Manchmal fällt mir Quatsch ein. Diese Überschrift zum Beispiel 😉 Naja, so ganz an den Haaren herbeigezogen ist sie nicht. Über zwanzig Ecken kann man sie schon mit folgendem Beitrag in Verbindung bringen. Bin an einem „great deal“ mit meiner Häkelnadel dran. Gemeinsam arbeiten wir an einer Decke. Gutes Projekt. An sich mehrenden kühlen Abenden mit einer langsam aber stetig wachsenden Häkeldecke auf dem Schoß, lässt es sich schön und warm abcouchen. Quasi zwei Fliegen mit einer Klappe und so. Jetzt erreichen wir die zwanzigste Ecke: Ich häkel sie mit links. Immer noch. Habe die Häkelnadel nicht ins Korn geworfen 🙂
Relativ konstant bin ich hier am dokumentieren, manchmal lamentieren, meines „Hobbyierens“. Es plätschert lienear dahin mein virtuelles Hiersein. Seit nunmehr sechs Jahren lasse ich mehr oder minder tief blicken. Durch die Wolle gesprochen. Bin nicht reicher, aber älter geworden. Auch schon was. Das „Mandalieren“ ist irgendwie im Blogurlaub. Wer weiß wie lange. Weggefährtinnen haben sich herauskristallisiert. Seid herzlich virtuell umarmt meine treuen Kommentatorinnen. Ohne euch wär es hier nur halb so schön! Auf diesem Level ist es angenehm vor sich hin zu wursteln. Ohne Werbung, ohne Shop. Ganz Basic. Auf Augenhöhe mit euch. So wie es ist, ist es gut. Ich mag Beständigkeit. „Das weiß man was man hat. Guten Abend“ 😉
Es hat sich geläppert. „Voll das Leben“ positiv ausgedrückt. Irgendwie muss ich zu laut: „Hier“ gerufen haben. In mir steckt Wachstumspotential, denn man wächst bekanntlich an den Widrigkeiten. Manchmal auch in die Breite, wenn das Leben versüßt werden muss. Ich, sinnierend am Tisch. Soll dies die Quittung sein für mein Verlassen der großen Glaubensgemeinschaft. Scherz. So erzkatholisch (…durch meine Schuld, durch meine…) war ich noch nie. Habe aber dem männerdominierten „Verein“ den Rücken gekehrt. Erst neulich. Da bin ich raus. Draußen ist es windig. Der Garten im Grau des Tages. Kein Vogel in Sicht. Was ich mir seit vielen Jahren, aus tiefstem Herzen, wünsche, ist ein Eichhörnchen im Garten zu haben. Ich liebe diese Viecher. Vor kurzem mit dem Mann darüber sinniert wie es anzustellen wäre… Und dann passiert es. Ich sehe rot. Von oben kommt es, aus den luftigen Höhen des Sauerkirschbaumes: Ein Eichhörnchen!! Oh!! Bin ich balla?! Nein! Greife zum Handy. Dieses Wunder muss festgehalten werden, als Beweis für mein Sehen. Krass! Wahnsinn! Im Augenblick, in dem die Lebensscheiße dampfte, ist mir von luftiger Höh ein Herzensgeschenk am Baum heruntergekraxelt und wieder hinauf und wieder hinunter… Das ist ein Zeichen von oben. Auch für Nichtmitglieder 🙂
Den schwarzen Lampenschirm fand ich mal toll. Jetzt nicht mehr so. Diverses Buntes, welchem eine sinnvolle Verwendung fehlte und besagten abgelegten Schirm habe ich nun vereinigt. Zwei Notgemeinschaften bilden einen Schulterschluss. Kann sein dass ich das Arrangement morgen schon scheiße finde. Aber – Halbherziges plus Halbherziges ergibt eventuell auch was Ganzes. Mal sehen.
Ja, Leute ich habe mir die Stricknadeln geschnappt. Nur für euch, damit keine Langeweile aufkommt. Hier auf meinem Handarbeitsblog. Scherz. Durch Zufall bin ich auf gestrickte Topflappen gestoßen. Die sahen so richtig cool aus. Eine meiner Töchter benötigt neue und so habe ich mich auf das gut übersichtliche Strickprojekt eingelassen. Für einen Lappen reicht mein Strickelan gerade so aus. Und – ich stelle bedenkliches an mir fest: Ich verändere mich. Kaufe ich mir doch freiwillig kackbraune Tassen! Schock. Und – ich finde sie auch noch schön. Hm. Wohin führt das noch? Ich und ihr, wir werden sehen.
…Mensch. Mich meiner ursprünglichen Händigkeit mehr zuzuwenden bereichert mein Leben ungemein. Alte Blockaden brechen auf. Ich fühle mich sorglos und frei. Höre die Vöglein zwitschern und die Englein singen. Hosianna! Nun denn, so himmlisch fühlt es sich nicht an, aber es macht Spaß. Totally mit links fabriziert – mein Topflappen:
Totally mit rechts gehäkelt – mein neues Kissenprojekt: