeitrag hab ich mir geschenkt 😉
Gut so. Annehmen was kommt und so weiter und so fort.
Sorry Sandra und Marjan. Ab drei Interessenten hätte ich die Ärmel hochgekrempelt.
Jetzt ist der Käse gegessen. Klappe zu Affe…, wer zu spät kommt, den…
😉

Heimwerkender Zweibeiner männlichen Geschlechtes

Ach Gottchen, was ihr nicht schon von mir alles wisst, oder zu wissen glaubt oder auch nicht wisst. Meine politische Dideldödeldadeldingens ist ja seit dem letzten Türililumlalalbimens bekannt. Ihr seht, es ist genug darüber geschrieben worden und ich will „den Gaul auch nicht zu Tode reiten“.
Heute knöpfe ich mir zur Abwechslung mal meinen Göttergatten vor. Ich kehre quasi vor der eigenen Haustür. Soll ja schön und sauber sein. Im Gegensatz zu meiner handwerklichen Vorgehensweise, agiert er sehr wohl überlegt und detailversessen. Er nimmt es genau, wo ich ein Äuglein zudrücke.
PS: Mein Tipp zur Partnerwahl: Sucht euch jemanden, der euch nicht ähnelt, der anders ist. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, an sich, am Partner, an seinen Fähigkeiten, zu wachsen. Das bringt Reibungsfläche und lässt euch nicht in ein Beziehungsdauergähnen nach etlichen Monaten oder Jahren verfallen. Ab und an ein häuslicher Streit mit zeitlich nahem „Wiederaufeinanderzugehen“ hält die Partnerschaft in Schwung und trägt zur Beweglichkeit der Halspartien eurer Nachbarn bei. Die schütteln den Kopf und meinen: Wie geht es denn bei den Bliblablubs wieder zu – gähn – bei uns gibt es – gähn – so etwas nicht – gäääähn.
Genug abgeschweift. Zurück zum handwerklich hantierenden Mann. Ich beschreibe euch mal den zu bewerkstelligenden Tatbestand: Auf unserer Küchenzeile reihen sich ein Wasserkocher, eine Kaffeemaschine und ein Toaster aneinander. Der causas knaxus – es gibt nur eine Steckdose für alle drei Geräte. Inzwischen sehr routiniert im ein- und ausstecken, dachten wir uns, warum nicht auf moderne Errungenschaften zurückgreifen und uns das Leben erleichtern mittels eines Tadah: Dreifachsteckers. Mann erklärte sich sofort zum Dreifachsteckerprojektbewältigungsmacher. Er veranschlagte eine Stunde Arbeitszeit. Ich: „Why eine Stunde?“ Ich würde das Umstecken auf zwei Minuten erledigt haben. Ich ging in den Garten. Ich mähte den Rasen, entsorgte Fallobst und schnitt die Sträucher zurück. Kontaktaufnahme nach Ablauf der Zeit mit meinem Heimwerker. Die Küchenarbeitsplatte hatte inzwischen ihren Platz von der Küche in den Vorgarten gewechselt. Wurde von einer Säge bearbeitet. Ich: „Hä???“ Er: „Ich lasse alle Kabel der Geräte unter der Platte verschwinden und bringe die Steckleiste fast unsichtbar an.“ Ich: „Oke, wie lange brauchst du noch?“ Er: „Eine halbe Stunde etwa.“ Ich ging wieder in den Garten, befreite einige Staudenbeete vom Unkraut, naschte an den Weintrauben und kehrte den Weg.
Kontaktaufnahme nach Ablauf der Zeit mit meinem Heimwerker. Ich: „Und?“ Er: „Ich habe ein Problem mit dem Kabel des Wasserkochers, im genauen mit einer speziellen Schraube.“ Ich: „Der war doch nicht kaputt?!“ Er: „Das Kabel zur inzwischen angebrachten Steckleiste ist zu kurz…“
Ich: „Okeeeeee“ Ich ging in den Garten. Grün ist ja sehr beruhigend und sanftes hin- und herschaukeln auch. Doppelte Beruhigung – war nötig.
Also. Die Küchenplatte ist wieder an Ort und Stelle, und der Kabelsalat ist beseitigt. Es sieht sehr aufgeräumt aus. Das ist schön. Der Wasserkocher ist leider nicht funktionsbereit wegen mangelnder Kabellänge zum Dreifachstecker. Gern hätte ich mir inzwischen eine Wärmflasche für meine Halsmuskeln heiß befüllt. Mein Dauerkopfschütteln über das Ausmaß der Heimwerkerarbeiten hat Spuren hinterlassen.
Eine große Frage stelle ich mir: Soll ich ihm den Hinweis geben, dass er den Toaster platztechnisch einfach mit dem Wasserkocher austauschen soll, denn dann wäre die Kabellänge ausreichend 🙂 Oder nehme ich ihm dadurch sein Bastelglück? Gedanklich ist er wahrscheinlich gerade am Austüfteln eines passenden Werkzeuges für die spezielle Schraube…
Gern würde ich mal  Gähnen 😉

Wissenswertes

Warum können Schnecken einen Knollenblätterpilz futtern, ohne tot umzufallen? Weil sie keine Leber und Niere besitzen, deswegen kann ihnen das Gift nicht schaden.
Warum gibt es die AfD und ihre bescheuerten Plakate („Lieber Bikini als Burka…“)? Weil es Menschen gibt, die kein Hirn besitzen, welches sie vor solchem Unfug schützt.
Sollte sich jemand in seiner politischen Meinung beleidigt fühlen, dann freut es mich. Derjenige darf meinem Blog gern für immer den Rücken zukehren, denn manches sieht man lieber nur von hinten in die Ferne verschwinden.