Archiv der Kategorie: Manch anderes

Ich gebe mir den Freischein für…

…ganz ganz viel Farbe. Alles darf, was mir Freude macht. Und wenn ich Lust hätte, dürfte ich mir die Wände bunt kariert streichen. Habe ja den Farbfreischein.
Farbe macht das Leben bunt. Jawoll 🙂
Auch vor mir mache ich nicht halt. Zur neu erstandenen Lesebrille gab es passenden Lippenstift. Den trag ich auf wann ich will. Zum Buddeln im Garten, zum Rasenmähen, Holzspalten, Keller aufräumen… Ein Anlass dazu ist jederzeit vorhanden: Meine ganz persönliche Freude an bunten Lippen, wann immer es mir gefällt!

 

Auf der Fensterbank hat eine Kombi aus bunt und grün Einzug gehalten. Die farbigen Plastikübertöpfe gab es für ganz wenig Knete im Blumenladen. Super Sache.
Warte darauf, dass alles noch schön erblüht und dann sitze ich stundenlang am Küchentisch und tu‘ Fensterbank gucken.

Bunte Resthuhnbestände von Ostern

Auf dem Küchentisch mein aktuelles Häkeldingens

Aus Restbeständen eine Konservendose umgarnt 😉

Und zu guter Letzt: Borte gekauft, ohne zu wissen für was. Einfach so, weil sie so schön ist. Sie wird ihre Bestimmung schon noch finden. Sicher 🙂

🙂

Schöne Momente

Es gibt Scheißtage, Sonnenscheintage (an diesen gibt es nichts, aber wirklich nichts zu meckern) und Normaltage.
Glaubt keinem, der behauptet es wäre immer alles Gut. Der lügt. Aber glaubt auch keinem, der behauptet alles sei schlecht. Der lügt auch.
Ich bevorzuge eine Mischung aus allen dreien: 70% Normaltage, 20% Sonnenscheintage und 10% Scheißtage.
Letztere sind sehr unangenehm, ist ja klar und man ist froh wenn sie vorbei sind. Aber ohne sie würde doch das Leben in eine totale Mittelmäßigkeit abgleiten. Diese harten Zeiten ermöglichen warme Sonnenscheintage und angenehme Normaltage.
Sollte das Leben uns, oder wir uns selber hart am Wickel haben kann der Blick auf schöne Nettigkeiten etwas Leichtigkeit bringen. Unsere unterirdische Laune auf Rasenkantenhöhe hiefen 🙂
Ein Auszug aus meinen Nettigkeiten der letzten Zeit:


Eine Blogleserin hat beim Stöbern im Secondhandladen, beim Anblick dieser tollen Vase, an mich gedacht. Acapulco ist mein hottes Lieblingsgeschirr! Und sie hat die Prachtvase mitgenommen, sie eingepackt und an mich geschickt! Was habe ich mich gefreut, über diesen neuen Acapulcozuwachs und die nette Geste!


Eine auf Ravelry gefundene Anleitung für einen netten gehäkelten „Lappen“ .
Hier geht`s zu einem Stück Häkelglück.

Ein kleines Mitbringsel einer meiner Töchter. I love Babuschka-Matroschka-Post-its.

Eure witzigen und nachdenklichen Kommentare zum veganen Filet! Ein fettes Danke!

PS: Soll ich mich dafür entschuldigen, dass ich so oft „Scheisse“ in diesem Beitrag verwendet habe? Scheisse, nein! 😉

Macht Laune: Wandteller basteln


Wollte ich schon lange und bin nie fündig geworden: Bunte Wandteller.
Da blieb mir nichts anderes übrig als sie selberzumachen. Beim Schlendern durch einen „Billigschuppen“, Ramschladen fielen mir die bunten Plastikteller sofort ins Auge. Genau meine Farben. Kostentechnisch gesehen sehr billig. Eine Packung mit 6 oder 7 Tellern kosten 1 bis 2 Euro. Früher habe ich diese Läden gemieden. Heute bummle ich gern mal durch. Staune über Kurioses, Hässliches. Zu 98% finde ich „Schrott“. Aber aus den verbleibenden 2% lässt sich schon was Nettes zaubern. Wie nun diese Wandteller.






Die jüngste Tochter hat auch mitgemischt auf dem heillos überladenen Tisch. Aus allen möglichen Ecken haben wir Diverses zusammengetragen um in die „Vollen“ greifen zu können. Heißkleber, Sprühkleber, Klebestift, Kraftkleber, normaler Kleber, Tortenspitze aus der Speisekammer, Wolle, gehäkelte „Rumlieger“, Perlengedöns was nie Verwendung fand bis auf Heute, Servietten aus der hintersten Schubladenecke…




Nach dem Motto: Ganz viel und schräg kombinieren, dann wird aus hässlich irgendwann wieder schön. Aber die Schönheit liegt ja immer im Auge des Betrachters 😉


Ich bin mit krawumm an die Sache. Hirn ausschalten und loslegen ist meine Devise. Einfach machen und nicht viel überlegen. Es gibt nichts zu verlieren.

