Archiv der Kategorie: Manch anderes

Ich gehe mal fremd – macht nix

Diese Überschrift konnte ich mir leider nicht verkneifen 😉
Kann nur gespannt sein, welche Besucher mir die Suchmaschinen auf diese Seite spülen.
An all jene, welchen jetzt klar wird, dass sie stichwortmäßig aber so was von falsch gelandet sind: Meine Herren und Damen! Auf dieser Seite erhalten sie nur die wolltechnische Absolution für einen Seitensprung. Quasi die fleischlose, vegetarische Ausführung davon. Klicken Sie einfach weiter, als ob es unsere Begegnung nie gegeben hätte. Und Tschüss 😉

Also. Ich habe mal zur Stricknadel, äh, den Stricknadeln gegriffen. Die Macht der Gewohnheit. Es wird wahrscheinlich nur eine kurze Affäre sein. Aber ein bisschen Abwechslung kann ja nie schaden, so wollverarbeitungstechnisch gesehen.
Vielleicht muss ich mir auch was beweisen. Dass ich noch was anderes drauf habe 😉
Ahhh, jetzt könnte sich doch ein männlicher Zweibeiner angesprochen fühlen. Altersklassenmäßig in meiner Liga angesiedelt, hält die Lebensmitte  für Männer auch diverse Erkenntnisse und Veränderungen bereit 😉

Die Zweideutigkeit zieht sich durch wie ein roter Faden. Sehr passend zum Blog, dem Handarbeiten und allem Möglichen.

Apropo Rot:

 

Was Gelbes hab‘ ich auch noch:

 

 

Ich wünsch‘ euch was 🙂

Verreisezeit oder „Mein beschränktes Leben“

Bitte fragt mich nicht, wo ich meinen Sommerurlaub verbringen werde. Ich weiß es nicht. Den „Frühbucher“ in mir konnte ich bislang nicht entdecken. Den „Heimscheißer“ schon. Es bedarf eines gewissen Nachdruckes von zweiter Seite, um mich in die Puschen zu hieven, um neues Land zu entdecken. Ist auch meistens schön in neuen Gefilden.
Oberstes Ziel: die Normalität, das Alltägliche am Urlaubsort zu finden. Einkaufen im örtlichen Supermarkt, am Marktplatz rumlungern und Leute beobachten. Den kunst- und kulturbeflissenen Touri habe ich in mir ebenfalls nicht ausfindig gemacht. Stundenlange Fahrten zu diversen antiken oder prähistorischen Steinhaufen – äh – nein. Stundenlange Wanderungen auf reisetouristisch erschlossenen Wanderautobahnen – äh – nein.
Ich brauche kein weites Umfeld. Sorry.
Ich will auch nicht die ausführlichen Schilderungen meiner Mitmenschen über ihre ausschweifenden Urlaubsaktivitäten hören. Macht mir keinen Spaß, denn ich lebe mit einem beschränkten Horizont.
Es ist nicht die Ökobilanz, welche mich am Rumdüsen quer über den Erdball hindert.
Mein Wohlbefinden wird nicht auf drei Wochen Jahresauslandsurlaub komprimiert. Nein!!
344 Tage malochen, 344 Tage Alltagstrott, 344 pflichterfüllte, aber wohlfühlferne Tage, um 21 Urlaubstage auf der vermeintlichen Trauminsel, dem vermeintlichen Traumland mit vermeintlicher Schönwettergarantie zu verbringen. 21 Tage müssen 344 bescheidene wett machen. Das geht doch nicht. Da gerät der Urlaub unter Stress, Leute!
Ein Erwartungszwang, eine „Gute-Laune-Diktatur“ macht sich breit. Am Ende geht noch die Beziehung flöten. Neee, das ist nichts für mich.
Lieber mal nichts tropisches zur Unterhaltung beitragen, sondern die Mitmenschen mit einem kurzen Bericht über einen Donnerstagsabendspaziergang durch den nahen Wald langweilen und selbst eine weit höhere Wohlfühltrefferwahrscheinlichkeit als 21 Tage im Jahr bilanzieren können.
Ein beschränktes Leben hat auch seine Vorteile.

Ein paar Heimscheißerbilder:

 

 

 

 

Gelungene Integration

Ganz banal verwende ich die Überschrift, um euch einen Blumenstrauß aus dem Garten zu präsentieren. Blumen, nicht überreicht, sondern einfach in der Vase und Integration?
Darf man diesen Wortsachverhalt für so  profanes, bodennahes Grünzeug verwenden? Ich sag mal: „Ja!“. Handarbeitstante darf das! Ups! Handarbeitstante, Handarbeitsmutti, Strickliesel…
Hm, sehr sehr fragwürdige Bezeichnungen für handarbeitende Menschen im Freizeitbereich. Wäre „creative nonprofit wool assistant“ besser oder „Handmaderin“? DIY-Beauftragte? Da lasse ich heute aber keinen Fettnapf aus.
Oke. Ich versuche ein gewisses Maß an „political correctness“ in mein Gebrabbel zu bringen. War das jetzt schon wieder zu hoch gegriffen?! Handarbeitsblog und politic…
Aber jetzt: In meinem Garten wächst alles, was in der Vase zu sehen ist. Storchschnabel, Schnittlauch (inzwischen wunderschön blühend), halbwilde Margeriten und Giersch. Letzterer ist vielen als Unkraut… – üps – Fettnapfalarm! Ich meinte „Wildkraut“ bekannt. Wildes  und kultiviertes verträgt sich wunderbar, so rein optisch.
Damit diese Integration so gut flutscht, bedarf es regulierender Maßnahmen. Jeder bekommt ausreichend Lebensraum, keiner lebt auf Kosten der anderen oder macht sich übermäßig breit.


Ich bin die Integrationbeauftragte in meinem Garten. Meistens gelingt es mir. Manchmal übersehe ich auch etwas. Kann passieren. So kleine, unkrauttechnische Grenzüberschreitungen hält das Gesamtgartengefüge schon aus. Würde man jetzt allerdings einen gartentechnisch total konträr gepolten Mitmenschen hinsichtlich meiner „gelungenen Integration“ befragen, würde sein Urteil vernichtend ausfallen: Versagt, aber so was von total.



Kann es je im großen Gefüge klappen mit einem einigermaßen harmonischen Miteinander, wenn es sich im „Vorgarten“ schon nicht zusammengeht?
Ich sag mal ja. Denn sieht dieses Blumenarrangement nicht bezaubernd aus. Und die ollen Bilderrahmen, mit den von meiner Häkeltantenwenigkeit ausgeschnittenen Bildchen aus dem Kunstkalender, integrieren sich doch auch ganz wunderbar in das Ganze?
Jetzt müsst ihr alle vor dem PC laut „ja“ rufen. Wer „nein“ sagt ist…
Ups, da könnte ich ein weiteres „weites Feld“ mit vielen Fettnapfkomponenten eröffnen 🙂

Farbenfreischein oder spontane Streichaktion

Spontane Aktivitäten sind oftmals entspannter als von langer Hand geplant. Durch einen zu langen Vorlauf wächst das zu Bewerkstellende gefühlt zu einem Berg an. So empfinde ich. Andere brauchen diese gedankliche und zeiliche Spanne um entspannt ans Werk gehen zu können. Beim Aufstehen wußte ich von meiner Streichaktion noch nichts. Beim Frühstücken kam die Idee. Passende Farbe war noch ausreichend von der Töchterbadezimmerstreichaktion vorhanden.
Ich bin nicht der „alles muss ausgeräumt und mit Folie verklebt werden-Typ“.
Stück für Stück arbeite ich mich vor.
In einem früheren Leben war ich sicher Maler oder Anstreicher.


Ganz am Anfang:

Fast fertig. Drei Prozent Deko fehlen noch.

Weil ich keine schöne und für meinen Geldbeutel finanzierbare Stehlampe fand, habe ich selbst eine improvisiert. Ein alter Garderobenständer vom Gebrauchtwarenkaufhaus ist eine Beziehung mit einer Klemmleuchte eingegangen. Sie sind sehr glücklich miteinander und ich auch:

Häkelanleitung für einen süßen Rand

Gestern war wieder Handarbeitstreff. Wunderbar! Anette ein member von unserer lustigen Runde hat uns diese sehr schöne Umrandung für ein Häkelstück gezeigt. Danke Anette 😉
Ich finde sie muss in die weite Welt hinaus um auch auf eure Gesichter ein entzücktes Lächeln zu zaubern.
Dann fang ich direkt mal an mit der Häkelintroduction für diese Borte:

Mit Rosa in einer Masche anschlingen, 1 feste Masche und drei Luftmaschen arbeiten. Die Häkelnadel aus der Schlinge ziehen und diese etwas größer ziehen:

In die nächste Masche mit Weiß anschlingen, 1 feste Masche und drei Luftmaschen arbeiten. Häkelnadel aus der Schlinge und diese etwas weiten:

Mit der Häkelnadel wieder in die rosa Schlinge einstechen:

Das in weiß Gehäkelte nach vorne klappen und in die folgende Masche einstechen:


Wieder 1 feste Masche und drei Luftmaschen häkeln:

Häkelnadel in die weiße Schlaufe und das rosa Gehäkelte wieder nach vorne klappen. Dadurch wird das Häkeln der folgenden Masche erleichtert. Es ist nichts im Weg:

Wieder in die folgende, unbehäkelte Masche einstechen, 1 feste Masche und drei Luftmaschen arbeiten. Das eben Gehäkelte nach vorne klappen und mit der Häkelnadel in die rosa Schlaufe einstechen:


Es wird immer nach diesem Prinzip durchgewechselt.



Die Borte um die Ecke häkeln. (Das ist ein Nachtrag, deswegen die anderen Farben des Häkelstückes):
Arbeitet beide Farben in die gleiche Masche in der Ecke, siehe Foto:




Wie führe ich den Anfang und das Ende der Borte zusammen:
Zeige es euch an einem kleinen Musterstück.
Häkelt bis vor die erste Masche vom Anfang. Mit Rot eine Kettmasche in die erste feste Masche vom Anfang







Mit Grün zu den drei Luftmaschen noch eine arbeiten. Den Faden abschneiden, ausreichend Länge zum vernähen lassen und durch die Lasche ziehen. Es entsteht ein Knoten



Den letzten Bogen nach hinten führen und in der ersten grünen Masche vom Anfang vernähen.