Sehr freue ich mich über den „Vogelteller“ mit den goldenen Punkten. So einen kann nur meine Tochter fabrizieren. Geduldig hat sie das Federtier ausgeschnitten und sorgfältig aufgeklebt. Schön! Ich hätte es nicht so gekonnt. Temperamentstechnisch und Geduldsfadenreißend 🙂

So eine Aktion kann ich euch wärmstens empfehlen. Ob Jung oder Alt, jeder hat seinen Spaß. Stellt euch vor, wenn jeder so Diverses mitbringt was für eine tolle Auswahl ihr an Dekomaterial habt!! Tut mal schön gemeinsam basteln. Oder auch nicht 🙂

D wie Dienstag oder Diebesbande

So ein Dienstag kann schon immens spannend sein. Dienstag Vormittag auf dem Land idyllisch und schön. Denkste. War einmal oder war es das noch nie?!
Also. Heute bringe ich ein bisschen Crime in meinen Blog. Schurken, Ganoven und zwei nette Polizisten halten Einzug. Weitere Protagonisten sind meine Wenigkeit und meine jüngste Tochter.
Zurück von einer Einkaufsfahrt mussten meine Wenigkeit oder Vielfalt, kommt auf die Betrachtungsweise an, feststellen, dass in unserem Haus Schränke und Schubladen offen standen, die beim Verlassen des Hauses noch verschlossen waren. Nicht sofort waren die kleinen Veränderungen zu erkennen. Der Flur war normal, in der Küche zwei Schubladen geöffnet und ein Behältnis, welches seit Jahren nur ein dunkles Schrankdasein fristet, hatte den Weg auf die Anrichte gefunden. Unser Anfangsverdacht fiel auf die Katze.
Katze allein zuhaus – da ist viel möglich. Kann unsere Vierpföterin Schränke öffnen und Diverses entnehmen? Nö. Sie zählte nicht mehr zum Kreis der Verdächtigen.
Komisch. Auch im Wohnzimmer eine Schublade nicht ganz geschlossen, eine Dose auf der Kommode, wo sie nie stand. Die Erleuchtung kam im Schlafzimmer. Die Matratze war an einer Ecke etwas angehoben worden. Jetzt ging mir endgültig ein Licht auf. Hier waren Wesen am Werk, die normalerweise oder doch nicht das Tageslicht scheuen, im allgemeinen sehr menschenscheu und auf leisen Pfoten – äh – Sohlen unterwegs sind. Ergo Einbrecher. Bei uns haben sie sich ihren illegalen Weg über die Kellertür gebahnt.
Ach nee, dachte ich mir, das passiert doch nur im Fernsehen. In den Krimis, welche ich mir gern angucke. Unter die Matratze gucken, och neee Leute. Gehts noch?! Ich dachte das wäre immer unterstes Krimiklischee. Da bin ich jetzt eines besseren belehrt worden.
Es waren zum Glück humane Klauer, Langfinger. Sie haben nichts zerstört und nur diverse Schränke, Schubladen, Taschen und alles was wie ein potentieller Bargeldaufbewahrungsbeutel aussieht, geöffnet. Und – sich die schmutzigen Schuhe nicht ausgezogen. Ganz ohne Beute sind sie nicht verschwunden. In den Zimmern der Töchter haben sie sich alles gegriffen was golden glänzte. Zu 99% Modeschmuck. Nur eine Uhr im Wert von etwas über Hundert Euro hat sehr zum Leidwesen meiner Jüngsten den Besitzer gewechselt. All die netten Kettchen und Ringe, die das Herz erfreuten – futsch.
Der einzige Trost ist, dass es viel viel schlimmer hätte kommen können.
Nach einigen Überlegungen habe ich die Polizei informiert, dass räuberische Zweibeiner unterwegs sind. Nur so wenig Aufhebens wie nötig, dachte ich mir. Der monitäre Schaden ist ja sehr übersichtlich. Kurze Zeit später standen dann zwei nette Polizisten vor unserer Haustür. Wegen mir hätten sie nicht vorbeikommen müssen. Sie waren sehr nett, haben sich alles angeguckt, notiert und fotografiert. Die Vermutung liegt nah, dass es sich um osteuropäische Bandenkriminalität handelt und dass die Schurken jemals gefasst werden ist unwahrscheinlich. Kann ich verstehen.
Meine Tochter und ich waren inzwischen als Tatortreiniger im Haus unterwegs. Alles ist wieder sauber. Für meine Psyche, habe ich mit diesem Beitrag wieder für Ordnung gesorgt.
Mein Fazit: Unser kreativer alter Krempel, welcher in vielen Augen als wertlos gilt, bereichert mein Leben ungemein, erschwert aber Langfingern ihr Dasein.
Yeahh, gerade eben wurde meine Wollbestellung geliefert. Zum Glück hat sie der Bote nicht während unsere Abwesenheit vor der Haustür abgestellt! Dieser Verlust wäre wirklich fatal gewesen 😉